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Knochenkrebs

Die Knochen bilden das menschliche Skelett, ihnen kommt damit eine tragende Rolle im Lebensalltag des Menschen zu. Angegriffen wird die Stabilit√§t des Knochenger√ľsts von der Krankheit Knochenkrebs. Dies ist eine Erkrankung, die aufgrund der damit einhergehenden Komplikationen und Beschwerden als ein sehr schmerzhaftes Leiden gilt. Denn die Krankheit betrifft direkt die Knochenhaut, die Haut mit der wahrscheinlich empfindlichsten Struktur am K√∂rper des Menschen.

Knochenkrebs wird in seiner h√§ufigsten Auspr√§gung medizinisch auch als Osteosarkom bezeichnet. Eine weitere Form ist das Ewing-Sarkom, diese Form tritt seltener auf. Beim Osteosarkom entsteht ein Tumor aus entarteten Knochenzellen. Hingegen ist das Ewing-Sarkom ein Tumor des Bindegewebes, der im Knochenmark seinen Ursprung findet und vorrangig auf Schienbein- oder Oberschenkelknochen √ľbergreift.

Was ist unter der Krankheit Knochenkrebs √ľberhaupt zu verstehen?

Die im Knochengewebe des K√∂rpers auftretenden b√∂sartigen Geschw√ľlste werden in Fachkreisen unter dieser Bezeichnung zusammengefasst. Diese Geschw√ľlste, auch Tumore genannt, beginnen in ihrer Entstehung aus entarteten Zellen. Die Zellen weisen Abnormalit√§ten auf, denn im Gegensatz zu gesunden Zellen teilen sie sich schneller und auf andere Art und Weise. Bei dieser Zellteilung wird umliegendes und bisher gesundes Gewebe in seiner Struktur und Zusammensetzung gest√∂rt und letztlich auch zerst√∂rt. Wie in gleicher Weise bei anderen Krebserkrankungen k√∂nnen die Krebszellen von ihrem Ursprungsort aus wandern. Im Fall des Knochenkrebses k√∂nnen sie sich √ľber das Lymphsystem oder das Blut so an anderen Organen ansiedeln und vermehren. Die so entstehenden Geschw√ľlste werden dann zu den sogenannten Metastasen. In der generellen Klassifikation der Krebserkrankung werden dabei sekund√§re und prim√§re Tumoren unterschieden.Nicht immer muss ein Tumor zwangsl√§ufig b√∂sartig sein. Gutartige Knochentumoren, die bei Weitem h√§ufiger vorkommen, werden nicht als Auspr√§gung des Knochenkrebses im eigentlichen Sinne bezeichnet. Halb b√∂sartige Tumoren bezeichnen eine Geschwulst, aus der sich Knochenkrebs entwickeln k√∂nnte.

Die Krankheit bricht vor allem bei jungen Erwachsenen, Teenagern oder Kindern aus. Sie geh√∂rt zu den h√§ufigsten Krebserkrankungen bei Kindern. Bei Erwachsenen kehrt sich die Statistik um, so dass nur noch weniger als einer von hundert aller Krebserkrankten davon betroffen ist. F√ľr die √úberlebensrate nach der Diagnose spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die Fr√ľherkennung ist dabei ein nicht zu vernachl√§ssigender Parameter, um Behandlungserfolge erst m√∂glich werden zu lassen. Bei noch nicht gebildeten Metastasen steigen die Chancen gegen den Kampf der Krankheit f√ľr die Betroffenen.

Knochenkrebs Ursachen

Knochenkrebs Symptome / UrsachenDie Ursachen f√ľr die Krebserkrankung sind weitestgehend unbekannt. Die unklare Entstehung in Verbindung mit dem fr√ľhen Auftreten der Krankheit sind wesentliche Punkte, die dieser Krebserkrankung ihren Schrecken verleihen. Durch das Vorkommen vor allem bei Kindern und Jugendlichen wird vermutet, dass genetische Veranlagungen die Krankheit beg√ľnstigen k√∂nnten. Gerade Einfl√ľsse von au√üen k√∂nnen aufgrund des fr√ľhen Auftretens im Lebenszyklus der Betroffenen mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Das Ewing-Sarkom, ist als eine Genver√§nderung des Chromosoms 13 bekannt.

