Lungenembolie

Als Lungenembolie wird der Verschluss eines Blutgefäßes in der Lunge bezeichnet. Dies geschieht durch aus Becken- oder Beinvenen eingeschwemmte Blutgerinnsel, die bei einer Thrombose entstanden sind, oder durch in die Lunge aufgestiegene Gasbläschen, wie sie beispielsweise während eines Tauchunfalls entstehen. In 80% aller Fälle entwickelt sich eine Lungenembolie durch eine Thrombose. Sie wird häufig übersehen und falsch behandelt.

Pro Jahr sterben rund 40.000 Menschen an einer Verstopfung in ihren Lungengefäßen, damit gilt die Lungenembolie als dritthäufigste Todesursache bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das die Lungenembolie auslösende Blutgerinnsel verhindert die Versorgung des umliegenden Gewebes mit Blut und lebenswichtigem Sauerstoff. Dadurch kommt es zu Ausfällen und einer Überbelastung des Herzens, das durch die Verstopfung vermehrt arbeiten muss, um die weitere Versorgung des Körpers zu gewährleisten, was auf Dauer nicht möglich ist. Ein akutes Herzversagen und ein schwerer Sauerstoffmangel in wichtigen Organen sind die Folge. Wird die Embolie nicht rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann sie im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Lungenembolie Ursachen

Lungenembolie Symptome und UrsachenEine Lungenembolie kann jeden Menschen im Laufe seines Lebens einmal oder sogar mehrfach treffen. Es gibt jedoch bestimmte Risikogruppen, die aufgrund körperlicher Beschwerden zu Thrombosen neigen und dadurch anfällig für eine Embolie sind. Dazu zählen unter anderem Menschen mit einer krankheitsbedingten Vorgeschichte durch Frakturen im Bein oder der Hüfte, sowie Patienten mit Hüft- oder Beinprothesen, großen Operationen, Verletzungen des Rückenmarks, andere schwere Herz- und Lungenerkrankungen oder bösartige Tumore.

Auch Frauen in der Schwangerschaft oder nach einem Kaiserschnitt sind anfällig für eine Lungenembolie. Als größte Risikogruppen gelten jedoch ältere Menschen und Betroffene, die bereits einen Schlaganfall und eine Lungenembolie überlebt haben. Im normalen Alltag begünstigen Faktoren wie ein Blutstau bei langem Sitzen mit angewinkeltem Knie eine Thrombose. Aus diesem Grund raten Ärzte bei langen Bahn- oder Busfahrten, sowie bei Langstreckenflügen und eintöniger Arbeit im Büro, sich regelmäßig zu bewegen. Dasselbe gilt nach Knochenbrüchen und jeder Form von Bettlägerigkeit.

Lungenembolie Symptome

Die Symptome einer Lungenembolie sind vielseitig und von Patient zu Patient verschieden. Betroffene berichten häufig von akuter Atemnot und gleichzeitigen Schmerzen bei jedem Atemzug. Weitere Symptome können das Spucken von Blut, plötzlich auftretender und starker Husten, sowie ein Herzschlag von über 100 Schlägen in der Minute sein. Es kommt außerdem immer wieder vor, dass die Beine von Betroffenen anschwellen, sich bläulich verfärben und ständig schmerzen. Ist die Lungenembolie weit fortgeschritten, kommt es in den meisten Fällen zu Herzrhythmusstörungen und einem folgenden Kreislaufstillstand, der mit gestauten Venen im Halsbereich einhergeht und sofort medizinisch behandelt werden muss. Nur eine richtige Behandlung kann Folgeschäden oder den Tod des Patienten verhindern.

Lungenembolie Diagnose

Besteht der Verdacht auf eine Thrombose und damit eine drohende Embolie der Lunge, kann mit Hilfe einer Computertomografie am schnellsten eine Diagnose gestellt werden. Der Arzt wird den Betroffenen zunächst nach Symptomen befragen und eingehend untersuchen. Angeordnete Bluttests und eine Lungenzintigrafie sind ebenfalls wirksame Methoden, um eine sichere Diagnose zu stellen. Mit diesen Verfahren lässt sich feststellen, ob irgendwo im Körper ein akuter Sauerstoffmangel vorliegt, was auf eine Lungenembolie hinweist. Zudem kann mit Hilfe eines EKG eine Veränderung in den Herzströmen diagnostiziert werden. Auch ein Röntgenbild einer oder beider Lungenseiten kann Veränderungen anzeigen und auf eine drohenden Embolie der Lunge hindeuten.

