Kehlkopfentzündung

Bei einer Kehlkopfentzündung sind zwei Formen zu unterscheiden. Die akute Kehlkopfentzündung, die häufig durch eine Virusinfektion auftritt und die chronische Form, die Eintritt, wenn die Kehlkopfentzündung länger als drei Wochen dauert. Die Laryngitis geht einher mit Heiserkeit und trockenem Husten. Aber auch der Verlust der Stimme kann ein Symptom sein. Das Schonen der Stimme bis hin zum völligen Einstellen des Sprechens gehört zur Therapie bei einer Kehlkopfentzündung.

Das Auftreten von Fieber kann die Krankheit ebenfalls begleiten. Neben einer virusbedingten Entzündung können, weniger häufig, aber dennoch vorkommend, ein übermäßiger Gebrauch der Stimme, trockene Luft oder chemische Reize ein Auslöser sein. Wärmende Halsumschläge oder Dampfinhalationen mit ätherischen Ölen können Linderung verschaffen. Durch eine fortlaufende Reizung der Kehlkopfschleimhaut kann eine chronische Kehlkopfentzündung entstehen. Hier kann in einer Behandlung bei einem Logopäden das Schonen der Stimmbänder erlernt werden. Eine Sonderform der Kehlkopfentzündung ist die bei Kindern auftretende subglottische Kehlkopfentzündung (Pseudokrupp). Durch Bakterien ausgelöst, bildet die Epiglottitis eine weitere Sonderform. Von hohem Fieber gezeichnet, entwickelt sich die Epiglottitis rasch und geht manchmal mit einer Atemnot einher.

Kehlkopfentzündung Ursachen

Kehlkopfentzuendung Symptome / UrsachenZumeist durch Virusinfekte ausgelöst, drückt sich die akute Kehlkopfentzündung mit starker Heiserkeit und trockenem Hustenreiz aus. Eher selten sind Rauch oder trockene Luft für eine derartige Reizung verantwortlich. Von den Viren sind meist zuerst die oberen Luftwege befallen, dies kann sich in Schnupfen ausdrücken. Die Entzündung breitet sich nach unten aus und verläuft in Richtung Kehlkopf.

Ist eine Kehlkopfschleimhaut vorgeschädigt, kann der Betroffene anfälliger für die Erreger der Krankheit sein. In der kalten Jahreszeit kann die erkältungsbedingte Kehlkopfentzündung häufiger auftreten, da das Immunsystem geschwächt sein kann. Eine chronische Kehlkopfentzündung entsteht, wenn die Schleimhäute längere Zeit einem Reiz ausgesetzt werden. Staubige und verrauchte Atemluft, aber auch ein ausgeprägter Alkoholkonsum können ursächlich sein.

Kehlkopfentzündung Symptome

Aufgrund der Entzündungen und Schwellungen der Stimmbänder kommt es bei einer Kehlkopfentzündung zu Heiserkeit. Die Heiserkeit ist ein konkretes Anzeichen für eine Laryngitis. Ein raues Klingen der Stimme bis hin zum Stimmverlust kann die Krankheit umfassen. Schmerzen können beim Schlucken und Sprechen auftreten. Neben starken Halsschmerzen kann ein Husten das Krankheitsbild begleiten, der sich trocken darstellen kann.

Während des Krankheitsverlaufs kann Fieber auftreten, jedoch ist dies selten hoch. Eine resultierende Atemnot tritt in seltenen Fällen auf und sollte umgehend ärztlich abgeklärt werden. Bei Kindern ist der Pseudokrupp eine Sonderform der Kehlkopfentzündung und äußert sich in bellendem und starken Husten. Die Symptome treten häufig nachts auf und können mit Atemnot einhergehen. Der Arzt ist auch hier umgehend zu verständigen, da Erstickungsgefahr droht. Eine bakterielle Epiglottitis zeigt sich mit hohem Fieber und starken Schmerzen beim Schlucken. Der Kehlkopfeingang kann, bei Fortschreiten der Krankheit, ganz zuschwellen. Ist die Kehlkopfentzündung chronisch, können sich ein Räusperzwang und ein Reizhusten einstellen. Die Belastbarkeit der Stimme zeigt sich reduziert und die Stimmlippen können stellenweise Veränderungen aufweisen.

Kehlkopfentzündung Diagnose

Zur Stellung der Diagnose ist der Arzt aufzusuchen. In einem Gespräch erfragt dieser die bisherigen Symptome und den Krankheitsverlauf. Die typischen Symptome einer Kehlkopfentzündung, wie Heiserkeit und Husten weisen auf die Krankheit hin. Eine ausführliche Untersuchung des Rachens und des Kehlkopfs wird des Weiteren vom Arzt vorgenommen. Veränderungen der Schleimhaut, wie Rötungen und Schwellungen können mithilfe eines speziellen Spiegels festgestellt werden.

Der Kehlkopf befindet sich tief im Rachen, um diesen zu untersuchen bedarf es eines Spiegels mit Stiel oder eines Endoskops. Bei auftretender Heiserkeit, die länger als drei Wochen dauert, sollte auch ohne weitere Krankheitssymptome der Arzt aufgesucht werden. Neben einer Kehlkopfentzündung kann eine Heiserkeit noch andere Ursachen haben, diese gilt es gründlich abzuklären.

Kehlkopfentzündung Therapie

Verläuft die akute Kehlkopfentzündung unkompliziert, wird diese unter Angaben des Arztes mit der absoluten Schonung der Stimme therapiert. Der Betroffene sollte für eine gewisse Zeit auf das Sprechen verzichten. Wenn ein Sprechen trotzdem nötig ist, sollte dies in einer leisen und abgesenkten Stimmlage geschehen. Von Flüstern ist bei einer Kehlkopfentzündung abzuraten, da die Stimmlippen durch das Flüstern erheblich belastet werden können.

Mithilfe von warmen Getränken, wie Tee kann die Kehlkopfentzündung auskuriert werden, aber auch wärmende Halsumschläge helfen. Eine Dampfinhalation mit ätherischen Ölen kann die Symptome ebenfalls lindern und das Abheilen fördern. Hierbei kann zu Salbeiblättern und Kamillenblüte gegriffen werden. Trockene Räume und das Einatmen von Rauch, wie der der Zigarette sind zu meiden. Die Gabe von Medikamenten, die den Schleim lösen oder die Entzündung lindern, kann ebenso auf dem Behandlungsplan stehen. Tritt während der Kehlkopfentzündung eine Atemnot auf, kann diese im Krankenhaus medizinisch therapiert werden. Liegt eine bakterielle Kehlkopfentzündung vor, lässt sich diese mit einem Antibiotikum behandeln.

Kehlkopfentzündung Verlauf

Bei Auftreten einer akuten Kehlkopfentzündung kann der schnelle Beginn mit der Therapie den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Die typischen Anzeichen der Erkrankung können mit einem absoluten Schonen der Stimme gelindert werden. Wird die Therapie eingehalten und mögliche Reizauslöser gemieden, kann die unkompliziert verlaufende Kehlkopfentzündung nach ein bis zu zwei Wochen abheilen. Aus einer akuten Kehlkopfentzündung kann eine chronische Kehlkopfentzündung folgen, wenn die akute Form nicht konsequent behandelt wird.

Kehlkopfentzündung Vorbeugen

Eine akute Kehlkopfentzündung geht häufig mit einer virusbedingten Erkältung einher. Ebenso, wie zur Vorbeugung gegen eine Erkältung, kann die Stärkung des Immunsystems gegen die Kehlkopfentzündung schützen. Treten die typischen Symptome auf, sollte sofort mit der Behandlung und Einhaltung der Therapie begonnen werden. Maßnahmen zur Vorbeugung bei einer chronischen Kehlkopfentzündung kann das Meiden von Schadstoffen sein. Staubige und verrauchte Räume sind zu meiden und Raucher, die dieses Leiden betrifft, sollten das Rauchen einstellen.

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