Lungenfibrose

Eines der wichtigsten Organe des menschlichen Körpers ist die Lunge. Sie dient der lebensnotwendigen Atmung und besteht vorrangig aus einem rechten und einem linken Lungenflügel. Ein erwachsener Mensch besitzt ein Lungenvolumen von durchschnittlich 5 bis 6 Liter. Dabei besitzt das Gewebe der Lunge einen Teil, in dem der Gasaustausch stattfindet und zum anderen einen Teil, der als luftführend bezeichnet wird. Die Bronchien, als luftführender Teil wiederum enden in den Lungenbläschen auch Alveolen genannt. Besonders die Lungenbläschen sind dafür verantwortlich, dass der Gasaustausch stattfinden kann. Bildet sich verstärkt Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen und den sich in der Umgebung befindlichen Blutgefäßen, dann ist die Lunge erkrankt und man spricht von einer Lungenfibrose.

Eine Lungenfibrose ist eine Erkrankung der Lunge mit sehr unterschiedlichen Symptomen und kann nach genauer Anamnese spezifiziert werden. Allerdings hängt eine erfolgreiche Behandlung von unzähligen Faktoren ab und Früherkennung ist der erste Schritt. Ist eine Behandlung nicht erfolgreich oder schreitet die Erkrankung eine Lungenfibrose rasch voran, dann muss oft eine Lungentransplantation in Betracht gezogen werden. Da diese Erkrankung der Lunge jeden Menschen treffen kann und nicht auf eine Altersgrenze festgelegt wird, ist gerade auch für sehr junge Menschen eine Transplantation die letzte Möglichkeit zu überleben. Denn weltweit gehören laut der Weltgesundheitsorganisation WHO Lungenerkrankungen zur zweithäufigsten Todesursache.

Lungenfibrose Ursachen

Lungenfibrose: Symptome und UrsachenDie Ursachen einer Lungenfibrose zu erkennen ist relativ schwierig. Nur bei ca. 50 Prozent der Patienten mit diesem Krankheitsbild sind die Ursachen bekannt. Zum einen können eingeatmete Schadstoffe dafür verantwortlich gemacht werden. Dazu gehören anorganische Substanzen wie Quarzstaub, Berylliumstaub, Aluminiumstaub oder Metallstaub, die die Lungen in hohem Maße schädigen können. Dieser Staub setzt sich in der Lunge fest. Das Wort Staublunge findet hier seine Bestimmung.

Gerade Menschen, die berufsbedingt diesen Schadstoffen ausgesetzt sind, sollten auf eine gute Vorsorge setzen. Dazu gehören Bergarbeiter, aber auch Mitarbeiter in der Keramik- oder Glasindustrie. Der feine eingeatmete Staub besteht aus vielen kleinen Kristallen, die sich sogar bis in die Lungenbläschen ihren Weg bahnen. Doch auch bei Allergikern, bei denen organischer Staub wie Schimmelpilze oder Hausstaubmilbe allergische Reaktionen auslösen, kann sich aus einer einfachen Lungenentzündung eine Lungenfibrose entwickeln. Ebenfalls stehen toxische Dämpfe und Gase im Verdacht eine Lungenfibrose zu fördern.

Dabei sind die Gase, die beim Einatmen sofort einen Hustenreiz auslösen, weniger gefährlich, da dieser Hustenreiz eine tiefere Einatmung stoppt. Doch die lautlosen Gase wie Stickstoffdioxid hingegen gelangen tief in die Lunge und können zu einer Entzündung führen. Doch die Ursachen einer Lungenfibrose können auch bei Pilzinfektionen zu finden sein. Dazu gehören die bekannten Schimmelpilze, die die Lungen infizieren und zur Entstehung einer Lungenerkrankung beitragen.

Lungenfibrose Symptome

Lungenfibrose ist eine jener Krankheiten, die lange unentdeckt bleibt und mit der viele Betroffene lange Zeit unwissend leben. Sie schreitet leise über einen längeren Zeitraum fort und erst wenn die Schädigungen der Lunge eine kritische Grenze überschritten hat, machen sich erste Anzeichen bemerkbar. Das kann zusätzlich zu einem nicht abklingenden trockenen Reizhusten auch Luftnot bei den geringsten körperlichen Belastungen sein.

Wenn diese Atemnot auch im Ruhezustand anhält, dann befinden sich Betroffene meist schon in einem sehr fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung. Durch die starke Einschränkung der Lungenfunktion wird der Organismus nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Blaufärbungen der Finger und Lippen sind die Folge. Doch auch die Veränderungen der Finger und Fingernägel sind ein Signalzeichen. Meist wölben sich die Nägel auffällig und die Finger nehmen ein kolbenförmiges Aussehen an. Auch das Immunsystem wird bei fortschreitender Erkrankung zunehmend außer Kraft gesetzt. Das führt zu gehäuften Atemwegsinfekten, Mattigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen bis hin zu Appetitlosigkeit und damit verbundenen Gewichtsverlust.

