Magengeschwür

Ein Magengeschwür wird häufig durch das Bakterium Helicobacter pylori ausgelöst, welches die Magenschleimhaut befällt und einen dauerhaften Schaden auslösen kann. Dieses Bakterium wurde erst im Jahr 1982 durch John Robin Warren und und Barry Marshall entdeckt. Die Entdeckung dieses Bakteriums hat den Therapieerfolg bei Behandlung von Magengeschwüren nachhaltig verstärkt. Ein Magengeschwür entsteht aus einer gestörten Magenschleimhaut. Die aggressive Magensäure steht hier in einem ungünstigen Verhältnis zum Schutzmechanismus des Magens. Ist die Magenschleimhaut einmal gestört kann sich daraus resultierend eine chronische Magenschleimhaut entwickeln, deren Ursachen verschiedenartiger Natur sein können. Häufig verhält es sich so, dass sich aus einer Magenschleimhautentzündung heraus ein Magengeschwür entwickelt.

Ein Magengeschwür ist nicht nur schmerzhaft, sondern es kann bei Nichtbehandlung auch zu starken gesundheitlichen Problemen führen. Wenn Magenschmerzen gehäuft und über einen längeren Zeitraum auftreten sollte der Magen deshalb ärztlich mittels einer Magenspiegelung mit Gewebeentnahme überprüft werden. Denn nur so kann das Bakterium unter dem Mikroskop auch nachgewiesen werden. Ein dauerhafter Überschuss an Magensäure bewirkt eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut, die dann zum Magengeschwür führt. Man unterscheidet zwischen peptischen Geschwüren und Duodenalgeschwüren. Von Zwölffingerdarmgeschwüren ist das männliche Geschlecht dreimal häufiger betroffen als Frauen. Die Gefahr, an einem Magengeschwür zu erkranken, nimmt ab dem 40. Lebensjahr auffallend zu.

Magengeschwür Ursachen

Magengeschwuer: Symptome und UrsachenDie Ursachen für ein Magengeschwür sind vielfältig. Dauerhafter seelischer Stress schlägt häufig im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen und löst eine Magenschleimhautentzündung aus. Das Bakterium pylori wurde bei 3/4 der Patienten festgestellt. Bei einem Zwölfingerdarmgeschwür sind es sogar nahezu 100 Prozent. Das Bakterium pylori kann sich trotz der Magensäure vermehren und eine chronische Entzündung der Magenschleimhat ist dann die Folge. Die Magenschleimhaut kann auch durch andere Faktoren wie übermäßigem Genuss von Alkohol, dauerhafter bestimmter Medikation oder Nikotin dauerhaft gestört werden.

Bei übermäßigem Alkoholgenuss wird die Schleimhaut gereizt, die eine oberflächliche Schleimhautentzündung zur Folge haben kann. Seltener als Ursache sind Hyperparathyreoidismus (Regulationsstörung der Nebenschilddrüsen) oder das Zollinger-Ellison-Syndrom (vermehrte Salzsäureproduktion des Magens durch das Hormon Gastrin). Die genetische Veranlagung begünstigt bei manchen Patienten die Entstehung von Magengeschwüren. Menschen mit der Blutgruppe 0 erkranken häufiger an einem Magengeschwür als Menschen mit anderen Blutgruppen.

Magengeschwür Symptome

Die Symptome für ein Magengeschwür sind nicht eindeutig. Ein Magengeschwür zeigt sich häufig an einem stechenden Schmerz in der Magengegend, also im Oberbauch. Besonders direkt nach dem Essen zeigen sich häufig dauerhafte Schmerzen und Übelkeitsgefühle beim Patienten. Der dauerhafte Schmerz, Übelkeitsgefühle und Brechreiz schränkt das Lebensgefühl des Patienten sehr stark ein. Es gibt aber auch Patienten mit Magengeschwüren, die keine Schmerzen haben. Bei über 30 Prozent der Patienten wird die Diagnose erst bei schwerwiegenden Komplikationen gestellt, vor allem dann, wenn sie schmerzstillende NSAR-Medikamente zu sich nehmen.

Magengeschwür Diagnose

Die Diagnose wird durch eine Magenspiegelung gestellt. Es wird dem Patienten zudem eine Gewebeprobe zum Nachweis des Bakteriums entnommen. Durch die Gewebeprobe soll zudem ein Magenkarzinom ausgeschlossen werden, welches sich vom Erscheinungsbild nicht von einem Magengeschwür unterscheidet. Bei einer Magenspiegelung wird grundsätzlich auch der Zwölffingerdarm mit untersucht, Gewebeproben sind hier aber nicht nötig.

Eventuelle Blutungen können bei der Magenspiegelung ebenfalls gleich gestillt werden. Sollte vom Patienten eine Magenspiegelung abgelehnt werden kann der Nachweis über Helicobacter auch über eine Stuhlprobe oder einen Atemtest nachgewiesen werden. Hier gibt es zu berücksichtigen, dass bei diesen Testmethoden keine Krebserkrankung ausgeschlossen werden kann. Gastrin, ein Peptidhormon des Magen-Darm-Trakts, sollte immer dann bestimmt werden, wenn ein Geschwür ohne das Helicobacter besteht. So soll das Zollinger-Ellison-Syndrom ausgeschlossen werden.

Magengeschwür Therapie / Behandlung

Es wird generell zwischen einer medikamentösen und einer operativen Therapie entschieden. Eine medikamentöse Therapie ist dann empfehlenswert, wenn der Helicobacter pylori beim Patienten nachgewiesen wurde. Eine Kombination von Antibiotika und Protonenpumpenhemmer, welches über eine Woche verabreicht wird, tötet den Keim ab. Als Antibiotika werden am häufigsten Clarithromycin und Metronidazol verschrieben. Als Alternative kommt anstatt Metronidazol auch Amoxicillin infrage.

Sollte die Therapie zweimal versagen kommt beim betroffenen Patienten auch eine Züchtung des Bakteriums zur Resistenztestung in Betracht. Eine Kontrolle des Therapieerfolgs findet vier Wochen nach Ende der Medikation statt. Bei Geschwüren ohne das Bakterium wird alleinig PPI verabreicht. Eine gesunde Lebensweise, der Nikotinverzicht sowie die Stressreduktion sollten in diesem Fall in Erwägung gezogen werden. Ein operativer Eingriff wird in den meisten Fällen nur bei einer nicht stillbaren Blutung vorgenommen oder bei Komplikationen, die sich durch eine Magenspiegelung nicht beseitigen lassen.

Magengeschwür Verlauf

Ein Magengeschwür entsteht aus einer Magenschleimhautentzündung bzw. den Befall der Magenschleimhaut durch das Helicobacter Bakterium. Ein Magengeschwür wird in den meisten Fällen medikamentös behandelt. Die Heilungsschancen sind hierbei sehr gut. Während der Therapie tritt häufig ein sofortiges Bessern des Wohlbefindens auf. War die Therapie erfolgreich ist meist nicht mit einem Wiederauftreten des Geschwürs zu rechnen. Vorbeugende Maßnahmen wie eine gesunde Lebensweise und der Verzicht auf Alkohl und Nikotin sowie Stressreduktion gehört allerdings dazu.

Magengeschwür Vorbeugen

Zur Vorbeugung von Magengeschwüren gehören: Verzicht auf NSAR-Medikamente, vor allem in Kombination mit gerinnungshemmenden Mitteln, eine gesunde Ernährung, Stressreduktion und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin.

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