Melanom

Ein malignes Melanom, kurz Melanom, bezeichnet und beschreibt eine der schwersten Hautkrebserkrankungen unserer Zeit. Der Volksmund spricht bei dieser Krebserkrankung vom „schwarzen Hautkrebs„. Das Melanom ist mit seiner Neigung zur frühen Bildung sowie Streuung von Metastasen über die Blut- und Lymphbahnen des Körpers im höchsten Maße bösartig. Die durch den Tumor entstandenen Entartungen der Pigmentzellen lassen nur schwer eine Heilungsprognose zu.

Bei einer späten Erkennung der Krankheit bestehen aufgrund der Dicke des Tumors schlechte Heilungschancen. Wird das Melanom in einem frühen Stadium diagnostiziert, ist es in der Regel vollständig heilbar. Im Verhältnis betrachtet erkranken Frauen häufiger als Männer am Melanom. Derzeit liegt das Geschlechts-Verhältnis bei 6:4. Besorgniserregend ist seit einiger Zeit die Zahl der Neuerkrankungen. Seit den 80er-Jahren stiegt die Anzahl der an Hautkrebs erkranken Patienten um rund 60 bis 100 Prozent.

In Deutschland erkranken jährlich etwa 15.000 Menschen an dem bösartigen Tumor. Durch ein malignes Melanom sterben hierzulande circa 2.000 Menschen pro Jahr. Auffällig ist, dass hellere Hauttypen, wie sie in Deutschland, Dänemark oder Norwegen anzutreffen sind, häufiger und zudem intensiver von einem Melanom betroffen sind. In südlichen Gefilden, wie zum Beispiel Portugal oder Spanien ist die Häufigkeit rund fünf- bis sechsmal niedriger.

Melanom Ursachen

Melanom Symptome / UrsachenIm weltweiten Vergleich steht das maligne Melanom an dritter Stelle aller Hautkrebserkrankungen. Die Ursachen dieser überaus bösartigen Tumorerkrankung sind überschaubar. Deshalb beschäftigt sich die Medizin mit den Risikofaktoren, die eine Erkrankung der Haut, dem größten Organ des Menschen, nach sich ziehen und letztendlich die Ursache für ein Melanom darstellt.

Darüber hinaus werden die Einflussfaktoren in endogene (im Körper verankert) und exogene (äußerliche Einflüsse) Faktoren unterteilt, was zu einem besseren Verständnis in der Wissenschaft bzw. deren Untersuchungen führt. Zum Bereich der endogenen Ursachen für eine folgenschwere Hauterkrankung dieser Art zählt beispielsweise die erblich bedingte Haut-, Augen- sowie Haarfarbe. Helle Hauttypen haben beim direkten Kontakt mit UV-Strahlung ein wesentlich höheres Risiko zu tragen. Mit der äußerlich einwirkenden UV-Strahlung (exogen) stehen weitere Risiken in Verbindung, wie zum Beispiel schmerzhafte Sonnenbrände oder Sommersprossen, welche die Haut empfänglich für Schädigungen machen.

Des Weiteren können vererbte Muttermale an jeder Stelle des Körpers die Entwicklung eines Melanoms begünstigen. Ein bösartiges Melanom findet entweder durch eine bestehende oder durch mit Medikamenten verursachte Schwächung des Immunsystems reichhaltigen Nährboden, um sich schnell im Körper auszubreiten. Entgegen des weit verbreiten Glaubens, dass eine Verletzung eines sogenannten Nävis (gutartige Fehlbildung der Haut) zu einem Melanom führen kann, gibt es darüber bislang keine stichhaltigen Erkenntnisse. Ob und inwieweit eine handelsübliche Sonnencreme eine malignes Melanom begünstigen bzw. verhindern kann, wird sehr kontrovers diskutiert, wodurch keine stichhaltigen Ergebnisse vorhanden sind.

