Knochenkrebs

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Die Knochen bilden das menschliche Skelett, ihnen kommt damit eine tragende Rolle im Lebensalltag des Menschen zu. Angegriffen wird die Stabilität des Knochengerüsts von der Krankheit Knochenkrebs. Dies ist eine Erkrankung, die aufgrund der damit einhergehenden Komplikationen und Beschwerden als ein sehr schmerzhaftes Leiden gilt. Denn die Krankheit betrifft direkt die Knochenhaut, die Haut mit der wahrscheinlich empfindlichsten Struktur am Körper des Menschen.

Knochenkrebs wird in seiner häufigsten Ausprägung medizinisch auch als Osteosarkom bezeichnet. Eine weitere Form ist das Ewing-Sarkom, diese Form tritt seltener auf. Beim Osteosarkom entsteht ein Tumor aus entarteten Knochenzellen. Hingegen ist das Ewing-Sarkom ein Tumor des Bindegewebes, der im Knochenmark seinen Ursprung findet und vorrangig auf Schienbein- oder Oberschenkelknochen übergreift.

Was ist unter der Krankheit Knochenkrebs überhaupt zu verstehen?

Die im Knochengewebe des Körpers auftretenden bösartigen Geschwülste werden in Fachkreisen unter dieser Bezeichnung zusammengefasst. Diese Geschwülste, auch Tumore genannt, beginnen in ihrer Entstehung aus entarteten Zellen. Die Zellen weisen Abnormalitäten auf, denn im Gegensatz zu gesunden Zellen teilen sie sich schneller und auf andere Art und Weise. Bei dieser Zellteilung wird umliegendes und bisher gesundes Gewebe in seiner Struktur und Zusammensetzung gestört und letztlich auch zerstört. Wie in gleicher Weise bei anderen Krebserkrankungen können die Krebszellen von ihrem Ursprungsort aus wandern. Im Fall des Knochenkrebses können sie sich über das Lymphsystem oder das Blut so an anderen Organen ansiedeln und vermehren. Die so entstehenden Geschwülste werden dann zu den sogenannten Metastasen. In der generellen Klassifikation der Krebserkrankung werden dabei sekundäre und primäre Tumoren unterschieden.Nicht immer muss ein Tumor zwangsläufig bösartig sein. Gutartige Knochentumoren, die bei Weitem häufiger vorkommen, werden nicht als Ausprägung des Knochenkrebses im eigentlichen Sinne bezeichnet. Halb bösartige Tumoren bezeichnen eine Geschwulst, aus der sich Knochenkrebs entwickeln könnte.

Die Krankheit bricht vor allem bei jungen Erwachsenen, Teenagern oder Kindern aus. Sie gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern. Bei Erwachsenen kehrt sich die Statistik um, so dass nur noch weniger als einer von hundert aller Krebserkrankten davon betroffen ist. Für die Überlebensrate nach der Diagnose spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die Früherkennung ist dabei ein nicht zu vernachlässigender Parameter, um Behandlungserfolge erst möglich werden zu lassen. Bei noch nicht gebildeten Metastasen steigen die Chancen gegen den Kampf der Krankheit für die Betroffenen.

Knochenkrebs Ursachen

Knochenkrebs Symptome / UrsachenDie Ursachen für die Krebserkrankung sind weitestgehend unbekannt. Die unklare Entstehung in Verbindung mit dem frühen Auftreten der Krankheit sind wesentliche Punkte, die dieser Krebserkrankung ihren Schrecken verleihen. Durch das Vorkommen vor allem bei Kindern und Jugendlichen wird vermutet, dass genetische Veranlagungen die Krankheit begünstigen könnten. Gerade Einflüsse von außen können aufgrund des frühen Auftretens im Lebenszyklus der Betroffenen mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Das Ewing-Sarkom, ist als eine Genveränderung des Chromosoms 13 bekannt.

Bei dem multiplen Osteochondrom als einer Erbkrankheit, konnte infolgedessen ein gehäuftes Auftreten der Osteosarkome beobachtet werden. Daneben sind auch Menschen, die bereits infolge einer anderen Krankheit eine gestörte Knochenstruktur verzeichnen, für den Ausbruch von Knochenkrebs erhöht empfänglich. Auch das multiple Osteochondrom, als Erbkrankheit gekennzeichnet durch gutartige Tumoren, zusammengesetzt aus Knochen- und Knorpelgewebe, wird als Auslöser in Betracht gezogen.

Eine direkte Verbindung bei der Zunahme der Entstehung von Knochenkrebs kann bei Patienten gesehen werden, die in ihrer Kindheit oder Jugend eine Chemotherapie oder eine Strahlenbehandlung aufgrund anderer Krebserkrankungen durchführen lassen mussten. Dies ist zwar nicht in jedem Fall gegeben, doch die hier vorherrschende Korrelation ist offensichtlich.

Knochenkrebs Symptome

Knochentumoren, die als primär eingestuft werden, entstehen direkt im Knochengewebe. Bei den sekundären Tumoren befinden sich Tumoren anderer Herkunft in den Knochen selbst. Diese Form kommt durchaus häufiger in ihrer Gesamtausprägung der Krankheit vor. Die nicht übereinstimmenden Entstehungsarten führen in ihrer Folge zu Symptomen, die allein in ihrer Lokalisation voneinander abweichen und deren Ausprägung im Krankheitsbild weiterhin auch Unterschiede erkennen lässt. Nicht immer sind die Symptome einfach zu erkennen und ein genereller Symptomkatalog ist hierbei nicht möglich. Ausschlaggebend ist neben der angesprochenen Art des Tumors auch die Positionierung des Krebstumors im Körper des Patienten. Typisch sind eine Schwellung und unterschiedlich stark empfundene Schmerzen in befallenen Körperbereichen. Auch Bewegungseinschränkungen können charakteristisch mit der Erkrankung einhergehen.

Da diese Symptome jedoch auch bei anderen Krankheiten auftreten können, ist eine genaue Diagnose zu stellen, um Gewissheit zu erhalten. Zwar gibt es die bereits angesprochenen kennzeichnenden Symptome, die häufig mit dieser Krebserkrankung in Verbindung gebracht werden, jedoch erkennen die Betroffenen den Bezug oft erst zu spät. Einerseits sind die Beschwerden nicht immer derart spezifisch. Dazu kommt, dass die Schmerzen sich in vielen Fällen erst nach Sport oder anderer körperlicher Anstrengung einstellen und so oft in ihrer Ursächlichkeit fehlgedeutet werden.

Was als ernsthafte Erkrankung beginnen kann, wird insbesondere bei Kindern als Wachstumsbeschwerde oder Verstauchung verstanden. Gerade die anfänglich oft fehlenden arttypischen Merkmale von Knochenkrebs führen zu einem schleichenden Krankheitsbeginn. Neben der beobachteten Schwellung kann beim Osteosarkom beobachtet werden, dass bei nur geringer Kraftanstrengung an den betroffenen Stellen schnell Knochenbrüche nach sich gezogen werden können. Diese Knochenbrüche entstehen aufgrund der Instabilität des ganzen Knochengerüsts, Unfälle sind hierfür als Entstehungsursache nicht zwingend nötig.

Ebenso ist bei dieser Form die Haut über dem Sarkom extrem dünn. Der oft getroffene Vergleich mit Pergamentpapier ist in diesem Zusammenhang nicht von der Hand zu weisen. Beim Ewing-Sarkom kann zu den Schmerzen auch Fieber dazukommen. Im Allgemeinen verspüren die Betroffenen ein Gefühl der Krankheit und des allgemeinen Unwohlseins. Metastasen, die sich über den Blutweg und auch im Lungenbereich verbreiten, sind charakteristisch für den Knochenkrebs und verursachen mitunter weitere schmerzhafte Symptome dieser betroffenen Körperregionen. Bei fortgeschrittener Krankheit stellt sich für die Erkrankten ein Gefühl der Müdigkeit und Mattheit ein und sie nehmen oft deutlich an Gewicht ab.

Knochenkrebs Diagnose

Viele Verunsicherte mit einer ersten Krankheitsvermutung informieren sich im Internet und auch Selbstdiagnosen sind nicht selten. Doch dies ist nicht sinnvoll, denn eine fachgerechte Diagnose muss sich anschließen. Ein erster Verdacht muss abgeklärt werden. Der Verdacht auf Knochenkrebs wird durch die in den meisten Fällen auftretende Schwellung erhärtet. Meist entsteht diese an den Beinen, Armen oder im Beckenbereich. Eine erste Vermutung auf bösartige Knochentumoren kann so angestellt werden. In diesem Fall sollte keine Zeit verstreichen, sofortiges Handeln ist geboten.Als Erstes wird der beurteilende Arzt eine ausführliche Anamnese anordnen.

