Hühneraugen

Die Ähnlichkeit zu einem Vogelauge nimmt Bezug auf die Namensgebung des Hühnerauges. Dieses wird auch als Leichdorn, Kalvus oder Krähenauge bezeichnet. Bereits seit dem 16. Jahrhundert wurde dieser Bezug belegt. Hühneraugen entstehen durch einen chronischen Reiz, der einen bestimmten Bereich des Fußes mit einem Druck belastet. Eine Verdickung der Haut tritt ein. Die Hornhaut in dem betroffenen Bereich nimmt zu, solange der Auslöser des Drucks nicht aus dem Weg geschafft wurde. Hier können das falsche Schuhwerk, Fußfehlstellungen oder zu lange Zehennägel ursächlich sein. Der chronische Druck auf knochennahe Haut der Füße kann eine schmerzhafte Hornhautbildung nach sich ziehen. Der kegelförmige, verhornte Hautbereich schiebt sich wie eine Spitze in die Tiefe der Haut.

Durch Hühneraugen können brennende Schmerzen an den Füßen entstehen, die den Fußweg im Alltag beeinflussen. Das normale Laufen und Gehen kann, aufgrund von Hühneraugen derart schmerzlich werden, dass dies dem Patienten nicht mehr möglich ist. Wird die Ursache für Hühneraugen vermieden, sodass die Druckstelle Entlastung findet, bilden sich Hühneraugen zumeist von alleine wieder zurück. Ein Gang zur medizinischen Fußpflege oder das Konsultieren des Arztes sollte in Betracht gezogen werden, wenn sich die Symptome verschlimmern.

Hühneraugen Ursachen

Huehneraugen Symptome / UrsachenFür die Entstehung von Hühneraugen ist ein permanenter Druck verantwortlich, durch den eine verdickte Hornhaut entsteht. Die entstandene Hornhaut soll den betreffenden Bereich vor dem Reiz von außen schützen. Häufig zeigt sich falsches und zu enges Schuhwerk als Ursache für Hühneraugen und die damit verbundenen Schmerzen.

Aber auch Fußfehlstellungen, die angeboren oder im Laufe des Lebens angeworben wurden, können ursächlich sein. Hammerzehen können Hühneraugen an Zehen ebenso verursachen, wie zu enges Schuhwerk. Unter der Fußsohle können ebenfalls Hühneraugen entstehen. Hier kann das Problem des Spreizfußes die Ursache bilden.

Auch eine Kombination von unpassendem Schuhwerk und arthrotisch veränderten Zehengelenken kann die Hornhautbildung verursachen. Gepflegte und nicht zu lange Zehen können die Bildung von Hühneraugen vermeiden. Sind die Zehennägel zu lang, kann durch diesen Umstand ein Druck entstehen. Das Zehengelenk wird somit gegen den Schuh gedrückt, sodass diese Stelle dem Druckreiz des Schuhs ausgesetzt wird.

Hühneraugen Symptome

Hühneraugen stellen ein sehr unangenehmes Fußleiden dar. Ein Entstehen an den Seiten der Zehen oder am Zehenrücken ist möglich. Ebenfalls können Hühneraugen an den Ballen oder zwischen den Zehen auftreten. Reicht die kegelförmige Hornhautverdickung bis in die Lederhaut können Nervenstränge gereizt werden, sodass Schmerzen daraus resultieren. Aus dem permanenten Druck kann ein weiches oder ein hartes Hühnerauge entstehen.

Das harte Hühnerauge kann beim Tasten aufgrund seiner Härte erkannt werden. Es kann vorkommen, dass dieses gerötet ist. Sonst fällt die gelbliche Farbe des Hühnerauges auf. Im Inneren befindet sich der Keil, der das Stechen und Schmerzen hervorruft. Das weiche Hühnerauge besitzt beim Tasten eine weichere Oberfläche. Ein Schmerzempfinden beim Gehen oder Laufen entsteht hier ebenso. Gerade ältere Menschen können aufgrund dieses Umstands in den Abläufen des Alltags eingeschränkt werden. Der empfundene Schmerz kann das Laufen oder Gehen unmöglich machen.

Hühneraugen Diagnose

Zur Bestimmung der Diagnose kann der Betroffene selbst, das Hühnerauge durch Blickkontakt identifizieren. Jedoch sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass sich hinter der Veränderung eine Dornwarze oder eine Viruswarze steckt. Hierbei sollte ein Arzt oder eine medizinische Fußpflege aufgesucht werden.

Die Dornwarze besitzt in ihrem Zentrum streifenförmige Einlagerungen, die bläulich-schwärzlich auftreten, und ist daher relativ leicht vom Hühnerauge zu unterscheiden. Treten mehrere Hühneraugen gleichzeitig auf sollte ebenfalls ein Arzt konsultiert werden. Ist das Hühnerauge festgestellt, kann der Arzt anhand des Entwicklungsgrads der veränderten Haut, die passende Therapie bestimmen.

Hühneraugen Therapie / Behandlung

Zu Anfang der Behandlung muss der Auslöser für die Entstehung der Hühneraugen lokalisiert werden. Ist dieser gefunden, sollten Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Orthopädisch geeignetes Schuhwerk oder orthopädische Einlagen können helfen die Druckstelle zu entlasten. Lösungen oder Pflaster, die Salicylsäure enthalten, lassen die verhornte Haut aufweichen, sodass diese einfacher entfernt werden kann. Es sollte darauf geachtet werden, gesunde Hautpartien nicht mit den Pflastern oder Lösungen zu beschädigen.

Gerade bei Diabetikern ist hier besondere Vorsicht geboten. Diese sollten auf den Gebrauch in einer Selbstanwendung verzichten. Ziel der Therapie ist es, den Hornkeil des Hühnerauges zu entfernen. Eine medizinische Fußpflege kann hierzu zurate gezogen werden. Mithilfe von speziellen Instrumenten kann der Hornkeil entfernt werden. Hornhautzange, Skalpell oder Fräser können während der Therapie bei der medizinischen Fußpflege zum Einsatz kommen. Sitzen die Läsionen tief kann auch eine operative Entfernung nötig werden.

Hühneraugen Verlauf

Durch ungeeignetes Schuhwerk, das den Fuß einengt, können Druckstellen entstehen. Hieraus können Hühneraugen resultieren, die ihren Verlauf fortsetzen, wenn nichts gegen die Ursache getan wird. Wird der druckauslösende Faktor nicht beseitigt, können sich die Hautstellen entzünden. Findet keine Therapie statt, dringt das Hühnerauge immer tiefer in die Haut ein. Um die Schmerzen, die mit einem Hühnerauge einhergehen zu beenden, hilft eine passende Therapie, die auf die Entfernung des Hornkeils abzielt. Ist die Therapie erfolgreich abgeschlossen, sollte darauf geachtet werden den verursachenden Faktor, wie falsches Schuhwerk zu meiden, um das erneute Auftreten von Hühneraugen zu verhindern.

Hühneraugen Vorbeugen

Gegen Hühneraugen hilft zumeist schon das geeignete Schuhwerk. Die Schuhe sollten nicht zu eng sein oder womöglich drücken. Druckstellen werden somit vermieden und dem Entstehen der Hühneraugen wird vorgebeugt. Orthopädisches Schuhwerk oder spezielle Hilfsmittel, die zur Druckentlastung beitragen, können von Betroffenen, die unter Fehlstellungen der Füße leiden, vorbeugend eingesetzt werden. Die Fehlbelastung, die zu Hühneraugen führt, kann mithilfe von orthopädischen Einlagen, ebenfalls vermieden werden.

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