Nierenkrebs

Nierenkrebs ist eine vergleichsweise selten auftretende Krebserkrankung, die dennoch nicht zu unterschätzen ist. Im Alter zwischen 50 und 60 Jahren erkranken vor allem Männer an dieser Krebsart. Nierenkrebs wird häufig im Zuge von altersbedingten Routineuntersuchungen entdeckt. Dabei lassen sich unterschiedliche Arten an Nierenkrebs unterscheiden. Es können fünf Krebstypen unterschieden werden: Klarzellkarzinom, chromophiles Karzinom, chromophobes Karzinom, onkozytäres und das Ductus-Bellini-Karzinom. Das Nierenbeckenkarzinom wird ebenfalls als Nierenkrebs diagnostiziert. Begünstigt wird die Krebserkrankung durch erbliche Vorbelastung und durch eine ungesunde Lebensweise. Hier ist vor allem Gewohnheitsrauchen zu benennen. Die Behandlungsmethoden sind stark auf die jeweilige Nierenkrebsart konzentriert. Seit einigen Jahren etablieren sich international bekannte Impulse zur speziellen Behandlung von Nierenkrebs auch in Deutschland.

Die Entfernung der befallenen Niere wird immer seltener und zunehmend von nierenerhaltenden Behandlungsmethoden abgelöst. Regelmäßige Untersuchungen helfen Nierenkrebs frühzeitig zu erkennen. In der Prävention von Krebserkrankungen ist eine gesunde Lebensweise ein wichtiger Faktor, unabhängig vom Alter. Männer und Frauen sollten sich ab einem Alter von 50 Jahren regelmäßig auf Zellveränderungen an der Niere untersuchen lassen. Vor allem Raucher und Übergewichtige, sowie genetisch mit Krebserkrankungen vorbelastete Menschen sollten regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen ab einem Alter von 45 Jahren wahrnehmen. Je nach Größe des Tumors lässt sich die Lebenserwartung der Diagnose nach bestimmen. Je früher der Tumor erkannt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung und folgende Lebenserwartung. Urologen und Allgemeinärzte weisen verstärkt auf die Vorteile und Notwendigkeit von Routineuntersuchungen hin.

Auch wenn Nierenkrebs zu den eher seltenen Krebserkrankungen zählt, ist er dennoch eine immer wieder diagnostizierte Erkrankung, die durch frühzeitige Erkennung behandelt werden und das Leben des Betroffenen verlängern kann. Wurde der Nierenkrebs erfolgreich entfernt, sind regelmäßige Nachuntersuchungen erforderlich. Diese können in der Klinik oder, bei ausreichender Praxisausstattung, vom Hausarzt durchgeführt werden. Die Untersuchungen klären dabei ab, ob sich der Krebs erneut gebildet hat und dass keine anderen Organe vom Krebs befallen sind. Die Untersuchungen werden in den ersten drei Jahren vierteljährlich, in den zwei Folgejahren halbjährlich und im Anschluss jährlich durchgeführt.

Nierenkrebs Ursachen

Nierenkrebs SymptomeGenaue Ursachen für das Auftreten von Nierenkrebs können nicht benannt werden. Ziemliche Sicherheit besteht, dass neben der genetischen Veranlagung, das Rauchen als Hauptgrund für das Auftreten von Nierenkrebs benannt werden kann. Langjähriger Tabakkonsum führt mit großer Wahrscheinlichkeit im Alter zwischen 50 und 60 Jahren zu einem erhöhten Nierenkrebsrisiko.

Die über einen längeren Zeitraum erfolgende Einnahme von phenacetinhaltigen Schmerzmitteln sowie die chronische Erkrankung an Niereninsuffizienz kann das Auftreten von Nierenkrebs ebenfalls begünstigen. Bei Frauen wird Nierenkrebs vor allem im Zusammenhang mit chronischem Übergewicht diagnostiziert. Desweiteren sind auch Personen mit Nierenkrebs in der Familiengeschichte als Risikopatienten zu bezeichnen. Ein ungesunder Lebensrhythmus und ein über mehrere Jahre anhaltender, schlechter Gesundheitszustand zählen vermutlich zu den klarsten Ursachen für eine Nierenkrebserkrankung.