Zur Abklärung der Diagnose ist ein Röntgenbild hilfreich. Auf diesem kann schnell gesehen werden, ob Knochen deutlich zerstört sind, auch eine unscharfe Begrenzung der Knochenränder kann weitere Anhaltspunkte für das Krankheitsbild liefern. Die Knochenhaut ist im Falle des Osteosarkoms strahlenförmig verdickt und am Knochenrand ist eine Knochenneubildung zu sehen. Auch Linien, die parallel zu den betroffenen Knochen laufen, geben Hinweise zur Krankheitsbestimmung. Aus der Summe dieser Beobachtungen kann der Arzt eine erste Diagnose stellen.

Weitere Diagnoseverfahren schließen sich an und auch betroffenes Gewebe wird daraufhin untersucht, um die Diagnose abzusichern.Die Blutuntersuchung gibt beim Osteosarkom weitere erhärtende Hinweise. Immer dann, wenn ein bestimmtes im Blut vorkommendes Enzym, genannt alkalische Phosphatase, erhöht ist, verstärkt sich der Verdacht der Diagnose.

Dies ist jedoch nicht bei jedem Betroffenen der Fall. Beispielsweise ist beim Ewing-Sarkom eher eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit zu bemerken. Dazu kommt eine Blutanämie, die einen Mangel an roten Blutkörperchen kennzeichnet und eine Vermehrung weißer Blutkörperchen kann zudem beobachtet werden.Zur weiteren Therapieplanung werden eine Computertomografie (CT) und eine Magnetresonanztomografie (MRT) durchgeführt. Damit soll der Tumor in seiner Ausdehnung in den betroffenen Knochen und den angrenzenden Weichteilen betrachtet werden können.

Um zu erkennen, ob die Krankheit fortgeschritten ist und Metastasen in der Lunge gebildet wurden, wird eine weitere Röntgenaufnahme der betroffenen Bereiche erstellt. Daneben wird die Skelettszintigrafie durchgeführt, um weitere Tumoren bestenfalls ausschließen zu können. Eine Knochenmarkbiopsie kann zeigen, ob sich im Knochenmark eine Ausdehnung des Sarkoms ergeben hat, insbesondere beim Ewing-Sarkom ist dies von Bedeutung. Eine Angiografie als Gefäßdarstellung kommt zur Diagnose hinzu.

Die im Verlaufe dieses Diagnoseverfahrens bereits angesprochene Biopsie des Knochens gibt letztendlich die Gewissheit über die Erkrankung und das Stadium. Die Biopsie stellt einen unkomplizierten chirurgischen Eingriff dar. Der Arzt betäubt die betroffene Stelle, die er vorher zur Entnahme des Knochengewebes ausgewählt hat. Die Haut wird dabei aufgeschnitten und mittels einer Hohlnadel kann durch das Gewebe der Knochen erreicht werden. Unter Anwendung dieses Verfahrens kann etwas Knochengewebe unkompliziert entnommen werden. Der Patient ist bei Bewusstsein, doch die örtliche Betäubung sorgt für die Schmerzfreiheit während dieses Vorgangs. Zum Zweck der eindeutigen Diagnose werden die entsprechenden Proben aus dem Knochen entnommen, die dann im Labor weiter begutachtet werden können.

Die Knochenmarkbiopsie ist in ihrer Durchführung etwas komplexer aber dennoch unter gleichen Bedingungen ambulant durchführbar. Eine Ausstanzung, die röhrenförmig erfolgt, wird an der betroffenen Körperregion vorgenommen. Im Anschluss daran erfolgt die Aspiration, die Absaugung des Knochenmarks. Trotz Betäubung klagen an dieser Stelle viele Patienten auch über Schmerzen, dennoch ist dies ein kurzer Schmerz, die Entnahme kann ohne große zeitliche Verzögerung erfolgen. Bei beiden Vorgehensweisen sind Nebenwirkungen, die über kleine Entzündungen oder kleinere Nachblutungen hinausgehen, selten. Die Verfahren sind aufgrund ihrer Sicherheit und der geringen Nebenwirkungen unbedenklich und risikoarm. Das auf diese Art als Probe erhaltene Gewebe wird im Labor untersucht, unter dem Mikroskop können etwaige Krebszellen daraufhin schnell sichtbar werden.