Melanom Symptome

Ein malignes Melanom ist auf der Haut schwer auszumachen. Basierend auf dieser Problematik entwickelte die Wissenschaft die sogenannte ABCDE-Regel. Diese Regel verfolgt die symptomatische Feststellung durch ein Ausschlussverfahren. Ist zum Beispiel der Hautfleck permanent einem stetigen Wachstums des Durchmessers unterworfen, trifft das D für Durchmesser zu. Ist ein Fleck auf der obersten Hautschicht asymmetrisch (A) geformt, liegt ebenfalls ein Symptom für ein Melanom vor. Beim C (Colorit) wird die Färbung eines potentiellen Melanoms betrachtet. Eine unterschiedliche Färbung einer Hautstelle ist ein starkes Anzeichen für das Heranwachsen eines Melanoms. Zusätzlich können Symptome für ein malignes Melanom in Form von Juckreiz oder dem Verlust eines Nagels auftreten. Blutende Pigmentflecken sind ein deutlicher Hinweis auf die eine Krebserkrankung.

Melanom Diagnose

Um eine möglichst genaue und zuverlässige Diagnose aufzustellen nutzt ein Hautarzt das sogenannte Dermatoskop. Dieses Gerät kann auf der Haut des Patienten aufgesetzt werden und zeigt diese mit einer zehnfachen Vergrößerung. Ergänzend verwendet der Arzt vorab ein Öl, welches auf die Haut aufgetragen wird. Dieses Öl ermöglicht die dermatoskopische Untersuchung der unteren Hautschichten. Wenn ein Anfangsverdacht auf ein malignes Melanom besteht, wird die entsprechende Stelle zur weiteren Untersuchung operativ entfernt. Ein neues Diagnoseverfahren nutzt die Fluoreszenz von Melanin aus. Hierbei wird die Haut für einen sehr kurzen Zeitraum mit einem Laser bestrahlt, welcher den Farbstoff Melanin hell aufleuchten lässt. Die Veränderung des Farbtons kann auf einen eventuell vorhandenen schwarzen Hautkrebs hindeuten und eine schnelle Behandlung im Anschluss daran ermöglichen.

Melanom Therapie / Behandlung

Um eine mögliche Streuung in Blut- und Lymphbahnen des Körpers zu verhindern, wird auf die Entnahme von Untersuchungsmaterial (Biopsie) aus der Haut verzichtet. Im Falle einer frühen Erkennung ist der erste Schritt in der Therapiephase die chirurgische Beseitigung des Tumors. Während des Eingriffs muss darauf geachtet, dass das Melanom nicht nur teilweise, sondern vollständig entfernt wird. Neben der Einhaltung eines ein bis zwei Zentimeter großen Sicherheitsabstandes muss der Tumor bis zu den weichen Schichten des Bindegewebes aus der Haut entfernt werden. Bei einem Melanom im Gesicht genügt der Mikroskopie-Abstand.

Wenn die Streuung von Metastasen in der Haut, den Lymphknoten und bei überlebenswichtigen Organen bereits eingesetzt hat, verringern sich die Heilungschancen bei einem chirurgischen Eingriff. Potentielle Therapiealternativen wie etwa die Chemotherapie, eine Interferon-Immuntherapie oder die Veränderung des Erbguts im Zellkern (Fotemustin) zeigen lediglich für einen kurz- bis mittelfristigen Zeitraum eine positive Wirkung. Vielversprechend klingen derzeit Maßnahmen zur Veränderung des Zellkerns der Metastasen. Irreparable Schäden treten erst im Spätstadium bei einem Melanom auf. Die Wissenschaft spricht in diesem Fall von einem Primärtumor, dessen Auswüchse derart kompliziert sind, dass selbst eine korrekte Diagnose kaum bewerkstelligt werden kann. Weniger als ein Viertel der betroffenen Patienten überleben die ersten zwölf Monate, nachdem der Krebs diagnostiziert wurde.

