Lippenbläschen

Ein Großteil der Bevölkerung kennt das Problem, wenn kleine Bläschen an den Lippen bzw. an der gesamten Mundpartie auftauchen. Dabei ist Lippenherpes, wie diese Erkrankung genannt wird, tatsächlich viel mehr als ein kosmetisches Problem. Die Betroffenen leiden nämlich nicht nur unter den Lippenbläschen, sondern sind auch häufig mit Juckreiz und Spannungsgefühl an der betroffenen Stelle konfrontiert oder haben sogar Schmerzen. Diese Erkrankung ist weit verbreitet, fast neun Millionen Bundesbürger sind mit dem Virus infiziert und leiden damit bis zu zwölfmal pro Jahr an den lästigen Bläschen. Mehr als 80% der Bevölkerung ist mit dem Virus infiziert, der sich aber nur dann äußert, wenn das Virus zu den Lippen wandert und sich dort entfaltet.

Lippenbläschen Ursachen

Lippenblaeschen SymptomeGrundsätzlich bietet sich dem Virus, der die Lippenbläschen auslöst, immer dann eine Gelegenheit, sich auszubreiten, wenn das Immunsystem des Betroffenen geschwächt ist. Faktoren wie eine erhebliche Stressbelastung können dies ebenso bewirken wie eine fiebrige Erkältung oder ein Klimawechsel bzw. starke Sonneneinstrahlung, wobei Lippenbläschen im Urlaub als besonders lästig einzustufen sind. Auch hormonelle Veränderungen, wie sie bei der Monatsblutung bzw. im Laufe der Schwangerschaft auftreten, sind oftmals Auslöser für dieses Krankheitsbild.

Nicht ausreichende Hygiene in der Gastronomie kann den Ausbruch der Lippenbläschen zur Folge haben, wobei die Ansteckung nicht immer von außen erkennbar sein muss. Eine Erstinfektion, die meist im Kleinkindalter durch Vater oder Mutter erfolgt, findet meist durch kleinste Hautverletzungen im Lippenbereich bzw. durch die Mundschleimhäute entlang der Nervenbahnen statt. Hat sich der Virus im Organismus einmal festgesetzt, geht man davon aus, dass lebenslang mit immer wieder auftretenden Erkrankungen zu rechnen ist.

Lippenbläschen Symptome

Die Symptome bei Lippenbläschen sind immer gleich. Zeigt das Immunsystem des Betroffenen Schwächen, breitet sich das Virus entlang der Nervenbahnen zu den Lippen aus. In dieser Phase spürt der Betroffene Kribbeln oder ein Spannungsgefühl an der betroffenen Hautstelle. Danach bilden sich die Blasen, die durch die Flüssigkeit durchaus Schmerzen verursachen können. Sobald sich die Lippenbläschen gebildet haben, besteht für das Umfeld die größte Ansteckungsgefahr.

Nach einem Krankheitsverlauf von acht bis zehn Tagen, die oftmals mit Beeinträchtigungen beim Essen oder Trinken durch die Lippenbläschen und mit Schmerzen an den betroffenen Hautstellen einhergehen können, heilt die Stelle ab. Dabei kann noch ein unmittelbarer Juckreiz auftreten.

Lippenbläschen Diagnose

Die Diagnose bei Lippenbläschen ist im unmittelbaren Stadium der Erkrankung einfach und offensichtlich. Denn die typischen Hautläsionen sind gut erkennbar, auch wenn neben den Lippen weitere Bereiche um Mund und Nase betroffen sind. Um eine endgültige Diagnose zu stellen, wird eine ausführliche Anamnese vom Arzt erstellt, die gegebenenfalls durch einen Bluttest oder einen Abstrich unterstützt werden kann. Dieser kann dazu herangezogen werden, im Blut befindliche Antikörper nachzuweisen. Dies ist meist aber in Ausnahmefällen erforderlich, oder wenn eine Erstinfektion mit dem Virus vorliegt.