Bei dem multiplen Osteochondrom als einer Erbkrankheit, konnte infolgedessen ein geh√§uftes Auftreten der Osteosarkome beobachtet werden. Daneben sind auch Menschen, die bereits infolge einer anderen Krankheit eine gest√∂rte Knochenstruktur verzeichnen, f√ľr den Ausbruch von Knochenkrebs erh√∂ht empf√§nglich. Auch das multiple Osteochondrom, als Erbkrankheit gekennzeichnet durch gutartige Tumoren, zusammengesetzt aus Knochen- und Knorpelgewebe, wird als Ausl√∂ser in Betracht gezogen.

Eine direkte Verbindung bei der Zunahme der Entstehung von Knochenkrebs kann bei Patienten gesehen werden, die in ihrer Kindheit oder Jugend eine Chemotherapie oder eine Strahlenbehandlung aufgrund anderer Krebserkrankungen durchf√ľhren lassen mussten. Dies ist zwar nicht in jedem Fall gegeben, doch die hier vorherrschende Korrelation ist offensichtlich.

Knochenkrebs Symptome

Knochentumoren, die als prim√§r eingestuft werden, entstehen direkt im Knochengewebe. Bei den sekund√§ren Tumoren befinden sich Tumoren anderer Herkunft in den Knochen selbst. Diese Form kommt durchaus h√§ufiger in ihrer Gesamtauspr√§gung der Krankheit vor. Die nicht √ľbereinstimmenden Entstehungsarten f√ľhren in ihrer Folge zu Symptomen, die allein in ihrer Lokalisation voneinander abweichen und deren Auspr√§gung im Krankheitsbild weiterhin auch Unterschiede erkennen l√§sst. Nicht immer sind die Symptome einfach zu erkennen und ein genereller Symptomkatalog ist hierbei nicht m√∂glich. Ausschlaggebend ist neben der angesprochenen Art des Tumors auch die Positionierung des Krebstumors im K√∂rper des Patienten. Typisch sind eine Schwellung und unterschiedlich stark empfundene Schmerzen in befallenen K√∂rperbereichen. Auch Bewegungseinschr√§nkungen k√∂nnen charakteristisch mit der Erkrankung einhergehen.

Da diese Symptome jedoch auch bei anderen Krankheiten auftreten können, ist eine genaue Diagnose zu stellen, um Gewissheit zu erhalten. Zwar gibt es die bereits angesprochenen kennzeichnenden Symptome, die häufig mit dieser Krebserkrankung in Verbindung gebracht werden, jedoch erkennen die Betroffenen den Bezug oft erst zu spät. Einerseits sind die Beschwerden nicht immer derart spezifisch. Dazu kommt, dass die Schmerzen sich in vielen Fällen erst nach Sport oder anderer körperlicher Anstrengung einstellen und so oft in ihrer Ursächlichkeit fehlgedeutet werden.

Was als ernsthafte Erkrankung beginnen kann, wird insbesondere bei Kindern als Wachstumsbeschwerde oder Verstauchung verstanden. Gerade die anf√§nglich oft fehlenden arttypischen Merkmale von Knochenkrebs f√ľhren zu einem schleichenden Krankheitsbeginn. Neben der beobachteten Schwellung kann beim Osteosarkom beobachtet werden, dass bei nur geringer Kraftanstrengung an den betroffenen Stellen schnell Knochenbr√ľche nach sich gezogen werden k√∂nnen. Diese Knochenbr√ľche entstehen aufgrund der Instabilit√§t des ganzen Knochenger√ľsts, Unf√§lle sind hierf√ľr als Entstehungsursache nicht zwingend n√∂tig.

