Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Infektionskrankheit, die durch ein Virus verursacht wird. Dieses Virus wird durch den Stich einer bestimmten Stechmückenart übertragen, die in tropischen Gebieten zu Hause ist. Das Gelbfieber wird zu den hämorrhagischen Fieberkrankheiten gezählt, weil der Krankheitsverlauf oft von Blutungen bestimmt wird. Die Gebiete, in denen heute noch Gelbfieber auftritt liegen in den Tropen Afrikas und Süd- beziehungsweise Mittelamerikas. Insgesamt berichtet die Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr über ungefähr 200.000 neue Fälle von Gelbfiebererkrankungen unter der Bevölkerung dieser Gebiete.

Etwa 15 Prozent der Infizierten sterben am Gelbfieber. Nur hin und wieder kommt es vor, dass auch Touristen sich mit Gelbfieber anstecken. Die Tatsache, dass die Krankheit nur selten Reisende betrifft ist darauf zurückzuführen, dass in Europa die Impfungen gegen Gelbfieber unter Reisefreunden weit verbreitet sind und dass der Impfstoff leicht zugänglich ist. Viele Staaten schreiben eine Gelbfieberimpfung vor, aber dies sind meist nicht die Staaten, in denen Gelbfieber vorkommt, sondern solche, in denen das Gelbfieber erfolgreich bekämpft wurde oder nicht heimisch ist und die sich durch die strengen Impfvorschriften vor dem Virus schützen wollen.

Gelbfieber Ursachen

Gelbfieber Ursachen + SymptomeGelbfieber ist eine Viruserkrankung und wird also durch das Gelbfiebervirus verursacht. Wer sich in Gebieten aufhält, in denen die Stechmücke aktiv ist, die das Virus überträgt, kann durch einen einzigen Stich der Mücke angesteckt werden. Das Virus gelangt durch den Mückenstich in die Blutbahn und damit in den Körper und vermehrt sich dort rasch. Die Ansteckung durch Körperkontakt mit einem Infizierten Menschen ist nicht möglich. Es bedarf dazu einer Bluttransfusion. Wer geimpft ist, beugt einer Ansteckung vor. Auch wer eine Gelbfiebererkrankung übersteht, ist fortan immun dagegen.

Gelbfieber Symptome

Die ersten Symptome einer Gelbfiebererkrankung treten nach der Inkubationszeit auf, die normalerweise zwischen drei und sechs Tagen beträgt. Das Krankheitsbild ist nicht einheitlich und reicht von leichten Formen von Gelbfieber, bei denen kaum Beschwerden auftreten bis zur tödlichen Form mit heftigen Blutungen. Viele Fälle sind bekannt, bei denen Gelbfieber nachgewiesen wurde, die Patienten aber fast keine Symptome zeigten.

Bei den schwereren Formen des Gelbfiebers verläuft die Krankheit entweder in einer oder in zwei Phasen. Zu Beginn der Krankheit leiden die Betroffenen in der Regel an sehr hohem Fieber mit nicht selten 40°C, das sich mit Perioden von Schüttelfrost abwechselt. Dazu kommen Muskelschmerzen, Gliederschmerzen und Kopfschmerzen. Oft ist zusätzlich Übelkeit bis hin zu Erbrechen und Appetitlosigkeit zu beobachten. Typisch aber nicht bei allen Patienten treten Nasenbluten und schwacher Puls auf. Diese Symptome der ersten Phase klingen nach drei oder vier Tagen ab.

