Darmkrebs

Unter dem Begriff Darmkrebs versteht man bösartige Tumore, die im Dünndarm, Dickdarm und im Mastdarm vorkommen können. Während diese Tumore im Dünndarm eher selten auftreten, ist der Dickdarm- und Mastdarmkrebs häufiger verbreitet. Man spricht dabei von einem Kolorektalen Karzinom, von dem heute mehr als sechs Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Dabei erkranken Männer und Frauen etwa in gleichem Maße. Rund dreißig Prozent der Erkrankten sterben daran. Diese Zahlen erschrecken, da es mit einer Früherkennung möglich ist, diesen Krebs in den meisten Fällen zu heilen. Deshalb ist auch immer wieder die Vorsorge Untersuchung von großer Wichtigkeit.

Der Krebs entwickelt sich in den meisten Fällen aus den Drüsenzellen, die sich in der Darmschleimhaut gehören. Deshalb zählt der Darmkrebs zu den Adenokarzinomen, die ihren Namen von dem lateinischen Wort Adeno für Drüse erhalten.Während die Anzahl der Darmkrebs Erkrankungen in Deutschland in den letzten dreißig Jahren beständig angestiegen ist, sind jedoch auch die 5 Jahre Überlebensraten immer weiter angestiegen. Die Heilungschancen für Darmkrebs hängen zu einem großen Teil davon ab, in welchem Stadium der Krebs erkannt wird. Das Problem besteht hierbei oft in der Tatsache, dass die Krebstumore oft über Jahre hinaus ungestört wachsen, da sie zunächst kaum Beschwerden auslösen. Auf Grund der Wichtigkeit der Vorsorge Untersuchungen übernehmen Krankenkassen seit dem Jahr 2002 für Patienten ab 55 Jahren alle zehn Jahre die Kosten für eine Darmspiegelung. Bei Patienten mit Beschwerden gilt diese Wartezeit nicht.

Auch bei der Behandlung für Darmkrebs konnten in den letzten Jahren viele Fortschritte erzielt werden. Durch Strahlen- oder Chemotherapie, sowohl als auch durch gentechnisch produzierte Antikörper kann der Krebs heute auch im fortgeschrittenen Stadium oft erfolgreich therapiert werden.

Darmkrebs Ursachen

Darmkrebs SymptomeAuch heute ist man noch nicht in der Lage, eine spezifische Ursache für den Darmkrebs feststellen zu können. Jedoch geht man davon aus, das mehrere Faktoren zu der Erkrankung beitragen. Diese Faktoren wirken stimulierend auf das Zellwachstum der Darmschleimhaut. Steigt dieses Wachstum über ein normales Maß an, so entsteht Krebs. Oftmals findet man bei der Umwandlung von guten in bösartige Zellen eine Zwischenform vor. Diese präsentiert sich in Form der Darmpolypen. Diese sind gutartig, können sich aber in bösartige Krebszellen umwandeln und diese Weise die Tumoren auslösen. Etwa 90 Prozent der Erkrankungen sind auf entartete Polypen zurückzuführen. Eine genetische Vorbelastung wird ebenfalls als Risikofaktor angesehen. Wer einen Familienangehörigen in direkter Linie hat, der an Darmkrebs erkrankt ist, hat ein dreifach höheres Risiko, auch selbst zu erkranken. Weiterhin stellt das Vorliegen einer familiären adenomatösen Polyposis ein erhöhtes Risiko dar. Auch Darmkrankheiten, wie Morbus Krohn und Colitis ulcerosa und andere chronische Entzündungen der Darmschleimhaut stellen ebenfalls ein erhöhtes Risiko dar.

