Kinderkrankheiten

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Bei Kinderkrankheiten handelt es sich um einen Sammelbegriff, mit dem bestimmte Infektionskrankheiten bezeichnet werden, die meist im kindlichen Alter auftreten. Diese Krankheiten sind hoch ansteckend, so dass sie einen großen Grad an Durchseuchung aufweisen. Wer an ihnen erkrankt ist, besitzt anschließend in der Regel einen lebenslangen Immunschutz. Dementsprechend können auch erwachsene Personen von Kinderkrankheiten betroffen sein, wenn sie als Kinder keinen Immunschutz aufbauen konnten. Zu den typischen Kinderkrankheiten gehören Windpocken, Masern, Keuchhusten, Mumps, Kinderlähmung (Poliomyelitis), Röteln, Ringelröteln sowie Drei-Tage-Fieber. Zum überwiegenden Teil werden Kinderkrankheiten durch Viren ausgelöst.

Es existieren jedoch auch einige Kinderkrankheiten, die durch bakterielle Erreger hervorgerufen werden. Viele Kinderkrankheiten gehen mit einem charakteristischen Hautausschlag einher, wie zum Beispiel Masern und Röteln.

Kinderkrankheiten verlaufen nicht immer harmlos, es können ernstzunehmende Komplikationen auftreten. So kommt es zum Beispiel nach einer Erkrankung an Masern in ungefähr einem von tausend Fällen zu einer Gehirnhautentzündung, die zu bleibenden Schäden führen kann. Gegen Kinderkrankheiten sind Impfungen möglich, die einen zuverlässigen Schutz bieten. Da in Deutschland eine relativ hohe Impfdichte durchgesetzt werden konnte, treten viele Kinderkrankheiten nur noch sehr selten auf. Erkrankungen an Kinderlähmung kommen hierzulande überhaupt nicht mehr vor.

Kinderkrankheiten Ursachen

Kinderkrankheiten Symptome und UrsachenTypische Kinderkrankheiten werden durch Viren oder Bakterien verursacht, dabei sind Viren als Auslöser wesentlich häufiger. Das Varizella-Zoster-Virus löst Windpocken aus. Für eine Infektion mit Masern ist ein Morbillivirus verantwortlich. Das Mumpsviurs gehört zur Gattung der Rubulaviren. Polioviren sind die Verursacher von Kinderlähmung. Eine Ansteckung mit dem Parvovirus B19 führt zu Ringelröteln, während Röteln durch ein Rubivirus hervorgerufen werden. Keuchhusten wird durch ein Stäbchenbakterium verursacht, das als Bordetella pertussis bezeichnet wird. Das Drei-Tage-Fieber wird durch eine Ansteckung mit zwei verschiedenen Arten von Herpesviren verursacht.

Alle Kinderkrankheiten sind hochansteckend, die wichtigsten Übertragungswege sind der Speichel und Tröpfcheninfektionen. Die Infektiosität vieler Kinderkrankheiten ist außerordentlich hoch. So entwickeln 80 bis 100 Prozent aller Personen, die mit dem Erreger von Keuchhusten in Berührung kamen, diese Kinderkrankheit. Allerdings besitzt Scharlach lediglich einen Kontagionsindex zwischen 0,1 und 0,3 und Kinderlähmung sogar nur von 0,001-0,003. Kinderkrankheiten sind dadurch gekennzeichnet, dass nach einer Erkrankung eine lebenslange Immunisierung auftritt.

Kinderkrankheiten Symptome

Bei Windpocken kommt es zum typischen Hautausschlag mit der Bildung von Bläschen, der von hohem Fieber begleitet wird. Charakteristische Symptome für Masern sind zu Beginn der Krankheit Entzündungen der mittleren Atemwege und Schleimhäute, sehr hohes Fieber bis zu 41 Grad sowie starke Hals- und Kopfschmerzen. Im zweiten Stadium der Masernerkrankung kommt es zu einem Exanthem, das sich von der Hautregion hinter den Ohren über den gesamten Körper ausbreitet. Keuchhusten verläuft zunächst recht harmlos mit grippeartigen Symptomen, wie Husten, Schnupfen und leichtem Fieber. In der zweiten Phase einer Keuchhustenerkrankung kommt es zu Hustenattacken, die unvermittelt einsetzen und mit auffälligen Atemgeräuschen enden. Mumps ist gekennzeichnet durch Fieber sowie eine Entzündung und das Anschwellen der Ohrspeicheldrüse. Bei einer Poliomyelitis kommt es zunächst während einer Periode von drei bis vier Tagen zu allgemeiner Schwäche, Fieber, Halsschmerzen und Erbrechen.

Im weiteren Verlauf können verschiedene Lähmungserscheinungen auftreten. Bei Röteln leiden die Erkrankten an rötlichen Flecken, die leicht erhaben sind und sich vom Gesicht aus über den gesamten Körper ausbreiten. Auch Fieber (bis 39 Grad), Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit gehören zu den typischen Begleiterscheinungen einer Erkrankung an Röteln. Ringelröteln verlaufen dagegen bei einem Großteil der Betroffenen völlig ohne Symptome. Nur maximal ein Fünftel der Patienten entwickelt einen Ausschlag, der aus größeren roten Flecken besteht. Am Drei-Tages-Fieber erkranken überwiegend Kleinkinder, sie leiden über einen Zeitraum zwischen drei und acht Tagen an Fieber, eventuell auch an rötlichem Hautausschlag, insbesondere am Rumpf und Nacken.

Kinderkrankheiten Diagnose

Kinderkrankheiten können klinisch diagnostiziert werden. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass dieses Verfahren bei einigen Kinderkrankheiten mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist. So sind zum Beispiel bei Masern klinische Diagnosen mit einiger Zuverlässigkeit nur möglich, wenn der Arzt über ausreichende Erfahrung verfügt. Dies ist aber wegen des nur noch seltenen Auftretens dieser Krankheit oft nicht der Fall. Sehr viel sicherer ist der serologische Nachweis der Erreger einer Kinderkrankheit. Dabei werden im Blut des Patienten Antikörper auf den Erreger der jeweiligen Kinderkrankheit gesucht. Allerdings muss bei dieser Diagnosemethode in Kauf genommen werden, dass die Anzucht des Erregers oft mehrere Tage in Anspruch nehmen kann.

Kinderkrankheiten Therapie / Behandlung

Gegen Kinderkrankheiten, die durch Bakterien ausgelöst werden, kann ein Antibiotikum verabreicht werden, das für eine Heilung und eine Verringerung der Ansteckungsgefahr sorgen. Für durch Viren ausgelöste Kinderkrankheiten existieren keine Behandlungsmöglichkeiten, die den Verursacher der Erkrankung bekämpfen. Hier besteht lediglich die Möglichkeit, die Symptome durch die Verabreichung von fiebersenkenden und schmerzlindernden Medikamenten zu lindern. Bei Husten können Antitussiva verabreicht werden.

Kinderkrankheiten Verlauf

Kinderkrankheiten brechen nach einer gewissen Inkubationszeit aus, die je nach Art der Erkrankung zwischen wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen betragen kann. Kommt es zu keinen Komplikationen, sind die auftretenden Beschwerden zwar belastend, aber vorübergehend. Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sind bei den meisten Kinderkrankheiten nach einigen Tagen überstanden. Jedoch besteht bei Kinderkrankheiten immer die Gefahr von Komplikationen.

So kommt es zum Beispiel im Verlauf von Masern manchmal zu einer Gehirnhautentzündung (Meningoenzephalitis), die in einem Fünftel der Fälle tödlich verläuft, bis zu 40 Prozent der Erkrankten erleiden bleibende Schädigungen des Gehirns. Auch Röteln besitzen ein großes Gefahrenpotential. Steckt sich eine werdende Mutter in den ersten Wochen der Schwangerschaft an, droht mit hoher Wahrscheinlichkeit eine schwere Schädigung des Embryos.

Kinderkrankheiten Vorbeugen

Mit Impfungen kann man Kinderkrankheiten wirksam vorbeugen. Durch die Impfung wird eine lebenslange Immunisierung des Patienten erreicht. In Deutschland sind Kombinationsimpfungen entweder als Masern-Mumps-Röteln-Impfung oder als Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfung im Kleinkindalter üblich. Umfassenden Impfprogrammen ist es zu verdanken, dass es in den westlichen Ländern zu keinen Massenepidemien mehr kommt.

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