Malaria

Malaria ist eine meldepflichtige Tropenkrankheit, die weltweit in allen warmen Regionen verbreitet ist. Sie z√§hlt schon seit Jahrtausenden zu den Gei√üeln der Menschheit. J√§hrlich f√ľhrt Malaria zu mehr als 1 Million Todesf√§lle weltweit. Unter der Krankheit leiden mehrere Hundert Millionen Menschen. Leider wird sich an dieser traurigen Statistik in absehbarer Zeit nicht viel √§ndern, da Malaria als Krankheit armer Leute gilt, deren Bek√§mpfung nur wenig lukrativ ist. Heute treten ungef√§hr 90 Prozent aller F√§lle von Malaria auf dem afrikanischen Kontinent auf. Das war aber nicht immer so. Noch vor wenigen Hundert Jahren war Malaria auch in Europa weit verbreitet. So war einst die Ebene des Po in Oberitalien ein ber√ľchtigtes Verbreitungsgebiet der Malaria.

Die Situation √§nderte sich erst, als im Zuge der zunehmenden Urbanisierung der europ√§ischen L√§nder die gro√üen Sumpfgebiete trockengelegt wurden und somit den M√ľcken, die die Malaria verbreiten, die Lebensgrundlage entzogen wurde. Malaria wird durch Stechm√ľcken der Gattung Anopheles √ľbertragen. Wegen der vielen Todesf√§lle, die auf Malaria zur√ľckzuf√ľhren sind, gilt die Anopheles M√ľcke als gef√§hrlichste Tierart Afrikas. Die Krankheit wird durch Erreger √ľbertragen, die die Anopheles-M√ľcken als Wirte benutzen. Der Mensch ist ein Zwischenwirt. Entgegen landl√§ufiger Meinung kommen Anopheles-M√ľcken auch in gem√§√üigten Regionen vor, darunter sogar in Deutschland. Hier sind sie jedoch harmlos, weil sie frei von Erregern der Malaria sind. In Deutschland gibt es lediglich ein paar Hundert F√§lle von Malaria j√§hrlich. Die meisten Patienten haben sich auf Reisen in Gebiete, in denen die Krankheit endemisch ist, infiziert.

Malaria Ursachen

Malaria SymptomeUrsache der Malaria ist eine √úbertragung der Erreger durch den Stich einer Anopheles-M√ľcke, die bereits bei einem mit Malaria infizierten Patienten Blut gesaugt hat. Eine direkte √úbertragung von Mensch zu Mensch ist selten und kann nur manchmal bei einem Baby im Mutterleib vorkommen oder wenn bei einer Bluttransfusion infiziertes Blut verwendet wird. Die Erreger der Malaria geh√∂ren zu den Plasmodien oder auf Deutsch den Sporentierchen. Davon gibt es mehrere Arten, von denen Plasmodium falciparum besonders h√§ufig im tropischen Afrika verbreitet ist.

Malaria entsteht durch die giftigen Stoffwechselprodukte der Sporentierchen, die sich im Blut des Patienten vermehren. Die Toxine, die von den Plasmodien ausgeschieden werden, verursachen Fieber und f√ľhren zu einer An√§mie, da die roten Blutk√∂rperchen angegriffen und zerst√∂rt werden. Gleichzeitig senken die Toxine den Blutzuckerspiegel.

Malaria Symptome

Je nachdem, welche Plasmodien die Malaria verursachen, k√∂nnen auch die Symptome unterschiedlich ausfallen. Typisch f√ľr Malaria sind Fieberanf√§lle mit hohen Temperaturen √ľber 39¬įC. Die Fieberanf√§lle k√∂nnen in regelm√§√üigen Abst√§nden wiederkommen. Dieses Symptom der Malaria muss aber nicht unbedingt auftreten. Bei manchen Formen der Malaria hat der Patient st√§ndig hohes Fieber. Durch die Absenkung des Blutzuckers kommt es h√§ufig dazu, dass der Erkrankte sein Bewusstsein verliert.

Bestimmte Formen der Plasmodien sch√§digen auch das Gehirn. Dadurch kommt es im Krankheitsverlauf zu starken Krampfanf√§llen und unkontrollierten Zuckungen. Die durch Malaria verursachte Blutarmut ist besonders f√ľr bereits geschw√§chte Personen, Babys und Kleinkinder gef√§hrlich. Beim Zersetzen der roten Blutk√∂rperchen wird H√§moglobin, der rote Blutfarbstoff, frei. Er wird mit dem Urin ausgeschieden. Durch Abbauprozesse im K√∂rper ver√§ndert das H√§moglobin seine Farbe und f√§rbt den Urin schwarz. Diese Erscheinung gab der Form der Malaria den Namen Schwarzwasserfieber. Malaria wird zudem h√§ufig von Durchf√§llen und Nierenversagen begleitet.

Malaria Diagnose

Eine sichere Diagnose der Malaria kann nur im Labor erfolgen. Daf√ľr werden Blutproben des Patienten unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein von Plasmodien untersucht. Die verschiedenen Arten der Plasmodien weisen unter dem Mikroskop deutliche Unterschiede auf, die R√ľckschl√ľsse auf die jeweilige Form der Malaria erlauben. Die Diagnose ist jedoch nicht absolut zuverl√§ssig, weil manchmal die Erreger mikroskopisch nur schwer nachweisbar sind. Auch die Schnelltests f√ľr Malaria ergeben manchmal keinen Befund, obwohl Malaria vorliegt. Es gibt Verfahren, die empfindlich genug sind, Malaria zuverl√§ssig zu diagnostizieren. Sie werden aber nur in Ausnahmef√§llen angewendet, da sie zu langwierig und teuer sind.