Ebenso ist bei dieser Form die Haut √ľber dem Sarkom extrem d√ľnn. Der oft getroffene Vergleich mit Pergamentpapier ist in diesem Zusammenhang nicht von der Hand zu weisen. Beim Ewing-Sarkom kann zu den Schmerzen auch Fieber dazukommen. Im Allgemeinen versp√ľren die Betroffenen ein Gef√ľhl der Krankheit und des allgemeinen Unwohlseins. Metastasen, die sich √ľber den Blutweg und auch im Lungenbereich verbreiten, sind charakteristisch f√ľr den Knochenkrebs und verursachen mitunter weitere schmerzhafte Symptome dieser betroffenen K√∂rperregionen. Bei fortgeschrittener Krankheit stellt sich f√ľr die Erkrankten ein Gef√ľhl der M√ľdigkeit und Mattheit ein und sie nehmen oft deutlich an Gewicht ab.

Knochenkrebs Diagnose

Viele Verunsicherte mit einer ersten Krankheitsvermutung informieren sich im Internet und auch Selbstdiagnosen sind nicht selten. Doch dies ist nicht sinnvoll, denn eine fachgerechte Diagnose muss sich anschlie√üen. Ein erster Verdacht muss abgekl√§rt werden. Der Verdacht auf Knochenkrebs wird durch die in den meisten F√§llen auftretende Schwellung erh√§rtet. Meist entsteht diese an den Beinen, Armen oder im Beckenbereich. Eine erste Vermutung auf b√∂sartige Knochentumoren kann so angestellt werden. In diesem Fall sollte keine Zeit verstreichen, sofortiges Handeln ist geboten.Als Erstes wird der beurteilende Arzt eine ausf√ľhrliche Anamnese anordnen.

Zur Abkl√§rung der Diagnose ist ein R√∂ntgenbild hilfreich. Auf diesem kann schnell gesehen werden, ob Knochen deutlich zerst√∂rt sind, auch eine unscharfe Begrenzung der Knochenr√§nder kann weitere Anhaltspunkte f√ľr das Krankheitsbild liefern. Die Knochenhaut ist im Falle des Osteosarkoms strahlenf√∂rmig verdickt und am Knochenrand ist eine Knochenneubildung zu sehen. Auch Linien, die parallel zu den betroffenen Knochen laufen, geben Hinweise zur Krankheitsbestimmung. Aus der Summe dieser Beobachtungen kann der Arzt eine erste Diagnose stellen.

Weitere Diagnoseverfahren schließen sich an und auch betroffenes Gewebe wird daraufhin untersucht, um die Diagnose abzusichern.Die Blutuntersuchung gibt beim Osteosarkom weitere erhärtende Hinweise. Immer dann, wenn ein bestimmtes im Blut vorkommendes Enzym, genannt alkalische Phosphatase, erhöht ist, verstärkt sich der Verdacht der Diagnose.

Dies ist jedoch nicht bei jedem Betroffenen der Fall. Beispielsweise ist beim Ewing-Sarkom eher eine erh√∂hte Blutsenkungsgeschwindigkeit zu bemerken. Dazu kommt eine Blutan√§mie, die einen Mangel an roten Blutk√∂rperchen kennzeichnet und eine Vermehrung wei√üer Blutk√∂rperchen kann zudem beobachtet werden.Zur weiteren Therapieplanung werden eine Computertomografie (CT) und eine Magnetresonanztomografie (MRT) durchgef√ľhrt. Damit soll der Tumor in seiner Ausdehnung in den betroffenen Knochen und den angrenzenden Weichteilen betrachtet werden k√∂nnen.

Um zu erkennen, ob die Krankheit fortgeschritten ist und Metastasen in der Lunge gebildet wurden, wird eine weitere R√∂ntgenaufnahme der betroffenen Bereiche erstellt. Daneben wird die Skelettszintigrafie durchgef√ľhrt, um weitere Tumoren bestenfalls ausschlie√üen zu k√∂nnen. Eine Knochenmarkbiopsie kann zeigen, ob sich im Knochenmark eine Ausdehnung des Sarkoms ergeben hat, insbesondere beim Ewing-Sarkom ist dies von Bedeutung. Eine Angiografie als Gef√§√üdarstellung kommt zur Diagnose hinzu.

