Startseite ¬Ľ Krankheiten Lexikon ¬Ľ E ¬Ľ Erk√§ltung

Erkältung

Ein grippaler Infekt, auch Erk√§ltung genannt, bezeichnet grob definiert eine akute Infektionskrankheit von Nase, Hals und Bronchien. Der Infekt kann hierbei durch Viren oder Bakterien ausgel√∂st worden sein. Erk√§ltungsinfekte geh√∂ren zu den h√§ufigsten Krankheiten √ľberhaupt. Kleinkinder sind am h√§ufigsten betroffen und stecken ihre Eltern √∂fter an. Bis zu 13-mal im Jahr k√∂nnen Kinder an einer Erk√§ltung erkranken weil ihr Immunsystem sich erst im Laufe der Jahre stabilisiert.

H√§ufig werden Erk√§ltungen mit einer echten Grippe (Influenza) umgangssprachlich verwechselt, die jedoch besonders bei Menschen mit schwachem Immunsystem h√§ufiger zum Tod f√ľhren k√∂nnen. Eine Erk√§ltung erwischt das Immunsystem besonders in Ruhephasen, in denen wenig Kortisol (welches im K√∂rper zu dem Immunsuppressivum Cortison umgewandelt wird) ausgesch√ľttet wird. Besonders am arbeitsfreien Wochenende oder im Urlaub zeigen sich dann erste Anzeichen einer Infektion, die es m√∂glichst schnell zu bek√§mpfen geht, um die schlimmsten Symptome zu verhindern.

Leichte Erh√∂hung der Temperatur, Kratzen im Hals, Husten, verstopfte Nase oder das Gef√ľhl weniger Luft zu bekommen, k√∂nnen erste Anzeichen f√ľr eine Erk√§ltung sein. Wer besonders gef√§hrdet ist, sollte die g√§ngigen Hausmittel parat und immer auf Vorrat im Medizinschrank stehen haben.

Ursachen einer Erkältung

Erkaeltung SymptomeK√§lte wurde fr√ľher als Ursache zur Ausl√∂sung einer Erk√§ltung gesehen. Dies wurde wissenschaftlich widerlegt und ist nicht korrekt. Oftmals beginnt ein grippaler Infekt mit leichtem Fr√∂steln. Dieses K√§ltegef√ľhl entsteht, weil der K√∂rper sich gegen die beginnende Virusinfektion wehrt. Die Thermoregulation des K√∂rpers wird erh√∂ht, um eindringende Viren durch Erw√§rmung der Umgebungstemperatur abt√∂ten zu k√∂nnen.

Ein m√∂gliches K√§ltegef√ľhl bei Beginn einer Erk√§ltung ist Folge einer Virusinfektion und keine Ursache einer kalten Umgebung. Ein Zusammenhang mit einer kalten Umgebungstemperatur kann nur insofern bestehen, dass eine Unterk√ľhlung des K√∂rpers das Immunsystem schw√§cht und es somit anf√§lliger f√ľr Erreger aller Art macht. Eine Erk√§ltung entsteht also nicht zwangsl√§ufig im Winter oder bei K√§lteeinwirkung, sondern dann, wenn das k√∂rpereigene Immunsystem vermindert aktiv ist.

Erkältung Symptome

Bei einer Erk√§ltung laufen die Symptome oft in zeitlichen Phasen ab. Die ersten Anzeichen sind oft ein Kratzen im Hals oder Schluckbeschwerden und Halsschmerzen. Leichtes Fr√∂steln kann eine Begleiterscheinung sein und bis zu zwei Tage andauern. Zeitgleich kann eine Entz√ľndung der Nasenschleimhaut zu Schnupfen, Niesen und einem Kitzeln in der Nase f√ľhren. Durch h√§ufiges Ausschnupfen mit Taschent√ľchern, kann die empfindliche Haut rund um die Nasenl√∂cher ger√∂tet sein und brennen. Vier bis f√ľnf Tage folgen anschlie√üend h√§ufig Kopf- und Gliederschmerzen, die von einer allgemeinen Mattheit begleitet werden. Abgeschlagenheit f√ľhrt in der Regel zur Arbeitsunf√§higkeit und einige Tage Bettruhe k√∂nnen ma√ügeblich zur Gesundung beitragen.

Bei Komplikationen, wie chronischen Verl√§ufen oder komorbiden Erkrankungen wie Mittelohrentz√ľndung, Nasennebenh√∂hlen-Entz√ľndung, Lungenentz√ľndung oder anderen schweren Verl√§ufen wird oft versucht, mit Antibiotika die Sekund√§rinfektionen ein zu d√§mmen und die Symptome zu mildern.

Erkältung Diagnose

Die Anamnese erfolgt in der Regel zuerst durch die Beschreibung der Probleme durch den Patienten. Anschließend wird der Brustraum abgehorcht, die Temperatur gemessen und der Patient ausgiebig nach seinem Befinden befragt. Wichtig ist, wie lange die Infektion zum Zeitpunkt des Besuches beim Arzt bereits besteht, da hier abgeleitet werden kann, wann mit einem Ende der Erkältung zu rechnen ist.

Erkältung Therapie / Behandlung

Bei einer Erk√§ltung ist es sehr wichtig, dem K√∂rper Ruhe zu verordnen, damit das, ohnehin angegriffene Immunsystem, sich dem Kampf der Viren und Bakterien stellen kann. Gut tun warme, aber nicht √ľberheizte R√§ume, w√§hrend kalte Luft das Krankheitsbild verschlimmert. Bei Husten und Schnupfen sollte auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr von etwa 3 Litern am Tag geachtet werden, um den Sekret in den Atemwegen zu verfl√ľssigen und den Schleim aufl√∂sen zu k√∂nnen.

Das Gurgeln mit warmem Salzwasser kann Halsschmerzen lindern. Nasensprays sollten nach M√∂glichkeit nicht l√§nger als eine Woche benutzt werden, da diese die Nasenschleimhaut angreifen und sogar zu einer physischen Abh√§ngigkeit f√ľhren k√∂nnen.

Wenn Schmerzmittel und Analgetika wie die Wirkstoffe Ibuprofen oder Novaminsulfon eingenommen werden, sollte darauf geachtet werden, dass der Patient nicht zu fr√ľh seinen Alltag wieder aufnimmt weil er sich durch die Linderung der Symptome seiner Erk√§ltung wieder gesund f√ľhlt.

Erkältung Verlauf

Der Verlauf einer typischen Erkältung beginnt mit Halskratzen oder Halsschmerzen, leichte, Frösteln, Niesen oder einer laufenden Nase. Manchmal begleiten Symptome wie eine verstopfte Nase, ein geändertes Geschmacksempfinden oder Abgeschlagenheit die Krankheit. In der Regel dauert eine Erkältung 7 bis 14 Tage an bis der Betroffene vollkommen gesundet ist. Es ist ratsam, sich zumindest in der ersten Zeit krankschreiben zu lassen, um den Infekt nicht zu verschleppen, sondern vollkommen auskurieren zu können.

Erkältung Vorbeugen

Die beste Vorbeugung gegen eine Erkältung ist die Stärkung des eigenen Immunsystems. Ausreichend Sport und Bewegung an der frischen Luft bieten eine gute Basis. Eine gesunde Ernährung mit vielen Eiweißen, Vitaminen und Mineralstoffen nährt ein gesundes Immunsystem und macht es stark gegen Einwirkungen von außen. Ausreichender Schlaf ist wichtig, damit das Immunsystem nachts seine Speicher aufladen kann und alle Regenerationsprozesse im Körper ablaufen können.

Das abwechselnde Duschen von kaltem und warmem Wasser kann eine Erkältung abhalten, in dem durch diese Anwendungen das Immunsystem gestärkt wird. Ebenfalls kann der regelmäßige Besuch einer Sauna das Immunsystem stark machen und gegen Infekte aller Art wappnen. Ein gesunder Magen-Darm-Trakt trägt dazu bei, dass der Körper mit Viren und Bakterien gut zurecht kommt und diese abwehren kann.

Hinweis f√ľr Zitate:
Dieser Artikel wurde von Marion zuletzt √ľberarbeitet am: 12. Oktober 2020.
Solltest Du einen Fehler finden, kontaktiere bitte die Redaktion.
Diese Seite darf selbstverst√§ndlich ohne R√ľcksprache zitiert werden.

Permalink zu dieser Seite (einfach kopieren & einf√ľgen) - z.B. f√ľr Zitate, Webseiten und Blogs: