Liposarkom

Bei dem Liposarkom handelt es sich um einen malignen Tumor, der im Fettgewebe wächst und die typischen Merkmale von Fettzellen sowie auch deren Vorstufen aufweist. Obwohl er vergleichsweise selten diagnostiziert wird, ist er mit einem Anteil von 16 bis 18 Prozent doch der am zweithäufigsten in Erscheinung tretende Typ des Weichteilsarkoms. Kinder und Jugendliche können grundsätzlich ebenso erkranken wie Erwachsene.

In der Regel aber entsteht das Sarkom zwischen dem 50. und dem 70. Lebensjahr – Frauen sind dabei nicht ganz so oft betroffen wie Männer. Als klassische Lokalisation des Tumors gilt nicht nur der Körperstamm mitsamt Wirbelsäule und Brustkorb, sondern auch der hintere Bauchraum. An Armen und Beinen als obere und untere Extremitäten siedelt sich das Sarkom ebenfalls bevorzugt an. Obwohl eine rechtzeitige Behandlung durchaus vielversprechende Erfolge zeigen kann, ist die Rückfallrate hoch: Sie liegt bei rund 50 Prozent. Darüber hinaus kommt es in etwa 15 bis 20 Prozent aller Fälle zur Bildung von Metastasen. Diese reifen überwiegend in der Lunge heran.

Aber auch am Zwerchfell, dem Bauchfell und dem Herzbeutel können sie auftreten. Unter dem Mikroskop lassen sich vier verschiedene Subtypen des Tumors voneinander abgrenzen: das differenzierte, das dedifferenzierte, das rundzellige und das pleomorphe Liposarkom. Von wesentlicher Bedeutung ist diese Unterscheidung vor allem im Hinblick auf die Prognose.

Liposarkom Ursachen

Liposarkom Ursachen + SymptomeWelche Faktoren für die Entstehung eines Liposarkoms verantwortlich gemacht werden können, ist noch nicht abschließend geklärt. Tatsächlich nennen verschiedene Quellen unterschiedliche Theorien, ein eindeutiger und schlüssiger Beweis konnte allerdings bislang nicht erbracht werden. Als mögliche Ursache wird zum Beispiel eine durch äußere Gewalt hervorgerufene Verletzung gehandelt. Auch eine in der Vergangenheit erfolgte Strahlenbehandlung soll – vor allem dann, wenn sie mithilfe veralteter Techniken durchgeführt wurde – das Wachstum eines bösartigen Tumors begünstigen. Vielfach diskutiert wird darüber hinaus die Frage, ob sich das Liposarkom aus einem gutartigen Lipom heraus entwickeln kann. Als weitere Ursache wird eine gewisse genetische Disposition angesehen. Die Veranlagung für Liposarkome wäre demnach vererbbar. All die im Raum stehenden Möglichkeiten spielen jedoch vergleichsweise selten eine Rolle. In den meisten Fällen muss ein spontanes Auftreten des Tumors festgestellt werden, das völlig unabhängig von den hier angeführten Faktoren ist.

Liposarkom Symptome

Da das Liposarkom im anfänglichen Stadium nur selten Beschwerden hervorruft, wird es oftmals erst sehr spät erkannt. Befindet sich der Tumor an den oberen oder unteren Extremitäten, bemerkt der Betroffene in der Regel zunächst eine kleine Schwellung oder wird auf unter der Haut liegende Knötchen aufmerksam. Diese lassen sich – im Gegensatz zur gutartigen Form – nicht verschieben. Ist das Sarkom jedoch im Bauchraum lokalisiert, so kann es hier unbemerkt zu einer beachtlichen Größe heranwachsen.

Grund hierfür ist das Fehlen der typischen Schwellung nach außen hin. Schmerzen löst die Geschwulst in der Regel erst dann hervor, wenn sie bereits Druck auf die in der Umgebung liegenden Organe oder Nerven ausübt. In vielen Fällen geht mit dem Wachstum des Liposarkoms auch eine allgemeine Beeinträchtigung des Wohlbefindens einher. Diese äußert sich häufig in Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie auch in einer generellen Abgeschlagenheit.

Liposarkom Diagnose

Zur Diagnose des Liposarkoms greift der Arzt auf verschiedene bildgebende Verfahren wie Computertomographie, Szintigraphie, Angiographie und Magnetresonanztherapie zurück. Diese schließen sich an die Anamnese und eine erste körperliche Untersuchung an und geben wertvolle Hinweise auf die vorliegende Erkrankung. Rückschlüsse lassen sich mit ihrer Hilfe auch im Hinblick auf die Ausdehnung und die tatsächliche Größe des Tumors ziehen. Zur endgültigen Sicherung der Diagnose bedarf es jedoch der Entnahme einer Gewebeprobe im Rahmen eines kleinen chirurgischen Eingriffs. Anschließend erfolgt eine histologische Auswertung, die dem Pathologen ein hohes Maß an Erfahrung abverlangt. Aus diesem Grund werden die Proben in der Regel Spezialisten und Referenzzentren zugeführt. Im Rahmen der Untersuchung können diese zugleich auch den Grad der Bösartigkeit bestimmen.

Liposarkom Therapie / Behandlung

Sobald die Diagnose gestellt und die Erhebung der Befunde abgeschlossen ist, wird mit der Behandlung begonnen. Wie sich diese gestaltet, hängt dabei maßgeblich mit dem Stadium zusammen, in welches das Liposarkom eingeteilt werden kann. Grundsätzlich gilt: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto mehr Erfolg verspricht die Therapie. Handelt es sich um einen hochdifferenzierten Tumor, der noch keine Metastasen ausgebildet hat, bietet sich die operative Entfernung der Geschwulst als alleinige Maßnahme an. Dabei ist nicht nur die Wahrung eines gewissen Sicherheitsabstandes wichtig, sondern auch die Vollständigkeit der Resektion. Diese gilt als bedeutsamster prognostischer Faktor und kann in nahezu 50 Prozent aller Fälle erreicht werden.

Ist das Sarkom zu groß oder bereits invasiv in umliegende Organe gewachsen, ist eine chirurgische Entfernung hingegen nicht möglich. Gleiches gilt, wenn das Sarkom größere Gefäße infiltriert hat. In diesen Fällen kommt eine Strahlentherapie infrage. Damit soll eine Verkleinerung des Tumors bewirkt werden, sodass er schließlich doch entfernt werden kann. Eine andere Möglichkeit ist die Durchführung einer Strahlenbehandlung nach erfolgter Operation. Diese Maßnahme ist dann angezeigt, wenn die Resektion nicht unter der Wahrung des gebührenden Sicherheitsabstandes vorgenommen werden konnte. Aber auch bei einem schlecht differenzierten Liposarkom kommt die adjuvante Strahlentherapie zum Einsatz. Eine Chemotherapie hingegen gilt dann als Mittel der Wahl, wenn sich der Tumor bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet und metastasiert hat. Sie vermag auch typische Beschwerden zu lindern.

Liposarkom Verlauf

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einer Heilung. Ob diese jedoch erreicht werden kann, hängt von der Größe und dem Stadium des Tumors ab. Von Bedeutung ist auch, ob das Sarkom bereits Metastasten gebildet hat. Sind die Voraussetzungen gut, ist mit einer vergleichsweise geringen Rezidivrate zu rechnen. Je schlechter aber die Differenzierung, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls.

Liposarkom Vorbeugen

Da über die Ursachen für die Entstehung eines Liposarkoms noch immer Unklarheit herrscht, können keinerlei Ratschläge zur Vorbeugung erteilt werden.

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