Gastritis

Die Krankheit Gastritis ist auf Deutsch auch noch als Entzündung der Magenschleimhaut bekannt. Konkret ist sie eine entzündungsbedingte Erkrankung der empfindlichen Schleimhäute im Magen. Diese bekleiden die Innenseite des Magens und schützen tiefer liegende Schichten der Magenwand vor der aggressiven Säure des Magensaftes. Dieser wird von einer spezialisierten Zellenart der Magenschleimhaut hergestellt.

Magenschleimhautentzündungen können entweder im gesamten Magen auftreten oder aber auch nur an isolierten Abschnitten des Magens. Es gibt indessen verschiedene Formen der Erkrankung Gastritis. So tritt die Krankheit nicht nur in chronischer und akuter Form auf, sondern kann auch nach Ursachen klassifiziert werden. Konkret gibt es fünf verschiedene Kategorie, die sich wie folgt zusammensetzen: TYP-A Gastritis, TYP-B Gastritis, TYP-C Gastritis, TYP-D Gastritis und TYP-R Gastritis.

Die Krankheit wird vor allem durch Schmerzen oder einem Druckgefühl in der Magengegend gekennzeichnet, doch auch Appetitlosigkeit, Durchfall oder das Erbrechen von Blut können Symptome einer Gastritis sein. In verschiedenen Fällen können Patienten sogar unter Anämie aufgrund einer Gastritis leiden. Da der Schmerz durch eine Gastritis manchmal bis hinter das Brustbein ziehen kann, kann es in seltenen Fällen zu einer Fehldiagnose kommen, da die Schmerzen eher auf eine Herzkrankheit als eine Magenkrankheit deuten.

Gastritis Ursachen

Gastritis: Symptome und UrsachenDie verschiedenen Arten der Gastritis, haben auch verschiedene Ursachen. So ist die Ursache der Typ-A Gastritis zum Beispiel eine Autoimmunerkrankung. Etwa 5 Prozent aller Gastritiden beruht auf dieser Ursache. Hierbei werden die Belegzellen, welche Säure produzieren, von den Autoantikörpern angegriffen. Aus diesem Grund steigt der pH-Wert im Magen an und die Produktion von Gastrin wird angeregt. Dies führt zu einer Stimulation der ECL Zellen. Diese Zellen haben eine trophische Wirkung und führen somit zu einer Hyperplasie von diesen Zellen. Außerdem fördert die hohe Menge an Gastrin die Entstehung und Multiplikation von Mikrokarzinoiden.

Hieraus kann ein Mangel an Vitamin B12 resultieren. Bei der Gastritis des Typs B liegt meist eine bakterielle Infektion der Erkrankung zugrunde. Vor allem die Bakterie Helicobacter pylori verursacht in vielen Fällen eine Gastritis. Ungefähr 85% aller bekannten Gastritis-Erkrankungen entstehen auf diese Art und Weise. Problematisch ist bei dieser Form der Gastritis die Verursachung von chronischen Magengeschwüren durch die Bakterien. Des Weiteren besteht ein Zusammenhang zwischen Gastritis-B und dem Risiko an Magenkrebs zu erkranken. Diese Form der Gastritis tritt vor allem im Bereich des Magenausgangs (Antrum) auf.

Aus diesem Grund, wird sie auch oftmals als Antrumgastritis bezeichnet. Die Gastritis des Typ C wird chemisch induziert. Unter anderem sind Teile der Gallenflüssigkeit, welche bei häufigem Gallenreflux auftauchen sind für das Auftreten einer Typ-C Gastritis verantwortlich. Neben natürlichen chemischen Faktoren können jedoch auch chemische Ursachen durch den Menschen gefördert werden. So kann der Genuss von modernen Konsumgiften, wie zum Beispiel Alkohol oder Tabak, zu einer Gastritis führen. Auch Lebensmittelvergiftungen können die schützende Schleimschicht der Magenschleimhaut angreifen und somit zu Geschwüren an der Magenwand führen.