Lungenfibrose Diagnose

Eine Diagnose kann bei einer vorliegenden Lungenfibrose meist nicht in kürzester Zeit gestellt werden. Das Feststellen von Vorerkrankungen und eine genaue Anamnese sind wichtige Vorsetzungen für das Erkennen des Krankheitsbildes, denn eine rein körperliche Untersuchung bleibt meist ohne Befund. Anders sieht das bei Röntgenaufnahmen aus. Dabei kann die Veränderung der Lungenstruktur deutlich dargestellt werden. Bei anhaltender Atemnot gilt die Prüfung der Lungenfunktion durch einen Lungenfunktionsmesser unter körperlicher Belastung (Spiroergometie) als relativ sicheres Verfahren zur Früherkennung einer Lungenfibrose.

Besteht auch nach unterschiedlichen Untersuchungsverfahren Unklarheit über die Erkrankung, lässt sich auch anhand einer Lungenbiopsie ein Krankheitsverlauf erkennen. Auch eine im Labor durchgeführte Blutgasanalyse bringt Licht ins Dunkel. Sie zeigt durch eine Messung der Konzentration von Kohlendioxid und Sauerstoff im Blut eine vorhandene Gasaustauschstörung zuverlässig an. Ein weiteres Verfahren ist die Bronchoskopie. Dabei werden mittels einer Lungenspülung Zellen der Lunge gewonnen, die dann mikroskopisch untersucht werden können.

Lungenfibrose Therapie / Behandlung

Eine medikamentöse Therapie ist bei einer festgestellten Lungenfibrose nicht anwendbar, da die entstandenen Vernarbungen im Lungengewebe irreparabel sind. Alleine der fortschreitende Krankheitsverlauf kann gestoppt bzw. verlangsamt sowie Beschwerden gemindert werden. Allerdings wurde durch Forschungen festgestellt, dass die hohen Entzündungswerte bei einer Lungenerkrankung gut mit Kortisonpräparaten in Spritzen- oder Tablettenform zu behandeln sind.

Auch die Gabe von Sauerstoff in seiner reinsten Form über einen längeren Zeitraum, lässt den Sauerstoffgehalt des Blutes wieder ansteigen und verbessert die körperliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen erheblich. Eine Heilung der Krankheit ist bis zum heutigen Tag nicht möglich und diese Tatsache stellt Patienten auch vor eine große seelische Herausforderung.

Lungenfibrose Verlauf

Wurde eine Lungenfibrose festgestellt, dann hängt der weitere Krankheitsverlauf oft von vielen Faktoren ab und ist nicht vorhersehbar. Zum einen sind die auslösenden Ursachen und zum anderen die Behandlungsmöglichkeiten bestimmend für den Verlauf der Erkrankung. Es gibt Betroffene, die mit einer Diagnose Lungenfibrose und gutes Ansprechen auf Therapiemethoden, eine lange Lebenserwartung haben. Andere Patienten wiederum, die zum Beispiel allergisch reagieren, haben eine kürzere Überlebenszeit. Wird eine Lungenfibrose spät erkannt und sind die Ursachen nicht ermittelbar, dann stehen die Prognosen schlecht. Auch Komplikationen durch Medikamenteneinnahme oder Veränderungen am Herzen durch zu hohen Blutdruck sind die Folge einer Lungenerkrankung und beeinträchtigen Lebensqualität und -erwartung.

Lungenfibrose Vorbeugen

Die optimale und effizienteste Maßnahme zur Vorbeugung einer Lungenfibrose liegt in der Vermeidung der Aufnahme von Schadstoffen. Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz einer hohen Schadstoffbelastung ausgesetzt sind, sollten sich mit speziellen Masken vor Staub schützen. Dabei liegt die Verantwortung auch bei den Betrieben und Arbeitsstätten, die zur Einhaltung der Arbeitsschutzbedingungen verpflichtet sind und mit den Einbau von Belüftungs- und Absauganlagen dafür Sorge tragen können, dass sich die Staubkonzentration am Arbeitsplatz minimiert.

Auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in risikobehafteten Industriezweigen, helfen eine Lungenfibrose rechtzeitig zu erkennen. Wurde eine Lungenfibrose bereits diagnostiziert, dann ist für die Betroffenen die Einhaltung einer gesunden Lebensweise, die Stärkung des Immunsystems zur Mobilisierung der Abwehrkräfte sowie die Vermeidung der Aufnahme von Schadstoffen ausschlaggebend für den weiteren Krankheitsverlauf.

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