Lippenbläschen Therapie / Behandlung

Am besten behandelt man Lippenbläschen, wenn man die ersten Anzeichen bemerkt. Also bereits bei einem Spannungsgefühl oder Kribbeln an der betroffenen Hautstelle kann eine entsprechende Creme zum Einsatz kommen. Als effektivster Wirkstoff dabei gilt Aciclovir, das die Vermehrung der Herpesviren in den produzierenden Zellen selbst hemmt. Dabei dringt der Wirkstoff direkt in die Zellen ein und wird dort vom Virus in seine aktive Form umgewandelt. Daher ist zum Einen eine gute Verträglichkeit zur Behandlung von Lippenbläschen gegeben und andererseits werden keine gesunden Zellen angegriffen. Die Creme sollte am besten mit einem Wattestäbchen auf die Lippenbläschen aufgetragen werden, um eine weitere Infektion durch Keime an den Lippen zu verhindern.

Liegt ein schwerwiegendes Krankheitsbild vor, reicht oft die Behandlung mit einer Creme nicht aus. Denn dann kann die Gefahr bestehen, dass die Lippenbläschen bakteriell infiziert sind. Damit kann sich Eiter bilden und eine schwerwiegende Entzündung die Folge sein. Wenn nicht nur die Lippen von den Bläschen betroffen sind, sondern die Ausbreitung großflächiger erfolgt, ist das Aufsuchen eines Arztes ratsam. Vor allem wenn die Nasen- und Kinnregion betroffen ist, sollte das Krankheitsbild medizinisch abgeklärt werden, denn dies kann bedeuten, dass das Immunsystem des Betroffenen extrem geschwächt ist.

Neben den Aciclovir Wirkstoff kann auch mit homöopathischen Arzneimitteln behandelt werden, hier sind vor allem der Extrakt aus dem roten Sonnenhut oder Teebaumöl zu empfehlen. Auch Johannisbeeren haben einen Heilungseffekt bei Lippenbläschen, denn Mikrobiologen konnten nachweisen, dass eine 100-fache Verdünnung von Johannisbeerextrakt die Anheftung des Herpesvirus Typ 1 an die Zellmembran unterbindet und somit die Virusvermehrung erfolgreich hemmen kann. In keinem Fall sollen die Lippenbläschen aufgestochen werden, da sich sonst durch eine Infektionsmöglichkeit eine Verstärkung des Krankheitsbildes ergeben kann. Auch wenn Lippenherpes unangenehm und nicht schön ist, soll auf eine herkömmliche Abheilung der Bläschen gewartet werden.

Lippenbläschen Verlauf

Grundsätzlich verläuft die Erkrankung mit Lippenbläschen immer gleich. Sobald der Organismus eine Immunschwäche zeigt, greifen die Viren über die Nervenbahnen die ursprüngliche Eintrittsstelle, nämlich die Lippen an. Dort erfolgt eine explosionsartige Vermehrung, die sich beim Betroffenen im ersten Moment mit einem Spannungsgefühl, Brennen oder Jucken der befallenen Hautstelle äußert. In der Folge bilden sich die unangenehmen Lippenbläschen, die teilweise auch schmerzen können.

Nach einer Phase von mehreren Tagen platzen die Lippenbläschen meist auf, bilden Krusten und fallen letztendlich ab. Wer die befallenen Stellen an den Lippen nicht entsprechend behandelt, muss damit rechnen, dass das ganze Krankheitsbild nach acht bis zehn Tagen abheilt. Dabei ist nicht mit einer Narbenbildung zu rechnen. Die Viren sind beim Betroffenen weiterhin in den Nervenknoten und verhalten sich ruhig, bis die nächste Immunschwäche auftaucht.

Lippenbläschen Vorbeugen

Neben einem starken Immunsystem zur Vermeidung einer Virusattacke ist es ratsam, gerade in Zeiten hoher Ansteckungsgefahr besondere hygienische Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört Hände waschen nach dem Aufsuchen öffentlicher Orte oder Plätze, wo sich viele Menschen bewegen. Auch die Unterstützung des Immunsystems durch eine gesunde Lebensweise und eine vitaminreiche Ernährung, die in Grippe- oder Stresszeiten mit entsprechenden Nahrungsergänzungsprodukten unterstützt werden kann, trägt dazu bei, dass die Viren nicht aktiv werden. Wer sich starker Sonnenstrahlung aussetzt, kann mit einem Lippenstift, der einen hohen Licht- bzw. UV-Schutz hat, vorbeugen. Ebenso trägt eine ausgewogene Lebensweise, die Stress und außerordentliche nervliche Belastung ausschließt, dazu bei, dass Lippenbläschen keine Chance haben.

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