Magenkrebs

Eine sehr bekannte Tumor-Erkrankung in der Bevölkerung ist der Magenkrebs, welcher auch als Magenkarzinom bezeichnet werden kann und als eine Krebserkrankung im Magen definiert wird. Der Magenkrebs tritt relativ häufig auf, jedoch hat die Zahl der Erkrankten in den westlichen Ländern in den letzten Jahren weitgehend abgenommen. Meist wird der Magenkrebs durch eine nitrosaminreiche Ernährung verursacht, bei welcher Lebensmittel wie Bier, gepökeltes Fleisch, Käse oder Fisch, die sehr reich an Nitrosaminen sind, verzehrt werden. Aber auch eine chronische Infektion mit den Helicobacter pylori Bakterien, welche sich gern im Magen ansiedeln, ist ein großer Risikofaktor für die Entstehung von Magenkrebs.

Der Magenkrebs tritt sehr oft als Erkrankung beim Menschen auf, da dieser der zweithäufigste Tumor weltweit ist. Gerade in den Ländern China, Japan, Russland, Bulgarien, Kolumbien, Chile und Portugal gibt es die meisten Menschen, die an Magenkrebs erkranken. Hier ist das Risiko, dass man an Magenkrebs erkrankt, 4- bis 6-mal so hoch als in Ländern, in denen diese Tumor-Krankheit nur selten auftritt. In Deutschland ist die Rate der Magenkrebserkrankten nicht ganz so hoch, da der Magenkrebs hier nur ca. 5 % aller Tumor-Erkrankungen ausmacht. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Männer doppelt so oft als Frauen von dem gefährlichen Magenkrebs betroffen sind.

Magenkrebs Ursachen

Magenkrebs Ursachen + SymptomeWie schon in der Einleitung angedeutet wurde, sind für die Entstehung von Magenkrebs ganz verschiedene Ursachen verantwortlich. Ein sehr häufiger Risikofaktor für die Erkrankung Magenkrebs ist eine Infektion mit den Bakterien Helicobacter pylori, welche durch eine bestimmte Ernährungsweise in den Magen des Menschen gelangen können. Diese Bakterien sind so gefährlich und eine Ursache für den Magenkrebs, da sie sich optimal im Magen ansiedeln können, weil sie gegenüber der Magensäure resistent sind und von dieser nicht abgetötet werden. Die Helicobacter pylori Bakterien begünstigen den Magenkrebs zusätzlich dadurch, da diese die Entstehung von Magengeschwüren fördern. Durch diese Geschwüre steigt das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, um einen Faktor von fünf bis sechs.

Nicht jede Infektion, welche durch diese Bakterien im Magen verursacht wird, führt zwangsläufig zum Magenkrebs, jedoch begünstigen die Helicobacter pylori die Entstehung des Krebses. Neben den Helicobacter pylori Bakterien ist auch eine Ernährung, bei der man zu viel Nitrit und Nitrat aufnimmt, für die Entwicklung des Magenkrebses sehr förderlich. Nitrat und Nitrit, welche die Krebsentstehung positiv beeinflussen, befinden sich besonders häufig in Konservennahrung und in schlecht aufbereitetem Trinkwasser. Ebenso das Rauchen ist ein sehr relevanter Risikofaktor für die Bildung des Krebses im Magen. Jedoch ist hier unbekannt, weshalb gerade Raucher sehr häufig am Magenkrebs erkranken. Weiterhin gibt es viele andere Faktoren, die patientenbezogen sind und den Magenkrebs auslösen können.

Ist ein Patient an einer chronischen Magenschleimhautentzündung erkrankt, so ist dessen Säurespiegel im Magen dauerhaft gesenkt und es können sich vermehrt Helicobacter pylori Bakterien im Magen des Erkrankten ansiedeln und somit den Magenkrebs begünstigen. Besitzt man eine längere Zeit eine Entzündung der Magenschleimhaut, tritt ein seltsames Phänomen im Magen auf: Die robuste Magenschleimhaut wird aufgrund des gesunkenen Säuregehaltes im Magen durch eine Schleimhaut, die der Darmschleimhaut ähnelt, ausgetauscht. Wiederum wird die Entstehung des Magenkrebses gefördert. Eine weitere Ursache für den Magenkrebs ist das Vorhandensein von Geschwüren im Magen, die sich zu einem Magenkrebs entwickeln können. Nicht jedes Magengeschwür ist automatisch der Grundstein für einen Magenkrebs, jedoch erhöht sich das Risiko der Krebsbildung durch die Existenz von Geschwüren im Magen immens.

