Hämorrhoiden

Bei Hämorrhoiden handelt es sich um so genannte arteriovenöse Gefäßpolster. Zu finden sind diese unter der Enddarmschleimhaut, wo sie ringförmig angelegt sind. Ihre Funktion liegt im Feinverschließen des Afters. Mit der Bezeichnung Hämorrhoiden wird aber vielmehr das Hämorrhoidalleiden benannt. Dabei handelt es sich um Hämorrhoiden, die tiefer getreten oder vergrößert sind, so dass in deren Folge Beschwerden auftreten. In der Regel handelt es sich um anale Blutungen, die wiederholt auftreten.

Außerdem können quälender Juckreiz, Stuhlschmieren sowie anales Nässen die Folge sein. In der westlichen Welt handelt es sich um eine der Krankheiten, die besonders häufig auftreten. Doch wenn von symptomatischen Hämorrhoiden die Rede ist, gilt das weitgehend in der Gesellschaft als Tabu. Vermehrt tritt die Erkrankung des Hämorrhoidalleidens erst nach dem 35. Lebensjahr auf. Wird das symptomatische Hämorrhoidalleiden diagnostiziert, so steckt eine Erkrankung dahinter, die progressiv voranschreitet. Bei dieser Form gibt es vier Stufen der Erkrankung.

Hämorrhoiden Ursachen

Haemorrhoiden Symptome & UrsachenZu den vielen Ursachen zählt beispielsweise die Gefäßverwölbung von Schwellkörpern am Darmausgang. Die Folge sein kann dies, wenn ein hoher Druck im Analbereich herrscht. Entstehen kann der Druck, sofern beispielsweise eine dauerhafte Verstopfung vorliegt. In der Erschlaffung der Schließmuskeln, die das Bindegewebe mit seiner angeborenen Schwäche entsteht, liegt außerdem eine weitere Ursache für das Entstehen für Hämorrhoiden. Problematisch wird es außerdem, wenn Personen eine Tätigkeit ausüben, bei der sie überwiegend sitzen. Auf die Entstehung von Hämorrhoiden können sich außerdem das Übergewicht oder eine Schwangerschaft auswirken.

Hämorrhoiden Symptome

Die Symptome hängen von dem Grad ab, mit dem die Hämorrhoiden ausgeprägt sind. Einen Krankheitswert haben die Symptome dann, wenn die im Enddarm befindlichen Ausstülpungen in Knotenform sich vergrößert haben. Grad I In diesem Fall zeigt das Hämorrhoidalleiden noch keine äußerlich sichtbaren Auswirkungen. Zudem treten nicht immer Symptome auf, so dass anfangs nicht bemerkt wird und keine Schmerzen auftreten. Dies hängt auch mit der schmerzunempfindlichen Schleimhaut im Afterkanal zusammen. In der Regel wird es beispielsweise durch kleine Tropfen helles Blut auf Toilettenpapier bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ein weiteres Zeichen kann Juckreiz sein, der im Analbereich auftritt. Grad II Liegt eine Erkrankung zweiten Grades vor, befinden sich im Enddarm die zeitweilig vor die Afteröffnung tretenden knotenförmigen Erweiterungen bereits in einem größeren Zustand. Dabei zeigt sich die Haut des Afters als stark schmerzempfindlich. Als weiteres Symptom zeigt sich bei der Stuhlentleerung die schmerzlose Blutung. Auftreten kann diese als tropfende Blutung oder auch als Stuhlauflagerung. Außerdem ist die Haut im Afterbereich entzündlich gerötet und nässt.

Zu den weiteren Symptomen gehören außerdem das Fremdkörpergefühl sowie das Gefühl, dass man sich nach dem Stuhlgang nicht völlig entleert fühlt. Starke Schmerzen können infolge des eingeklemmten Knotens entstehen, wenn die Hämorrhoiden vor die Afteröffnung treten. Dadurch kann zudem ein Blutstau entstehen, der zudem zur Bildung von Blutgerinseln und langfristig zum Venenverschluss beitragen kann. Es kann außerdem zum Absterben des Knotens kommen, die in diesem Bereich eine Störung der Durchblutung länger anhält. Grad III und IV Die beim Stuhlgang oder spontan vor die Afterordnung fallenden vergrößerten Hämorrhoidalknoten können sich nicht mehr allein zurückziehen.

In diesen Fällen können die Betroffenen die folgenden Symptome feststellen, zu denen das Brennen und das Stechen im Bereich des Afters gehören. Neben Juckreiz in der Afterregion erfolgt die Absonderung von Schleim, wobei eine Verschmutzung der Unterwäsche die Folge ist. Unter den Symptomen ist ferner ungewollter Stuhlabgang, auch als Stuhlschmieren bekannt, sowie ein permanentes Gefühl von Fremdkörper im Bereich des Afters zu finden. Die Reihe der Symptome wird durch Blutungen und Schmerzen komplettiert. Durch Wärme erfolgt eine Verstärkung der Symptome.