Nierenkrebs Symptome

Nierenkrebs gehört zu den schleichenden Krebserkrankungen. Auffällige Symptome treten in der Regel erst im vorangeschrittenen Krankheitsverlauf auf. Dabei zählen Blut im Urin, Blutarmut und Schmerzen auf Höhe der Nieren zu den offensichtlichsten Symptomen. Untersuchungen der Nieren, altersbedingt oder bei Verdacht, können im Hinblick auf die Ergebnisse der Funktionsfähigkeit erste Anhaltspunkte auf Unregelmäßigkeiten der Nierenleistung geben. Durch eine Computertomografie können zudem Zellveränderungen der Niere sichtbar gemacht werden

Im Zuge des immer stärkeren Einsatzes der Computertomografie können bereits kleine Zellveränderungen und kleine Tumore frühzeitig erkannt und behandelt werden. Entsprechende Untersuchungen werden in der Regel vom Urologen vorgenommen. Zu den weiteren Symptomen zählt eine verminderte Leistungsfähigkeit des Körpers, die mit stärker werdender Müdigkeit einhergeht. Liegen ein nicht ersichtlicher Gewichtsverlust sowie Appetitlosigkeit vor, deuten diese Symptome ebenfalls auf eine mögliche Krebsschädigung der Nieren oder Nierenumgebung hin.

Nierenkrebs Diagnose

Bei Verdacht auf Nierenkrebs werden die Nieren in mehreren Schritten untersucht. Begonnen wird mit der Sonographie, die leichte Auffälligkeiten der Niere aufzeigt. Beim sich anschließenden Röntgen der Niere werden mit Hilfe eines Kontrastmittels die Harnwege sichtbar gemacht und die Funktionsweise der Nieren geprüft. Nachdem der Bauch untersucht wurde, folgen die Untersuchungen von Brust und Gehirn auf mögliche Metastasenbildungen. Die Tumore werden je nach Größe unterschiedlich klassifiziert: Die Bezeichnungen T1, T1a, T1b, T2a und T2b bezeichnen die jeweilige Größe, des sich auf der Niere befindenden Tumors.

Die Bezeichnungen T3, T3a, T3b, T3c und T4 beschreiben die Ausbreitung des Tumors auf Nebenniere oder Nierenvene. N0 bis N3 geben Auskunft über die Größe der Metastasen an den Lymphknoten. Die Klassifizierungen M0 und M1 bestimmen das Vorhandensein von Fernmetastasen. Erstuntersuchungen können beim Urologen beginnen und sollten bei zunehmendem Verdacht und Bestätigung an eine Klinik abgegeben werden. Steht Nierenkrebs im Verdacht, darf nicht lange gezögert werden. Meist ist der Nierenkrebs schon weit fortgeschritten, so dass jeder weitere Tag eine Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes bedeuten kann. Metastasen können bereits andere Organe befallen haben, so dass eine schnelle Feststellung der Krebsverbreitung und des Krebsstadiums umgehend erforderlich sind.

Nierenkrebs Therapie / Behandlung

In der Regel wird der Tumor nach der Erkennung umgehend unter Beobachtung gestellt. Meist muss ein zeitnaher OP-Termin festgelegt werden. Weitläufig gilt die Vorgehensweise die Niere bei zu starkem Tumorbefall vollständig zu entfernen. Da ein starker Tumorbefall oft mit der Ausbildung von Metastasen einhergeht, ist die Behandlung von Nierenkrebs meist mit dem Einsetzen weiterer Krebsbehandlungen verbunden. Je nach vorangeschrittenem Stadium kann eine Operation demnach unterschiedlich ausfallen. Ist der Tumor klein und leicht erreichbar, kann er auf operative Weise entfernt werden und die Niere kann in ihrer Form erhalten bleiben.

Bei einem guten Genesungsverlauf erholt sich die Niere von der Operation und kann ihre Funktion weitestgehend wieder aufnehmen. Krebsvorsorgeuntersuchungen gehören von nun an zum Alltag des Behandelten. Ist der Tumor in seinem Wachstum soweit fortgeschritten, dass die Niere bereits zu einem Großteil in ihrer Funktionsweise eingeschränkt ist, hilft meist nur noch die vollständige Entfernung der Niere. Sind zudem weitere Bereiche in unmittelbarer Nähe der Niere mit Metastasen befallen, müssen diese gegebenenfalls ebenfalls operativ entfernt werden. Rückbildungen von Zellveränderungen sind in der Regel nicht zu erwarten, so dass eine Operation in den meisten Fällen der Erkennung von zellverändertem Gewebe die einzige Möglichkeit ist einen Tumor zu behandeln und in seinen Wachstum zu stoppen.

Nierenkrebs Verlauf

Zellveränderungen in der Niere oder in der Umgebung der Niere führen zu Veränderungen in der Nierenfunktion. Verstopfungen in der Harnröhre sind unter anderem als eine direkte Folge von Nierenkrebs zu benennen. Da die Zellveränderungen meist auf Verdacht und durch visuelle Techniken, wie die Computertomografie, im frühen Stadium T1 erkannt werden können, bleiben anfängliche Zellveränderungen oft unbemerkt. Mit der Zeit entwickeln sich die Zellveränderungen zu einem Tumor und schränken die Nierenfunktionen zunehmend ein. Blut im Urin sowie Schmerzen in der Nierengegend sind häufig benannte Symptome.