In vielen Magengeschwüren, die nicht abheilen und chronisch bedingt sind, steckt weiterhin eine Gefahr, dass sich hinter diesen eine unbekannte Magenkrebs-Erkrankung verbirgt und der Erkrankte unwissend über deren Existenz bleibt und innerlich eine wachsende Bedrohung in ihm gedeiht. Noch heute werden weitere Studien betrieben, um herauszufinden, welche Ursachen und Risikofaktoren hinter der Entwicklung des Magenkrebses stecken und wie man diesen entgegenwirken kann. Hierfür werden verschiedene Probanden ausgewählt und deren Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten exakt studiert, um so die Wurzel der Entstehung verschiedener Krebsarten wie des Magenkrebses zu finden.

Magenkrebs Symptome

Der Magenkrebs besitzt viele Symptome, welche dem Patient verschiedene Beschwerden verursachen. Im Anfangsstadium des Magenkrebses, in welchem der Patient nur geringfügig kleine Geschwüre des Magenkarzinoms im Magenraum hat, merkt der Erkrankte kaum oder nur wenig von der Entwicklung des Magenkrebses, weshalb hier nur geringe Beschwerden sichtbar sind und kaum ein Patient jetzt schon den Arzt aufsucht. Schreitet jedoch die Magenkrebs Entstehung weiter fort, werden die Symptome des Krebses deutlicher. Zunächst spürt der Krebserkrankte ein Völlegefühl bzw. Druckgefühl im oberen Bauchbereich, welches aber bei einem weiteren Wachstum des Krebses im Magen zu dauerhaften und heftigen Schmerzen übergehen kann. Nach dem Essen treten bei einem an Magenkrebs erkrankten Menschen immer wieder erneut Schmerzen auf, da die Nahrung im Magen mit dem Krebs in Kontakt tritt.

Zusätzlich zu den Schmerzen im Magen kommen in den meisten Fällen Appetitlosigkeit, Brechreiz und Übelkeit als Symptome des Erkrankten hinzu. Auch können sich Beschwerden beim Schlucken und ein ungewollter Gewichtsverlust beim Krebskranken zeigen. Aufgrund dieser Gewichtsabnahme, welche durch den Magenkrebs bedingt wird, nimmt die Leistungsfähigkeit des Erkrankten ab. Auch Schluckstörungen werden vom Tumor hervorgerufen, da sich dieser bereits am Mageneingang festgesetzt hat. Zudem ändert sich die Farbe des Stuhls beim Erkrankten. Ein sogenannter Teerstuhl, welcher als dunkelfarbiger Stuhl definiert wird, ist die Folge des Magenkrebs, da Blutungen im Magen bestehen. Es kann vorkommen, dass bei dem Vorhandensein eines Magenkrebs bei Frauen Metastasen im Eierstock, welche auch Krukenberg Tumor genannt werden, nachgewiesen werden können. Diese werden meist vor dem primären Magenkrebs entdeckt.
Bedauerlicher Weise besuchen die meisten Patienten, die an Magenkrebs erkrankt sind, zu spät den Arzt. In diesen Fällen ist der Magen bereits vollkommen vom Magenkrebs befallen, weshalb ein einfaches Herausschneiden kaum noch hilft und massivere Therapiemethoden angewandt werden müssen.

Daher ist es ratsam, schon bei den ersten Beschwerden, welche sich durch lang andauernden Magenschmerzen, anhaltende Appetitlosigkeit, Schluckproblemen und häufige Übelkeit zeigen, den Arzt aufzusuchen und sich bei diesen gründlichen durchchecken zu lassen, um so jeglichen Tumor wie den Magenkrebs ausschließen zu können. Spätestens wenn man feststellt, dass die aufgeführten Symptome nicht verschwinden oder sogar an Schmerzintensität zunehmen, sollte man umgehend eine ärztliche Untersuchung anfordern und so den Krebs im Frühstadium entgegenwirken. Gerade ältere Menschen sehen die Beschwerden nicht als ernsthaft an und geben anderen Erkrankungen oder ihrem Alter die Schuld an den Schmerzen und meiden daher den Arztbesuch. In den frühen Stadien des Krebses kann dieser am besten bekämpft werden, wodurch eine Chemo-Therapie eventuell wegfallen kann und damit dem Patienten unschöne Nebenwirkungen erspart bleiben.

