Leukämie

Die Leukämie ist die schwerste Erkrankung des Blutsystems, die beim Menschen auftreten kann. Im Volksmund auch als Blutkrebs bezeichnet, weist der Blutkreislauf bei Leukämie abnorm viele weiße, deformierte Blutkörperchen, die sogenannten Leukozyten, auf. Leidet an Patient an Blutkrebs, verdrängen diese deformierten Leukozyten nach und nach die roten Blutkörperchen. Die Leukämie breitet sich zuerst im Knochenmark aus, greift später auch auf das Blutsystem über und befällt schließlich auch die inneren Organe.

Bleibt die Leukämie unbehandelt, führt sie binnen weniger Monate zum Tod durch Multiorganversagen. Während eine akute Leukämie meist keine Zeit für einen Therapieplan lässt und die Organe binnen kürzester Zeit versagen, kann der chronisch verlaufende Blutkrebs durch Chemotherapien und Knochenmarkspenden geheilt werden. Da die chronische Leukämie lange Zeit ohne Symptome verläuft, sind Untersuchungen zur Früherkennung wichtig. Effektive Behandlungsmöglichkeiten für Leukämiepatienten stehen der Schulmedizin erst seit dem Ende der 70er Jahre zur Verfügung.

Leukämie Ursachen

Leukaemie Symptome & UrsachenDie Ursachen der Leukämie sind noch weitgehend unbekannt. Einig sind sich Wissenschaftler jedoch darüber, dass gewisse Risikofaktoren den Ausbruch dieser Krebserkrankung begünstigen können. Hier werden vor allem erbliche Vorbelastung, radioaktive Strahlung, Röntgenstrahlen und der Missbrauch chemischer Substanzen aufgeführt. Weiterhin können schwere Virusinfektionen eine Leukämie nach sich ziehen und auch das Rauchen wird als Risikofaktor angeführt. Ähnlich vage verläuft die Ursachenforschung bei an Leukämie erkrankten Kindern. Hier konnte jedoch bereits festgestellt werden, dass Kinder mit dem Down-Syndrom gleichzeitig ein zwanzigfach höheres Leukämierisiko aufweisen. Weitere Studien belegen zudem, dass Menschen mit dem Down-Syndrom bessere Chancen auf Heilung haben, da deren Organismus aufgrund des Gendefekts schneller und günstiger auf die Chemotherapie anspricht.

Leukämie Symptome

Eine akute Leukämie unterscheidet sich symptomatisch von der chronischen Leukämie. Beide Erkrankungsformen gleichen sich lediglich in Ermüdungserscheinungen und dem später schlechten Allgemeinzustand. Die akute Leukämie verläuft zunächst wie ein schwerer grippaler Infekt. Die Patienten fühlen sich schwach und müde, erblassen und haben eine deutlich erhöhte Blutungsneigung. Zusätzlich können grippeähnliche Symptome wie Fieber, geschwollene Lymphknoten und Gliederschmerzen auftreten. Auch häufiges Nasenbluten kann ein Hinweis auf eine Leukämie sein.

Symptome wie Appetitlosigkeit und daraus resultierender Gewichtsverlust sind nicht charakteristisch für eine Leukämie, können im klinischen Gesamtbild aber dennoch Hinweise geben. Die chronische Leukämie verläuft hingegen zu Beginn symptomlos. Obgleich bei chronischen Verläufen häufig Symptome wie Nachtschweiß, allgemeines Unwohlsein, Lymphknotenschwellungen und Juckreiz auftreten, wird der chronische Blutkrebs oftmals nicht direkt diagnostiziert. Eher zufällig werden diese Verlaufsformen bei Routineuntersuchungen festgestellt.

Leukämie Diagnose

Zur Diagnosestellung reicht ein großes Blutbild in der Regel schon aus. Zur Diagnosesicherung wird jedoch in jedem Fall noch eine Knochenmarkpunktion durchgeführt, die nicht nur Aufschluss über das Stadium der Erkrankung sondern auch über die Form der Leukämie gibt. Die Knochenmarkpunktion erfolgt entweder am Beckenkamm oder am Brustbein, punktiert wird unter Lokalanästhesie und mit Hilfe einer Hohlnadel. Die Knochenmarkpunktion ist risikoarm und gibt sicheren Aufschluss über das vorliegende Krankheitsbild.

Leukämie Therapie / Behandlung

Zur Behandlung der Leukämie stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung. Basis einer jeden Behandlung ist jedoch die Verabreichung von Zytostatika, also Medikamenten, die die Zellteilung hemmen. Im weiteren Verlauf ist eine Knochenmark- oder auch Stammzellentransplantation unumgänglich. Für die Suche nach geeigneten Knochenmarkspendern sind Organisationen wie die Deutsche Knochenmarkspenderdatei von enormer Bedeutung. Zunehmend interessanter wird daher auch die Konservierung des Nabelschnurblutes, mit dem sich ein leukämiekranker Mensch im Fall der Fälle selbst das Leben retten kann. Als Stammzellenspender kommen zudem häufig Familienmitglieder in Frage. Eine untergeordnete Rolle in der Behandlung der Leukämie spielt mittlerweile die Bestrahlung. Stattdessen werden Betroffenen ergänzend Antikörper und Medikamente, die den Krankheitsprozess unterbrechen, verabreicht.

Leukämie Verlauf

Nicht jede Leukämie verläuft auf dieselbe Weise. Chronische Leukämien verlaufen deutlich schleichender, treten vergleichsweise oft bei älteren Menschen auf und stellen aufgrund des hohen Erkrankungsalters nicht immer die Todesursache dar. Bei jüngeren Erkrankten geht die chronische Leukämie jedoch nach einigen Jahren in eine akute Verlaufsform über, die innerhalb weniger Wochen oder Monate tödlich endet.

Die Leukämie verläuft in unterschiedlichen Stadien, wobei eine Klassifizierung des Erkrankungsstadiums von großer Bedeutung ist, denn der Behandlungsplan muss auf den bisherigen Verlauf eingestellt werden. So sind im Anfangsstadium der Leukämie einzig die deformierten Leukozyten in Überzahl vorhanden, erst im weiteren Verlauf kommt es zu den charakteristischen Symptomen wie Grippegefühl, Nasenbluten, Lymphknotenschwellungen und Leistungsabbau. Erst im dritten Stadium befällt die Leukämie auch andere innere Organe und kann schließlich das Ableben des Erkrankten nach sich ziehen.

Leukämie Vorbeugen

Da die Ursachen der Leukämie bislang auf vagen Vermutungen beruhen, kann man dieser Erkrankung auch nicht effektiv vorbeugen. Einzig radioaktive Strahlung, ein überhöhter Nikotinkonsum und hohe Dosen Benzol werden als Risikofaktoren aufgeführt, können aber, mit Ausnahme der Zigaretten, aufgrund gesetzlicher Regelungen keine wirkliche Gefahr darstellen. Auch eine Früherkennung ist bei Leukämie derzeit noch nicht möglich.

Dennoch können begünstigende Faktoren wie zu häufige Röntgenuntersuchungen und der Missbrauch chemischer Substanzen gemieden werden. Im Falle innerfamiliärer Krebserkrankungen, die eine erbliche Belastung bedeuten könnten, empfehlen sich regelmäßige Routineuntersuchungen des Blutes. Auch grippeähnliche Symptome wie allgemeine Schwäche, Unwohlsein und Fieber können Hinweise auf eine Leukämie geben und sollten nicht ununtersucht bleiben.

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