Hämatom

Ein Hämatom wird auch als blauer Fleck oder Bluterguss bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Blut sowohl im Körpergewebe als auch in vorhandenen Körperhöhlen, auf Grund der Verletzung von einem oder mehreren Blutgefäßen. Die Folge sind druckempfindliche bläulich-rote Verfärbungen der Haut, wobei sich dicht unter der Hautoberfläche liegende Blutergüsse bereits innerhalb weniger Stunden in Form eines sogenannten blauen Flecks zeigen.

Bei Blutergüssen unterscheidet man, je nach dessen Lage im Körpergewebe, zwischen einem subkutanem, einem intramuskulärem und einem periostealem Hämatom. Das Subkutane befindet sich direkt unter der Hautoberfläche, das Intramuskuläre im Muskelgewebe und das Periosteale in der Knochenhaut. Blutergüsse können aber auch im Bereich des Kopfes auftreten. Dabei unterscheiden Mediziner zwischen epiduralen und subduralen Hämatomen, wobei sich das epidurale zwischen der Knochenhaut des Schädelknochens und der harten Hirnhaut befindet und das subdurale zwischen einer, die Gerhirnwindungen umgebenden Bindegewebeschicht, der sogenannten ‚Spinnwebenhaut‘ und der harten Hirnhaut.

Hämatom Ursachen

Haematom SymptomeZu derartigen Verletzungen kommt es durch äußere Gewalteinwirkung beispielsweise durch einen Sturz, einen Schlag, eine Prellung oder einen Stoß, wobei die Größe des Blutergusses von der Schwere der jeweiligen Verletzung abhängig ist. Auslöser können aber auch eine Operation, blutverdünnende Medikamente oder Blutgerinnungsstörungen sein.

Hämatom Symptome

Die Symptome eines Hämatoms, wie Schwellung, Druckschmerz oder Verfärbung, treten nicht unmittelbar nach der Verletzung auf. Die Dauer bis zum Auftreten der ersten Symptome richtet sich nach der Schwere der Verletzung. Ein harmloser Bluterguss ist relativ leicht zu erkennen. Bei einigen Hämatomen, beispielsweise mit einer leichten, sickernden Blutung, können mitunter einige Tage vergehen, bevor der Bluterguss zu sehen ist bzw. die ersten Beschwerden auftreten.

Bei stärkeren Verletzungen können sich die ersten Beschwerden bereits nach kurzer Zeit bemerkbar machen. Neben einer Verfärbung der Haut tritt auch häufig als Begleiterscheinung eine örtlich begrenzte Schwellung auf. Besonders tief liegende Blutergüsse können teilweise relativ wenig ausgeprägt sein. Andere weisen weder eine Schwellung noch Verfärbungen der Hautoberfläche auf. Trotz allem kommt es zu dem typischen Schmerzempfinden.

Hämatom Diagnose

Ausschlaggebend für die Diagnose ist das jeweilige Beschwerdebild und gegebenenfalls der Unfallhergang. Bei Unklarheiten bzw. in besonders schweren Fällen, kann unter Umständen eine Ultraschalluntersuchung zur Feststellung der Lage und Größe des Blutergusses erforderlich sein. Bei Hämatomen, dies ich in der Nähe eines Gelenks befinden, kann eine Röntgenuntersuchung darüber Aufschluss geben, ob möglicherweise Verletzungen des Knochens vorliegen bzw. diese ausschließen. Bei Blutergüssen, die bereits über längere Zeit bestehen, kann sich um den Bluterguss eine Hülle aus Bindegewebe bilden. In diesen Fällen sprechen Mediziner von einem organisierten Hämatom, das teilweise auch einen kleineren chirurgischen Eingriff erforderlich machen kann.

