Filzläuse

Die Filzlaus (Pthirus pubis), die auch Schamlaus genannt wird, ist ein Parasit des Menschen, der sich im Körperhaar aufhält. Hier bevorzugt der Parasit das Schamhaar, da er sich bevorzugt an warmen und feuchten Orten aufhält. Halt findet er, da er robuste Halteklauen am Ende seiner sechs Beine hat. Vor der ersten Aufnahme von Blut ist die ein bis zwei Millimeter große rundliche Laus grau. Nach der ersten Blutaufnahme kann man die Laus an ihrer rostroten Farbe erkennen.

Filzläuse vermehren sich schnell. Das befruchtete Weibchen legt pro Tag drei Eier. Diese befestigt es mit Hilfe eines klebrigen Sekrets am befallenen Schamhaar. Diese Nissen entwickeln sich in einem Zeitraum von drei bis vier Wochen zu neuen Filzläusen. Wird der Befall nicht gestoppt, können sich Filzläuse auch an Achsel-, Bart- oder Bauchhaaren ansiedeln. Da Filzläuse hauptsächlich durch intimen Kontakt übertragen werden, spricht man bei einem Filzlausbefall von einer STD, einer sexuell übertragenen Krankheit.

Erste Symptome zeigen sich drei bis sechs Tage nach der Ansteckung. Der Parasit selbst überträgt im Gegensatz zu der Kopflaus keine Krankheiten, ist aber durch den starken Juckreiz sehr unangenehm. Allergiker haben ein zusätzliches Risiko, heftige körperliche Reaktionen zu verspüren.

Filzläuse Ursachen

Filzlaeuse Symptome / UrsachenFilzläuse können durch Akt oder engen Körperkontakt übertragen werden, aber auch durch die gemeinsame Nutzung von Bettwäsche, Handtüchern oder Kleidungsstücken. Eine mangelhafte Körperhygiene ist ein zusätzlicher Risikofaktor, sich mit Filzläusen anzustecken.

Filzläuse Symptome

Ein sehr unangenehmes Symptom ist sicherlich der starke Juckreiz im Schambereich, der mit einem Filzlausbefall einhergeht. Dieser tritt drei bis sechs Tage nach der Infektion auf und wird in der Nacht deutlich stärker. Es kommt manchmal vor, dass diese Symptome ausbleiben, was dazu führen kann, dass die Filzläuse einige Zeit später entdeckt werden.

Weitere Anzeichen für einen Befall der Filzlaus sind kleine rötliche Punkte in der Unterwäsche. Bei diesen Punkten handelt es sich um den Kot der Parasiten. Verdächtig sind verklebte Schamhaare. Dazu kommt es, da die Läuse ihre Eier (Nissen) an den Haaren befestigen. Darüber hinaus kommt es zu Entzündungen, Hautveränderungen und blauen Flecken an den Bissstellen.

Filzläuse Diagnose

Wenn man an Juckreiz im Schambereich leidet, sollte man für eine Diagnose und Behandlung einen Arzt aufsuchen. Dieser kann den lästigen Parasiten identifizieren, oft ohne Mikroskop. Um sicher zu gehen, erfolgt auch oft eine Untersuchung der Läuse und Nissen unter dem Mikroskop.

Filzläuse Therapie / Behandlung

Ist die Diagnose gestellt, beginnt die Behandlung. Um Läuse zu beseitigen gibt es diverse Shampoos, Lotionen oder Salben. Diese kann man direkt beim Arzt oder in der Apotheke bekommen. Sie enthalten den Wirkstoff Pyrethrum oder den Wirkstoff Lindan. Bei einem Lausbefall ist es wichtig, dass nicht nur die ausgewachsenen Läuse, sondern auch die Nachkommen abgetötet werden. Passiert das nicht, hat man das gleiche Problem, wenn die Nissen geschlüpft sind, da der Wirkstoff nur die ausgewachsenen Tiere trifft.

Um den Befall gänzlich zu stoppen, muss man die Behandlung eine Woche später wiederholen. Zudem ist anzuraten, die Scham- und Körperbehaarung komplett zu entfernen. Auf Akt oder intensiven Körperkontakt sollte verzichtet werden bis die Behandlung abgeschlossen ist. Sind die Filzläuse ohne Wirt, d.h. vom Menschen getrennt, beträgt ihre Lebensdauer nur noch 24 Stunden. Wichtig ist, dass alle Familienmitglieder und auch Textilien behandelt werden, damit keine Neuinfektion erfolgt. Die Textilien müssen mit mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden, damit Läuse und Nissen gleichermaßen abgetötet werden. Ist dies nicht möglich, sollten die Textilien drei Tage bis vier Wochen in einem luftdichten Sack verschlossen werden.

Ebenfalls möglich ist es, die durch Filzläuse befallenen Textilien in einem Sack zu verschließen und sie einen Tag in die Tiefkühltruhe zu legen. Nur so kann ein erneuter Parasitenbefall ausgeschlossen werden. Hat man sämtliche Läuse isoliert und die Textilien in der gesamten Wohnung sorgfältig gereinigt hat, ist die Chance einer Neuinfektion relativ gering. Man kann sagen, dass die Behandlung dieser sexuell übertragbaren Krankheit im Grunde sehr unkompliziert ist.

Verlauf

Drei bis sechs Tage nach der Infektion zeigen sich erste Symptome in Form von Juckreiz. Da die Filzläuse den Schambereich bevorzugen, siedeln sie sich zunächst dort an. Wird die Infektion nicht behandelt, können sich die Filzläuse auch auf andere behaarte Regionen setzen. Auch im Barthaar oder in den Augenbrauen können sie sich aufhalten. Um die Verbreitung über den ganzen Körper zu vermeiden, sollte man sich zügig behandeln lassen.

Filzläuse Vorbeugen

Die beste Vorbeugung gegen einen Befall mit Filzläusen ist sicherlich eine bedachte Wahl des Partners. Da enger Körperkontakt ausreicht und Kondome in diesem Fall nicht schützen, sollte man auf die Hygiene des Partners achten und auch die Sauberkeit der Textilien überprüfen. Ein weiterer Faktor ist der Trend der Intimrasur, der sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Eine Rasur oder das Stutzen von Körperhaaren verhindert, dass Filzläuse sich einnisten können.

Hat man viele wechselnde Partner, sollte man regelmäßig überprüfen, ob im Schambereich alles in Ordnung ist. Zudem sollte man es vermeiden, fremde Bettwäsche und Kleidung zu benutzen.

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