Rachenkrebs

Als erste Symptome von Rachenkrebs zeigen sich meist vergrößerte Halslymphknoten, die aber nicht schmerzen. Der bösartige Tumor des Rachenkrebses, Pharynxkarzinom in Fachkreisen genannt, zielt von der Rachenschleimhaut aus und wird im Frühstadium sehr häufig operativ entfernt. Der Krebs im Rachenraum kann an drei unterschiedlichen Abschnitten des Rachens auftreten. Danach richten sich auch die Symptome, die durch den betreffenden Krebs ausgelöst werden können. Zwar ist nicht ganz genau bekannt, wodurch der Krebs ausgelöst wird, ein erhöhtes Risiko entsteht jedoch durch Tabakkonsum und regelmäßigen starken Alkoholgenuss.

Ebenfalls werden einige Viren wie der humane Papillomvirus oder HPV verdächtigt, einen Krebs im Rachenraum auslösen zu können. Allerdings wird der Krebs ebenfalls durch den regelmäßigen Umgang mit Schadstoffen wie Asbest und nickel- oder chromhaltige Lacke und Farben ausgelöst. Sodbrennen und Magen-Darm-Krankheiten erhöhen zusätzlich das Risiko für eine der drei Krebsvarianten im Rachenraum und sollten daher stets zeitnah behandelt werden. Besonders dann, wenn man noch weitere Risikofaktoren aufweist.Es werden jedoch auch Personen von dem Krebs betroffen, die keine der oben genannten Risikofaktoren aufweisen. Fachleute empfehlen zur Vorbeugung gegen Rachenkrebs eine gesunde Ernährung, die auf den Genuss von Alkohol und Tabak weitgehend verzichtet. Ein weiteres Standbein einer guten Vorbeugung ist ein starker Fokus auf die gesunde Mundhygiene.

Rachenkrebs Ursachen

Rachenkrebs Symptome / UrsachenEs ist nicht vollständig geklärt, wodurch der Rachenkrebs letzten Endes tatsächlich ausgelöst wird. Es werden verschiedene Faktoren als Auslöser verdächtigt. Dazu zählen erblich bedingte Faktoren, aber auch schädliche Umwelteinflüsse oder eine Mangelernährung ist möglicherweise an der Entwicklung von Rachenkrebs beteiligt. Unter den Ursachen, die für Rachenkrebs eine große Rolle spielen, ist an erster Stelle wohl das Rauchen zu nennen und gleich danach der regelmäßige hohe Konsum von Alkohol.

Als besonders gefährdet gelten Raucher, die viel Alkohol konsumieren. Auch bestimmte Schadstoffe, wie Asbest und nickel- oder chromhaltige Lacke und Farben werden verdächtigt, weitere Auslöser für den Rachenkrebs zu sein.Das humane Papillomvirus, auch HPV, oder das Epstein-Barr-Virus gelten als Arten der Virusinfektionen, die für Rachenkrebs verantwortlich sind. Das Risiko an einer der drei Varianten von Rachenkrebs zu erkranken wird deutlich erhöht, wenn man raucht und zusätzlich noch in größeren Mengen Alkohol trinkt, da der Alkohol die negative Wirkung des Rauchens noch verstärkt.

Bei einigen Patienten, die an Rachenkrebs erkrankt sind, wurde ein fehlerhaft arbeitendes Immunsystem erkannt, das in Verbindung mit einer der Virusinfektionen den Krebs ausgelöst hat. Im Grunde gelten die Viruserkrankungen eher als zusätzliche auslösende Faktoren und nicht als direkte Auslöser für den Krebs im Rachenraum.