Die im Verlaufe dieses Diagnoseverfahrens bereits angesprochene Biopsie des Knochens gibt letztendlich die Gewissheit √ľber die Erkrankung und das Stadium. Die Biopsie stellt einen unkomplizierten chirurgischen Eingriff dar. Der Arzt bet√§ubt die betroffene Stelle, die er vorher zur Entnahme des Knochengewebes ausgew√§hlt hat. Die Haut wird dabei aufgeschnitten und mittels einer Hohlnadel kann durch das Gewebe der Knochen erreicht werden. Unter Anwendung dieses Verfahrens kann etwas Knochengewebe unkompliziert entnommen werden. Der Patient ist bei Bewusstsein, doch die √∂rtliche Bet√§ubung sorgt f√ľr die Schmerzfreiheit w√§hrend dieses Vorgangs. Zum Zweck der eindeutigen Diagnose werden die entsprechenden Proben aus dem Knochen entnommen, die dann im Labor weiter begutachtet werden k√∂nnen.

Die Knochenmarkbiopsie ist in ihrer Durchf√ľhrung etwas komplexer aber dennoch unter gleichen Bedingungen ambulant durchf√ľhrbar. Eine Ausstanzung, die r√∂hrenf√∂rmig erfolgt, wird an der betroffenen K√∂rperregion vorgenommen. Im Anschluss daran erfolgt die Aspiration, die Absaugung des Knochenmarks. Trotz Bet√§ubung klagen an dieser Stelle viele Patienten auch √ľber Schmerzen, dennoch ist dies ein kurzer Schmerz, die Entnahme kann ohne gro√üe zeitliche Verz√∂gerung erfolgen. Bei beiden Vorgehensweisen sind Nebenwirkungen, die √ľber kleine Entz√ľndungen oder kleinere Nachblutungen hinausgehen, selten. Die Verfahren sind aufgrund ihrer Sicherheit und der geringen Nebenwirkungen unbedenklich und risikoarm. Das auf diese Art als Probe erhaltene Gewebe wird im Labor untersucht, unter dem Mikroskop k√∂nnen etwaige Krebszellen daraufhin schnell sichtbar werden.

Mit einer genau erstellten Diagnose, die das Krankheitsbild des Patienten bestimmt, k√∂nnen die weitere Behandlung und die Therapiem√∂glichkeiten festgestellt werden und mit dem Patienten unter Beachtung seiner Situation im Einzelnen abgewogen werden. Die Diagnose, die auch den entsprechenden Verlauf der Krankheit zum Diagnosezeitpunkt beinhaltet, wird f√ľr die Wahl der Therapieform von Bedeutung sein.

Knochenkrebs Therapie / Behandlung

Ausschlaggebend f√ľr die Entscheidung der Ausgestaltung der Therapie sind die Art und Form des Tumors, die bereits erreichte Gr√∂√üe der Geschwulst und auch das Vorhandensein eventueller Metastasen. Ersichtlich ist, dass b√∂sartige Tumoren nur in speziellen Fachzentren behandelt werden k√∂nnen. Denn nur Zentren, die auf die Behandlung von Knochentumoren auch spezialisiert sind, verf√ľgen √ľber die notwendigen Voraussetzungen, um die Therapie optimal in ihrer Wahl und Durchf√ľhrung zu gestalten und angepasst an das Patientenwohl erforderliche Ma√ünahmen zu ergreifen. Auch die Heilung mit einem maximalen Funktionserhalt wird hier, unter Beachtung des aktuellen medizinischen Standes und einer bestm√∂glichen Betreuung in physischer und psychischer Hinsicht, gew√§hrleistet.Spezialklinken entscheiden sich unter Abw√§gung des Krankheitsbildes und aller Faktoren in den meisten F√§llen f√ľr eine Kombinationsbehandlung der Erkrankten. Dabei wird je nach Auspr√§gung des Krebses eine Chemotherapie, eine Strahlentherapie oder eine Operation in Betracht gezogen.

All diese M√∂glichkeiten kommen alternativ oder auch kumulativ in Betracht, so dass vom Einzelfall und der faktischen Belastung f√ľr den Patienten ausgegangen werden muss. Bei dieser, auch multimodalen Therapie genannten Behandlungsform, werden verschiedene medizinische Fachleute f√ľr die Behandlung eng miteinander kooperieren.Feststellen l√§sst sich, dass Knochenkrebstumoren beim Osteosarkom nur wenig auf ionisierende Strahlen als m√∂gliche Behandlungsform ansprechen. Daher m√ľssen oft hohe Strahlendosen angewendet werden. Aus diesem Grund ist insbesondere die Strahlentherapie beim Osteosarkom nicht f√ľr jeden Erkrankten m√∂glich. Beim Ewing-Sarkom ist eine Strahlenempfindlichkeit gegeben, so dass hier oft mit der Strahlentherapie begonnen werden kann. Als Therapie wird dem Voraus jedoch auch in diesem Falle oft erst eine Chemotherapie gew√§hlt.

