Masern

Masern gehören zu den typischen Kinderkrankheiten, an denen zunehmend auch Jugendliche und Erwachsene erkranken, die in der Kindheit keine Infektion durchgemacht haben oder geimpft wurden. Masern – auch Morbilli genannt – werden durch das Masernvirus verursacht und sind hochgradig ansteckend. Übertragen wird der Virus über Tröpfchen durch die Atemluft. Beim Sprechen, Husten oder Niesen werden die Tröpfchen vom gesunden Menschen eingeatmet und gelangen über die oberen Atemwege in den Blutkreislauf.

Schwangere, die diese Krankheit als Kind bereits durchgemacht haben oder gegen Masern geimpft wurden, geben ihre Antikörper dem ungeborenen Kind weiter. So bleibt der Säugling bis zum sechsten Lebensmonat gegen eine Infektion mit Masern geschützt.

In der Regel liegt die Inkubationszeit bei acht bis zwölf Tagen. Jedoch bereits einige Tage vor dem Ausbruch der Krankheit können infizierte Personen andere Menschen anstecken. Unmittelbar vor dem Auftreten des für Masern charakteristischen Hautausschlags ist die Ansteckungsgefahr am größten.

Mediziner unterscheiden bei der Diagnose Masern zwei Stadien – dem Vorstadium und dem Hauptstadium. Im Vorstadium zeigen sich die Patienten mit grippeähnlichen Symptomen, wie Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Das Hauptstadium lässt das Fieber erneut ansteigen und es kommt zum typischen Hautausschlag. Die ersten Rötungen treten hinter den Ohren auf und verbreiten sich flächenförmig auf dem gesamten Körper. Wer einmal an Masern erkrankt war, bleibt lebenslang immun. Eine Erkrankung an Masern ist meldepflichtig und muss vom behandelnden Arzt dem zuständigen Gesundheitsamt mitgeteilt werden.

Masern Ursachen

Masern: Symptome und UrsachenDie sogenannten Masernviren sind die Ursache für Masern. Sie sind auf Menschen spezialisiert empfindlich gegen Licht, fettlösende Substanzen und Wärme. Vorzugsweise befällt der Erreger Zellen des Nerven- und Immunsystems. Über Tröpfchen in der Atemluft übertragbar überlebt der Virus bis zu zwei Stunden in der Luft und kann sich über weite Strecken verbreiten. Durch das Niesen, Husten oder Sprechen eines Infizierten, gelangt der Virus über die oberen Atemwege oder die Augenbindehaut in den Blutkreislauf des gesunden Menschen. Der Kontakt mit einer infizierten Person führt in nahezu allen Fällen zur Ansteckung mit dem Masernvirus. Vier Tage vor dem Ausbruch der Symptome und bis zu vier Tage nach dem Auftreten des Hautauschlags ist die Gefahr für Betroffene am größten, angesteckt zu werden.

Masern Symptome

Masern machen sich mit grippeähnlichen Symptomen wie Schnupfen, trockener Husten, Bronchitis, hohes Fieber, Halsschmerzen und allgemeiner Schwäche bemerkbar. Dabei sind die Augen besonders empfindlich gegen Helligkeit, wodurch es unter Umständen zu einer Bindehautentzündung kommen kann. Typisch für Masern sind die Veränderungen der Mundschleimhaut. Hier bilden sich rot umrandete weiße Flecken (Koplik-Flecken). Nach drei bis fünf Tagen breiten sich die punktförmigen roten Flecken auf der Haut aus. Diese Rötungen verblassen nach einigen Tagen und bilden sich in der Reihenfolge wieder zurück.

Masern Diagnose

Bei Kindern werden Masern durch den Kinderarzt diagnostiziert und bei Erwachsenen durch den jeweiligen Hausarzt. Masern zeigen sich in einem typischen Krankheitsbild. Insbesondere das zweimalige hohe Fieber und der charakteristische Hautausschlag lassen Masern leicht diagnostizieren. Da sich die Symptome von Masern, Röteln und Scharlach ähneln, ist zur Absicherung der Diagnose eine Blutuntersuchung hilfreich. Der Körper bildet zum Schutz virusspezifische Antikörper, die als Zeichen für eine Maserninfektion gelten und durch Blutuntersuchungen nachgewiesen werden können. Ein Abstrich der Nasenschleimhaut kann zusätzlich durchgeführt werden, um den Erreger nachzuweisen.

Masern Therapie / Behandlung

Die Ursachen für Masern können durch Medikamente nicht bekämpft werden. Kommt ein gesunder Mensch, der nicht gegen Masern geimpft ist mit einem Infizierten in Kontakt, so kann er bis zu vier Tage nach der Ansteckung durch eine postexpositionelle Impfung (passive Impfung) vor dem Ausbruch der Krankheit geschützt werden. Die Symptome lassen sich mit schmerzlindernden Medikamenten therapieren. Dazu zählen Hustenmittel und fiebersenkende Medikamente. Wirkstoffe wie Metamizol, Iboprofen, Paracetamol oder Acetylsalcylsäure sind besonders hilfreich um das Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern.