Mit einer genau erstellten Diagnose, die das Krankheitsbild des Patienten bestimmt, können die weitere Behandlung und die Therapiemöglichkeiten festgestellt werden und mit dem Patienten unter Beachtung seiner Situation im Einzelnen abgewogen werden. Die Diagnose, die auch den entsprechenden Verlauf der Krankheit zum Diagnosezeitpunkt beinhaltet, wird für die Wahl der Therapieform von Bedeutung sein.

Knochenkrebs Therapie / Behandlung

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Ausgestaltung der Therapie sind die Art und Form des Tumors, die bereits erreichte Größe der Geschwulst und auch das Vorhandensein eventueller Metastasen. Ersichtlich ist, dass bösartige Tumoren nur in speziellen Fachzentren behandelt werden können. Denn nur Zentren, die auf die Behandlung von Knochentumoren auch spezialisiert sind, verfügen über die notwendigen Voraussetzungen, um die Therapie optimal in ihrer Wahl und Durchführung zu gestalten und angepasst an das Patientenwohl erforderliche Maßnahmen zu ergreifen. Auch die Heilung mit einem maximalen Funktionserhalt wird hier, unter Beachtung des aktuellen medizinischen Standes und einer bestmöglichen Betreuung in physischer und psychischer Hinsicht, gewährleistet.Spezialklinken entscheiden sich unter Abwägung des Krankheitsbildes und aller Faktoren in den meisten Fällen für eine Kombinationsbehandlung der Erkrankten. Dabei wird je nach Ausprägung des Krebses eine Chemotherapie, eine Strahlentherapie oder eine Operation in Betracht gezogen.

All diese Möglichkeiten kommen alternativ oder auch kumulativ in Betracht, so dass vom Einzelfall und der faktischen Belastung für den Patienten ausgegangen werden muss. Bei dieser, auch multimodalen Therapie genannten Behandlungsform, werden verschiedene medizinische Fachleute für die Behandlung eng miteinander kooperieren.Feststellen lässt sich, dass Knochenkrebstumoren beim Osteosarkom nur wenig auf ionisierende Strahlen als mögliche Behandlungsform ansprechen. Daher müssen oft hohe Strahlendosen angewendet werden. Aus diesem Grund ist insbesondere die Strahlentherapie beim Osteosarkom nicht für jeden Erkrankten möglich. Beim Ewing-Sarkom ist eine Strahlenempfindlichkeit gegeben, so dass hier oft mit der Strahlentherapie begonnen werden kann. Als Therapie wird dem Voraus jedoch auch in diesem Falle oft erst eine Chemotherapie gewählt.

Sind noch keine Metastasen vorhanden, wird eine präoperative Chemotherapie durchgeführt. Damit kann der Tumor oft wirksam verkleinert werden. Eine spätere Entfernung des Krebsgeschwüres auf operativem Wege wird so möglich. Die neuere Medizin versucht dabei, weitestgehend auf Amputationen von Körperteilen zu verzichten. Früher war eine komplette Amputation des betroffenen Körperteils oftmals noch notwendig. Durch Fortschritte der Medizin in den letzten Jahren konnte nunmehr erreicht werden, dass in vielen Fällen, nur der Knochen der tatsächlich vom Knochenkrebs befallen ist, aus dem Körper zu entfernen ist. Eine Endoprothese an der entsprechenden Stelle soll die Körperfunktionen weiter ersetzend gewährleisten. Im Anschluss an die Operation wird eine Chemotherapie fortgesetzt.

Sind im Körper bereits Metastasen gebildet worden, wird in vielen Fällen ebenso zuerst mit der Chemotherapie begonnen. Das weitere Verfahren richtet sich dann nach dem Behandlungserfolg dieser Chemotherapie. Knochenmetastasen werden durch verschiedene ärztliche Fachdisziplinen, die in enger Verzahnung behandlungsspezifisch aufeinander aufbauen, behandelt. Eine dabei häufig auftretende Schwierigkeit ist die Querschnittssymptomatik. Aber auch eine – sei es nun abstrakt oder konkret – bestehende Bruchgefahr, einem tatsächlichem Bruch von Knochen und ebenso der Querschnittssymptomatik muss durch eine Stabilisierung, die operativ erfolgt, begegnet werden. Bei der daneben erfolgenden Schmerzbehandlung haben sich die Strahlentherapie oder die Einnahme von Bisphosphonaten bewährt. Weiterhin gilt Denosumab als ein monklonaler Antikörper, der Abhilfe schaffen kann. Ob sich nun von den Ärzten in Abstimmung mit dem Patienten für eine Chemo- oder Hormontherapie entschieden wird, wird nicht zuletzt auch von der Art des Tumors bestimmt. Eine Prognose bei vorhandenen Knochenmetastasen ist nicht immer leicht zu treffen und richtet sich hier nach dem Primärtumor.Sollte die Chemotherapie nicht Erfolg versprechend sein, wird die operative Entfernung von Tumor und Metastasen gewählt. Ebenso besteht, wenn die Erfolge ausbleiben oder auch in Fällen, in denen die Verträglichkeit nicht gewährleistet ist, die Möglichkeit, sich für ein anderes Chemotherapeutikum zu entscheiden. Damit kann unter Umständen eine nicht erfolgreiche Behandlung dennoch effektiv fortgeführt werden. Anschließend können dann eine Operation und weitere Chemotherapie zur weiteren Behandlung erfolgen.

Durch eine Operation oder die Bestrahlung kann das Krebswachstum im Knochenmark unter ärztlicher Aufsicht kontrolliert werden. Ergibt sich keine Besserung des Krebses trotz des erfolgten Therapiewechsels, wird die gegenwärtige Behandlungsmethode nicht fortgeführt. Nach einer erfolgreichen Kombinationsbehandlung sind regelmäßige Kontrollen unerlässlich. Ist die Behandlung gerade erst abgeschlossen, muss eine beginnende Nachsorge in einem zeitlich engen Abstand erfolgen. Ein Rückfall kann so in frühem Stadium erkannt und darauf entsprechend reagiert werden. Unerlässlich ist es auch für den Betroffenen, seinen Körper wieder neu wahrzunehmen und auf viele Details zu achten. Beschwerden dürfen nicht heruntergespielt werden, sondern müssen vom Patienten registriert werden. Jeder nachfolgend auftretende Knochenschmerz muss dem Arzt gemeldet werden.

Bei der Behandlung von Knochenkrebs werden demnach je nach Ausgangslage unterschiedliche Verfahren angewendet. Standarisierte Methoden können aufgrund der unterschiedlichen Situation im Einzelfall hierbei nicht zur Anwendung kommen. Zu beachten ist, dass die Therapie gegen den Krebs intensiv ist und damit auch belastend für die Betroffenen. Mit Nebenwirkungen muss gerechnet werden. Dies können Haarausfall, Erbrechen und Übelkeit sein, der ganze Körper wird mit den Reaktionen zu kämpfen haben. Auch die Anfälligkeit für Infekte kann sich unter der Behandlung erhöhen. Daneben werden die körpereigenen Reserven angegriffen durch die Krebstherapie. Gerade bei Kindern und Jugendlichen können aus diesen Gründen die Knochenkrebserkrankungen einschneidende Folgen haben. Aber auch für die Psyche, ob bei Kindern oder jungen Erwachsenen, ist eine nicht zu verachtende Belastungssituation gegeben. Da es jedoch keine Behandlungsalternativen gibt, müssen die Belastungen und Risiken wohlüberlegt in Kauf genommen werden.

Ein Wirkstoff, der neuerdings bei der Behandlung nicht nur von Knochenkrebs, sondern auch anderer Krebsarten genauer untersucht wird, ist das Thalidomid. Dieser Wirkstoff kann Teilungsvorgänge der Zellen verändern, beziehungsweise vorrangig das Teilen von Körperzellen verhindern. Thalidomid ist heute unter diesem Namen den wenigsten Menschen bekannt, unter seiner früheren Bezeichnung, nämlich als Contergan, kennen es jedoch die Meisten. Die negative Behaftung bleibt mit dem Herstellernahmen für viele Gesundheitsinteressierte untrennbar verbunden. Zweifelsohne kann die Wirkung, die früher Missbildungen bei Ungeborenen verursachte ins Gegenteil für die Krebsbehandlung umgekehrt werden. Weitere Studien zur Untersuchung der Wirkung von Thalidomid sind unter strengen Sicherheitsvorkehrungen geplant und könnten einen entscheidenden Durchbruch im Kampf gegen Knochenkrebs verursachen.