Melanom Verlauf

Beim Krankheitsverlauf wird zwischen unbehandelten und behandelten Melanomen differenziert. Bleibt ein schwarzer Hautkrebs unbehandelt, breitet er sich auf der Haut in senkrechter sowie waagrechter Richtung weiter aus. Das senkrechte Wachstum ist von besonderer Bedeutung: Sobald sich ein Melanom durch die Oberhaut gearbeitet hat, gelangt es direkt zu den Blut- und Lymphgefäßen. Die Streuung der Metastasen beginnt. Insbesondere Lunge, Leber, Knochen und Gehirn werden von den Metastasen im Anschluss befallen.

Wird ein Melanom behandelt, hängt der weitere Krankheitsverlauf davon ab, wann bzw. in welchem Stadium das Melanom erkannt wurde. Die besten Chancen auf eine vollständige Heilung besitzen Patienten, bei denen der Krebs früh (Stadium I) erkannt wurde. Sobald die Metastasen jedoch die inneren Organe befallen haben, ist eine vollständige Heilung ausgeschlossen. Mit diesem durch den Hautkrebs verursachten „kompromisslosen“ Umstand im Stadium IV geht eine drastische Verkürzung der Lebenserwartung einher. Bei Männern liegt die derzeitige Heilungsquote bei 84, bei Frauen bei 88 Prozent.

Melanom Vorbeugen

Gegenüber anderen gefährlichen Krebserkrankungen besitzt ein malignes Melanom in Sachen Früherkennung einen entscheidenden Vorteil für die betroffenen Menschen: Ein Tumor dieser Art wächst auf der Haut für das Auge sichtbar heran. Erste Warnsignale sind rote, blaue, braune oder schwarze Verfärbungen. In erster Linie genügt die bloße Beobachtung potentieller Gefahrenquellen auf der Haut. Sobald eine der beobachteten Stellen zu einer auffälligen Größe von etwa einer Bleistiftspitze heranwächst, sollte ein Arzt zur Untersuchung aufgesucht werden. Gegebenenfalls kann ein Hautarzt das entsprechende Nävi nach einer örtlichen Betäubung ambulant mit einem medizinischen Spezialwerkzeug entfernen.

Größter Risikofaktor ist und bleibt die UV-Strahlung der Sonne. Besonders bei Kindern kann die Bildung von Nävis verhindert werden, wenn sie vor der Sonne ausreichend geschützt sind. Die Gefahr einer späteren Hautkrebserkrankung kann dadurch erheblich gesenkt werden. Patienten, die bereits eine ernsthafte Melanom-Erkrankung erfolgreich bekämpfen konnten, sollten dennoch in regelmäßigen Abständen zur Nachuntersuchung vorstellig werden. Dadurch kann die Therapie bestmöglich auf ihren Erfolg hin überwacht werden.

Konnten wir helfen?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
NEU: Bitte bewerte diesen Beitrag!
Ähnliche Themen, die Sie interessieren könnten:

Einfach zitieren! Mit nur einem Klick kopieren Sie den Link zur Quelle:



Hinweis: Unsere Webseite darf auf allen Webseiten, in Hausarbeiten und in Printmedien ohne Rücksprache zitiert werden. Kopieren Sie einfach den obenstehenden Link und fügen Sie diesen auf der gewünschten Seite ein.

positiv oder negativ?

HIV Status unklar?

Es gibt keine sicheren HIV-Symptome. Nur ein klinischer HIV-Test kann Klarheit über eine Infektion oder Nicht-Infektion schaffen.

Machen Sie Schluss mit der Ungewissheit und lassen Sie sich testen.

» HIV Test
Hinweise: Unsere Webseite versteht sich als additionales Informationsangebot zu einer (fach-)ärztlichen Beratung. Sollten Sie sich nicht über Ihren Serostatus im Klaren sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen einen HIV Test durchführen. Alle Warennamen, Produkt- und Firmenbezeichnung sind mit, aber auch ohne definitive Kennzeichnung Eigentum des jeweiligen Inhabers der Rechte. Die Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt.