Lungenkrebs

Beim Lungenkrebs handelt es sich um eine der gefährlichsten und bösartigen Erkrankungen bei den Menschen. Bekannt ist diese Erkrankung auch unter den Begriffen „Bronchialkarzinom„, „bronchogenes Karzinom„, „Lungenkarzinom“ und „Bronchuskarzinom„. Innerhalb der Bronchien oder der Bronchiolen haben sich bei dieser Erkrankung bösartige Zellen neu gebildet. Sehr häufig kann beim Lungenkrebs keine Therapie mehr angewandt werden.

So geht diese Krankheit für mehr Menschen tödlich aus als für die Krebsarten Dickdarmkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs zusammen. Die Erkrankung kann in ihrem Verlauf jedoch noch beeinflusst werden. Dabei hängt es vom Stadium ab, in dem sich der Tumor befindet. Innerhalb eines Stadiums gibt es beim Lungenkrebs noch einmal verschiedene Klassifizierungen, nach denen die Behandlung des Lungenkrebses vorgenommen wird. Zu den Normen gehört dabei die Größe des Tumors, die bei der Klassifizierung mit T bezeichnet wird. Entscheidend ist dabei auch die Beteiligung von Lymphknoten, die sich hinter dem Buchstaben N befindet. Das Vorhandensein von Metastasen spiegelt sich unter M wieder.

Lungenkrebs Ursachen

Lungenkrebs Ursachen + SymptomeAls häufigste Ursache gilt mit großem Abstand das so genannte inhalative Tabakrauchen. In 90 Prozent aller Erkrankungen der Männer ist das Rauchen für die Entstehung des Bronchialkarzinoms verantwortlich. Bei Frauen erkranken etwa 80 Prozent an diesem Karzinom, weil sie rauchen. Das Wohnen in Räumen, die mit radioaktiven Stoffen belastet sind, gilt als zweithäufigste Ursache für die Erkrankungen. Vorsicht walten sollte vor dem Edelgas Radon, aber auch vor weiteren Stoffen wie Asbest oder Chrom. Diesen Stoffen kann man mitunter auch durch die Umwelt oder den Beruf ausgesetzt sein. Eine Rolle beim Auftreten von Lungenkrebs spielen eventuell auch genetische Faktoren sowie die Ernährung. Möglicherweise können außerdem chronische Erkrankungen der Lunge zu einer Erkrankung an Lungenkrebs führen.

Lungenkrebs Symptome

Direkte Symptome im frühen Stadium lassen sich bei Lungenkrebs nicht feststellen. Erst im fortgeschrittenen Stadium tritt der Bluthusten auf, der auch als Hämoptyse bekannt ist. In den häufigsten Fällen ist das Erreichen einer Heilung durch eine Operation nicht mehr möglich. Auftretende Symptome sind in der Regel Husten und Atemschwierigkeiten sowie Schmerzen im Brustkorb. Derartige Beschwerden sind bei Rauchern keine ungewöhnlichen Befunde. Zu den weiteren Symptomen gehört die Lähmung der Atemmuskulatur, die durch eine Phrenicusparese ausgelöst wird. Zuständig ist in diesem Zusammenhang der Nervus Phrenicus für die Bewegung des Zwerchfells.

Liegt eine Heiserkeit vor, so ist dies aufgrund einer Recurrensparese erfolgt. In diesem Fall wird die Aorta vom Nervus recurrens umschlungen. Dann führt der Nervus zurück zur Muskulatur des Kehlkopfes. Eine weitere Folge sind das Entstehen des Pancoast-Syndroms sowie des Horner-Syndroms. Zuvor haben Krebszellen das Gewebe von Knochen, Nerven und Muskeln befallen und zerstört. Weitere Anzeichen für eine Erkrankung an Lungenkrebs sind ein paraneoplastisches Syndrom sowie ein Pleuralerguss. Bis diese bemerkt werden, sind bereits viele Tumorzellen gewachsen.