Die Typ-D Gastritis ist sehr selten, und fasst verschiedene Sonderformen zusammen. Vor allem seltene oder wenig häufig vorkommende Erreger, wie zum Beispiel der Morbus-Crohn Erreger werden als Ursachen der Typ-D Gastritis geführt. Die Typ-R Gastritis ist eine Folge von häufig auftretendem Sodbrennen. Vor allem der Barrett-Ösophagus ist eine sehr schwerwiegende Folge von diesem Typ der Gastritis. Auch sie ist jedoch weitaus weniger häufig als die Formen A, B und C.

Gastritis Symptome

Die Symptome einer Gastritis können unterschiedlich sein. Hierbei muss man vor allem zwischen der chronischen Form und der akuten Form unterscheiden. Die akute Gastritis tritt immer zeitnah zu der auslösenden Substanz auf. Typischerweise verbessert sich bei der akuten Gastritis der Zustand kurz, bevor er sich im Anschluss wieder verschlechtert. Der Betroffene verspürt normalerweise einen starken Schmerz in der Bauchgegend oder ein Druckgefühl in dieser Gegend.

Auch ständiges Erbrechen oder Aufstoßen, sowie Appetitlosigkeit können Symptome einer Gastritis sein. In ganz besonders schlimmen Fällen, kann Teerstuhl oder Bluterbrechen auftreten. Dies ist die Folge von Blutverlusten aus der lädierten Magenschleimhaut. Betroffene einer chronischen Gastritis erkennen oftmals keine eindeutigen oder klaren Beschwerden und Symptome. Aus diesem Grund, wird sie in vielen Fällen auch erst sehr spät erkannt. So treten über lange Zeit eher unspezifische Signale oder Symptome auf. Diese können unter anderem Blähungen oder Durchfall sein. Neben diesen unspezifischen Symptomen treten jedoch in einigen Fällen auch die Symptome einer akuten Gastritis auf.

Gastritis Diagnose

Um eine Gastritis zu diagnostizieren soll eine Magenspiegelung und eine Zwölffingerdarmspiegelung vorgenommen werden. Auf diese Weise kann der Arzt eine sichere Diagnose der Gastritis stellen.

Gastritis Therapie / Behandlung

Die Typ-A-Gastritis wird abhängig von der Schwere der Entzündung behandelt. Vorzugsweise werden Protonenpumpenhemmer, säureneutralisierende Antazida und säureblockenden H2-Antihistaminika an Patienten verabreicht. In vielen Fällen muss das Vitamin B12 lebenslang substituiert werden. Um die Gastritis Typ-B zu therapieren muss das Bakterium Helicobacter pylori eradiert werden.

Dies wird erreicht durch eine dreifache Therapie, welche aus zwei verschiedenen Antibiotika und einem Protonenpumpeninhibitor besteht. Diese werden während der Dauer einer Woche verabreicht. Bei der Gastritis des Typ-C werden Säureblocker eingesetzt. Neben den Säureblockern, sollen jedoch auch Protonenpumpenhemmer eingesetzt werden. Wichtig ist hier jedoch auch die Giftsubstanz abzusetzen.

Gastritis Verlauf

Neben dem typischen Verlauf, bei dem sich Magengeschwüre langsam aufgrund der oben beschriebenen Ursachen bilden, können auch Komplikationen auftreten. So kann in manchen Fällen eine Atrophie der Magenschleimhaut, eine perniziöse Anämie, ein Magenkarzinom oder Geschwüre im Duodenum auftreten. Ebenso können Patienten in manchen Fällen unter Magenblutungen leiden.

Gastritis Vorbeugen

Generell ist es schwierig eine Gastritis vorzubeugen. Ein Verzicht auf Genussgifte wie Alkohol und Tabak, sowie eine gesunde Ernährung können jedoch das Risiko einer Gastritis reduzieren.

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