Gehirntumor

Ein Gehirntumor oder auch Hirntumor genannt, bezeichnet jegliche Art von Geschwulst oder Schwellung im Bereich des Gehirns. Er entsteht durch ­einen ungebremsten Wachstum und eine Vermehrung der Zellen. Ärzte unterteilen Gehirntumore in zwei Kategorien. Zur ersten Kategorie gehört der primäre Hirntumor. Dieser bildet sich aus unterschiedlichen Zellarten im Gehirn und dem Umfeld.

Der Entstehungsort bzw. der Krankheitsherd liegt demnach am oder im Gehirn. Zur zweiten Kategorie gehört der sekundäre Hirntumor. Jener Typ sind Metastasen (Tochtergeschwülste) einer bereits vorhandenen Krebserkrankung anderer Organe. Er wandert ins Gehirn ein. Entscheidend ist nicht die Tatsache ob er bös- oder gutartig ist, denn beide Varianten sind möglich. Die Bezeichnung beschreibt nur die Form des Wachstums. Ein gutartiger Gehirntumor kann ebenfalls zu Funktionsstörungen oder Funktionsausfällen führen und die betreffende Person im Leben beeinträchtigen. Teilweise können diese Störungen behandelt werden oder klingen von alleine wieder ab. Überwiegend sind Hirntumore lebensbedrohlich und nicht selten inoperabel. Daher können sie zum Tod führen. Menschen jeglicher Altersklasse können betroffen sein, jedoch treten sie häufiger bei älteren Menschen und bei Kindern auf. Wie auch bei anderen Krebsarten und Geschwulsten sind verschiedenste Arten zu verzeichnen und bekannt.

Das Auftreten eines Gehirntumors ist oft willkürlich und bedeutet, dass es auszuschließen ist, dass sie erblich bedingt sind. Je nach Art, Beschaffenheit und Platzierung im Gehirn, erfolgt die Behandlung. Ebenfalls ausschlaggebend sind die Größe und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten. An vorderster Stelle steht die operative Entfernung der Schwellung, wenn möglich. ­Chemotherapie und/oder Bestrahlung schließen sich bei bösartigen Tumoren meist hinten an.

Gehirntumor Ursachen

Gehirntumor Symptome und UrsachenUmstritten und immer noch diskutiert sind die möglichen Ursachen von einem Gehirntumor. Gemeinhin gelten Ursachen als unklar. Jedoch spekuliert man, ob Gehirnverletzungen oder krebserregende Substanzen Auslöser sind. Auch genetische und hormonale Faktoren, sowie Tumorviren kommen in Betracht. Erfolgte zum Beispiel in der Kindheit eine Behandlung in Form einer Strahlentherapie, kann dies die Entstehung eines Gehirntumors begünstigen. Bei Erkrankungen wie einer HIV-Infektion wurden auch begünstigte Faktoren festgestellt.Trotz intensiver wissenschaftlicher Bemühungen und Forschung, sind dennoch keine Ursachen klar zu definieren, zu benennen und auszuschließen.

Gehirntumor Symptome

Ebenso wie bei anderen Krankheiten, gibt es auch bei einem Gehirntumor Symptome und Begleiterscheinungen. Absolut charakteristisch und von vielen Patienten beklagt, sind die zu Anfang auftretenden Kopfschmerzen. Dieser sogenannte Kopfschmerz tritt häufig in der Nacht oder zum frühen Morgen auf. Aufgrund der Vergrößerung des Gehirns tritt ein Druck im Schädel inneren auf. Innerhalb weniger Tage oder Woche steigert sich der Kopfschmerz, der mit „normalen“ Kopfschmerzen oder mit Migräne nicht mehr vergleichbar ist.

Spezielle Kopfschmerztabletten verschaffen oft nur kurz oder gar keine Linderung. Des Weiteren treten verschiedenste Wesensveränderungen auf. So ist zum Beispiel von Reizbarkeit, Anteilslosigkeit, Interessenverminderung und Konzentrationsproblemen die Rede. Funktionen wie Sehen, Sprechen, Riechen sind beeinträchtigt und gestört. Lähmungen gehören ebenfalls zu den Symptomen. Weitere Leitmerkmale sind Morgenübelkeit, Erbrechen, Schwindel und Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Bei etwa 20 Prozent der Erkrankten trat trotz vorheriger Gesundheit ein epileptischer Anfall auf. Ein Gehirntumor kann nachweislich lange ohne irgendwelche Symptome unerkannt bleiben. Je nach Lage im Gehirn verlaufen die Symptome völlig unterschiedlich und individuell.