Malaria Therapie / Behandlung

Die bekannteste Form der Behandlung von Malaria besteht in der vorbeugender Einnahme von Medikamenten. Das erste und bis heute auch bekannteste dieser Malariamittel ist das Chinin. Obwohl es bis heute noch gelegentlich und in manchen Gebieten verwendet wird, hat es viel von seiner Wirksamkeit verloren, da die Plasmodien im Laufe der Zeit widerstandsfähig dagegen geworden sind. Darum wurden andere Mittel gegen Malaria entwickelt, die heute in Gebrauch sind.

Reisende, die einen Aufenthalt in einem Risikogebiet f√ľr Malaria planen, sollten rechtzeitig einen Tropenarzt aufsuchen und sich √ľber die beste Prophylaxe f√ľr ihr geplantes Reiseziel informieren. F√ľr verschiedene Regionen werden unterschiedliche Medikamente empfohlen. Wird medikament√∂se Prophylaxe empfohlen, sollten genug Arzneimittel f√ľr die gesamte Dauer der Reise mitgef√ľhrt werden. In vielen tropischen L√§ndern gibt es zwar Malariamittel in der √∂rtlichen Apotheke zu kaufen, dabei handelt es sich aber nicht selten um F√§lschungen oder um Medikamente, deren Verfallsdatum √ľberschritten ist.

Malaria Verlauf

Malaria ist vor allem so gef√§hrlich, weil es keinen typischen Verlauf gibt. Es kann sein, dass auf einen Tag mit Fieber mehrere Tage mit normaler K√∂rpertemperatur folgen, das muss aber nicht unbedingt zutreffen. Bei manchen Formen der Malaria sind die Perioden zwischen den Fieberanf√§llen k√ľrzer, bei anderen leidet der Patient st√§ndig an hohen Fieber. Malaria ist nicht gleich Malaria. Manche Formen der Krankheit verlaufen relativ mild. Unbehandelt k√∂nnen Betroffene jahrelang damit leben.

Die Erkrankung verl√§uft praktisch chronisch. Andere, aggressive Formen von Malaria k√∂nnen innerhalb weniger Tage t√∂dlich enden. Obwohl die Inkubationszeit f√ľr Malaria je nach Typ etwa 2 bis 3 Wochen betr√§gt, gibt es auch F√§lle, in denen die Erreger im K√∂rper in eine Art Ruhezustand verfallen. Sie sind dann so gut wie gar nicht nachzuweisen. Es hat schon F√§lle gegeben, in denen die Malaria erst nach mehreren Jahren pl√∂tzlich zum Ausbruch kam. Tritt nach Reisen in Regionen, in denen Malaria vorkommt, pl√∂tzlich Fieber mit unklarer Ursache aus, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Im Anfangsstadium wird Malaria von Laien oft f√ľr eine Grippeerkrankung gehalten.

Malaria Vorbeugen

Gegen Malaria wurde noch kein Impfstoff entwickelt. Da die Krankheit den K√∂rper schwer sch√§digt oder sogar den Tod zur Folge haben kann, ist es am besten, eine Infektion von vornherein zu verhindern. Bew√§hrte Schutzma√ünahmen, die M√ľckenstiche und somit eine Infektion mit Malaria verhindern, sind die Verwendung von Insektenrepellents, Moskitonetze, Insektensprays und sogenannte Moskito-Coils. Das sind Spiralen oder Pl√§ttchen, die beim Abbrennen oder Erhitzen Insektizide abgeben und damit die M√ľcken abt√∂ten. Die Moskito-Coils werden nachts neben das Bett gestellt.

Da die Anopheles-M√ľcken besonders in der Abendd√§mmerung und am fr√ľhen Abend aktiv sind, sollte man sich w√§hrend dieser Zeit m√∂glichst wenig im Freien aufhalten. Falls doch, empfiehlt es sich, lang√§rmlige Kleidung und Socken zu tragen, da die Moskitos besonders gern an den gut durchbluteten Hand- und Fu√ügelenken saugen. Anopheles-M√ľcken unterscheidet man √ľbrigens von normalen Stechm√ľcken durch ihre K√∂rperhaltung. Sie strecken beim Saugen ihren Unterk√∂rper im spitzen Winkel von der Haut ab, w√§hrend gew√∂hnliche Stechm√ľcken eine waagerechte Position einnehmen. Falls f√ľr das Reiseziel eine medikament√∂se Prophylaxe empfohlen wird, sollte diese Empfehlung unbedingt befolgt werden. Die Einnahme muss genau nach Vorschrift erfolgen, da sonst kein wirksamer Schutz gegen Malaria besteht. Manche Mittel k√∂nnen unangenehme Nebenwirkungen wie zum Beispiel Magenkr√§mpfe oder Durchfall hervorrufen. Im Vergleich zu einer Malaria sind diese unangenehmen Begleiterscheinungen jedoch das weitaus geringere √úbel.