Magenkrebs Diagnose

Wenn man an Magenkrebs erkrankt ist, kann der Arzt auf verschiedene Weise diesen diagnostizieren, um so mit Sicherheit festzustellen, ob man wirklich im Magen bösartige Geschwüre, die zum Krebs führen, hat oder bereits einen Magenkrebs im Endstadium besitzt. Eine Methode der Diagnostik ist die körperliche Untersuchung, bei welcher der gesamte Körper des Patienten genau untersucht wird. Gerade die Lymphknoten, die sich über dem linken Schlüsselbein befinden, sind bei einer solchen Untersuchung sehr bedeutend. Wenn diese Lymphknoten geschwollen sind, könnte dies auf Magenkrebs hinweisen.

In manchen Fällen sollte man auch auf die Lymphknoten im Bereich der linken Achselhöhle und des Bauchnabels achten, jedoch sind diese bei der Existenz von Magenkrebs nur selten geschwollen. Bei dem Vorhandensein von Magenkrebs kann es auch zu Aszites kommen, welche auch als Bauchwassersucht bezeichnet und als eine krankhafte Ansammlung von Flüssigkeiten in der Bauchhöhle definiert wird. Eine Aszites ist ein Zeichen für die Tumoraussaat in der Haut des Bauchraumes. Neben der Untersuchung des Bauches sollte auch die Leber genauer unter die Lupe genommen werden. Der Arzt tastet während der medizinischen Untersuchung die Leber ab, da sich diese vergrößert, wenn ein Magenkrebs vorliegt. Die Vergrößerung der Leber kommt daher zustande, da sich häufig Magenkarzinome in dieser ansiedeln und durch diese Ansammlung sich das Volumen der Leber erweitert.

Eine sehr exakte Diagnose, mit welcher man 100%ig das Dasein eines Magenkrebs feststellen kann, ist die Magenspülung, welche auch bei den meisten Fällen, wenn die aufgeführten Beschwerden auftreten, angewandt wird. Während einer Magenspülung werden im Gewebe des Patienten Proben entnommen, die nach der Magenspülung nach Spuren von Magenkrebs untersucht werden. Damit die Untersuchung der Magenspülung und die Gewebsentnahme noch effektiver sein können, gibt es in der modernen Medizin Farbstoffe, welche während der Untersuchung zum Einsatz kommen. Durch diese Farbstoffe, die direkt auf die Magenschleimhaut aufgetragen werden, wird das Gewebe im Magen eingefärbt und man erkennt wesentlich deutlicher Tumore oder Magengeschwüre, wodurch man eine exaktere Diagnose stellen kann. Zum Beispiel wird der Farbstoff Methylenblau für das Einfärben der Oberflächenzellen des Darmes verwendet, da diese Zellen den Farbstoff optimal aufnehmen.

Wenn man in der Speiseröhre oder im Magen Darmschleimhaut mit Hilfe des blauen Farbstoffes nachweisen kann, dann ist dies ein Indiz für das Vorhandenseins von Magenkrebs. Neben dem Farbstoff Methylenblau werden außerdem die Farbstoffe Kresylviolett und Indigokarmin für den Nachweis von Geschwüren und Krebszellen genutzt, da diese den Kontrast des Schleimhaut-Reliefs um ein Vielfaches verstärken und man dadurch Unregelmäßigkeiten schneller und einfacher erkennen kann. Neben den Farbstoffen tritt zusätzlich die Zoomendoskopie in Verwendung, mit welcher man die Magenschleimhaut und anderes Gewebe um 15 bis 150-fach vergrößern kann und somit Absonderlichkeiten der Schleimhäute im Magen leichter ausfindig machen kann. Ein weiteres Verfahren, welches die Untersuchung im Magen auch vereinfacht, ist die Technik des Narrow-Band-Imaging. Bei diesem technischen Verfahren wird auf der Oberfläche der Schleimhäute im Magen der Blauanteil des Lichtes durch einen Filter erhöht, wodurch Geschwüre und der Magenkrebs besser erkennbar sind.

Wenn jedoch der vorhandene Krebs bereits einen Großteil der Magenoberfläche eingenommen hat, dann sollte der Arzt feststellen, wie groß dessen Ausbreitung genau ist. Dieser Prozess, bei welchen die vollkommene Ausbreitung des Magenkrebs untersucht wird, nennt man Staging. Damit das Staging erfolgreich abgeschlossen werden kann, wird die Endosonographie als Hilfsmittel für die Durchführung des Staging genutzt. Bei dieser Methode wird während der Magenspiegelung in den Magen das Endoskop eingeführt. Durch einen Ultraschalkopf, der sich am Endoskop befindet, wird aus dem Magen heraus das umliegende Magengewebe untersucht und beurteilt. Neben diesem Verfahren kann auch eine gewöhnliche Ultraschalluntersuchung am Patienten angewandt werden, wobei hier Becken- und Bauchraum inspiziert werden. Eine weitere Methode der Diagnose von Magenkrebs ist die Computertomographie.