Knochenkrebs Verlauf

Was als Osteosarkom in den langen Röhrenknochen, also den Armen oder Beinen beginnt, breitet sich oft schnell weiter im Körper aus. Auch in den Knien oder im Bereich des Gesichtsschädels kann die Krankheit zum Ausbruch kommen. Wer an diesen betroffenen Stellen Schmerzen, eine mögliche Schwellung oder auch hierdurch bedingt gestörte Bewegungsabläufe bemerkt, sollte umgehend von einem Facharzt weitere Untersuchungen anstellen lassen. Nur durch eine frühzeitige sichere Diagnose kann eine sinnvolle Therapie, unter Beachtung der aktuellen Behandlungsmöglichkeiten, gewählt werden. Die Heilungschancen steigen mit der Früherkennung. Auch eine Ausweitung der Metastasen in umliegende Organe kann so rechtzeitig unterbunden werden. Die Ausbreitung und die Behandlung der Krankheit entscheiden dann über den weiteren Verlauf und über die Chancen für den Patienten.Grundsätzlich ist es wichtig, sich neben der Krankheit auch über die zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten zu informieren.

Die Behandlung beginnt immer mit Information und einer Selbstaufklärung des Patienten. Die Bedürfnisse des Betroffenen müssen dann von den behandelnden Spezialisten im Auge behalten werden. Die Lebensqualität des Betroffenen soll bei jeder Behandlungswahl primär beachtet werden. Vor diesem Hintergrund muss auch eine mögliche Schmerztherapie sorgsam abgewogen werden.Neben der Information profitieren viele Erkrankte vom Kontakt mit anderen Betroffenen.

Die Deutsche Krebshilfe oder regionale Selbsthilfegruppen schaffen hier Möglichkeiten, zur Kontaktaufnahme und helfen dem Erkrankten dabei, Beratung und Unterstützung zu finden. Auch Behandlungsmöglichkeiten können in diesem Rahmen oft diskutiert werden und neue Wege zum Umgang mit der Krankheit eröffnen sich dem Patienten.Bei Knochenkrebs wird vielmals von einer auf fünf Jahre bezogenen Überlebensrate gesprochen. Die Überlebensrate in diesem Zeitraum liegt bei etwa 40 Prozent bis 70 Prozent. Die sich in den letzten Jahren verbesserten Therapiemöglichkeiten haben nicht zuletzt zu relativ guten Prognosen für Patienten, die unter noch keiner Bildung von Metastasen leiden, beigetragen. Jahre nach der Behandlung war es für viele Betroffene mitunter möglich, ihren gewohnten Alltag wieder aufzunehmen und von den Erfolgen der Therapieverfahren zu profitieren.

Die Früherkennung von Knochenkrebs hat nicht wenigen Betroffenen zur wirksamen Krebstherapie verholfen. Dennoch besteht auch bei bereits gebildeten Knochenmetastasen die Möglichkeit zur Heilung. Abhängig ist dies vom Primärtumor. Im direkten Vergleich sind die Chancen bei einem Mammakarzinom deutlich besser anzusehen als bei den gebildeten Metastasen eines Lungenkarzinoms. Bei bereits gebildeten Tochtergeschwülsten sinken die Überlebenschancen der Betroffenen je nach Ausprägung, eine Vorhersage mit Bestimmtheit ist jedoch nicht erforderlich. Auch wenn der Krebs eingewachsen ist in Muskelgruppen, sind die Heilungserfolge geringer.

Knochenkrebs Vorbeugen

Gerade das Auftreten in frühen Lebensjahren und die oft langwierige Behandlung mit nicht selten mäßigen Erfolgen veranlassen viele Menschen zum Nachdenken über mögliche Vorbeugemaßnahmen. Doch was kann wirklich getan werden, um Knochenkrebs zu verhindern? Weiterhin besteht die Situation, dass zur Zeit keine Maßnahmen bekannt sind, die wirksam wären, um ein Entstehen der Knochentumore abzuwenden. Eine Vorbeugung kann nach aktuellem wissenschaftlichem Stand nicht in Betracht gezogen werden.

Trotz dieser Tatsachen kann generell das Risiko im Allgemeinen in Bezug auf Krebserkrankungen gesenkt werden. Eine gesunde und bewusste Ernährung, ausreichende Bewegung, kein übermäßiger Alkoholgenuss und Nikotinverzicht sind einige Bausteine, um die Wahrscheinlichkeit für Krebserkrankungen im Allgemeinen zu senken.

Wichtig ist es darüber hinaus, auch auf Beschwerden, die unscheinbar erscheinen mögen zu achten. Die Ursachenerforschung bei Schmerzen nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort zu handeln, kann die Erkrankung mit Knochenkrebs zwar nicht verhindern, kann jedoch eine frühzeitige Behandlung gewähren und beugt schweren Krankheitsverläufen vor.

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