Hämorrhoiden Diagnose

Zunächst schildert der Patient die Symptome, die er festgestellt hat. Anschließend erfolgt eine erste Untersuchung in Form einer visuellen Inspektion, bei der das Perineum begutachtet wird. So kann festgestellt werden, ob Hämorrhoiden 4. Grades vorliegen, die vorgefallen beziehungsweise prolabiert sind. Um das Vorliegen von Hämorrhoiden vom 2. oder 3. Grad festzustellen, bildet das Pressen vom Schließmuskelapparat einen weiteren Teil der Untersuchung.

Ob eine Diagnose im Sinne von Hämorrohiden 1. Grades gestellt werden kann, erfolgt durch den Einsatz eines Proktoskopes. Wenig geeignet ist in diesem Fall die auch als Palpation bekannte Betastung. Dies sind die zur Diagnose vom Vorliegen eines Hämorrhoidalleidens erforderlichen Untersuchungen. Um zu prüfen, ob prokologische Erkrankungen anderen Ursprungs vorliegen kann die Rektoskopie eingesetzt werden.

esteht in diesem Fall gar der Verdacht auf einen Tumor, ist das Durchführen einer Koloskopie erforderlich. Jedoch kann die Planung des operativen Eingriffs, die beim 3. und 4. Grad der Erkrankung vorgenommen werden, weitere Untersuchungen nach sich ziehen. Zum Einsatz kommen dann die anorektale Untersuchung sowie der endonale Ultraschall in Form einer Sonografie. Auch wird damit eine Differentialdiagnose ermöglicht, wenn die Symptome nicht eindeutig der Erkrankung zugeordnet werden können. Eine Diagnose sollte daher von Betroffenen nicht selbst gestellt werden. Schließlich gibt es Erkrankungen mit einem ähnlichen Erscheinungsbild, die aber weit schwerwiegender ausfallen können. Nur einem Arzt ist es möglich, die verschiedenen Krankheitsstufen genau zu unterscheiden. In diesem Fall kann Zeit mitunter ein ganz bedeutender Faktor sein.

Hämorrhoiden Therapie

Beschreiben Sie die Therapie / Behandlungsmöglichkeiten. Wenn eine Krankheit nicht behandelt werden kann, schreiben Sie das bitte ebenfalls. Der Ausweitung des Hämorrhoidalleidens kann man durch das frühzeitige Behandeln mit einer Basistherapie möglich. Eine vollständige Heilung ist dabei nicht möglich, sondern nur das Vornehmen eines operativen Eingriffs. Solange das Leiden noch nicht so weit vorangeschritten ist, können Operationen auf ambulantem und minimalinvasivem Wege erfolgen.

Zu einer stationären Behandlung mit Operation müssen erkrankte Personen, wenn die Erkrankung sich in einem weit fortgeschrittenen Stadium befindet. Daher sollte die Behandlung so früh wie möglich beginnen. Daher sollten Betroffene keine Scheu haben, schon bei Zeiten einen Arzt aufzusuchen.

Hämorrhoiden Verlauf

Einen positiven Verlauf kann die Erkrankung nehmen, wenn bei Vorliegen vergrößerter Hämorrhoiden rechtzeitig mit der Behandlung begonnen wird. Jedoch bleibt immer ein Restrisiko, dass es erneut zur Bildung solcher Hämorrhoiden kommen kann. Daher empfiehlt es sich beim Auftreten erster Anzeichen den Kontakt zu einem Arzt zu suchen. Permanent vor der Afteröffnung liegende Hämorrhoidalknoten vierten Grades können leicht durch die Verwendung des Toilettenpapiers wund werden.

Nässende Hautveränderungen und Analfissuren können in diesem Fall die Folge sein. Oft entstehen an den veränderten Knoten Infektionen, da sich im Stuhl eine Vielzahl von Bakterien finden. Es kann sogar zu Eiterherden beziehungsweise zu Abszessen kommen, die eine chirurgische Entfernung erforderlich machen. Ferner kommt es zur Ausbildung von Analfisteln, bei denen es sich um tiefe Gänge handelt, die ständig entzündet sind. Stärkere arterielle Blutungen können außerdem entstehen, wenn beim Stuhlgang stark gepresst wird. Auch der Einsatz des Toilettenpapiers kann eine derartige Blutung auslösen. Dann ist eine medizinische Behandlung dieser Personen, die oft zu arteriellem Bluthochdruck neigen, erforderlich.

Hämorrhoiden Vorbeugen

Es empfiehlt sich, eine Ernährung mit vielen Ballaststoffen zu sich zu nehmen. Damit kann das Entstehen von Hämorrhoiden vermieden werden. Im Rahmen einer Therapie kann damit auch der chronischen Verstopfung vorgebeugt werden. Um die Ballaststoffe zum Quellen zu bringen, empfiehlt es sich mindestens 1, 5 bis 2,5 Liter täglich zu trinken. Dazu zählen Saftschorle, Kräutertee und Wasser. Als weitere vorbeugende Maßnahmen können unter anderem Vollkornbrot, Haferflocken sowie Obst und Gemüse verzehrt werden.

Zu den Produkten, die bei der Ernährung gemieden werden sollten, zählen beispielsweise Schokolade, Teigwaren, schwarzer Tee und Früchte. Es sind also Nahrungsmittel zu meiden, die verstopfend wirken. Als weitere Empfehlung kann unter anderem das nicht zu starke Pressen sowie der Verzicht auf Abführmittel genannt werden.

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