Außerdem gibt es die Einflussstauung, bei der sich um einen Rückstau vom venösen Blut handelt, der vor dem Herzen liegt. In diesem Fall hat der Tumor bereits ein Wachstum von einigen Zentimetern erreicht. Jedoch gibt es Arten von Lungenkrebs, die andere Anzeichen besitzen. Metastasen können beispielsweise besonders bei Kleinzellern Symptome auslösen, die erste Hinweise auf eine Erkrankung geben. Betroffen sein können unter anderem das Herz oder das Gehirn.

Lungenkrebs Diagnose

Das Problematische bei der Diagnose Lungenkrebs ist im Allgemeinen, dass der Tumor zunächst ohne Beschwerden wächst. Die ersten Symptome, zu denen die chronische Heiserkeit sowie der Bluthusten gehören, werden in der Regel erst sehr spät festgestellt. Nur ist es viel zu oft dann zu spät, so dass eine Therapie nicht mehr erfolgreich angewandt werden kann. Bei einer frühzeitigen Diagnose von Lungenkrebs, die oft aufgrund eines Zufalls erfolgt, liegt die Quote des Überlebens bei 47 Prozent. Dazu wird häufig eine Röntgenaufnahme von der Lunge gemacht, um eine Diagnose stellen zu können.

Es handelt sich dabei zugleich um die Röntgenuntersuchung, die am meisten durchgeführt wird. Ihr Anteil liegt immerhin bei 50 Prozent. Solange der Lungenkrebs sich mit Stage 1 noch im Frühstadium befindet, wird das Erkennen selbst per Zufall äußerst schwierig. Schon Rundherde, die eine Größe von 5 bis 10 Millimeter besitzen, werden leicht übersehen.Wurde tatsächlich die Diagnose Lungenkrebs gestellt, so werden im Anschluss weitere Untersuchungen angeordnet. Dabei handelt es sich zum einen um die Computertomographie sowie um die Magnetresonanztomographie. Neben der Ultraschalluntersuchung kommen die Skelettszintigraphie sowie die Mediastinoskopie zum Einsatz. Als weitere Methoden, um mehr Informationen über die Erkrankung herauszufinden, werden die Positronen-Emissions-Tomographie sowie der Endobronchiale Ultraschall und eine Lungenfunktionsprüfung angeordnet.

Lungenkrebs Therapie

Die Behandlungsmöglichkeiten beziehungsweise die Auswahl der geeigneten Therapie gegen den Lungenkrebs ist davon abhängig, um was für einen Tumor es sich in der Lunge handelt.Eine der Tumorarten stellt das kleinzellige Bronchialkarzinom dar. Dieses Karzinom ist in der Regel, wenn die Diagnose gestellt wurde, nicht mehr zu operieren. Bei diesem Tumor handelt es sich um eine Krebsart, die sehr schnell wächst. Jedenfalls ist dies bei 70 % der erfolgten Diagnosen so geschehen. Dagegen kann jedoch eine Chemotherapie oder gar eine Bestrahlung erfolgen. Dabei müssen die Bestrahlungen in ihrem Wert bei der Behandlung von Lungenkrebs sehr hoch angesetzt werden. So liegt die Dosis für die Vernichtung des Tumors bei 48 – 63 Gy.

Liegt eine kurative Zielsetzung bei der Bestrahlung zugrunde, sollte diese prophylaktisch kranial ausgerichtet sein. Dadurch ist es möglich, das Auftreten von zerebralen Rezidiven zu erheblich zu reduzieren. Infolge einer Bestrahlung mit einem Wert von über 40 Gy kann die Entwicklung einer Fibrose in der Lunge sein, was jedoch teilweise mit einkalkuliert wurde. Unter Umständen, wenn der Verlauf besonders ungünstig ist, kann die Lungenfibrose tödlich enden. Weitere mögliche auftretende Nebenwirkungen können zum Beispiel die Verbrennung in der Speiseröhre sowie eine Myokarditis sein. Mit den eingesetzten Maßnahmen, wie der Polychemotherapie oder der Bestrahlung, kann das Leben um bis zu 12 Monaten verlängert werden.Das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom kann verschiedene Tumorstadien besitzen.