Gehirntumor Diagnose

Um eine sichere Diagnose stellen zu können, ordnen Ärzte in den meisten Fällen eine sogenannte Kernspintomografie an. Anhand von einer Biopsie oder einer Gewebeprobe, die operativ entnommen wird, wird der Typ bestimmt. Ein weiteres Diagnoseverfahren ist die Computertomografie kurz CTG genannt. Durch die Entnahme von Nervenwasser lässt sich ebenfalls eine Diagnose stellen. Bei einem EEG (Elektroenzephalografie) lässt sich ein Gehirntumor nicht unbedingt feststellen, denn das EEG-Ergebnis kann trotzdem normal sein. Mit Ausnahme des EEGs sind alle diese Verfahren bestens geeignet, um eine sichere Diagnose stellen zu können.

Gehirntumor Therapie / Behandlung

Therapiert wird der Gehirntumor an erster Stelle mit einer Operation und mit einer Strahlentherapie. Mittels der Operation wird versucht, den Tumor ganz zu entfernen oder zumindest ihn zu verkleinern. Dank fortschrittlichster und neuster Technik können Ärzte oftmals schon vorher den Weg der Operationsinstrumente festlegen und ihm während der OP nachgehen. Hat sich ein Gehirntumor bereits ausgebreitet, ­liegt ungünstig und/oder hat ­Metastasen gebildet, entfällt der operative Weg und eine Behandlung ist nur noch durch eine Strahlen- oder Chemotherapie möglich.

Zu der Strahlentherapie ist hinzuzufügen, dass sie nur einmal ausgeführt werden kann, da das Gehirn nicht mehr zu lässt. Die Behandlung per Chemotherapie ist eher hinten angestellt aber keineswegs nebensächlich. Denn je nach Typ, Art und Beschaffenheit, wird eine Chemotherapie intravenös oder in Form von Tabletten verabreicht. Für den Patienten schmerzhafte und belaste Begleitsymptome wie etwa der Kopfschmerz oder Anfälle, werden anhand von Medikamenten gemildert und therapiert. In vielen Fällen ist nach der Behandlung/Therapie eine Reha Maßnahme von mehreren Monaten nötig. Zusammenfassend gibt es als ­3 Therapie- bzw. Behandlungsmethoden. Die Operation, die Strahlentherapie und die Chemotherapie. Jede wird individuell von Patient zu Patient ausgewählt.

Gehirntumor Verlauf

Zum Verlauf kann man sagen, dass bei einem gutartigen und vollkommen entfernten Gehirntumor die Chancen auf eine Heilung sehr gut sind. Hingegen sind in den übrigen Fällen die Hoffnungen eher geringer auf komplette Genesung. Zu dem spielen zur Prognose noch andere Faktoren mit ein, wie beispielsweise Metastasen, bösartigem und schnell wachsendem Gewebe. Ebenfalls zu erwähnen ist, dass ein Gehirntumor jederzeit wieder auftreten kann und eine Heilung zu 100 Prozent nicht garantiert werden kann.

Bleibt der Krankheitsverlauf bzw. der Gehirntumor unentdeckt, führt er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum Tod des Betreffenden. Auch während der Therapie mit Bestrahlung und Chemotherapie kommen noch einige zusätzliche und unangenehme Nebenwirkungen hinzu. Betroffene Patienten leiden unter starkem Haarausfall bis hin zum kompletten Haarverlust. Im weiteren Verlauf ist eine Nachversorgung und eine regelmäßige Kontrolle unabdingbar, um einen möglichen Rückfall frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Gehirntumor Vorbeugen

Leider ist es nicht bekannt, wie man einem Gehirntumor vorbeugen kann. Es gibt keine Lebensgewohnheiten oder besondere Risiken, die verantwortlich gemacht werden können. Bei einem Gehirntumor verhält es sich anders wie bei sonstigen Krebsarten, die etwa begünstigt werden durch Alkoholkonsum oder Zigarettenkonsum. Bestimmte Risikofaktoren wie eben Strahlungen, Pestizide und bekannte krebserregende Stoffe sollten gemieden werden, um somit das Risiko einer Erkrankung eventuell vorzubeugen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Risiken Minimierung lässt sich einem Gehirntumor nicht vorbeugen oder effektiv entgegen wirken.

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