Hausstauballergie

Bei der Hausstauballergie reagiert der Körper aufgrund einer Sensibilisierung allergisch auf den Kot der Hausstaubmilbe. Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeit des Immunsystems auf eigentlich für den Körper harmlose Stoffe, wie Tierhaare, Pollen oder Hausstaubmilben. Es handelt sich bei der Hausstauballergie nicht um eine allergische Reaktion auf den Staub, sondern auf den Kot der darin lebenden Milben.

Besonders stark von Hausstaubmilben besiedelt sind Textilien, vornehmlich im Bett, da sich die Milben von den abgestorbenen Hautschüppchen menschlicher Haut ernähren. Der bei der Verdauung dieser Hautschüppchen entstehende Kot ist eigentlich für den menschlichen Körper ungefährlich, doch bei Menschen mit einem sensibilisierten Immunsystem führt er zu den allgemeinen allergischen Reaktionen, die sogar lebensbedrohlich werden können. Die Hausstauballergie gehört zu den häufigsten Allergieformen deutschlandweit und der Kot der Hausstaubmilbe ist nach Blüten- und Pollenstaub der zweithäufigste Auslöser für allergische Reaktionen.

Hausstauballergie Ursachen

Hausstauballergie Symptome / UrsachenUrsache für die Hausstauballergie ist eine Überempfindlichkeit des Immunsystems auf das P1-Antigen im Kot der Hausstaubmilbe. Das Immunsystem hat die Aufgabe, pathogene, also krankmachende Stoffe im Körper zu beseitigen. Beteiligt an der Überreaktion des Immunsystems sind spezielle Antikörper, die eine Freisetzung von Mediatorsubstanzen, wie dem Histamin, aus den Mastzellen bewirkt. Dies führt zu einem Anlocken weiterer Antikörper und dem Eindringen von Flüssigkeit in Gewebszellen, wodurch das Gewebe anschwillt. Die Hausstauballergie gehört zu der Kategorie Sofort-Typ, da die allergische Reaktion bereits wenige Sekunden oder Minuten nach Kontakt mit dem Allergen eintritt.

Hausstauballergie Symptome

Die Symptome einer Hausstauballergie sind sehr weitreichend. In der Regel äußert sich anfänglich die Überempfindlichkeit durch eine allergische Rhinitis, dem allergischen Schnupfen. Die Schleimhäute der Nase schwellen binnen kurzer Zeit an und verstopfen die Nase, es wird vermehrt Sekret in den Schleimhäuten abgesondert, wodurch ein Fließschnupfen entsteht. Es kommt zu Niesanfällen und die Augen sind gerötet und jucken. Vom Juckreiz kann der gesamte Bereich der oberen Atemwege betroffen sein – Hals, Nebenhöhlen, Rachsen, Mund.

Häufig geht der allergische Schnupfen mit Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und einem Druckgefühl im Kopf einher. Durch den so genannten Etagenwechsel können aber im Laufe der Zeit die gesamten Atemwege von der allergischen Reaktion betroffen sein und es kommt zu einem allergischen Asthma. Hier schwellen die Schleimhäute der Bronchien an, wodurch die Luftzufuhr verengt wird. Husten oder Reizhusten läuten diesen Prozess häufig ein, zusammen mit einer zunehmend stärker werdenden Luftnot. Hier ist es häufig das Ausatmen, das problematischer wird.

Hausstauballergie Diagnose

Das Verfahren zur Diagnose einer Hausstauballergie fußt auf zwei wesentlichen Pfeilern. Zum einen grenzen ein umfassendes Diagnosegespräch und eine allgemeine Gesundheitsuntersuchung die Ursachen für die Beschwerden bereits ein. Um die Vermutung einer Allergie zu untermauern, wird der Betroffene einem Allergietest unterzogen. Hierbei werden gelöste Allergene unter die Haut gespritzt.

Bei einer Überempfindlichkeit auf das Allergen kommt es nach ca. 15 bis 20 Minuten zu einer Rötung und Quaddelbildung an der Einstichstelle. Bei der Durchführung eines Allergietests ist es zwingend notwendig, während der Wartezeit in der Arztpraxis oder Klinik unter Beaufsichtigung zu bleiben, um gegebenenfalls schnellstmögliche Hilfe zu erhalten, sollte die Reaktion auf das Allergen deutlich stärker ausfallen, als erwartet.

Hausstauballergie Therapie / Behandlung

Die Hypersensibilisierung ist eine Möglichkeit, die Reaktionswahrscheinlichkeit auf das auslösende Allergen zu verringern oder die Hausstauballergie sogar gänzlich zu beseitigen. Diese Behandlungsform dauert allerdings drei bis fünf Jahre. Bei der Hypersensibilisierung wird der Betroffene regelmäßig geringen Konzentrationen der betreffenden Allergene ausgesetzt. Dies geschieht in der Regel subkutan.

Die akute Behandlung einer allergischen Reaktion beschränkt sich bei der Hausstauballergie auf die Symptomlinderung. Antihistaminika können oral eingenommen werden und unterdrücken die Ausschüttung von Histamin, wodurch es zu keiner oder zu einer sehr abgeschwächten allergischen Reaktion kommt. Lokal können Nasensprays, Augentropfen und Asthmasprays mit Cortison die Entzündungsreaktion eindämmen.

Bei einer starken allergischen Reaktion, insbesondere bei starker Atemnot, kann eine intravenöse Verabreichung von Cortison durch einen Notarzt notwendig sein.
Nach Möglichkeit sollte beim Auftreten von allergischen Symptomen die Umgebung zügig verlassen und nach anschließend nachhaltig von Allergenen befreit werden.
Die Vermeidung oder das Eindämmen der Allergene ist die nachhaltigste Form der Allergiebehandlung.

Hausstauballergie Verlauf

Nach der Sensibilisierung auf das Allergen kommt es bei der Hausstauballergie anfangs nur zu leichten allergischen Symptomen, welche die oberen Atemwege und den Kopf betreffen. Nase, Augen, Hals und Mund zeigen die typischen Symptome einer Allergie. Wird die Allergie nicht behandelt oder eingedämmt oder können Allergene nicht vermieden werden, kommt es sehr häufig zum Etagenwechsel und es sind zunehmend auch die Bronchien von der allergischen Reaktion betroffen. Sind die Bronchien in die Überreaktion des Immunsystems mit eingebunden, kann es zu einem allergischen Asthma kommen, das bei einem akuten Anfall lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann und einer Notfallversorgung durch einen Notarzt bedarf.

Hausstauballergie Vorbeugen

In wie weit man eine Sensibilisierung auf ein Allergen vorbeugen kann, ist noch nicht nachgewiesen.

Um einer allergischen Reaktion vorzubeugen, sollten sämtliche Maßnahmen ergriffen werden, um die Allergene, die für die Hausstauballergie verantwortlich sind, zu vermeiden oder die Menge dieser Allergene zu reduzieren. Spezielle Allergikermatratzen, -bettdecken und -kissen können heiß gereinigt werden, sodass die Milbenzahl reduziert und der Milbenkot beseitigt wird. Bettwäsche sollte überdurchschnittlich häufig sehr heiß gewaschen werden, sowie sämtliche Textilien, die häufig im direkten Gebrauch sind. Bestimmte allergikergeeignete Staubsauger mit HEPA-Filter können ein Aufwirbeln von Staub vermeiden und die Konzentration der Allergene verringern. Regemäßiges feuchtes Staubwischen verhindert ein Aufwirbeln des Staubs. Verschiedene Antimilbensprays sind zudem in Apotheken erhältlich und können auf Matratzen Anwendung finden.

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