Einer der größten Risikofaktoren besteht jedoch in der Fehlernährung. Seit einigen Jahren werden Krebserkrankungen mit Ernährung und allgemeinen Lebensgewohnheiten in Verbindung gebracht. Während dieser Zeit konnten einige wertvolle Einsichten gewonnen werden, in wie weit die Ernährung krank macht. So steht besonders der tägliche Verzehr von rotem Fleisch, wie Schweinefleisch und Rindfleisch und von Wurstwaren im Zusammenhang mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko. Täglicher Konsum von Fisch hingegen kann das Darmkrebsrisiko senken. Eine Studie, die an japanischen Einwanderern in den Vereinigten Staaten vorgenommen wurde, ergab, dass die die Einwanderer nach 20 Jahren an einem ebenso hohen Darmkrebsrisiko leiden, wie die übrige amerikanische Bevölkerung. Japaner, die in ihrem Land verblieben, weisen hingegen ein wesentlich geringeres Risiko auf. Die Erklärung dafür ist, dass sich die Einwanderer mit den Jahren an die Lebensweise des Gastlandes anpassen und eine Ernährung, die reich in Fisch ist, gegen einen deutlich erhöhten Konsum von Fleisch austauschen. Ebenso wird vermutet, dass eine Ernährung, die arm an Ballaststoffen ist, das Darmkrebsrisiko erhöht. Durch mangelnde Ballaststoffe bleiben krebsfördernde Schadstoffe länger im Darm, wo sie auf das Gewebe einwirken können. Ebenso steigt das Krebsrisiko mit zunehmendem Alter.

Weitere Risikofaktoren sind langjähriges Rauchen, wie auch starkes Übergewicht. Es ist anzunehmen, dass die sich Ursache für den Darmkrebs bei jedem Patienten aus einer individuellen Mischung dieser Risikofaktoren finden lässt. Sicher ist, dass man das Risiko mit einer gesunden Lebensweise und einer ausgewogenen Ernährung vermindern kann. Damit sollte schon in jungen Jahren begonnen werden.

Darmkrebs Symptome

Befindet sich der Darmkrebs im Frühstadium, so sind die Symptome oft nicht schlüssig. Darin besteht im Besonderen eine der großen Gefahren dieser Krankheit. Die Symptome werden zu spät richtig gedeutet und die Krankheit befindet sich bereits im fortgeschrittenen Stadium, wenn sie schließlich diagnostiziert wird. Das ermöglicht die Ausbreitung der Krankheit und führt in vielen Fällen zu Metastasen in anderen Organen, was die Heilungschancen vermindert. Die ersten Symptome sind oft Leistungsminderung, häufige Müdigkeit, sowie ungewollter Gewichtsverlust und unerklärliches Fieber. Natürlich wird diesen Symptomen oft nicht viel Bedeutung geschenkt, zumal sie auch auf andere Krankheiten hindeuten können.

Ein weiteres Symptom, das zur Früherkennung beitragen kann, ist das Auftreten von Blut im Stuhl. Dieses Symptom wird jedoch von vielen Patienten auf Hämorrhoiden zurückgeführt. Es ist ratsam, sich auf Darmkrebs untersuchen zu lassen, wenn Blut im Stuhl ist, auch wenn man unter Hämorrhoiden leidet. Der Blutverlust führt zu Anämie. Ein blasses Aussehen und Abgeschlagenheit sind die Folge. Ebenso sollte auf eine Veränderung in den Stuhlgewohnheiten geachtet werden. Ständiger Durchfall oder Verstopfung können ebenso von Darmkrebs hervorgerufene Symptome sein, wie eitriger, schleimiger Stuhl und übel riechende Winde. Dabei kann es zu quälenden Blähungen kommen. Ist der Tumor im Enddarm, so kommt es oft zu schmerzhaftem Stuhlgang. Wenn der Tumor den Darm verengt kommt es zu einem charakteristischen, dünnen Stuhl, der auch als Bleistiftstuhl bezeichnet wird. In vielen Fällen ist der Darmkrebs im Anfangsstadium aber auch symptomfrei.

Darmkrebs Diagnose

Heute gibt es viele Möglichkeiten, um den Darmkrebs zu diagnostizieren. Dabei gehören einige Methoden zur Früherkennung, die beispielsweise im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung angewendet werden. Andere Verfahren helfen dem Arzt bei einer genauen Diagnostik des Darmkrebs. Ausmaß und genaue Lage des Tumors können hier bestimmt werden. Einer der einfachsten Tests ist die Bestimmung von okkultem Blut im Stuhl. Die Tumore haben ein Netz von feinen und leicht verletzbaren Blutgefäßen, aus denen Blut in den Stuhl sickert. Oft geschieht das in sehr geringen Mengen, so dass das Blut mit dem bloßen Auge nicht sichtbar ist. Der Test ist zum einen gut verträglich und leicht durchzuführen und zum anderen auch preiswert. Es gibt hier jedoch auch einen Nachteil. Nur solche Tumore und Polypen, die bluten, können von diesem Test auch erfasst werden. Tumore, die nicht bluten, bleiben unerkannt.