Rachenkrebs Symptome

Je nachdem wo im Rachenraum der Krebs entsteht und welche der Strukturen in der Nachbarschaft er durch sein Ausbreiten in Mitleidenschaft zieht, können die auftretenden Symptome unterschiedlich ausfallen. Bei einem Nasopharynxkarzinom, also dem Rachenkrebs, der im Nasen-Rachen-Raum auftritt, sind die ersten Symptome vergrößerte Halslymphknoten, die allerdings nicht schmerzhaft sind. Wenn das Nasopharynxkarzinom fortschreitet, wird die Nasenatmung meist behindert und es tritt oft Nasenbluten auf. Weitere Anzeichen sind häufig auftretende Mittelohrentzündungen und Kopfschmerzen.

Es können außerdem durch die Lähmung von bestimmten Hirnnerven auch Ausfallerscheinungen in verschiedenen Körperbereichen auftreten.Im Bereich des Mundrachenraums tritt das sogenannte Oropharynxkarzinom ebenfalls mit vergrößerten Halslymphknoten in Erscheinung. Die im späteren Stadium typischen Anzeichen für ein Oropharynxkarzinom sind vor allem Halsschmerzen, diese strahlen bis zum Ohr aus und es werden Schluckbeschwerden verursacht. Wenn dieser Rachentumor sich bis in die Kaumuskeln ausgebreitet hat, kann ein Kaumuskelkrampf mit einer Kieferklemme auftreten. Dieser sogenannte Trismus verhindert, dass der Patient den Mund richtig öffnen kann.

Wie bei den beiden vorangegangenen Arten von Rachenkrebs tritt auch das Hypopharynxkarzinom, das im unteren Abschnitt des Rachenraums angesiedelt ist zunächst mit schmerzlos vergrößerten Halslymphknoten auf. Je weiter das Hypopharynxkarzinom fortschreitet werden Halsschmerzen und Heiserkeit bei dem Patienten auftreten. Schluckbeschwerden machen sich ebenfalls oft bemerkbar, dazu drückt das Hypopharynxkarzinom vielfach auf den Kehlkopf und engt die Atemwege ein. Schwere Atemnot ist die natürliche Folge dieser Probleme.

Rachenkrebs Diagnose

Wenn der Verdacht auf eine der drei Formen von Rachenkrebs besteht, wird eine Endoskopie im Nasen-Rachen-Raum vorgenommen. Wobei ein Karzinom, das im mittleren Abschnitt des Mundraums also als Oropharynx auftritt, unter Umständen bereits mit bloßem Auge zu erkennen sein kann. Der erste Verdacht auf einen Rachenkrebs wird meistens durch vergrößerte Halslymphknoten und verschiedene andere Beschwerden ausgelöst. Diese Beschwerden können unter anderem Halsschmerzen und Schluckbeschwerden aber auch eine behinderte Nasenatmung sein.

Um diesen ersten Verdacht zu untermauern und eine zuverlässige Diagnose zu sichern, wird von dem Arzt mit einer Endoskopie eine Gewebeprobe entnommen. Diese wird anschließend mittels einer sogenannten Biopsie unter dem Mikroskop auf Rachenkrebs hin untersucht. Rachenkrebs dringt bereits in einem sehr frühen Stadium von dem Rachenraum aus in die benachbarten Gewebestrukturen ein und bildet Tochtergeschwulste, sogenannte Metastasen über die Lymphwege in den Halslymphknoten.Damit ermittelt werden kann, wie weit der Rachenkrebs sich bereits im Körper ausgebreitet hat, wird eine Computertomografie, also ein Schnittbildverfahren oder eine Magnetresonanztomografie eingesetzt. Ein Arzt kann mit diesen Bildern sicher beurteilen, wie die Halslymphknoten sich bisher durch den Rachenkrebs verändert haben. Diese sind aber auch mit einer Ultraschalluntersuchung gut zu überprüfen. Damit der Arzt mögliche Metastasen in der Lunge völlig ausschließen kann, muss noch eine Röntgenaufnahme erfolgen. Eine sogenannte Skelettszintigrafie wird nur eingesetzt, wenn der Verdacht besteht, dass Absiedlungen in den Knochen durch das Pharynxkarzinom gebildet wurden.