Ambroxol, Acetylcystein, Pentoxyverin oder Thymiankraut sind Wirkstoffe, die den Hustenreiz lindern oder den Schleim lösen. Hustenlöser und Hustenstiller sollten dabei nicht zusammen eingenommen werden. An Masern erkrankte Personen müssen strikte Bettruhe einhalten und sich absolut schonen. Bei hohem Fieber helfen Wadenwickel und eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr. Ist die betroffene Person lichtempfindlich, sollte das Zimmer nach Möglichkeit abgedunkelt werden. Die Nahrung sollte ausreichend Vitamin A (Spinat, Paprika, Tomaten, Brokkoli, Möhren) und Vitamin C (frisches Obst und Gemüse) enthalten. Bekommt die an Masern erkrankte Person Atembeschwerden, starke Kopfschmerzen, Fieberkrämpfe, Erbrechen oder Störungen des Bewusstseins, kann es sich um eine Hirnhautentzündung handeln. In diesem Fall muss unverzüglich der Notarzt gerufen werden.

Masern Verlauf

Masern verlaufen in zwei Stadien, die jeweils von hohem Fieber begleitet werden. Das erste Stadium wird im medizinischen Fachkreis Prodromalstadium (Vorstadium) genannt. Die Phase der Krankheit beginnt etwa acht bis zehn Tage nach der Infektion und wird mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Halsschmerzen, Husten und Schnupfen eingeleitet. Weiterhin kommt es zu Kopf- und Bauchschmerzen, Müdigkeit, Lichtempfindlichkeit und tränenden Augen. Betroffene fühlen sich meist abgeschlagen. An den darauf folgenden Tagen treten an der Wangenschleimhaut weiße Flecken (Koplik-Flecken) auf, die von einem rötlichen Hof umgeben sind. Das Fieber steigt am dritten Tag stark an und der gesamte Bereich um die Mund- und Rachenschleimhaut ist gerötet. Nach spätestens fünf Tagen endet das Vorstudium mit dem Sinken des Fiebers.

Anschließend kommt es bei den Masern zum Hauptstadium. Der Mediziner spricht hier vom Exanthemstadium. Gekennzeichnet ist dieses Stadium durch den typischen Hautausschlag. Das Fieber steigt wieder in die Höhe und die Anzeichen des Vorstadiums werden wieder stärker. Für diese Phase der Masern ist die Schwellung der Lymphknoten im Halsbereich nicht untypisch. Der Ausschlag zeigt sich durch hellrote Flecken zuerst hinter den Ohren und breitet sich von dort auf dem gesamten Körper aus. Innerhalb weniger Tage färben sich die Flecken bräunlich und verblassen in der gleichen Reihenfolge nach spätestens sieben Tagen. Wenn es zu keinen Komplikationen gekommen ist, erholt der Betroffene in einem Zeitraum von zwei Wochen.

Wie bei allen Krankheiten kann es unter Umständen auch bei Masern zu Komplikationen kommen. Hierbei unterscheidet der Mediziner zwei Arten von Komplikationen. Zum einen sind es Komplikationen, die durch das Masernvirus hervorgerufen wurden. Zum anderen kann es zu nachfolgenden bakteriellen Infektionen wie Lungenentzündung, Durchfallerkrankungen oder Mittelohrentzündung kommen. Sehstörungen, Augenschmerzen und die Scheu vor Licht können ein Anzeichen für eine mögliche Hornhautentzündung sein. Bei einem bellenden Husten und Heiserkeit könnte ein Masernkrupp vorliegen. Der Verdacht einer Gehirnentzündung liegt bei Krampfanfällen, Bewusstseinsstörung, hohem Fieber und Lähmungserscheinungen vor.

Masern Vorbeugen

Personen, die schon eine Masernerkrankung durchgemacht haben, sind gegen das Masernvirus immun. Da Masern neurologische Komplikationen hervorrufen können, wird die Vorsorge durch eine Impfung empfohlen. Nach der Geburt ist der Säugling durch die Antikörper der Mutter geschützt, sofern sie die Krankheit als Kind durchgemacht hat oder geimpft wurde. Ab dem 12. Lebensmonat werden Kinder gegen Masern geimpft.

Um den vollständigen Schutz vor der Infektion mit Masern zu bekommen, werden die Kinder vier Wochen nach der Erstimpfung erneut geimpft. Spätestens nach der Einschulung sollte die Zweitimpfung erfolgt sein. Sind Betroffene nicht immun gegen Masern, besteht die Möglichkeit einer passiven Impfung. Diese Impfung verhindert den Ausbruch der Krankheit bis zu vier Tage nach der Infektion. Um Ansteckungen zu vermeiden, sollten Betroffene den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden.

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