Ist kein okkultes Blut im Stuhl vorhanden ist das nicht als Garantie dafür anzusehen, das kein Darmkrebs vorliegt. Genauer sind deshalb die Testmethoden, bei denen der Darm abgebildet wird. Die älteste Methode ist dabei die Röntgenaufnahme. Dazu wird dem Patienten Kontrastflüssigkeit in den Darm eingeführt, so dass ein reliefartiges Röntgenbild zustande kommt, auf dem Tumoren und Polypen zweifelsfrei zu erkennen sind. Diese Methode wird heute jedoch nur noch sehr selten eingesetzt. Sie stellt ein hohes Strahlenrisiko dar und ist lediglich auf Diagnostik begrenzt. Die Dickdarmspieglung ist da wesentlich effektiver. Dabei wird an einem biegsamen Endoskop eine kleine Kamera in den Darm eingeführt. So können Polypen und Tumore sehr leicht gesehen werden. Der besondere Vorteil besteht jedoch darin, dass das Gerät mit einer Spezialschlinge versehen ist, mit der kleine Polypen schon während der Darmspieglung entfernt werden können, so dass kein zweiter Eingriff nötig ist. Besteht ein Tumor, können auf diese Weise auch Gewebeproben entnommen werden.

Eine weitere Methode ist die Computertomographie. Für diese Diagnosemethode muss der Darm vor der Untersuchung gereinigt werden. Dann kann man auf dem Computerbildschirm jeden Teilabschnitt des Darms genau erkennen. Diese Methode hat den Vorteil, dass sie nicht invasiv ist. Polypen zu entfernen oder Gewebeproben zu entnehmen ist allerdings nicht möglich. Aus diesen Gründen wird heute meist die Darmspiegelung bevorzugt. Wird bei einer solchen Untersuchung der Verdacht auf Darmkrebs bestätigt, werden im Anschluss daran noch einige weitere Untersuchungen unternommen, um die Diagnose auszuweiten. Dazu gehört eine Sonographie des Abdomens, die dazu dient festzustellen, ob bereits Metastasen in der Leber bestehen. Ebenso werden andere Organe untersucht. Ein Röntgenbild des Thorax gibt Aufschluss über mögliche Metastasen in der Lunge und mit einer Computertomographie können Bauchhöhle, Brust und Schädel untersucht werden, wenn Verdacht auf Fernmetastasen besteht.

Tumormarker werden dazu benutzt, den Verlauf der Krankheit zu überwachen. Es gibt heute auch eine Blutuntersuchung, mit der im besonders im Rahmen der Vorsorge ein Kolorektal Karzinom feststellen kann. Dabei wird ein Biomarker, der mit dem Kolorektal Krebs assoziiert ist, festgestellt. Ist das Ergebnis positiv, besteht ein erhöhtes Krebsrisiko und es können weitere Untersuchungen eingeleitet werden, die dann näheren Aufschluss geben. Ebenso gibt es einen weiteren Stuhltest, bei dem jedoch nicht nach okkultem Blut geforscht wird. Der sogenannte Tumor M2 PK Test stellt ein spezifisches Enzym fest, dass bei Kolorektal Krebs in erhöhten Mengen im Stuhl zu finden ist. Diese Enzym findet sich im Stuhl vor, wenn Tumore oder auch bösartig veränderte Polypen bestehen, so dass damit die Krankheit schon sehr früh erkannt werden kann.

