Lungenentzündung

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Die Lungenentzündung, medizinisch auch Pneumonie genannt, ist eine Entzündung des Lungengewebes, die akut oder auch chronisch auftreten kann. Sie ist die gefährlichste Atemwegserkrankung und zählt auch heute noch einer der Haupttodesursachen, vor allem in Industrieländern. Eine Pneumonie wird in der Regel durch Bakterien wie Pneumokokken oder Staphylokokken, in seltenen Fällen auch durch Viren wie das Grippevirus oder durch Pilze ausgelöst. Auch chemische Reize, wie das Einatmen toxischer Gase oder auch physikalische Verletzungen durch verschluckte oder eingeatmete Kleinteile können eine Verletzung des Lungengewebes oder der Lungenbläschen verursachen, die zur Entzündung führen kann.

Mediziner bezeichnen eine solche Erkrankung dann als Pneumonitis. Die Lungenentzündung tritt vermehrt in den kälteren Monaten auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Vor allem Kinder und ältere Menschen haben aufgrund der schwächeren Immunabwehr ein höheres Infektionsrisiko. Die Symptome einer Lungenentzündung reichen von Fieber und Schüttelfrost bis hin zu starken Atembeschwerden. Häufig treten die Symptome plötzlich auf und beginnen mit leichtem Husten und einer angestrengten Atmung.

Etwa jede zweite Lungenentzündung, je nach Art und Schwere der Symptome, erfordert eine medizinische Behandlung im Krankenhaus. Die Therapie erfolgt in der Regel durch die orale oder intravenöse Gabe von Antibiotika, die sich gezielt gegen den Erreger einsetzen lassen. Bei gesunden und jungen Menschen verläuft eine Lungenentzündung bei richtiger Behandlung in der Regel ohne bleibende Schäden.

Lungenentzündung Ursachen

Lungenentzuendung Symptome / UrsachenBei der Entstehung einer Pneumonie wird unterschieden zwischen infektiöser und nichtinfektiöser Krankheitsursache. Eine nichtinfektiöse Lungenentzündung wird in der Regel durch physikalische Reize ausgelöst, wie zum Beispiel durch das Verschlucken oder Aspirieren von Kleinteilen oder durch das Einatmen von toxischen Gasen. Durch diese physikalischen Verletzungen des Gewebes kann im Folgenden Verlauf eine bakterielle Infektion entstehen.

In den meisten Fällen wird die Entzündung des Lungengewebes oder der Lungenbläschen jedoch durch bakterielle Erreger ausgelöst. Diesen Fall bezeichnen Mediziner als infektiöse Pneumonie. Hierbei wird die Entzündung durch beispielsweise Staphylokokken, Pneumokokken oder Chlamydien verursacht. Oftmals geht eine Hals- oder Rachenentzündung voraus. Auch virale Erreger wie das Grippevirus können eine Lungenentzündung verursachen. Mediziner unterscheiden zudem zwischen einer primären und einer sekundären Pneumonie. Wenn ein Patient zu einer besonderen Risikogruppe zählt, also beispielsweise unter Mukoviszidose, bestimmten Allergien oder unter einem Lungenemphysem leidet, wird die Pneumonie als sekundär bezeichnet.

Sekundäre Entzündungen des Lungen- und Bronchialgewebes sind im Gegenteil zur primären Infektion durch Pilze oder auch durch Herpesviren verursacht. Erkrankt jedoch ein völlig gesunder und fitter Mensch, ist die Lungenentzündung primär, das heißt sie ist durch Bakterien oder Viren verursacht, ohne dass eine Vorerkrankung vorhanden war.

Lungenentzündung Symptome

Eine typische Lungenentzündung zeigt sich durch plötzliches Einsetzen von Husten und Atembeschwerden. Viele Patienten klagen außerdem über starke Schmerzen in der Brust. Üblicherweise erhöht sich die Atemfrequenz der betroffenen Patienten und die sogenannte Atemhilfsmuskulatur, das Zwerchfell, werden eingesetzt, um das Atmen zu erleichtern und dem Körper genug Sauerstoff zuzuführen. Die weiteren Symptome einer typischen Pneumonie sind unter anderem hohes Fieber und Schüttelfrost. Oft zeigen sich diese Symptome bereits innerhalb von 12 bis 24 Stunden.

Aufgrund der erhöhten Atemfrequenz ist auch der Puls beschleunigt und kann sich auf bis zu 120 Schläge pro Minute erhöhen.Wenn die Lungenbläschen von der Infektion betroffen sind, ist der Abtransport von Schleim erschwert, beim Husten kommt es dadurch häufig zu Auswurf, der teilweise eitrig sein kann oder aufgrund von Blutbeimengungen rötlich oder braun verfärbt sein kann. In schweren Krankheitsfällen und bei kleineren Kindern kann es zudem zu Kreislaufbeschwerden kommen.

Die atypische Pneumonie zeigt sich in der Regel durch leichteren, langanhaltenden Husten, der nicht plötzlich sondern schleichend einsetzt. Der Reizhusten ist trocken und weist keinen Auswurf auf. Die Ausbildung des vollen Krankheitsbildes dauert oft mehrere Tage und Kopf- und Gliederschmerzen stehen bei den Beschwerden im Vordergrund. Der Allgemeinzustand der Patienten ist in der Regel weniger beeinträchtigt und das Fieber ist weniger ausgeprägt, als bei der typischen, bakteriellen Lungenentzündung. Selten werden Temperaturen über 38,5°C erreicht.