Sind noch keine Metastasen vorhanden, wird eine pr√§operative Chemotherapie durchgef√ľhrt. Damit kann der Tumor oft wirksam verkleinert werden. Eine sp√§tere Entfernung des Krebsgeschw√ľres auf operativem Wege wird so m√∂glich. Die neuere Medizin versucht dabei, weitestgehend auf Amputationen von K√∂rperteilen zu verzichten. Fr√ľher war eine komplette Amputation des betroffenen K√∂rperteils oftmals noch notwendig. Durch Fortschritte der Medizin in den letzten Jahren konnte nunmehr erreicht werden, dass in vielen F√§llen, nur der Knochen der tats√§chlich vom Knochenkrebs befallen ist, aus dem K√∂rper zu entfernen ist. Eine Endoprothese an der entsprechenden Stelle soll die K√∂rperfunktionen weiter ersetzend gew√§hrleisten. Im Anschluss an die Operation wird eine Chemotherapie fortgesetzt.

Sind im K√∂rper bereits Metastasen gebildet worden, wird in vielen F√§llen ebenso zuerst mit der Chemotherapie begonnen. Das weitere Verfahren richtet sich dann nach dem Behandlungserfolg dieser Chemotherapie. Knochenmetastasen werden durch verschiedene √§rztliche Fachdisziplinen, die in enger Verzahnung behandlungsspezifisch aufeinander aufbauen, behandelt. Eine dabei h√§ufig auftretende Schwierigkeit ist die Querschnittssymptomatik. Aber auch eine – sei es nun abstrakt oder konkret – bestehende Bruchgefahr, einem tats√§chlichem Bruch von Knochen und ebenso der Querschnittssymptomatik muss durch eine Stabilisierung, die operativ erfolgt, begegnet werden. Bei der daneben erfolgenden Schmerzbehandlung haben sich die Strahlentherapie oder die Einnahme von Bisphosphonaten bew√§hrt. Weiterhin gilt Denosumab als ein monklonaler Antik√∂rper, der Abhilfe schaffen kann. Ob sich nun von den √Ąrzten in Abstimmung mit dem Patienten f√ľr eine Chemo- oder Hormontherapie entschieden wird, wird nicht zuletzt auch von der Art des Tumors bestimmt. Eine Prognose bei vorhandenen Knochenmetastasen ist nicht immer leicht zu treffen und richtet sich hier nach dem Prim√§rtumor.Sollte die Chemotherapie nicht Erfolg versprechend sein, wird die operative Entfernung von Tumor und Metastasen gew√§hlt. Ebenso besteht, wenn die Erfolge ausbleiben oder auch in F√§llen, in denen die Vertr√§glichkeit nicht gew√§hrleistet ist, die M√∂glichkeit, sich f√ľr ein anderes Chemotherapeutikum zu entscheiden. Damit kann unter Umst√§nden eine nicht erfolgreiche Behandlung dennoch effektiv fortgef√ľhrt werden. Anschlie√üend k√∂nnen dann eine Operation und weitere Chemotherapie zur weiteren Behandlung erfolgen.

Durch eine Operation oder die Bestrahlung kann das Krebswachstum im Knochenmark unter √§rztlicher Aufsicht kontrolliert werden. Ergibt sich keine Besserung des Krebses trotz des erfolgten Therapiewechsels, wird die gegenw√§rtige Behandlungsmethode nicht fortgef√ľhrt. Nach einer erfolgreichen Kombinationsbehandlung sind regelm√§√üige Kontrollen unerl√§sslich. Ist die Behandlung gerade erst abgeschlossen, muss eine beginnende Nachsorge in einem zeitlich engen Abstand erfolgen. Ein R√ľckfall kann so in fr√ľhem Stadium erkannt und darauf entsprechend reagiert werden. Unerl√§sslich ist es auch f√ľr den Betroffenen, seinen K√∂rper wieder neu wahrzunehmen und auf viele Details zu achten. Beschwerden d√ľrfen nicht heruntergespielt werden, sondern m√ľssen vom Patienten registriert werden. Jeder nachfolgend auftretende Knochenschmerz muss dem Arzt gemeldet werden.