Darmkrebs Therapie / Behandlung

Es gibt etliche Therapiemethoden zur Bekämpfung des Kolorektal Krebs. Wird der Krebs im Frühstadium erkannt, bestehende ausgezeichnete Heilungsmöglichkeiten und auch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Krebs in einer Weise entfernt werden kann, die ein Risiko für Neuerkrankung oder Rezidive stark vermindert. Doch auch wenn der Krebs erst in einem späteren Stadium diagnostiziert wird, gibt es Therapielösungen, die dem Patienten oft über Jahre hinaus ein Leben mit möglichst wenigen Komplikationen gewähren kann. Die zu wählende Behandlungsmethode hängt beim Darmkrebs von der Größe des Tumors ab und von dem Stadium, in dem sich die Krankheit befindet. In den meisten Fällen wird die Lösung angestrebt, den befallenen Darmabschnitt mit dem dazugehörigen Lymphabflussgebiet operativ zu entfernen. In jedem Falle wird aber die individuelle Situation des Patienten ausgewertet und daraufhin ein Therapieplan erstellt.

Dabei stützt sich die Darmkrebstherapie auf drei Säulen: Chemotherapie, Strahlentherapie und Operation. Um den wirksamsten Therapieplan erstellen zu können, müssen auch der Allgemeinzustand des Patienten, sowie mögliche Begleiterkrankungen in Betracht gezogen werden. Das operative Entfernen des Tumors wird auch bei einer Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium ausgeführt, da Komplikationen, wie zum Beispiel Darmverschluss auf diese Weise vermieden werden können. Zusätzlich unterscheidet sich die Therapie auch je nach den verschiedenen Darmteilen, die betroffen sind. Besonders beim Kolonkarzinom besteht immer wieder die Gefahr, dass auch nach einer erfolgreichen Operation in folgenden Jahren Tochtergeschwüre auftauchen können. Auch am selben Ort, an dem ein Tumor entfernt wurde, kann sich ein neuer Tumor bilden. In diesem Fall spricht man von Rezidiven. Das steht besonders zu befürchten, wenn auch im Lymphgewebe Krebszellen gefunden wurden. Deshalb wird bei Patienten mit Kolonkarzinom noch eine Nachbehandlung vorgenommen, um die Langzeitprognose zu verbessern. Dazu wird nach der Operation eine Chemotherapie angesetzt, die über einen längeren Zeitraum andauert, um im Körper die beste Wirkung erzielen zu können. Sie dient dazu, Krebszellen abzutöten, die nach der Operation noch im Körper verblieben sein können.

Bei einem Rektumkarzinom kann nach der Operation mit einer Kombination von Chemotherapie und Strahlentherapie die Häufigkeit der lokalen Krankheitsrückfälle vermindern. Heute wird auch oft eine neue Behandlung eingesetzt, bei der schon vor der Operation Chemo- und Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Auf diese Weise kann der Tumor oft so verkleinert werden, dass er bei der Operation völlig entfernt werden kann. Die Operation steht im Mittelpunkt der Therapie bei dem Kolorektalen Krebs. Können Tumor und umliegendes, betroffenes Lymphgewebe völlig entfernt werden, so sind die Heilungsaussichten sehr günstig.

Liegt ein Kolonkarzinom vor, so wird, abhängig von der Lage des Tumor, entweder die rechte oder die linke Dickdarmhälfte entfernt. Danach werden die Darmenden wieder zusammengenäht um einen Durchlass zu gewähren. Heute ist dabei die Anlage eines künstlichen Darmausgangs nur noch in einigen Fällen notwendig. Beim Rektumkarzinom gab es in der Vergangenheit immer eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit sich an der selben Stelle wieder ausbreitete. Doch mit einer neuen Operationstechnik, der totalen mesorektalen Excision, konnte das Risiko weitgehend begrenzt werden. In vereinzelten Fällen können solche Operationen heute auch schon durch die minimal invasiven Operationstechniken vorgenommen werden, bei denen statt des Öffnen der gesamten Bauchdecke nur ein kleiner Einschnitt gemacht wird. Wird festgestellt, dass sich in anderen Organen Metastasen gebildet haben, so können auch diese durch andere Operationen entfernt werden. Sollte das nicht möglich sein, so kann das Wachstum der Krebszellen durch Lasertherapie oder Medikamente zum Stillstand gebracht werden. Bei inoperablen Metastasen setzt man oft die palliative Chemotherapie ein. Hier ist es das Ziel, die Lebensqualität des Patienten weitgehend zu erhalten und die Lebenserwartung zu verbessern.