Bei dieser Diagnose können besonders simpel Metastasen gefunden werden, wobei jedoch durch diese Untersuchungsmethode keine geringfügigen Absiedlungen, welche kleiner als 5 mm sind, erfasst werden können. Aufgrund dieser Tatsache sind die CT-Untersuchungen nicht sonderlich exakt, da in 30 % dieser Analysen ein unauffälliges Bild der Magenschleimhaut gezeigt wird, obwohl es Ansiedlungen des Tumors im Bauchfell gibt. Gegenüber dieser Methode ist die Laparoskopie, welche als eine Operation mit optischen Instrumenten definiert wird, wesentlich effektiver, wobei diese Untersuchung Risiken während des Eingriffs für den Patienten birgt. In 3 bis 5 % der Fälle treten während der Laparoskopie Komplikationen auf und in ca. 0,1 % der Laparoskopie-Untersuchungen stirbt ein Patient an den Konsequenzen der OP. Auch Tumormarker, die als Peptide und Proteine definiert werden und auf eine erhöhte Konzentration von Tumoren hindeuten können, werden für die Entdeckung vom Magenkrebs verwendet, jedoch sind diese nur für die Verlaufskontrolle des Krebses ideal geeignet.

Magenkrebs Therapie / Behandlung

Der Magenkrebs kann auf sehr vielfältige Weise behandelt werden, um so den Erkrankten von seinen Beschwerden zu erlösen. Wie bereits erwähnt, lässt sich der Magenkrebs am besten in seinen frühen Stadien vernichten, da dieser zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollkommen den gesamten Magen befallen hat und damit leichter zu bekämpfen ist. Hat der Krebs aber bereits den gesamten Magen mit Magenanfang und -ende besiedelt, sind die Chancen der vollständigen Heilung des Patienten sehr geringfügig. Die wirksamste Methode, Magenkrebs völlig auszulöschen, ist die operative Entfernung des Krebses. Bei dieser operativen Entfernung ist es das Ziel, den Tumor vollkommen aus den Mageninnenraum herauszuschneiden, damit sich dieser nicht weiterhin ausbreitet und die Magenschleimhaut befällt. Der Arzt muss bei der operativen Methode verschiedene Richtlinien einhalten, bei welchen er unter anderen einen gewissen Sicherheitsabstand je nach Größe des Tumors während der Operation einhalten muss.

Wenn der Magenkrebs besonders weit verbreitet im Magen ist und schon andere Organe angegriffen hat, muss der zuständige Arzt neben dem Magenbereich auch Teile des Zwölffingerdarms und der Speiseröhre entfernen, um so keine Reste des Magenkrebs zurückzulassen. Auch befallende Lymphknoten und Teile der Leber und Milz können bei einer solchen operativen Therapie entfernt werden, wenn der Magenkrebs-Befall im Körper gigantische Ausmaße angenommen hat. Nach der Entfernung aller betroffenen Organe und des befallenen Gewebes wird das verbleibende Speiseröhren- und Magenende mit dem Anfang des Zwölffingerdarms verbunden, wodurch die Mechanismen der Verdauung wieder möglich sind. Zwei sehr wirksame Methode, den Magenkrebs im Körper zu bekämpfen, sind die Radiochemotherapie, welche auch kurz Chemotherapie genannt wird, und die Strahlentherapie, bei der eine ionisierende Strahlung auf dem Menschen erfolgt. Die Strahlentherapie nutzt vorwiegend hochenergetische und ionisierte Strahlen, welche sich vor allem in der Elektronenstrahlung, Gammastrahlung und Röntgenstrahlung wiederfinden. Gutartige sowie bösartige Erkrankungen wie dem Magenkrebs werden mit den aufgeführten Strahlen behandelt, wobei der zuständige Arzt und dessen Assistenten immer die aktuelle Strahlenschutzverordnung beachten müssen, um so Unfälle und Risken zu vermeiden.