Bei der Behandlung von Knochenkrebs werden demnach je nach Ausgangslage unterschiedliche Verfahren angewendet. Standarisierte Methoden k√∂nnen aufgrund der unterschiedlichen Situation im Einzelfall hierbei nicht zur Anwendung kommen. Zu beachten ist, dass die Therapie gegen den Krebs intensiv ist und damit auch belastend f√ľr die Betroffenen. Mit Nebenwirkungen muss gerechnet werden. Dies k√∂nnen Haarausfall, Erbrechen und √úbelkeit sein, der ganze K√∂rper wird mit den Reaktionen zu k√§mpfen haben. Auch die Anf√§lligkeit f√ľr Infekte kann sich unter der Behandlung erh√∂hen. Daneben werden die k√∂rpereigenen Reserven angegriffen durch die Krebstherapie. Gerade bei Kindern und Jugendlichen k√∂nnen aus diesen Gr√ľnden die Knochenkrebserkrankungen einschneidende Folgen haben. Aber auch f√ľr die Psyche, ob bei Kindern oder jungen Erwachsenen, ist eine nicht zu verachtende Belastungssituation gegeben. Da es jedoch keine Behandlungsalternativen gibt, m√ľssen die Belastungen und Risiken wohl√ľberlegt in Kauf genommen werden.

Ein Wirkstoff, der neuerdings bei der Behandlung nicht nur von Knochenkrebs, sondern auch anderer Krebsarten genauer untersucht wird, ist das Thalidomid. Dieser Wirkstoff kann Teilungsvorg√§nge der Zellen ver√§ndern, beziehungsweise vorrangig das Teilen von K√∂rperzellen verhindern. Thalidomid ist heute unter diesem Namen den wenigsten Menschen bekannt, unter seiner fr√ľheren Bezeichnung, n√§mlich als Contergan, kennen es jedoch die Meisten. Die negative Behaftung bleibt mit dem Herstellernahmen f√ľr viele Gesundheitsinteressierte untrennbar verbunden. Zweifelsohne kann die Wirkung, die fr√ľher Missbildungen bei Ungeborenen verursachte ins Gegenteil f√ľr die Krebsbehandlung umgekehrt werden. Weitere Studien zur Untersuchung der Wirkung von Thalidomid sind unter strengen Sicherheitsvorkehrungen geplant und k√∂nnten einen entscheidenden Durchbruch im Kampf gegen Knochenkrebs verursachen.

Knochenkrebs Verlauf

Was als Osteosarkom in den langen R√∂hrenknochen, also den Armen oder Beinen beginnt, breitet sich oft schnell weiter im K√∂rper aus. Auch in den Knien oder im Bereich des Gesichtssch√§dels kann die Krankheit zum Ausbruch kommen. Wer an diesen betroffenen Stellen Schmerzen, eine m√∂gliche Schwellung oder auch hierdurch bedingt gest√∂rte Bewegungsabl√§ufe bemerkt, sollte umgehend von einem Facharzt weitere Untersuchungen anstellen lassen. Nur durch eine fr√ľhzeitige sichere Diagnose kann eine sinnvolle Therapie, unter Beachtung der aktuellen Behandlungsm√∂glichkeiten, gew√§hlt werden. Die Heilungschancen steigen mit der Fr√ľherkennung. Auch eine Ausweitung der Metastasen in umliegende Organe kann so rechtzeitig unterbunden werden. Die Ausbreitung und die Behandlung der Krankheit entscheiden dann √ľber den weiteren Verlauf und √ľber die Chancen f√ľr den Patienten.Grunds√§tzlich ist es wichtig, sich neben der Krankheit auch √ľber die zur Verf√ľgung stehenden Therapiem√∂glichkeiten zu informieren.

