Lidrandentzündung

Eine Lidrandentzündung wird auch als Blepharitis bezeichnet, abgeleitet vom griechischen Wort „blepharon“ für das Lid. Als medizinischer Oberbegriff steht eine Lidrandentzündung allgemein für Entzündungen an den Augenlidern. Sie tritt besonders häufig in Verbindung mit einer Entzündung der Bindehaut auf. Oft ist eine Lidrandentzündung die Folge einer anderen Erkrankung der Haut, es ist jedoch auch möglich, dass sie im entzündeten Lid selbst entsteht.

Vom Arzt lässt sich die Lidrandentzündung genauer bezeichnen, sobald dieser die Ursache dafür feststellen kann. Sie kann zum Beispiel durch eine Entzündung des Lidwinkels, ein sogenanntes Gerstenkorn oder einen Staphylokokkeninfekt der Zeis-Drüsen hervorgerufen werden. Je nachdem, was die Ursache für die Erkrankung ist, lässt sich dann die beste Form der Behandlung auswählen. Dabei sind sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Alternativen möglich.

In jedem Fall sollte eine Lidrandentzündung allerdings behandelt werden, da es andernfalls zu dauerhaften Veränderungen am Augenlid sowie zum Ausfall der Wimpern kommen kann. Wenn sich bereits eine Kruste gebildet oder der Patient starke Schmerzen hat, sollte er sofort einen Arzt aufsuchen, andernfalls ist ein Arztbesuch innerhalb von wenigen Tagen nach dem Feststellen der Entzündung ausreichend. Wer zu Entzündungen des Augenlids neigt, sollte eine Reizung der Augen, zum Beispiel durch Staub oder starke Sonneneinstrahlung, möglichst vermeiden.

Lidrandentzündung Ursachen

Lidrandentzuendung SymptomeBesonders oft wird eine Lidrandentzündung durch eine Staphylokokken-Infektion hervorgerufen. Darüber hinaus sind auch eine Fehlfunktion der Meibom-Drüsen sowie eine Seborrhoe häufige Ursachen für die Krankheit. Allgemein lassen sich die Ursachen in vier unterschiedliche Klassen aufteilen. Neben Infektionskrankheiten und anderen Hauterkrankungen sind dies allergische Erkrankungen sowie Traumata oder Medikamente.

Neben diesen eigentlichen Ursachen für eine Lidrandentzündung gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die bei einzelnen Patienten verschlechternd wirken können. Zum einen ist dies eine entsprechende Veranlagung, zum anderen spielen reizende Stoffe eine wichtige Rolle. Das können etwa Kosmetika sein, aber auch Rauch oder Staub sowie die UV-Strahlen des Sonnenlichts.

Lidrandentzündung Symptome

Die Symptome einer Lidrandentzündung sind relativ vielfältig. Bei vielen Patienten ist diese Krankheit wiederkehrend oder sogar chronisch, zudem tritt sie oft an beiden Augen gleichzeitig auf. Die Beschwerden umfassen in den meisten Fällen geschwollene Augenlider, die zugleich entzündet oder zumindest gerötet sind. Bei manchen Krankheitsverläufen verkrusten oder verkleben die Lider sogar. Die Reizung der Augen führt zu einem häufigen Blinzeln, zudem haben Patienten meistens das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Juckreiz, tränende oder trockene Augen sowie die Empfindlichkeit gegenüber zu hellem Licht oder zu viel Sonne sind weitere Symptome.

Darüber hinaus kann eine Lidrandentzündung verantwortlich für gewisse Einschränkungen der Sehkraft sein und zu roten Augen sowie zu Entzündungen der Bindehaut und der Hornhaut des Auges führen. Damit einher geht in der Regel, dass Patienten keine Kontaktlinsen vertragen können. Zu guter Letzt kann es auch zu Wachstumsstörungen oder gar zum Verlust der Wimpern kommen. Wenn ein Patient bereits unter anderen Augenerkrankungen leidet, werden diese von einer Lidrandentzündung in aller Regel verschlimmert. Wird die Funktion der Augenlider beeinträchtigt, dann hat dies direkte Konsequenzen für die Oberfläche des Auges.

Lidrandentzündung Diagnose

Die Diagnose einer Lidrandentzündung erfolgt in der Regel bei der Behandlung durch den Augenarzt. Dieser stellt die Erkrankung vor allem auf der Grundlage der klinischen Symptome sowie der Krankheitsgeschichte des jeweiligen Patienten fest. Abhängig von der Ursache kann es sein, das im Einzelfall Labortests nötig sind.

Lidrandentzündung Therapie / Behandlung

Eine der wichtigsten Maßnahmen im Rahmen der nicht-medikamentösen Behandlung ist die tägliche Hygiene der Lidränder. Dazu sollte man am Morgen und am Abend für einen Zeitraum von bis zu 15 Minuten körperwarme Kompressen auf das Auge legen, um auf diese Weise eventuelle Verkrustungen zu lösen. Dazu lässt sich etwa ein kleines Handtuch oder ein mit warmem Wasser angefeuchteter Waschlappen einsetzen. Darüber hinaus sollte der Patient zwei- bis dreimal pro Tag die Lidränder mit einem feuchten Tuch oder mit Wattestäbchen, die in ein mildes Reinigungsmittel getunkt werden, reinigen. Anschließend kann man die Lider massieren, indem man diese vom Auge weghält und mit einem Wattestäbchen, dem Zeigefinger oder einer Kompresse langsam von innen in Richtung des Ohrs über den Rand des Augenlids fährt.

Eine Wärmebestrahlung mit UVA-Licht bringt lindert bei vielen Patienten ebenfalls die Beschwerden. Eine medikamentöse Behandlung ist vor allem bei einer Infektion als Ursache sinnvoll. In diesem Fall werden Antibiotika, Antiseptika oder antivirale Mittel eingesetzt. Diese sind als Augentropfen, Augensalbe oder für die orale Einnahme erhältlich. Glucocorticoide können ebenfalls eingesetzt werden, um die entzündlichen Veränderungen zu bekämpfen, allerdings sollte eine solche Maßnahme sehr zurückhaltend und nur für einen kurzen Zeitraum erfolgen. Um trockene Augen oder andere Irritationen der Augen zu lindern, lassen sich zudem künstliche Tränen einsetzen.

Lidrandentzündung Verlauf

In der Regel entsteht eine Lidrandentzündung nach und nach, sodass man zu Beginn die Möglichkeit hat, diese mit relativ einfachen Methoden zu behandeln. Meist kündigt sich diese Erkrankung durch eine Schwellung der Augenlider an, die brennt oder einen Juckreiz verursacht und die man durch gerötete Lidränder erkennen kann. Diese können an beiden Augen zu finden sein, manchmal ist allerdings auch nur ein einzelnes Auge von der Lidrandentzündung betroffen. Wenn sich die Krankheit verschlimmert, klagen Patienten am Morgen oft über verklebte Wimpern sowie weißliche Schuppen. Darüber hinaus kann es zu Verkrustungen kommen, wodurch sich die Schmerzen meist deutlich verschlimmern. Bei manchen Patienten fallen aufgrund einer Lidrandentzündung zudem die Wimpern aus.

Lidrandentzündung Vorbeugen

Menschen, die zu einer Lidrandentzündung neigen, sollten es nach Möglichkeit vermeiden, dass die Augen gereizt werden. Das bedeutet, dass man sich nach Möglichkeit nicht in einer staubigen Umgebung aufhalten sollte, auch verrauchte Räume sollten gemieden werden. Im Winter kann trockene Heizungsluft ebenfalls eine Lidrandentzündung begünstigen, ganzjährig gilt hingegen, dass starke Sonneneinstrahlung durch das Tragen einer Sonnenbrille vermieden werden sollte.

Wer überdies zu Allergien neigt, sollte unbekannte Kosmetikprodukte ebenfalls vermeiden. Im Zweifelsfall sollte man Schminkprodukte aus der Apotheke testen, die keine Allergene enthalten. Selbst bei diesen Produkten ist jedoch das sorgfältige Abschminken am Abend unumgänglich.

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