Je nach Größe des Tumors wird diese Art der Therapie unterstützend beim Patienten angewandt oder auch vordergründig, wenn der Magenkrebs eine beachtliche Größe, bei welcher die Chancen der Heilung eher geringer liegen, verwendet. Hat der Magenkrebs jeglichen Bereich des Magens besiedelt und ist im höheren Stadium, wird meist neben einer operativen Entfernung des Tumors auch eine Strahlentherapie empfohlen, da ein bloßes Herausschneiden des Magenkrebses nicht in den höheren Krebsstadien ausreicht und sich der Magenkrebs weiterhin im Magen ausbreiten würde. Für eine erfolgreiche Genesung wird der Patient mit den Methoden der Chemo- und Strahlentherapie behandelt, in dem diese optimal kombiniert werden und der Patient regelmäßig zur Bestrahlung erscheinen muss. Auch wenn diese Art der Therapie eine Vielzahl an Risiken für den Erkrankten bereithält, ist diese in Hinsicht der Bekämpfung des Krebses sehr effektiv. Gerade für Patienten, die einen sehr ausgedehnten und großen Magenkrebs besitzen, konnte eine Genesung verzeichnet werden. Die Situation des Gesamtüberlebens dieser Patienten wurde verbessert, da besonders die Chemotherapie zur Verkleinerung des Tumors beitrug.

Es ist auch sinnvoll, bei Patienten, bei denen der Magenkrebs operativ entfernt wird, eine Chemotherapie und Strahlentherapie einzusetzen. Dadurch kann der Magenkrebs vor der Operation verkleinert werden, wodurch die operative Entfernung dessen um ein Vielfaches einfacher gestaltet ist. Bedauerlicher Weise zeigen sich während oder auch nach der Strahlen- und Chemotherapie unschöne Nebenwirkungen, unter welchen viele Patienten weiterhin leiden müssen. So kann es aufgrund der Strahlentherapie am Patienten zu Hautrötungen im Bereich des Bestrahlungsfelds und zu Schleimhautentzündungen in der Speiseröhre und im Mund-Rachen-Raum kommen.

Weiterhin treten während der Strahlungstherapie Blasenbeschwerden, Übelkeit, Völlegefühl und Durchfälle, aufgrund welcher der Krebserkrankte zusätzlich an Gewicht verlieren kann, auf. Wird am Patienten der Kopf bestrahlt, sollte man mit Haarausfall rechnen. Als Spätfolgen einer Chemo- und Strahlentherapie sind weiterhin eine Verengung der Gefäße, Narbenbildung im Bindegewebe, Geschmacksverlust, Zahn- und Knochenschäden, Verfärbungen der Haut, Schädigung der Speicheldrüse, Mundtrockenheit und Verhärtungen im Unterfettgewebe charakteristisch. Zusätzlich zur Strahlentherapie und Chemotherapie wird eine Immuntherapie am Patienten angesetzt. Durch die Immuntherapie werden die körpereigenen Abwehrkräfte aktiviert, welche optimal gegen die Bekämpfung des Magenkrebses eingesetzt werden können.

Magenkrebs Verlauf

Der Magenkrebs besitzt einen sehr ausführlichen Krankheitsverlauf und benötigt daher für seine Entwicklung sehr viel Zeit, da sich dieser im gesamten Magen ausbreiten möchte. Bevor jedoch der Magenkrebs die gesamte Magenschleimhaut besiedeln kann, muss dieser zunächst den Magen befallen. Eine sehr häufige Ursache eines Magenkrebsbefalls sind Helicobacter pylori Bakterien, welche durch die Nahrung in den Magen gelangen können.

Die Bakterien Helicobacter pylori sind gegen die Magensäure resistent, was sie umso gefährlicher für die Magenschleimhaut macht. Dadurch können sich die Bakterien problemlos im Magen ansiedelt und sich vermehren. Ist der Magen mit diesen bösartigen Bakterien infiziert, führt dies zwangsläufig zu einer Entzündung der Magenschleimhaut und Geschwürentwicklung und Geschwülste des Krebses bilden sich. Der Krebs dehnt sich kontinuierlich mit der vergangen Zeit aus und befällt allmählich alle Bereiche des Magens. Zunächst sind die Tumore auf der Schleimhaut sehr klein, doch nach einiger Zeit bilden sich immer mehr Tochtergeschwülste des Magenkrebses, wodurch der Krebs immer weiter im Magen wächst. Auch die Lymphknoten werden vom Magenkrebs mit Hilfe seiner Tochtergeschwülste befallen, wodurch die Lymphknoten anschwellen und sich vergrößern. Bei einer ärztlichen Untersuchung sollte darauf besonders geachtet werden.