Einer der Tumore wird als okkultes nichtkleinzelliges Lungenkarzinom bezeichnet. Das bedeutet, dass der ursprüngliche Tumor nicht gefunden worden ist. Aufschluss geben in diesem Fall nur die Röntgenaufnahme und die Bronchoskopie. Bei dieser Form eines Karzinoms besteht ein erhöhtes Risiko für weitere Lungentumore, so dass eine ständige Nachsorge gewährleistet werden muss.Zu den weiteren Lungenkrebs-Arten zählen Tumore der Gruppen NSCLC, die in verschiedenen Stadien beschrieben werden. Ein solcher Tumor im Stadium 0 ist durch das nichtinvasive Wachstum gekennzeichnet, so dass er noch nicht ins nahe liegende Gewebe eingedrungen ist. Auch ist noch keine Metastasierung erfolgt. Für diesen Tumor liegt die Wahrscheinlichkeit einer Heilung durch einen chirurgischen Eingriff noch recht hoch. Es können sich allerdings weitere Tumore in der Lunge finden, die inoperabel sind. Eine endoskopische Phototherapie kann hier eine Alternative darstellen.

Vollständig chirurgisch entfernt wird der Tumor, wenn das Stadium 1 vorliegt. Dies geschieht jedoch erst nach einer sorgfältigen Überprüfung des allgemeinen medizinischen Zustandes des Patienten. Von Bedeutung ist dabei insbesondere die Reserve der Lunge in funktioneller Hinsicht, die in vollem Umfang gegeben sein sollte. So kann abgeklärt werden, ob eine chirurgische Behandlung ausreichenden Erfolg bringt. Findet die Operation statt, wird dabei auch das Gewebe entfernt, das sich um das Karzinom befindet. Damit einher geht allerdings auch eine Verringerung der Lungen-Vitalfunktion. Daher sollte diese Funktion auf keinen Fall eingeschränkt sein, wenn eine Operation geplant ist, da diese sonst unter Umständen sogar nicht durchgeführt werden kann.

Als Behandlungsmöglichkeiten bieten sich in diesem Fall die Lobektomie oder segmentale, Keil-, oder Manschettenresektion an. Des Weiteren kann eine Strahlentherapie durchgeführt werden, die eine kurative Intention besitzt. Neben klinischen Studien in Form einer adjuvanten Chemotherapie, die nach Resektion erfolgt, gibt es ebenfalls Studien zur adjuvanten Chemoprävention. Außerdem kann die endoskopische photodynamische Therapie eingesetzt werden. Dies geschieht jedoch nur bei Patienten innerhalb eines bestimmten Stadiums und stellt zugleich keine Standardtherapie dar. Liegt eine inoperable Erkrankung vor, wird eine Strahlentherapie mit palliativem Hintergrund eingesetzt.Außerdem gibt es das Stadium II, bei dem im Laufe der Jahre vier Behandlungsmöglichkeiten entwickelt wurden. Dabei hängt es zum einen von der Einschätzung der Chirurgen ab, ob beispielsweise die Lobektomie oder die Pneumonektomie zum Einsatz kommt.

Eine weitere Form stellt die Strahlentherapie dar, die in kurativer Absicht eingesetzt wird. Dabei sind Patienten potentiell operabel, weisen aber medizinische Kontraindikationen auf, die gegen eine Operation sprechen. Bei der dritten Behandlungsmöglichkeit ist zunächst eine kurative Operation erfolgt. Nun wird die klinische Studie angewandt, bei der eine adjuvante Chemotherapie ohne oder mit anderen Behandlungsarten eingesetzt wird. Wurde der Tumor vollständig entfernt, wird die Strahlentherapie zur weiteren Behandlung eingesetzt.Ist ein Tumor im Stadium IIIA operabel, so wird die alleinige Operation ausgewählt, wenn keine große Tumormasse gegeben ist. Gewählt als Behandlungsform wird außerdem die alleinige Strahlentherapie. Diese kommt nämlich dann zum Einsatz, wenn Patienten eine Kombination aus Bestrahlung und neoadjuvanter Chemotherapie nicht erhalten können. Zur Anwendung kann außerdem eine Chemotherapie, die mit anderen Modalitäten kombiniert wird.

Innerhalb der Lungenkrebsarten stellen Tumore in der Brustwand eine Sonderform dar. Angewendet werden können hier vier Methoden zur Behandlung. Zum einen sind die Operation beziehungsweise die Operation in Verbindung mit einer Strahlentherapie. Eingesetzt werden kann ferner die alleinige Strahlentherapie. Als vierte Form der Behandlung wird die Chemotherapie eingesetzt, die in diesem Fall mit anderen Mitteln kombiniert werden kann.Eine weitere Sonderform bei Lungenkrebs stellen die Pancoast-/Sulcus superior Tumore dar. Dort ist als einer der Behandlungswege die Kombination aus Strahlentherapie und Operation möglich. Neben dem alleinigen Einsatz der Strahlentherapie wird in verschiedenen ausgewählten Fällen allein eine Operation zur Behandlung ausgewählt. Auch bei dieser Tumorform kann außerdem die Chemotherapie in Kombination mit anderen Mitteln angewandt werden. Durchgeführt werden außerdem klinische Studien mit Behandlungen, die mit anderen Modalitäten kombiniert werden.

Zu einer der Möglichkeiten der Behandlung bei Lungenkrebs zählt die alleinige Strahlentherapie beim Tumor mit dem NSCLC IIIB Stadium. Diese kann bei einer weiteren Behandlungsmöglichkeit jedoch in Kombination mit der Strahlentherapie angewandt werden. Als dritte Möglichkeit zeigt sich das gleichzeitige Verabreichen von Chemotherapie und Strahlentherapie. Ferner wird mitunter auch die Chemotherapie als alleinige Mittel gegen den Tumor eingesetzt.Eine Strahlentherapie empfiehlt sich beim Vorliegen eines Tumors im Stadium IV beim Lungenkrebs. Sofern ein lokales Tumorwachstum gegeben ist, erfolgt die Therapie primär in palliativer Intention. Im Rahmen der Chemotherapie sollten dabei Infusionen mit Cisplatin oder Carboplatin gelegt werden, wobei die Therapie mit Carboplatin besser verträglich ist. Außerdem können Pemetrexed oder Erlotinib als Chemotherapie verschrieben werden.

Lungenkrebs Verlauf

Es gibt eine Heilungsrate beim Lungenkrebs. Jedoch hängt der Verlauf sehr davon ab, um was für ein Karzinom es sich überhaupt handelt und wie groß das Karzinom bereits ist. Wurde ein kleinzelliges Bronchialkarzinom diagnostiziert, liegen nicht ganz so gute Chancen vor. Die Chance dieses Karzinom bei Lungenkrebs zu überleben, liegen bei weniger als zehn Prozent. Bei anderen Tumorarten, die noch relativ rechtzeitig entdeckt wurden, ist eine Heilung in begrenztem Umfang möglich. Es besteht jedoch immer ein Restrisiko, dass ein erneutes Auftreten eines Tumors erfolgt. Um den erfolgreichen Behandlungsverlauf so lange wie möglich zu sichern, ist es von Bedeutung, dass die Nachsorgetermine strengstens eingehalten werden.

Lungenkrebs Vorbeugen

Bei Lungenkrebs kann mit einem hohen Prozentanteil davon ausgegangen werden, dass Rauchen den Krebs auslöst. Wer aktiv raucht, muss daher mit einem erhöhten Risiko rechnen, an Lungenkrebs zu erkranken. Vorbeugen kann man in diesem Fall nur, wenn man das Rauchen aufgibt. Auch wer passiv raucht, sollte die Umgebung meiden. Immer öfter erkranken auch Nichtraucher, die aber passiv mitrauchen, an Lungenkrebs. Auch schädliche Stoffe wie Edelgase oder Asbest mit ihren Belastungen sollten gemieden werden. Dem Einfluss kann man sich entziehen, in dem man die Bereiche meidet, in denen diese Stoffe eingesetzt werden.

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