Um eine Prognose für den Patienten treffen zu können und die richtige Therapie einzuleiten wird bei den Untersuchungen außerdem beurteilt, in wieweit sich das Stadium des Rachenkrebses bereits entwickelt hat. Das sogenannte Staging wird nach dem TNM-System eingeteilt. Das T steht dabei für die aktuelle Tumorgröße, die von T1 für kleinste Tumore bis zur Stufe T3 oder T4 für sehr große Tumore reichen. Bei der Stufe N sind die Lymphknoten ebenfalls durch den Rachenkrebs befallen. Wurden bereits Metastasen im Körper ausgebildet, wird der Buchstabe M angehängt. Nur mit einer korrekten aktuellen Einstufung kann die richtige Therapie für den Patienten in die Wege geleitet werden.

Rachenkrebs Therapie / Behandlung

Verschiedene auch von anderen Krebsarten bekannte Therapien stehen zur Verfügung, um einen Rachenkrebs zu beseitigen. Dazu zählen Operationen, die Strahlentherapie und im Anschluss die Chemotherapie. Ob nur eine der drei Therapien genutzt wird für den jeweiligen Patienten oder ob eine Kombination aus allen drei Verfahren angewendet wird, hängt nicht nur vom Grad der Erkrankung ab, sondern auch davon, wo im Rachenraum der Krebs angesiedelt ist. Aber auch die Ausdehnung des Karzinoms und die möglicherweise vorhandenen Tochtergeschwulste in den Lymphknoten haben großen Einfluss auf die Wahl der Behandlung. Es wird in der Regel versucht, möglichst viele Funktionen im Bereich von Kopf und Hals zu erhalten, damit die Lebensqualität des Patienten durch den Rachenkrebs so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.

Bei einem Nasopharynxkarzinom, also einem Rachenkrebs im Nasen-Rachen-Raum, wird eine Operation meistens ungeeignet sein. Da die Lage im oberen Teil des Rachens das Karzinom schwer zugänglich macht. Der Tumor kann hier meistens nicht operativ entfernt werden. Wird der Krebs in einem frühen Stadium entdeckt, besteht die Therapie darin den Tumor zu bestrahlen. Bei einem weiter fortgeschrittenen Stadium wenden die Ärzte meistens eine Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie an.Auch im Mundrachenraum bei einem Oropharynxkarzinom ist wiederum die genaue Lage des Tumors für die Therapie entscheidend. Allerdings sind diese Karzinome meistens sehr gut zugänglich, was eine Operation in einem frühen Stadium empfehlenswert macht. Je nach Größe und Lage des Karzinoms kann eine chirurgische Laser Behandlung möglicherweise in Betracht kommen. Dieses wäre natürlich wegen der geringeren Invasion die wünschenswerteste Behandlung.

Wenn das Karzinom nicht operativ entfernt werden kann, wird wiederum eine Strahlentherapie oder gar eine Radiochemotherapie durch den Arzt angeordnet. Dies ist eine Kombination aus Chemotherapie und Strahlenbehandlung, die häufig bei weiter fortgeschrittenen Karzinomen im Mundrachenraum angewendet wird.Das Hypopharynxkarzinom, das im unteren Abschnitt des Rachenraums angesiedelt ist, wird nach Möglichkeit vollständig entfernt. Wobei hier ein besonderes Augenmerk auf dem Erhalt der Sprechfunktion liegt. Häufig liegen die Tumoren aber unmittelbar hinter dem Kehlkopf, sodass dieser bei einer Operation vielfach nicht zu erhalten ist. Je kleiner das Karzinom in diesem Bereich ist, desto häufiger wird es operativ entfernt. Liegt ein größeres Karzinom im Hypopharynx vor, das wohlmöglich bereits Tochtergeschwulste in den Lymphknoten angesiedelt hat, wird zunächst operativ der Tumor entfernt und im Nachgang folgt Bestrahlung, eine Kombinationstherapie oder Chemotherapie.