Die Behandlung beginnt immer mit Information und einer Selbstaufkl√§rung des Patienten. Die Bed√ľrfnisse des Betroffenen m√ľssen dann von den behandelnden Spezialisten im Auge behalten werden. Die Lebensqualit√§t des Betroffenen soll bei jeder Behandlungswahl prim√§r beachtet werden. Vor diesem Hintergrund muss auch eine m√∂gliche Schmerztherapie sorgsam abgewogen werden.Neben der Information profitieren viele Erkrankte vom Kontakt mit anderen Betroffenen.

Die Deutsche Krebshilfe oder regionale Selbsthilfegruppen schaffen hier M√∂glichkeiten, zur Kontaktaufnahme und helfen dem Erkrankten dabei, Beratung und Unterst√ľtzung zu finden. Auch Behandlungsm√∂glichkeiten k√∂nnen in diesem Rahmen oft diskutiert werden und neue Wege zum Umgang mit der Krankheit er√∂ffnen sich dem Patienten.Bei Knochenkrebs wird vielmals von einer auf f√ľnf Jahre bezogenen √úberlebensrate gesprochen. Die √úberlebensrate in diesem Zeitraum liegt bei etwa 40 Prozent bis 70 Prozent. Die sich in den letzten Jahren verbesserten Therapiem√∂glichkeiten haben nicht zuletzt zu relativ guten Prognosen f√ľr Patienten, die unter noch keiner Bildung von Metastasen leiden, beigetragen. Jahre nach der Behandlung war es f√ľr viele Betroffene mitunter m√∂glich, ihren gewohnten Alltag wieder aufzunehmen und von den Erfolgen der Therapieverfahren zu profitieren.

Die Fr√ľherkennung von Knochenkrebs hat nicht wenigen Betroffenen zur wirksamen Krebstherapie verholfen. Dennoch besteht auch bei bereits gebildeten Knochenmetastasen die M√∂glichkeit zur Heilung. Abh√§ngig ist dies vom Prim√§rtumor. Im direkten Vergleich sind die Chancen bei einem Mammakarzinom deutlich besser anzusehen als bei den gebildeten Metastasen eines Lungenkarzinoms. Bei bereits gebildeten Tochtergeschw√ľlsten sinken die √úberlebenschancen der Betroffenen je nach Auspr√§gung, eine Vorhersage mit Bestimmtheit ist jedoch nicht erforderlich. Auch wenn der Krebs eingewachsen ist in Muskelgruppen, sind die Heilungserfolge geringer.

Knochenkrebs Vorbeugen

Gerade das Auftreten in fr√ľhen Lebensjahren und die oft langwierige Behandlung mit nicht selten m√§√üigen Erfolgen veranlassen viele Menschen zum Nachdenken √ľber m√∂gliche Vorbeugema√ünahmen. Doch was kann wirklich getan werden, um Knochenkrebs zu verhindern? Weiterhin besteht die Situation, dass zur Zeit keine Ma√ünahmen bekannt sind, die wirksam w√§ren, um ein Entstehen der Knochentumore abzuwenden. Eine Vorbeugung kann nach aktuellem wissenschaftlichem Stand nicht in Betracht gezogen werden.

Trotz dieser Tatsachen kann generell das Risiko im Allgemeinen in Bezug auf Krebserkrankungen gesenkt werden. Eine gesunde und bewusste Ern√§hrung, ausreichende Bewegung, kein √ľberm√§√üiger Alkoholgenuss und Nikotinverzicht sind einige Bausteine, um die Wahrscheinlichkeit f√ľr Krebserkrankungen im Allgemeinen zu senken.

Wichtig ist es dar√ľber hinaus, auch auf Beschwerden, die unscheinbar erscheinen m√∂gen zu achten. Die Ursachenerforschung bei Schmerzen nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort zu handeln, kann die Erkrankung mit Knochenkrebs zwar nicht verhindern, kann jedoch eine fr√ľhzeitige Behandlung gew√§hren und beugt schweren Krankheitsverl√§ufen vor.

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Dieser Artikel wurde von Marion zuletzt √ľberarbeitet am: 13. Oktober 2020.
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