Die Krebszellen weiten sich auf der Niere aus und zerstören die gesunden Zellen des Organs. Spät erkannt, sind die Schäden der Niere irreparabel, so dass die Niere entfernt werden muss. Ist bereits die Umgebung der Niere von Metastasen befallen, kann ein Nierenkrebseingriff auch die Entfernung von Nebenniere und Harnleiter bedeuten. Nierenkrebs ist dafür bekannt, dass er aufgrund seiner späten Erkennung, weite Metastasen streut. Diese können am Tag des Nierenkrebsbefundes bereits bis in das Gehirn des Betroffenen vorgestoßen sein. Im fortschreitenden Krankheitsverlauf wird der Betroffene immer leistungsunfähiger und müder. Der Wunsch, so wenig Anstrengung wie möglich ausgesetzt zu sein, nimmt zu und die geistige Leistung nimmt ab. Spätestens ab diesem Punkt sollte der Weg zum Arzt erfolgen und die eigene, körperliche Erschlaffung thematisiert werden.

Nierenkrebs Vorbeugen

Jährliche Vorsorgeuntersuchungen können den Befund einer Krebserkrankung frühzeitig aufdecken. Frühestens ab dem 45., spätestens ab dem 55. Lebensjahr empfiehlt sich eine jährliche Untersuchung der Nieren mittels Ultraschall. Regelmäßige Untersuchungen der Nieren, dies gilt für Männer und für Frauen gleichermaßen, empfehlen sich vor allem dann, wenn in der Familiengeschichte Fälle von Nierenkrebserkrankungen bekannt sind. In diesem Fall sind Vorsorgeuntersuchungen frühestmöglich zu empfehlen.

Eine weitere Stütze stellt das Training zum besseren Wahrnehmen der eigenen Körpersignale dar. Können Veränderungen, wie Geschwüre, Schmerzen bei Druck oder Leistungsverringerung, bereits in den Anfängen bemerkt werden, liefern Untersuchungen auf Nierenkrebs schnell einen entsprechenden Befund. Die Behandlung des Nierenkrebses kann somit im frühen Stadium beginnen.Eine Einschränkung des Rauchens oder das grundsätzliche Aufhören können das Auftreten von Nierenkrebs verringern. Wer viele Jahre intensiv geraucht hat, sollte sich von selbst zu den Risikopatienten für Krebserkrankungen, wie Nierenkrebs, zählen und ab einem Alter von 45 Jahren regelmäßige Routineuntersuchungen wahrnehmen.

Übergewicht sollte nicht länger akzeptiert, sondern durch eine gesunde und gewichtsreduzierende Ernährung und Bewegungsplanung verändert werden. Entscheidet man sich für eine Ernährungsumstellung, ist pro Jahr eine Gewichtsreduktion bis maximal 8 kg anzuraten. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass der Körper durch die hohe Gewichtsabnahme zu sehr geschwächt werden kann.

Durch einen gesunden Lebensstil, wie regelmäßige Mahlzeiten, ausreichende Bewegung und ein gezügelter Verzehr von Alkohol kann das Risiko für Nierenkrebs ebenfalls verringert werden.Eine umfangreiche und stete Beratung sowie Information über die Möglichkeiten in der Krebsmedizin können potentiellen Krebspatienten die Angst vor der Voruntersuchung nehmen. In den letzten Jahren konnten im Bereich der Krebsmedizin viele Fortschritte gemacht werden, so dass weitere Fortschritte in der Verbesserung der Früherkennung, sowie der nierenerhaltenden Operationen zu erwarten sind. Frühzeitige und umfangreiche Informationen können beim Allgemeinarzt, Urologen oder in der Klinik eingeholt werden.

Stellt man eines der benannten Symptome an sich fest oder spricht ein Familienmitglied über die entsprechenden Schmerzen, sollte innerhalb kurzer Zeit ein Arzt aufgesucht werden. Blutabnahme und Ultraschalluntersuchung bringen innerhalb weniger Tage Aufschluss über den Gesundheitszustand. Selbst, wenn sich die Symptome als harmlos erweisen, ist das Aufsuchen eines Arztes strengstens zu empfehlen. Von Krebserkrankungen wird vor allem Nierenkrebs in der Regel erst dann erkannt, wenn sich bereits ein Tumor gebildet hat. Schnelles Handeln und eine frühe Vorsorge sind demnach die besten Wege, um einer Nierenkrebserkrankung entgegenzuwirken.

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