Nun kann es passieren, dass das Gelbfieber ausheilt und der Patient fortan gesund und zudem gegen Gelbfieber immun ist. Es kann aber auch sein, dass sich das Gelbfieber erneut zurück meldet und in seine zweite schwerere sogenannte toxische Phase tritt. Dies ist bei etwa 15 Prozent der Infizierten der Fall. Schon etwa einen Tag nachdem die erste Besserung eingetreten ist, kann es dann erneut zu hohem Fieber kommen. Der Pulsschlag wird schwächer und es treten dann oft gravierende Komplikationen auf, die bis hin zu einer Beeinträchtigung und nachhaltigen Schädigung der einzelnen Organe führen können. Es kommt in dieser zweiten Phase zu Nasenbluten aber auch zu Blutungen aus dem Mund und im Magen und Darmtrakt. Auch die Schleimhäute aller anderen Organe können von Blutungen betroffen sein. Blutige Durchfälle und das Erbrechen von Blut und Kaffeesatz artiger dunkler Substanz sind die Folgen. Die Leberfunktion ist stark beeinträchtigt, was zu einer gelblichen Färbung der Haut führt und dem Gelbfieber seinen Namen gegeben hat. Auch die Funktion der Nieren ist beeinträchtigt und das Gehirn kann Schaden nehmen, was zu Krämpfen, Störungen im Bewegungsapparat und Sprachschwierigkeiten führt. Nur sehr wenige Patienten überleben diese schwerere Form von Gelbfieber.

Gelbfieber Diagnose

Zu Beginn der Krankheit verläuft das Gelbfieber wie die meisten tropischen Fieberkrankheiten und ist ohne eine Blutuntersuchung nicht zu identifizieren. Der Verdacht auf Gelbfieber kann nur durch den Nachweis von Gelbfieberviren im Blut bestätigt werden.

Gelbfieber Therapie / Behandlung

Durch eine Behandlung kann man nur die Symptome bekämpfen. Es werden fiebersenkende Maßnahmen ergriffen und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr unter anderem durch Infusionen geachtet. Gegen die Komplikationen in Leber und Nieren gibt es jedoch kaum eine Behandlungsmöglichkeit. Bei einer Behandlung auf einer Intensivstation eines modernen Krankenhauses bestehen zwar Chancen, das Gelbfieber zu überleben, aber vor allem die Leber- und Nierenschädigungen führen häufig zum Tode. Eine Therapie gegen das Gelbfiebervirus gibt es nicht. Für die meisten Einheimischen bedeutet eine Gelbfiebererkrankung, wenn sie den schweren Verlauf nimmt, den Tod.

Gelbfieber Verlauf

Bei der leichten Form von Gelbfieber treten nach drei bis sechs Tagen hohes Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen auf, die teilweise von Nasenbluten und niedrigem Puls begleitet werden. Nach drei bis vier Tagen tritt in der Regel eine Besserung auf. Bei den meisten Patienten ist diese Besserung von Dauer. Bei etwa 15 Prozent der Betroffenen tritt nach etwa einem Tag erneut hohes Fieber auf.

Es kommt zu Blutungen an Schleimhäuten im ganzen Körper. Blutige Durchfälle und blutiger Auswurf treten auf, die Nieren- und Leberfunktion ist stark beeinträchtigt und die Krankheit führt dann innerhalb weniger Tage zum Tod, der auf das Versagen von Leber und Nieren zurückzuführen ist.

Gelbfieber Vorbeugen

Die Impfung, die in Europa von den Gesundheitsämtern und Tropeninstituten oder Tropenmedizinern bereit gestellt wird, bietet einen zuverlässigen Schutz gegen Gelbfieber. Der Impfschutz besteht bereits nach etwa 10 Tagen nach der einmaligen Impfung und hält für mindestens zehn Jahre vor. Wer also in ein Gebiet reisen möchte, in dem Gelbfieber vorkommt, der sollte sich mindestens zehn Tage vor Antritt der Reise impfen lassen. Informationen über Gebiete, in denen Gelbfieber vorkommt findet man bei der WHO oder bei Tropenmedizinern.

Natürlich ist auch immer der Schutz vor Stechmücken angebracht, denn Stechmücken übertragen auch andere Fiebererkrankungen. Aber sich alleine auf den Schutz vor Insekten zu verlassen, wenn es um einen Schutz vor Gelbfieber geht, ist nicht ratsam. Die Impfung ist gut verträglich und zeigt in der Regel keine Nebenwirkungen.

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