Schwarzer Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs, auch Malignes Melanom genannt, ist eine äußerst bösartige Krebsform, die sehr früh Metastasen bildet und dadurch zu den gefährlichsten Hautkrankheiten der Welt zählt. Schwarzer Hautkrebs wird häufig zu spät erkannt und ist daher mit eine der tödlichsten Krankheiten überhaupt. Betroffen sind Männer und Frauen gleichermaßen, die Sterberate ist bei Männern jedoch etwas höher als bei Frauen. Etwa 22.000 neue Fälle Schwarzer Hautkrebs werden pro Jahr diagnostiziert und trotz Aufklärungskampagnen ist die Sterberate weiterhin unverändert hoch.

Die meisten Neuerkrankungen treten in Ländern mit einer starken Sonneneinstrahlung auf, beispielsweise Australien. Daher kam bereits frühzeitig der Verdacht auf, dass eine hohe Belastung mit UV-Strahlung mit ein Grund für die Entstehung von Schwarzem Hautkrebs sein könnte. Dieser Verdacht ist heute wissenschaftlich bewiesen und daher warnen Ärzte immer wieder davor, sich ungeschützt zu lange in der Sonne aufzuhalten. Geholfen haben diese Warnungen bislang leider wenig, denn trotz der großen Auswahl an Schutzmaßnahmen, nimmt die Zahl der Krankheitsfälle besonders bei hellhäutigen Menschen von Jahr zu Jahr weiter zu.

Schwarzer Hautkrebs Ursachen

Schwarzer Hautkrebs SymptomeSchwarzer Hautkrebs entsteht im Großteil aller Fälle durch eine zu häufige und intensive Sonneneinstrahlung, die mit Sonnenbränden einherging. Als ebenso schädlich gilt dabei die regelmäßige Bräunung in einem Solarium. Eine erbliche Veranlagung in Form von Muttermalen, früheren Erkrankungen in der Familie und wuchernde Pigmentzellen, gilt ebenfalls als Ursache für Tumore auf der Haut. Hellhäutige Menschen mit roten oder blonden Haaren, die zu Sommersprossen und Sonnenbränden neigen, sind besonders häufig betroffen. Sie gehören zu den Risikogruppen, wenn es um eine Erkrankung an Schwarzem Hautkrebs geht.

Schwarzer Hautkrebs Symptome

Schwarzer Hautkrebs ist so gefährlich, weil er von Betroffenen häufig lange Zeit unbemerkt bleibt. Fast jeder Mensch hat Leberflecke am Körper und da Schwarzer Hautkrebs oft auch an schwer zugänglichen Stellen entsteht, wie auf dem Rücken zum Beispiel, ist seine Entdeckung nicht immer einfach. Viele Menschen achten zudem nicht auf kleinere Veränderungen ihrer Haut und bemerken die Tumore erst, wenn sie bluten oder schmerzen. Schwarzer Hautkrebs entsteht von Patient zu Patient unterschiedlich. Es gibt verschiedene Subtypen der Krankheit, die sich durch Aussehen, der Art ihres Wachstums und der Neigung zur Bildung von Metastasen unterscheiden.

Das maligne Melanom gilt dabei als besonders aggressiv, denn es gibt keine bestimmten Symptome, an denen Betroffene eine Erkrankung feststellen können. Ein Tumor kann Schmerzen hervorrufen, anfangen zu jucken oder zu bluten, muss es aber nicht. Schwarzer Hautkrebs entsteht überall auf dem Körper und das meist unbemerkt. Daher raten Ärzte zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und dem sofortigen Gang zum Arzt, wenn Betroffenen Veränderungen ihrer Haut auffallen, mögen sie auch noch so minimal erscheinen. Bei 75% aller Patienten entwickelt sich Schwarzer Hautkrebs auf ihrer unveränderten, normalen Haut. Nur ein Drittel aller Erkrankungen ist auf bestehende Leberflecke zurückzuführen.

Schwarzer Hautkrebs Diagnose

Besteht ein Verdacht auf eine Erkrankung an Schwarzem Hautkrebs, sollte sofort ein Hautarzt aufgesucht werden, um durch entsprechende Untersuchungen eine Diagnose zu stellen und den Tumor zu entfernen. Deutschland bietet dazu jedem Menschen ab dem 35. Lebensjahr eine bezahlte Hautkrebsvorsorge an, die alle 2 Jahre durchgeführt werden kann. Wird dabei fest gestellt, dass Schwarzer Hautkrebs vorliegt, müssen weitere Untersuchungen vorgenommen und der Tumor möglichst weiträumig entfernt werden.

Schwarzer Hautkrebs kann von erfahrenen Ärzten häufig durch Sichtung der betroffenen Hautpartie erkannt werden. Weitere Formen der Diagnose sind die Entnahme und Untersuchung von Gewebeproben, das Anordnen einer Positronen-Emissions-Tomographie (PET), einer Form von Computertomografie, oder die Nutzung von Autofluoreszenz, bei der die betroffenen Hautpartien mit einem Infrarotlaser bestrahlt werden. Tumorzellen absorbieren diese Form von Licht und sind dadurch für den Arzt erkennbar. Im Vergleich mit anderen Tumorarten ist Schwarzer Hautkrebs sehr oft ohne Eingriffe oder die Nutzung von technischen Hilfsmitteln erkennbar. Verdächtige Stellen auf der Haut kann jeder Mensch mit Hilfe der sogenannten ABCDE-Regel überprüfen und danach entscheiden, ob er einen Arzt aufsucht oder nicht.

Die ABCDE-Regel:

  • A (Asymmetrie) – Male mit scharfen Grenzen sind selten bösartig.
  • B (Begrenzung) – Unscharfe oder fransig begrenzte Male gelten als verdächtig.
  • C (Color/Farbe) – Male mit schwarzer oder in mehreren Farbtönen gelten als verdächtig.
  • D (Durchmesser) – Male von einer Größe ab 0,5 Zentimeter gelten als verdächtig.
  • E (Entwicklung) – Fühlbare und in kurzer Zeit neu entstandene Male gelten als verdächtig.

Schwarzer Hautkrebs Therapie

Schwarzer Hautkrebs muss nach seiner Entdeckung unverzüglich entfernt werden. Das geschieht je nach Lage und Größe des Tumors bei einer Operation. Da Schwarzer Hautkrebs als sehr gefährlich gilt, wird rund um das betroffene Gebiet ein Sicherheitsabstand von 1 bis 2 Zentimetern gezogen. Dieser Bereich wird ebenfalls entfernt. Befindet sich ein Tumor im Gesicht, an den Händen oder Füßen, greifen Ärzte häufig auf einen mikroskopischen Eingriff zurück, um sensible Körperstellen zu schützen und dennoch die komplette Entfernung des Tumors zu gewährleisten.

Hat der Krebs bereits gestreut und Metastasen im Körper gebildet, ist eine Heilungschance bei Betroffenen sehr gering. Ärzte werden den Krebs mit Hilfe von Chemo- oder Strahlentherapie bekämpfen und gleichzeitig gezielt das Immunsystem stärken. Dennoch sterben viele Betroffene, denn Schwarzer Hautkrebs ist aggressiv und widerstandsfähig. Überlebende Patienten müssen sich zudem darauf einstellen, regelmäßig Nachuntersuchungen durchführen zu lassen, um einen erneuten Ausbruch der Krankheit frühzeitig zu entdecken und zu behandeln.

Schwarzer Hautkrebs Verlauf

Der Verlauf jeder Erkrankung an Schwarzem Hautkrebs hängt allein von seiner Entdeckung ab. Wird der Krebs frühzeitig erkannt, haben Betroffene eine rund 85%ige Chance, die nächsten 5 Jahre und länger zu überleben. Unerkannt und unbehandelt wird sich der Tumor im Körper ausbreiten, die tieferen Hautschichten durchdringen und seine Zellen durch die Blut- und Lymphbahnen nach und nach im gesamten Körper verteilen. Dadurch entstehen in den inneren Organen Metastasen, die sogenannten Tochtergeschwülste, die eine Heilung so gut wie unmöglich machen. Bei Patienten mit Metastasen überleben weniger als 5% die ersten 5 Jahre nach der Entdeckung der Krankheit.

Schwarzer Hautkrebs Vorbeugen

Schwarzer Hautkrebs kann jederzeit und überall auf dem Körper entstehen. Dennoch ist eine Vorbeugung möglich. Schutz vor der Sonne ist dabei die wichtigste Maßnahme gegen den Schwarzen Hautkrebs. Sei es durch lange Kleidung, Sonnencreme, Kopfbedeckungen oder die allgemeine Vermeidung von direkter Sonneneinstrahlung, besonders um die Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht. Wer durch Vorerkrankungen oder familiär vorbelastet ist, sollte zudem regelmäßig Kontrollen von seinem Hautarzt durchführen lassen und selbst immer ein Auge auf seine Haut haben.

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