Nach dem die Lymphknoten befallen sind, erfolgt eine weitere Streuung des Magenkrebses, in dem dieser bis zu den beiden Enden des Magens vordringt und auch außerhalb des Magens andere Organe besiedelt. Die Metastasen bzw. Tochtergeschwülste gelangen in den Zwölffingerdarm und in die Speiseröhre und verbreiten Magenkrebs in diesen Organen. Auch die Leber, der Dünndarm, die Milz und andere Organe können von den Metastasen betroffen sein. Diese Metatasten werden als Fernmetastasen bezeichnet, da sie außerhalb des Magens den Körper besiedeln. Ist der gesamte Körper mit den Tochtergeschwülsten des Krebses betroffen, befindet sich der Magenkrebs in seinem Endstadium.

Magenkrebs Vorbeugen

Wenn man dem Magenkrebs und dessen Symptome entgehen möchte, sollte man gewisse Vorbeugungsmaßnahmen beachten, da diese die Entstehung des Magenkrebses effektiv verhindern. Ein sehr wichtiger Aspekt für die Vorbeugung des Magenkrebs ist eine gesunde Ernährung. Ernährt man sich ungesund und oder zu einseitig, in dem man zu häufig gepökelte Nahrung oder Fleisch verzehrt, ist es nicht verwunderlich, dass sich das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, erhöht.

Auch geräucherte Produkte wie Räucherfleisch oder -fisch können die Entstehung des Magenkrebs fördern. Gemüse und Obst sind hingegen sehr gesundheitsfördernd und sollten zur Verhinderung des Magenkrebs täglich auf dem Speiseplan stehen. Eine weitere Maßnahme der Vorbeugung des Krebses ist die Raucherentwöhnung. Als Raucher besitzt man generell ein höheres Risiko, an Krebs wie dem Magenkrebs zu erkranken, weshalb eine Beendigung des Tabakkonsums sich sehr positiv auf die eigene Gesundheit auswirken würde.

Wie bereits bei den Ursachen erwähnt, sind die Helicobacter pylori Bakterien ein relevanter Auslöser für die Entwicklung des Magenkrebs. Ist der Patient aufgrund dieser schädlichen Bakterien an Magenkrebs erkrankt, muss diesen Bakterien mit Hilfe von Medikamenten entgegengewirkt werden. Durch die medikamentöse Beseitigung wird das weitere Wachstum des Tumors unterdrückt. Wenn der Magenkrebs in der eigenen Familie sehr häufig auftritt oder eine Gastritis, welche chronisch bedingt ist, oft in familiären Kreisen vorliegt, dann ist es ratsam, sich regelmäßig einer Magenspülung zu unterziehen, um so schon früh zu erkennen, ob man vom Magenkrebs befallen ist oder nicht.

Es ist sehr wahrscheinlich, wenn Verwandte wie Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten und andere an Magenkrebs litten, auch man selbst an diesen erkrankt. Da heutzutage mehr Obst und Gemüse für den Verbraucher bereitgestellt werden und die Konservierungsmethoden des Räucherns und des Pökelns zurückgegangen sind, vermutet man, dass aus diesen Gründen die Verbreitung des Magenkrebses gesunken ist.

Konnten wir helfen?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
NEU: Bitte bewerte diesen Beitrag!

Einfach zitieren! Mit nur einem Klick kopieren Sie den Link zur Quelle:



Hinweis: Unsere Webseite darf auf allen Webseiten, in Hausarbeiten und in Printmedien ohne Rücksprache zitiert werden. Kopieren Sie einfach den obenstehenden Link und fügen Sie diesen auf der gewünschten Seite ein.

positiv oder negativ?

HIV Status unklar?

Es gibt keine sicheren HIV-Symptome. Nur ein klinischer HIV-Test kann Klarheit über eine Infektion oder Nicht-Infektion schaffen.

Machen Sie Schluss mit der Ungewissheit und lassen Sie sich testen.

» HIV Test
Hinweise: Unsere Webseite versteht sich als additionales Informationsangebot zu einer (fach-)ärztlichen Beratung. Sollten Sie sich nicht über Ihren Serostatus im Klaren sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen einen HIV Test durchführen. Alle Warennamen, Produkt- und Firmenbezeichnung sind mit, aber auch ohne definitive Kennzeichnung Eigentum des jeweiligen Inhabers der Rechte. Die Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt.