Gebärmutterhalskrebs

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Gebärmutterhalskrebs ist der bei Frauen am 11. häufigsten diagnostizierte Krebs und der bei Frauen am zweithäufigste, bösartige Tumor. Bereits im jungen Alter können sich Mädchen mit für Gebärmutterhalskrebs verantwortlichen HP-Viren infizieren. Nach der direkten Übertragung können die Viren über mehrere Jahre bis Jahrzehnte im Körper verbleiben. Vorsorgeuntersuchungen, wie der Papp-Test, und vorbeugende Maßnahmen, wie die Verabreichung des HPV-Impfstoffes, bieten Möglichkeiten den Ausbruch der Gebärmutterhalserkrankung frühzeitig zu umgehen.

Am häufigsten tritt die Krebsart im mittleren Alter auf. Frauen, bei denen ein Karzinom diagnostiziert wird, sind im Regelfall zwischen 45 und 55 Jahren. Ausnahmen belegen, dass Frauen ab Mitte 30 ebenfalls mit dem Ausbruch der Krankheit konfrontiert sind. Vorsorgeuntersuchungen ab Anfang 20 und eine klare Informationspolitik von Frauenärzten haben vorrangig dazu beigetragen, dass die Anzahl der Erkrankungen immer weiter sinkt. Die Überlebenschancen nach Behandlung der Erkrankung liegen bei 64% für 5 Jahre und bei 60% für 10 Jahre. Eine erfolgreiche Behandlung schließt das Wiedererkranken nicht aus. Zu den aktuellen Behandlungsmethoden zählen Strahlen- und Chemotherapien, sowie die operative Entfernung des Tumors bis hin zum Erhalt der Eierstöcke oder der vollständigen Entfernung der Gebärmutter. Schwangerschaften können, trotz der Diagnose Gebärmutterhalskrebs, je nach Stadium, auch bei einem operativen Eingriff auf normalem Weg erlebt werden.

Gebärmutterhalskrebs Ursachen

Gebaermutterhalskrebs Symptome / UrsachenNicht alle Ursachen für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind nachweisbar. Die häufigste Ursache kann mit dem Auftreten der HP-Viren benannt werden. Bei der Übertragungsform sind nicht alle Formen gleichermaßen klinisch bestätigt. Vermutet wird, dass die Viren durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, dem eine mangelnde Hygiene vorausgeht. Die Übertragung erfolgt in direktem Weg über die Schleimhäute.

Weitere Übertragungsmöglichkeiten, und damit zu benennende Ursachen, sind sehr früher Geschlechtsverkehr sowie häufige Wechsel der Sexualpartner. Ist der weibliche Körper mit HP-Viren infiziert, wird desweiteren vermutet, dass ein ungesunder Lebensstil, wie das Rauchen; die langzeitige Einnahme der Antibabypille, sowie mehrere Geburten und eine grundlegende, mangelnde Hygiene das langfristige Entwickeln der HP-Viren begünstigen können.

Gebärmutterhalskrebs Symptome

In den meisten Fällen bleibt die Erkrankung in ihrem Verlauf weitestgehend unbemerkt. Schmerzen und von außen fühlbare Veränderungen sind nicht wahrzunehmen. Selbst Frauen mit einem sehr guten Körpergefühl bemerken die Erkrankung erst in fortgeschrittenem Stadium. Sobald der Tumor zerfällt und der Transport der Tumorzellen durch den Blutkreislauf und das Lymphdrüsensystem erfolgt, beginnen leichte Schmierblutungen die schadhaften Veränderungen am Gebärmutterhals erkennbar zu machen. Im Verlauf der Krebserkrankung wandeln sich die unregelmäßigen Schmierblutungen zunehmend in süßlich riechende, kleine und fleischähnliche Fetzchen enthaltene Blutungen. Diese treten weiterhin unregelmäßig auf, sowie während des Geschlechtsverkehrs.

Gebärmutterhalskrebs Diagnose

Ist der Papp-Test wiederholt auffällig, wird vom Muttermund eine Gewebeprobe entnommen. Diese wird im Labor im Hinblick auf Zellveränderungen untersucht. Alternativ kann die Ausschabung, mit dem Ziel einen Teil der Gebärmutterschleimhaut zu entnehmen, Aufschluss über eine mögliche Erkrankung geben. Wird Gebärmutterhalskrebs festgestellt, helfen weitere Untersuchungen das Stadium der Erkrankung zu bestimmen. Durch Sonografie, Röntgen sowie Rektoskopie und Zystoskopie werden Lungen, Nieren, Leber, Harnblase und der Enddarm auf Metastasenbefunde hin untersucht. Je nach Ausprägung des in den Basalzellen vorhandenen HP-Virenerbgutes kann der Krankheitsverlauf bestimmt werden.

In vielen frühzeitig erkannten Fällen bedeutet die Erkennung der HP-Viren nicht, dass die Krebserkrankung in absehbarer Zeit ausbrechen wird. HP-Viren werden in Typen unterschiedlicher Schwere klassifiziert. Wobei einige Typen lediglich das Vorhandensein von HP-Viren nachweisen, stehen Hochrisiko-HP-Viren mit sehr großer Wahrscheinlichkeit für die absehbare Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs. Dabei lassen Hochrisiko-HP-Viren keinen Schluss über den Ausbruch der Krebserkrankung zu. Allerdings ist belegt, dass eine ungesunde Lebensweise bei diagnostizierten Hochrisiko-HP-Viren zu einer Begünstigung der Krebszellenbildung führt.

Gebärmutterhalskrebs Therapie

Je nach Krankheitsstadium wird der Tumor unter Beobachtung gestellt oder sofort entfernt. In der Festlegung der Stadien vor Ausbruch der Krebserkrankung werden die Bezeichnungen CIN I bis CIN III verwendet. Während bei der CIN I eine regelmäßige Beobachtung und eine einhergehende Gewebeentnahme die Folge sind, kann dieses Stadium unter ärztlicher Aufsicht bis zu 2 Jahre gehalten werden. Hierbei besteht die Möglichkeit, dass die Krankheit nicht weiter voranschreitet. Von Rückbildungen der veränderten Zellen kann ausgegangen werden.

Eine CIN I-Diagnose kann bei zunehmendem Krankheitsverlauf in eine CIN II-Diagnose übergehen. Eine CIN II-Diagnose sollte nicht länger als 1 Jahr beobachtet werden. Bei einer CIN III ist die eine CIN II ebenfalls abschließende Operation sofort anzuraten. Bei der Operation bestehen die Möglichkeiten sich ausschließlich den Tumor entfernen zu lassen oder alternativ die vollständige Gebärmutter. Letzteres empfiehlt sich dann, wenn die Frau für sich beschlossen hat, keine Kinder mehr zu bekommen oder wenn ihr das Risiko, erneut an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, zu groß ist.

Wird die Krebserkrankung im Laufe einer Schwangerschaft festgestellt, kann die Erkrankung bis zum Zeitpunkt der Geburt unter Beobachtung verbleiben. Auch während der Schwangerschaft kann eine Operation mit der Entfernung des Tumorgewebes erfolgen. Das Risiko einer Frühgeburt im Anschluss der Operation nimmt allerdings zu.Ist die Diagnose Gebärmutterhalskrebs, wird diese mit FIGO IA 1 bezeichnet. In diesem Krankheitsstadium hilft die operative Entfernung des Tumorgewebes oder die vollständige Entfernung der Gebärmutter. Entscheidet sich die Frau für die Entfernung des Tumors, bleibt sie lebenslang ein Risikopatient für eine erneute Gebärmutterhalserkrankung. Vor allem Schwangerschaften werden ab der Ersterkrankung zu potentiellen Risiken und begünstigen das erneute Entstehen von Tumorzellen.

In den Folgestadien FIGO IA2, IB, IIA, IIB, III, IV wird der Befall weiterer Körperbereiche beschrieben. Je nach Entwicklung der Krebserkrankung wird zusätzlich zum Ursprungstumor das ebenfalls befallene Gewebe entfernt.Dem Krankheitsstadium und -verlauf entsprechend, wird der Krebspatient nach der Operation weiteren Untersuchungen unterzogen. Strahlentherapie oder Chemotherapie stellen weitere Formen der fortlaufenden Behandlung dar. Regelmäßige Gewebeentnahmen ermöglichen das erneute Auftreten der Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen und die erforderlichen Behandlungsschritte einzuleiten. Neben der regelmäßigen, medizinischen Versorgung ist eine stabile und starke Psyche eine wichtige Voraussetzung, um die Krebserkrankung zu überstehen. Das Wissen, um die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen kann der Krebserkrankten eine klare Linie bieten und die Angst vor dem unsicheren Verlauf der Krebserkrankung nehmen.

Nach der Diagnose der Erkrankung ist Schritt für Schritt eine gesunde Lebensweise einzuplanen. Die Psyche sollte dabei stets gestärkt werden und der Lebenswille durch Informationen und Unterstützung von wichtigen Mitmenschen möglich sein.

Gebärmutterhalskrebs Verlauf

Das Vorkommen von HP-Viren im Körper ist von der betroffenen Frau selbst nicht wahrnehmbar. Nachdem sich die Viren mit den sich am Gebärmutterhals befindlichen Basalzellen verbunden haben, beginnt das Krankheitsbild. Von nun an übernehmen die Basalzellen das Erbgut der Viren und produzieren Zellinhalte mit HPV-Erbgut. Im Laufe der krankheitsdefinierenden Erbgutproduktion werden die körpereigenen Mechanismen zur Bekämpfung einer übermäßigen Zellvermehrung deaktiviert. Das Erbgut potenziert sich weiter, bis sich das Virusgenom in das Genom der Wirtszelle einnistet.

Der zunehmende Anstieg veränderter Zellen durchbricht die Basalmembran. Die Tumorzellen gelangen auf unterschiedlichen Wegen, wie dem Blutkreislauf, vorerst in die umliegenden Bereiche des Gebärmutterhalses. Die Metastasen beginnen sich im Unterleib auszuweiten. Bleibt die Krankheit unbemerkt, können die Harnblase, der Enddarm sowie Lunge, Leber oder Nieren befallen werden. Während sich der Gebärmutterhalskrebs schmerzfrei entwickelt, spürt man als Erkrankte spätestens beim Befall der beschriebenen Organe merkliche Schmerzen. Spätestens das Auftreten beschriebener Schmierblutungen muss den umgehenden Besuch beim Arzt zur Folge haben. Treten die Schmierblutungen trotz eines jüngst zurückliegenden, negativen Papp-Tests auf, sollte umgehend ein Folgetest sowie ein Virusnachweis durchgeführt werden.

Gebärmutterhalskrebs Vorbeugen

Ein gesunder Hygienerhythmus im Alltag und ein gesundes Immunsystem können dem Auftreten von Gebärmutterhalskrebs entgegenwirken. Es ist ratsam, sich vor und nach dem Geschlechtsverkehr zu waschen. Dies ist auch zu empfehlen, wenn man einen festen Partner oder eine feste Partnerin hat. Regelmäßige Routineuntersuchungen ab dem 20. Lebensjahr bilden eine maßgebliche Möglichkeit, um durch einen Papp-Test frühzeitig Zellveränderungen feststellen zu können. Die HPV-Impfung sollte regelmäßig erneuert werden. Da das Auftreten von HP-Viren im besten Fall von einem gesunden Frauenkörper erkannt und unschädlich gemacht werden kann, ist eine gesunde Lebensweise und ein gestärktes Immunsystem für jede Frau in jedem Alter ein empfehlenswertes Ziel.

Nachweislich sind mehr als 70% gesunder Frauen in der Lage Veränderungen an Zellen im Bereich des Gebärmutterhalses innerhalb von 2 Jahren ohne Medikamente, allein aus eigenen körperlichen Kräften, zu bekämpfen und unschädlich zu machen.Bei den konkreten Auswirkungen des Rauchens sind sich Mediziner nicht sicher und warnen vor dem übermäßigen Konsum von Zigaretten. Sind in den Familiengenerationen bereits Krebserkrankungen aufgetreten, ist in jedem Fall vom Rauchen abzuraten. Unklar ist, ob das regelmäßige und frühzeitige Rauchen den Körper anfälliger für die Aufnahme von HP-Viren und daraus folgende Entwicklung von Tumorzellen macht. Haben Frauen in jungen Jahren geraucht, kann selbst die zurückliegende Schädigung des Körpers nachhaltige Auswirkungen auf den aktuellen Gesundheitszustand und die Entwicklung von Krebs haben.Um wirklich sicher zu gehen nicht an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, sollte man sich ab dem 30. Lebensjahr jährlich eines Papp-Tests unterziehen.

Leider ist der Test nicht zu 100% zuverlässig, so dass die Hälfte der krebserkrankten und sich in der Vorstufe der Krebserkrankung befindlichen Frauen vom Papp-Test nicht erkannt werden. In Kombination mit einem Virusnachweis bringt der Papptest ein eindeutiges Ergebnis hervor. Da das Auftreten von Gebärmutterhalskrebs mit zunehmendem Alter steigt, empfiehlt sich vor allem ab dem 45. Lebensjahr 1-2 Mal im Jahr einen Abstrich machen zu lassen.

Die Aufklärung der immer früher sexuelle Erfahrungen sammelnden Jugendlichen ist eine weitere nicht zu vernachlässigende Möglichkeit der Vorbeugung. Je aufgeklärter Jugendliche sind, desto kleiner kann die Übertragungswahrscheinlichkeit gehalten werden. Hygiene beginnt bereits im Kindesalter. Vor allem Jugendliche und selbst Erwachsene sollten die Hygiene vor und nach dem Geschlechtsverkehr ernst nehmen. Da medizinisch gesehen nicht erwiesen ist, ob HP-Viren nicht auch über die Hand weitergegeben werden können, ist eine grundsätzliche Hygiene zu empfehlen.

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