Fortgeschrittene Tumore im Rachenraum mit Tochtergeschwulsten erfordern eine besondere umfassende Therapie. Eine Operation, die bei diesem Rachenkrebs zum Einsatz kommen kann, wird als Neck Dissektion bezeichnet. Der Chirurg entfernt dabei den Rachentumor und die Halslymphknoten, sowie teilweise auch noch weitere Strukturen im Halsbereich, je nach Ausmaß der Erkrankung. Eine andere Version ist die RND, die radikale Neck Dissektion, hierbei werden neben den Lymphknoten auch eine Vene und ein Nerv, die entlang des Halses verlaufen, gemeinsam mit einem Muskel entfernt. Dann kommt noch die MRND in Betracht, das bedeutet modifizierte radikale Neck Dissektion und sieht eine vollständige Entfernung von allen Halslymphknoten vor. Es soll aber mindestens eine oder mehrere der Strukturen, die nicht lymphatisch sind, erhalten bleiben. Bei der selektiven Neck Dissektion SND werden lediglich bestimmte Lymphknotengruppen durch den Operateur entfernt. Alle nicht-lymphatischen Strukturen sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben. Die erweiterte radikale Neck Dissektion ERND dehnt die Operation auf weitere Körpergewebe und andere Lymphknotengruppen aus.

Rachenkrebs Verlauf

Verlauf und Prognose sind bei einem Rachenkrebs, dem sogenannten Pharynxkarzinom, eher schwer vorhersagbar. Viele Faktoren spielen eine Rolle, ob eine Heilung zu erzielen ist. Die Heilungsrate des Rachenkrebses hängt zum Beispiel ganz entscheidend davon ab, in was für einem Stadium sich der Tumor befindet, wenn er entdeckt wird. Also ob er bereits Metastasen gebildet hat und wie weit er sich ausgedehnt hat. Auch die Platzierung des Tumors spielt eine weitere entscheidende Rolle bei der Berechnung der eventuellen Heilungschancen. Eine genaue Angabe zu den Überlebenschancen und der Lebenserwartung des Patienten mit einem Rachenkrebs ist daher nicht möglich, ohne den Einzelfall genau zu betrachten.

Im Verlauf einer Erkrankung durch einen Rachenkrebs kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen. Besonders häufig treten schwerwiegende Atemstörungen und Sprechstörungen bei den Patienten auf. Zu den weiteren Problemen, die sich ergeben können, gehören die Beschwerden beim Kauen und Schlucken. Durch die daraus folgenden Einschränkungen beim Essen wird die Lebensqualität des Patienten meist erheblich eingeschränkt. Nach dem Abschluss aller Behandlungen muss der Patient dennoch weiterhin regelmäßig zu einer Untersuchung des Kopf-Hals-Bereiches erscheinen. Hierbei muss auch in regelmäßigen Abständen wiederum eine Endoskopie oder Biopsie durchgeführt werden. Auch CT und MRT sind wichtige Bausteine einer guten Nachsorge. Nur so kann rechtzeitig ein erneut auftretendes Karzinom im Rachenbereich ermittelt werden.

Rachenkrebs Vorbeugen

Als Vorbeugung für einen Rachenkrebs gilt eine gesunde Lebensweise mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Vor allem das Rauchen sollte möglichst vermieden werden und übermäßiger Alkoholkonsum ebenfalls. Früher wurde ebenfalls ein Verzicht auf Kaffee angeraten. Dieser Ratschlag ist aber nach neueren Erkenntnissen vollkommen falsch. Forscher haben im Gegenteil ermittelt, dass regelmäßiger Kaffeekonsum sogar das Risiko für einen Rachenkrebs oder einen Mundhöhlenkrebs senken kann. Wer unter Magen-Darm-Störungen wie beispielsweise Sodbrennen leidet, sollte dies dringend behandeln lassen, auch um die Mundhygiene nicht zu stören. Als sehr sinnvolle Vorbeugung wird von Ärzten ebenfalls eine gesunde Mundhygiene genannt.

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