Hämatom Therapie

Blutergüsse ohne weitere Verletzungen wie z.B. Knochenbrüche oder offene Wunden bedürfen in der Regel keiner ärztlichen Behandlung. In solchen Fällen reicht es meist aus, die betroffene Stelle zu kühlen, ruhig zu stellen oder die jeweiligen Körperteile hochzulegen. Diese Hämatome bilden sich meist innerhalb von zwei bis drei Wochen von alleine zurück. Ist der Bluterguss Teil einer offenen Wunde oder einer anderen schwerwiegenderen Verletzung, wie beispielsweise eines Knochenbruchs, ist auf jeden Fall ein Arzt zu konsultieren. Das trifft auch zu, wenn sich das Hämatom schnell ausbreitet oder es ungewöhnlich groß ist.

Wenn sich der Bluterguss schnell ausbreitet und dies nicht schnellstens behandelt wird, kann es wegen des hohen Blutverlustes zu lebensgefährlichen Schockzuständen kommen. Treten Blutergüsse außergewöhnlich häufig auf oder ohne offensichtlichen Grund, sollte das auch einem Arzt vorgestellt werden. Dieser könnte dann z.B. eine mögliche Gerinnungsstörung ausschließen. Bei großen Hämatomen, die sich in der Nähe eines Gelenks befinden, ist häufig ein operativer Eingriff erforderlich, da hier die Gefahr von Infektionen gegeben ist. Blutergüsse, die aufgrund von Knochenbrüchen entstanden sind, können auch Ursache für eine gestörte Durchblutung der Muskeln und Nerven, dem sogenannten Kompartmentsyndrom, sein. Auch hier ist ein chirurgischer Eingriff notwendig. Wenn ein derartiges Hämatom nicht behandelt wird, kann dies zum Absterben des umliegenden Gewebes führen.

Hämatom Verlauf

Die Schmerzen, die Begleiterscheinung eines Blutergusses sind, entstehen durch das austretende Blut, welches Druck auf das umliegende Gewebe ausübt. Ein tiefer liegendes Hämatom kann unter Umständen stark anschwellen. Im Laufe seiner Heilung verändert ein Bluterguss mehrmals seine Farbe. Zunächst ist er dunkelrot. Grund dafür sind kleine geplatzte Blutgefäße aus denen Blut ins umliegende Gewebe austritt.

Mit Beginn der Blutgerinnung ändert sich das Dunkelrot in rötlich-blau. Der enzymbedingte Abbau des Hämoglobins führt dann im weiteren Verlauf zu einer braun-schwarzen Färbung, die sich nach weiteren drei Tagen grün und wieder ca. sieben Tage später, rötlich-gelb färbt. Die Verfärbungen resultieren aus dem Hämoglobinabbau zu Gallenfarbstoff. Zu Beginn schmerzt ein Bluterguss, teilweise auch relativ stark.

Im weiteren Verlauf nehmen die Schmerzen aber ab, auch eine mögliche Schwellung klingt dann ab. Bei größeren Hämatomen sind häufig Infektionen der Grund für Komplikationen. Hier ist in den meisten Fällen eine Operation unumgänglich. Zudem können sie durch den Druck, den sie auf das umliegende Gewebe ausüben, dieses schädigen. Besonders gefährlich sind innere Hämatome und solche, die sich im Bereich des Gehirns befinden. Blutige Gelenkergüsse, die in tragenden Gelenken wie der Hüfte, dem Knie oder dem Sprunggelenk entstehen, können unter Umständen die Entstehung einer Arthrose fördern. Problematisch können Blutergüsse auch für Patienten werden, die an der Bluterkrankheit leiden oder gerinnungshemmende Medikamente nehmen.

Hämatom Vorbeugen

Um Blutergüssen vorzubeugen, ist es wichtig, Unfälle jeglicher Art, weitestgehend zu vermeiden. Bei unfallgefährdeten Hobbys sollte man möglichst entsprechende Schutzkleidung tragen ebenso wie bei jeglichen anderen relativ risikoreichen Tätigkeiten und Sportarten.

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