Auch die Strahlentherapie kann bei der palliativen Behandlung Einsatz finden. Gemeinsam mit der Chemotherapie trägt sie zur Tumorverkleinerung bei. Nach einer erfolgreichen curativen Behandlung ist für den Darmkrebs Patienten eine regelmäßige Nachsorge von großer Wichtigkeit. Diese wird zunächst halbjährlich und später jährlich vorgenommen. Zum Standardprotokoll gehören dabei die Tumormarker Untersuchung im Serum, eine Koloskopie sowohl als auch eine Computer Tomographie und im Falle von Rektumkrebs auch eine Rektosigmoidoskopie und eine Endosonographie. Das erlaubt, ein neues Entstehen der Krankheit sofort zu erkennen. Heute kommen auch in einigen Fällen neue Behandlungsmethoden zum Einsatz. Dabei werden Wirkstoffe angewendet, die sich auf spezielle Schlüsselprozesse in der Krebszelle richten und verursachen beim Patienten weniger Nebenwirkungen als die herkömmliche Chemotherapie. Diese Wirkstoffe können beispielsweise die Neubildung der Blutgefäße unterbinden, die Tumorzellen versorgen. Ebenso können sie das Wachstum von Tumorzellen unterbinden. Diese zielgerichteten Therapien werden heute besonders bei der Behandlung von fortgeschrittenem Kolorektal Karzinom in Verbindung mit herkömmlicher Chemotherapie oder auch zusammen mit einer Strahlentherapie in Einsatz gebracht.

Darmkrebs Verlauf

In den meisten Fällen entsteht der Darmkrebs in den Drüsenzellen der Schleimhaut, die das Innere des Darms auskleidet. Im Frühstadium bleiben die Krebszellen auch dort. Später weiten sie sich aber auf die Darmwand aus und dringen in umliegendes Gewebe und die Lymphknoten ein. Von dort aus gelangen sie auch in die Blutbahnen, von wo aus sie in andere Organe vordringen können, wo sie dann Metastasen bilden. Dabei ist eine Ausbreitung sowohl im Bauchfell, als auch in Leber und Lunge möglich. Beim Darmkrebs spricht man von verschiedenen Stadien, die von drei Faktoren beeinflusst werden.

Man spricht dabei auch von der TNM Klassifikation, die sich aus Tiefeninfiltration des Tumors (T), Beteiligung der Lymphknoten (N) und dem Vorhandensein von Metastasen (M) zusammensetzt. Heute weiß man, dass sich der Darmkrebs aus gutartigen Polypen entwickeln, die sich in Polypen mit atypischen Veränderungen und schließlich in Karzinome verwandeln. Zunächst verspürt der Patient beim Darmkrebs nur wenig Beschwerden. Gelegentlich auftretende Blähungen und Bauchschmerzen, die im Anfangsstadium zu verzeichnen sind, wird oft nur wenig Beachtung geschenkt. Oft wechseln Durchfälle mit Verstopfung ab und je weiter die Krankheit vorschreitet, desto größer werden die Beschwerden. Schließlich schränkt das Tumorwachstum den Durchlass im Darm ein, wodurch der sogenannte Bleistiftstuhl zu Stande kommt. In dieser Phase ist auch mit häufiger mit Verstopfung zu rechnen. Genauso passiert aber auch das Gegenteil. Der Tumor beeinträchtigt den Darm in seiner Funktion, dem Speisebrei Wasser zu entziehen. Die Folge sind Durchfälle. Meist findet man einen Wechsel beider Symptome vor.

Auch krampfartige Bauchschmerzen kommen in dieser Phase zu Stande kommen. Der Darm versucht, den Speisebrei an dem Hindernis, das der Tumor darstellt, vorbeizudrücken. Dabei spannt er die Muskulatur in der Darmwand stark an, was die Schmerzen verursacht. Wenn der Tumor ungehindert wächst, kann er auch den Darm völlig blockieren und es kommt zu einem Darmverschluss. In diesen Fällen muss sofort operiert werden. Ebenfalls zu einer Notoperation kommt es, wenn der Tumor die äußere Darmwand durchbricht. Der Darminhalt fließt dann ungehindert in den Bauchraum und kann eine lebensgefährliche Peritonitis auslösen. In verschiedenen Fällen bluten die Tumoren und das Blut wird mit dem Stuhl ausgeschieden. In dieser Phase neigt der Patient durch den ständigen Blutverlust zu Anämie und leidet unter häufiger Müdigkeit, Abgeschlagenheit und einer blassen Hautfarbe. Hauptsächlich ist es die geschwächte Leistungsfähigkeit, die das Alltagsleben des Darmkrebspatienten beeinträchtigt. Darum werden neben der eigentlichen Krebstherapie oft auch andere Maßnehmen verordnet, um ein größeres Wohlbefinden zu schaffen. Dazu können Bluttransfusionen, sowohl als auch Krankengymnastik gehören.