Lungenembolie Therapie / Behandlung

Wenn feststeht, dass der Betroffene an einer Lungenembolie leidet, müssen weitere Untersuchungen stattfinden, um festzustellen, inwieweit das Herz bereits von den Auswirkungen betroffen ist. Dazu wird in den meisten Fällen eine Ultraschalluntersuchung angeordnet. Zudem wird der behandelnde Arzt versuchen herauszufinden, was die Ursache für die Lungenembolie ist, damit er eine gezielte Behandlung vornehmen kann. Ist ein Patient zu Hause oder nicht in einem Krankenhaus, wenn er glaubt, an einer Lungenembolie zu leiden, muss sofort der Notarzt informiert werden. Bis zu dessen Eintreffen, sollte sich der Betroffene möglichst ruhig verhalten und wenig bewegen.

Hilfreich sein kann eine erhöhte Lagerung des Oberkörpers und die Zugabe von Sauerstoff. Je nach den vorliegenden Symptomen, wird der Arzt eine Wiederbelebung vornehmen und den Patienten mit Beruhigungs- und Schmerzmitteln stabilisieren, um ihn sicher in das nächste Krankenhaus transportieren zu können. Wichtig ist dabei eine Behandlung mit Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen und somit Blutgerinnseln vorbeugen.

Lungenembolie Verlauf

Eine Embolie der Lunge kommt für Betroffene meist völlig überraschend, denn sie beginnt in vielen Fällen schlagartig und vor allem schmerzhaft. Während kleinere Embolien vom Körper eigenständig abgebaut werden, ohne dass der Patient etwas davon merkt, spürt er einen größeren Gefäßverschluss in der Lunge umso deutlicher. Plötzlich kann der Betroffene nicht mehr atmen, hustet Blut und sein Herzschlag erhöht sich drastisch. Dadurch kommt es zu Angst- oder Panikattacken und Schweißausbrüchen. Der eintretende Mangel an Sauerstoff führt zu Verfärbungen von Lippen und Fingern.

Häufig kommt es zu einer abrupten Bewusstlosigkeit, die sehr gefährlich ist, wenn der Betroffene allein war und keine Hilfe rufen konnte. Viele Patienten vermuten bei einer Lungenembolie zuerst einen Herzinfarkt, da die Symptome mitunter recht ähnlich sind, was das Erstellen der richtigen Diagnose so schwierig macht. Auf jeden Fall muss sofort der Notarzt gerufen oder das nächste Krankenhaus aufgesucht werden, denn eine Lungenembolie kann innerhalb von wenigen Sekunden zu einem totalen Kreislaufversagen und damit zum Tod führen.

Lungenembolie Vorbeugen

Einer Lungenembolie kann jeder Mensch vorbeugen, indem er die Risikofaktoren so gut es geht minimiert. Wer von Beinverletzungen oder Erkrankungen mit Bettlägerigkeit betroffen ist, sollte die ihm verordneten Medikamente gegen eine Blutgerinnung so einnehmen, wie der Arzt es ihm erklärt hat und zudem regelmäßig seine Gerinnungswerte überprüfen lassen.

Wer von sich aus vorbeugen möchte, kann dies ganz leicht tun, in dem er nicht raucht, Übergewicht vermeidet und Erkrankungen seiner Blutgefäße frühzeitig behandeln lässt. Regelmäßige Bewegung hält zudem die Venen im gesamten Körper fit. Dazu reicht bereits ein gemütlicher Spaziergang. Wer viel im Sitzen arbeitet oder unterwegs ist, kann seine Venen unterstützen, indem er viel trinkt und immer wieder aufsteht, herumgeht oder spezielle Übungen für müde Beine durchführt.

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