Hörsturz

Für viele Personen, die einen Hörsturz erleiden, kommt dieser Zustand völlig überraschend. Dies geschieht trotz der Tatsache, dass es in einigen Fällen durchaus üblich ist, dass sich ein Hörsturz durch bestimmte Vorboten ankündigt. Diese Vorboten treten dann meist in Form eines einseitigen Druckgefühls oder verschiedener Ohrgeräusche, welche auch Tinnitus genannt werden, auf. Während des Hörsturzes, der sowohl vollständig als auch nur geringfügig sein kann, treten verschiedene Symptome auf, von denen der Hörverlust auf einem Ohr nur ein Teil ist.

Hörsturz Ursachen

Hoersturz SymptomeDie genaue Ursache für einen Hörsturz ist in den allermeisten Fällen unbekannt. Obwohl vielfach die Vermutung geäußert wurde, dass ein Hörsturz auf Stress zurückzuführen sei, kann diese Tatsache nicht eindeutig bewiesen werden. Stress dürfte jedoch ein entscheidender, wenn auch nicht der alleinige Auslöser für einen Hörsturz sein. Weitgehende Einigkeit besteht jedoch darüber, dass es sich bei einem Hörsturz um eine Durchblutungsstörung des Innenohres handelt.

In der Hörschnecke befinden sich die Haarzellen, deren Aufgabe es ist, alle Schallwellen, die sie aus der Umwelt empfangen, in elektrochemische Wellen umzuwandeln und danach an das Gehirn weiterzuleiten. Ist dieser Mechanismus ganz oder teilweise gestört, könnte es durchaus zu einem Hörsturz kommen. Ob und in welchem Umfang auch hoher Blutdruck oder eine Arterienverkalkung die Ursache für einen Hörsturz sein kann, ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft noch nicht eindeutig geklärt.

Hörsturz Symptome

Obwohl sich die Symptome bei einem Hörsturz durchaus erheblich voneinander unterscheiden können, gibt es doch einige Gemeinsamkeiten. So ist grundsätzlich nur ein Ohr betroffen. Nur in den allerseltensten Fällen kann sich ein Hörsturz auch auf beide Ohren erstrecken. Hier wäre jedoch zu bedenken, dass der Hörsturz andere Ursachen als nur Stress oder körperlich-seelische Überlastung haben könnte und in jedem Falle einer ausführlichen Abklärung bedarf.

Der Hörsturz könnte entweder nur geringfügig, mittelmäßig oder sogar vollständig sein. In einigen Fällen betrifft er nur einzelne Frequenzen, andernfalls könnte er sich auf alle Frequenzen ausdehnen. Die Haut am und im Ohr fühlt sich oft wie betäubt an. Hinzu kommen oft noch Schwindelgefühle, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Oftmals ist der Hörsturz auch mit dem Hören von Doppelhöhen verbunden.

Hörsturz Diagnose

Bei einem Hörsturz wäre es sehr wichtig, möglichst frühzeitig zum Arzt zu gehen, denn die richtige Diagnose ist für eine angemessene Therapie von entscheidender Bedeutung. Dabei sollte jeder Patient wissen, dass es sich bei einem Hörsturz immer um eine Ausschlussdiagnose handelt. Dies heißt dann ganz konkret, dass sie erst gestellt werden kann, wenn alle anderen Ursachen für den plötzlichen Hörverlust ausgeschlossen werden können. Dazu wird der Arzt umfassende Funktionsüberprüfungen des Ohres durchführen und dabei auch das Gleichgewichtsorgan testen.

Weitere diagnostische Verfahren, die bei einem Hörsturz fast immer zum Einsatz kommen, sind das Blutbild, die Angiographie, das EKG, die Echokardiographie sowie das CT und das MRT. Die beiden letztgenannten Verfahren dienen insbesondere dazu, verschiedene Ursachen, die einen ernsthaften Hintergrund haben können, auszuschließen. Dabei könnte es sich zum Beispiel um gut- oder bösartige Tumoren sowie um verschiedene Funktionsstörungen der Halswirbelsäule handeln.

Hörsturz Therapie / Behandlung

Ist die Diagnose Hörsturz gestellt, kann der Arzt sofort mit der Therapie beginnen. Dabei gilt der Grundsatz, dass sämtliche Therapiemaßnahmen umso wirksamer sind, je früher sie einsetzen. Das wichtigste Ziel muss dabei immer sein, das Gehör vollständig wieder herzustellen. Sollte dies in bestimmten Einzelfällen nicht möglich sein, wäre zumindest eine deutliche Linderung aller mit dem Hörsturz einhergehenden Symptome anzustreben.

Insbesondere bei hohem Blutdruck oder einer Arterienverkalkung könnte eine Infusionstherapie, bei der verschiedene blutverdünnende Wirkstoffe zum Einsatz kommen, sehr wirksam sein. Durch die Infusionstherapie kann jedoch nicht nur das Blut verdünnt werden. Auch schädliche Stoffe, die die Durchblutung im Ohr ganz oder teilweise behindern, können mit dieser Therapie wirksam ausgeschieden werden.

Als Alternative zu einer Infusionstherapie hat sich in vielen Fällen auch die H.E.L.P. Aphrese bewährt. Hierbei kommen verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz, die das Ausscheiden aller schädlichen Stoffe, die den Blutfluss behindern, fördern sollen. Eine H.E.L.P. Aphrese kann ohne Probleme ambulant durchgeführt werden und dauert in etwa 2 Stunden. Sehr gut geeignet ist auch eine Sauerstoff-Überdrucktherapie („Hyperbare Sauerstofftherapie“). Hierzu müsste sich die von einem Hörsturz betroffene Person in eine Überdruckkammer begeben und dort eine Atemmaske aufsetzen. Damit wird das Einatmen von reinem Sauerstoff möglich, wodurch vermehrt Sauerstoff im Blut und in den Gefäßen angereichert werden kann.

Hörsturz Verlauf

Setzt eine geeignete Behandlung und Therapie möglichst frühzeitig ein, gelingt es in den allermeisten Fällen, die Folgen des Hörsturzes vollständig zu beseitigen und die Funktionsfähigkeit des Ohres wieder herzustellen.

Hörsturz Vorbeugen

Trotz der Tatsache, dass die Ursachen für einen Hörsturz noch nicht eindeutig geklärt sind, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit denen einem Hörsturz wirksam vorgebeugt werden kann. Da es in vielen Fällen als sicher gilt, dass Stress einer der wichtigsten Auslöser für einen Hörsturz ist, sollte jede Person, die einen Hörsturz vermeiden möchte, darauf achten, ihren persönlichen Stresslevel zu reduzieren.

Darüber hinaus wäre es sehr wichtig, das Rauchen aufzugeben oder wenigstens stark zu reduzieren, denn Nikotin ist dafür bekannt, dass es die Gefäße verengt. Dies betrifft dann auch die Ohrgefäße. Bestimmte Risikofaktoren wie ein erhöhter Blutdruck oder ein erhöhter Cholesterinspiegel können durch eine gesunde Lebensweise und regelmäßige ärztliche Kontrollen stark reduziert werden.

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