Lungenentzündung Diagnose

Nachdem der Arzt eine ausführliche Befragung des Patienten zu Vorerkrankungen, akuten und chronischen Beschwerden durchgeführt hat (Anamnese) wird die Lunge mit Hilfe eines Stethoskops abgehört. Bei dieser körperlichen Untersuchung versucht der Mediziner, eine mögliche Verdichtung des Lungengewebes festzustellen. Atemgeräusche geben Aufschluss darüber, ob die Lunge verschleimt ist und die Lungenbläschen verklebt sind.

Zusätzlich werden die Vitalzeichen, also Blutdruck, Puls und Körpertemperatur gemessen, da eine Pneumonie meist mit Fieber und erhöhter Puls- und Atemfrequenz einhergeht. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob die Werte für Leukozyten erhöht sind und somit ein Zeichen für eine Entzündung vorliegt. Beim akuten Verdacht auf eine Lungenentzündung wird durch ein Röntgenbild der Lunge das Gewebe genauer untersucht. Entzündete Bereiche oder Flüssigkeitsansammlungen können dadurch lokalisiert werden.

Lungenentzündung Therapie / Behandlung

Stellt der Arzt eine Lungenentzündung fest, gibt es je nach Art und Schwere der Erkrankung verschiedene Therapiemöglichkeiten. Die Behandlung richtet sich zunächst nach der Ursache, also dem Erregertyp. Da dieser häufig nicht schnell genug bekannt ist, wird schon vor der genauen Ursache mit der medikamentösen Behandlung begonnen. Schwere Fälle der Pneumonie werden stationär im Krankenhaus behandelt, da durch den Sauerstoffmangel aufgrund starker Atembeschwerden eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann.

Die medikamentöse Therapie umfasst in der Regel zunächst ein Breitbandantibiotikum, das gegen mehrere mögliche Bakterien wirksam ist. Ist der exakte Erreger bekannt, kann der Arzt ein gezielter wirkendes Medikament einsetzen. Die typische Pneumonie, die häufig durch Pneumokokken oder Staphylokokken ausgelöst wird, wird meist mit Penicillin behandelt. Die Behandlung mit Antibiotika beschränkt sich jedoch auf die bakteriell verursachten Lungenentzündungen. Eine viral ausgelöste Pneumonie kann in der Regel nur durch allgemeine Maßnahmen kuriert werde. Diese sind unter anderem Atemgymnastik, körperliche Schonung und viel Flüssigkeitszufuhr. Leidet ein Patient unter produktivem Husten (mit Auswurf), verschreibt der Arzt in der Regel sogenannte Sekretolytika, die das Abhusten des Schleims erleichtern.

Lungenentzündung Verlauf

Die meisten Patienten klagen zunächst über Atembeschwerden, Husten und Schmerzen in der Brust. Die typische Lungenentzündung setzt plötzlich ein und entwickelt ihr volles Krankheitsbild innerhalb von 24 Stunden. Häufig ist nur ein Lungenflügel betroffen und der Entzündungsherd ist abgegrenzt, weshalb es zu einer Schonatmung kommen kann, das heißt nur eine Seite nimmt sichtbar an der Atmung teil. Sind die Symptome rückläufig, kann eine Genesung bis zu 12 Wochen dauern. Bei der atypischen Lungenentzündung treten in der Regel grippeähnliche Beschwerden aufm, wobei das Fieber selten über 38,5°C steigt und der trockene Reizhusten erst schleichend eintritt.

Der Allgemeinzustand ist anders als bei der typischen Pneumonie in der Regel besser, die Patienten sind oft jünger und fitter und haben keine Vorerkrankungen. Die Entzündung kann bei der atypischen Pneumonie zentral liegen oder das gesamte Lungengewebe, sowie das Rippenfell betreffen. In sehr schweren Krankheitsverläufen kann es aufgrund von Vorerkrankungen oder einem stark geschwächten Immunsystem zum Tod des Patienten kommen.

Lungenentzündung Vorbeugen

Besonders älteren Menschen ab dem sechzigsten Lebensjahr und Kleinkindern (ab dem 2. Lebensmonat) wird eine Impfung gegen Pneumokokken zur Vorbeugung einer Lungenentzündung empfohlen. Da die Pneumonie auch in Folge einer Grippeerkrankung entstehen kann, ist die Impfung gegen Influenzaviren vor allem bei immungeschwächten Personen sinnvoll. Allgemeine Vorbeugungsmaßnahmen sind eine ausreichende Aufnahme von Vitamin C, sowie der Verzicht auf das Rauchen.

Ausreichende Bewegung an der frischen Luft und warme Kleidung in kalten Monaten können ebenso einer Infektion vorbeugen. Da sich die Krankheitserreger durch die Atemluft übertragen, ist direkter Kontakt zu Menschen mit einer Lungenentzündung zu vermeiden. In der Öffentlichkeit kann zur Vorbeugung eine Atemmaske getragen werden.

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