Ein zusätzliches Problem, auf das man im Verlauf der Darmkrebstherapie gefasst sein sollte, ist ein künstlicher Darmausgang. Das ist zwar heute nicht mehr bei allen Betroffenen notwendig, wird aber dennoch in einigen Fällen als Folge der Darmentfernung angewendet. Hierbei muss der Patient einmal über die richtige Pflege dieses Stomas orientiert werden. Oft ist auch psychische Hilfe notwendig, da viele Personen ihre sozialen Kontakte einschränken, weil sie sich mit dem künstlichen Darmausgang unsicher fühlen. Grundsätzlich hängt der Krankheitsverlauf in starkem Maße davon ab, wie früh das Koloraktal Karzinom erkannt und behandelt wird. Setzt eine Therapie frühzeitig an, können viele Symptome vermieden werden und natürlich steigen auch die Heilungschancen. Deshalb sind auch die Krebsvorsorge Untersuchungen im Bereich des Darms von besonderer Bedeutung, da sie es möglich machen, den Krebs schon dann zu diagnostizieren, wenn er noch symptomfrei ist..

Darmkrebs vorbeugen

Viele Studien haben ergeben, dass man dem Darmkrebs vorbeugen kann. Diese Studien haben in etlichen Fällen gezeigt, das Personen mit einer gesunden Lebensweise ihr Darmkrebsrisiko gegenüber ungesund lebenden Personen um etwa ein Viertel reduzieren können. Diese vorbeugenden Maßnahmen sind leicht durchzuführen und dienen nicht nur zur Krebsvorsorge sondern sind in der Lage, den gesamten Gesundheitszustand zu verbessern.

Diese Vorbeugung kann auf einige einfache Regeln zusammengefasst werden. Zunächst einmal ist körperliche Aktivität von Wichtigkeit. Man sollte sich täglich wenigstens dreißig Minuten körperlich betätigen, selbst wenn es sich dabei lediglich um Spazierengehen handelt. Ebenfalls ist es ratsam, den Alkohol Konsum so weit wie möglich einzuschränken. Auch Rauche ist mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko assoziiert. Nichtraucher wiesen ein geringeres Risiko auf. Ebenso konnte festgestellt werden, dass Übergewicht das Risiko erhöht. So scheint besonders der Bauchumfang maßgeblich am Darmkrebsrisiko beteiligt zu sein und es ist statistisch festgestellt worden, dass Personen mit einem geringeren Bauchumfang weniger oft an Kolorektalem Krebs leiden.

Den besten Vorsorgefaktor gewährt eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Dazu gehört ein eingeschränkter Konsum von rotem Fleisch und Wurstwaren. Statt dessen sollte man Fisch und viel frisches Obst und Gemüse bevorzugen. Auch ballastreiche Nahrung ist empfehlenswert. Die sogenannte Chemoprävention, als das Vorbeigen mit Medikamenten ist heute nicht empfohlen. Trotzdem wurde erwiesen, dass einige Antirheumatika aus den nichtsteroidalen Gruppe einen hemmenden Effekt auf den Krebs im Darm haben können. So wurde erwiesen, dass Personen, die über 15 Jahre regelmäßig Aspirin einnahmen, weniger an Kolorektal Krebs erkrankten, als solche, die kein Aspirin einnahmen. Ebenso konnte bei Patienten, die bereits Darmpolypen hatten, festgestellt werden, dass durch Einnahme von NSAR die Neubildung von Polypen gehemmt wurde. Jedoch verursachen diese Medikamente eine Reihe von Nebenwirkungen, die sie zur Dauereinnahme ungeeignet machen.

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