Ebola

Bei Ebola handelt es sich um eine meist tödlich verlaufende Infektionskrankheit für die eine Meldepflicht besteht. Hervorgerufen wird sie durch das Ebolavirus, das seinen Namen aufgrund des afrikanischen Flusses Ebola erhielt, an dem erstmalig Mitte der 1970er Jahre auftrat. Diese Infektionskrankheit zählt zu den sogenannten hämorrhagischen Fiebern (hämorrhagisch für „blutend“ oder „Blutungen betreffend“) und geht mit hohem Fieber und inneren Blutungen einher.

Die Krankheit ist hoch infektiös und wird von Mensch zu Mensch mittels Körperflüssigkeiten übertragen; dazu zählen neben Blut auch Speichel und Sperma. Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch) beträgt bei Ebola zwischen 2 und 21 Tagen. In Deutschland sind noch keine Fälle einer Ebola-Infektion bekannt. Die Krankheit kommt ausschließlich in Afrika vor, dort überwiegend in Kongo-Brazzaville, der Elfenbeinküste, dem Sudan, Uganda sowie der Demokratischen Republik Kongo.

Dort rückte die Erkrankung 1976 auch das erste Mal in das Bewusstsein der weltweiten Öffentlichkeit. Über die Jahre sind jedoch auch vereinzelte Fälle Ebolas außerhalb Afrikas aufgetreten. Bei diesen hat sich jedoch jeweils herausgestellt, dass bei den betreffenden Personen ein vorheriger Aufenthalt in den entsprechenden Gebieten Afrikas vorlag.

Ebola Ursachen und Übertragung

Ebola SymptomeDie Erkrankung wird ausgelöst durch das Ebola-Virus. Bis heute konnte noch kein natürliches Reservoir, etwa ein Hauptwirt oder Reservoirwirt, für das Ebola-Virus entdeckt werden. Bei dem Ebola-Virus handelt es sich um ein RNA-Virus, das, ebenso wie das Marburg-Virus, zur Familie der Filoviridae gehört. Das Marburg-Virus war 1967 für den Tod mehrerer Wissenschaftler verantwortlich, die sich durch afrikanische Affen im Labor infiziert hatten.

Daher besteht die Annahme, dass auch Affen, ebenso wie Nagetiere, Fledermäuse und Insekten die Ebola-Viren übertragen können. Es sind ebenso Fälle bekannt, in denen eine Ansteckung durch den Verzehr von infiziertem Affenfleisch erfolgte. Eine Ansteckung durch Tröpfcheninfektion durch Sprechen, Husten oder Niesen ist ebenfalls möglich, tritt jedoch in seltenen Fällen ein. Die Infektion durch Körperkontakt ist die Regel. Ansteckungsgefahr besteht auch für Personen, die einem an Ebola Verstorbenen nahe kommen, etwa bei der Beerdigung.

Ebola Symptome

Nach Ende der Inkubationszeit treten bei den Infizierten grippeähnliche Symptome auf, dazu gehören ein plötzlicher Anstieg der Körpertemperatur, ein allgemeines Erschöpfungsgefühl, Hals-, Kopf- und Muskelschmerzen. Das Fieber steigt dabei meist auf über 38,5 Grad Celsius an. Dazu treten weitere schwere Symptome und Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Hautausschlag.

Typisch für das Ebola-Virus, jedoch nicht in allen Fällen vorkommend, ist die dann einsetzende Blutung. Die Betroffenen bluten sichtbar an den Mundschleimhäuten oder im Genitalbereich sowie innerlich. Die inneren Blutungen können dabei zum Versagen lebenswichtiger Organe führen. Ebenso treten blutiger Stuhl und Urin und Blutungen ins Gewebe (die blauen Flecken) auf. Der Krankheitsverlauf kann zu Schockzuständen, Krämpfen, Lähmungserscheinungen und Kreislaufzusammenbrüchen führen. Die Patienten husten und erbrechen Blut.

Auch wenn innere Blutungen als signifikantes Ebola Symptom rezipiert werden, so sind diese nur eines von mehreren Anzeichen. Die Infektion mit dem Ebola-Virus zieht den gesamten Organismus in Mitleidenschaft. Kapillare Blutgefäße werden zerstört. Die inneren Blutungen führen meist zum Tode. Fünf bis acht von zehn Patienten versterben an dieser Erkrankung.

Ebola Diagnose

Die Diagnose des Ebola-Virus kann durchaus diffizil sein. Das Erscheinungsbild ähnelt sehr dem des Marburg-Virus‘. Nachgewiesen werden kann das Ebola-Virus nur im Labor. Dafür werden Blut, Urin und Speichel des Patienten untersucht. Die RT-PCR (Reverse Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion) wird dabei als Goldstandard verwendet. Dabei reichen bereits wenige Viruskopien aus, um das Virus zweifelsfrei nachweisen zu können. Ebenso können die speziellen Antikörper nachgewiesen werden.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass diese erst im fortgeschrittenen Verlauf der Erkrankung gebildet werde. Fällt der Nachweis der Antikörper daher negativ aus, ist dies noch nicht aussagekräftig für eine Nicht-Infektion. Das Virus kann zudem im Labor auf einem geeigneten Nährboden ausgesät werden, um eine mögliche Vermehrung zu beobachten. Sämtliche Diagnosemethoden erfordern speziell ausgestattete Sicherheitslabore, die in den Entwicklungsländern meist nicht vorhanden sind.

Die gesamte Untersuchung erfolgt unter großen Sicherheitsvorkehrungen. Anhand der vorliegenden Beschwerden und Symptome des Patienten, den Laborergebnissen sowie der geographischen Lage des Erkrankungsfalls kann schließlich die Diagnose gestellt werden.

Ebola Therapie

Eine ursächliche Therapie des Ebola-Virus ist nicht möglich. Die Erkrankung kann nur symptomatisch behandelt werden. Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, ist eine Beigabe von Antibiotikum erfolglos. Der erste Schritt einer Therapie ist stets die Isolierung des Patienten. Dieser wird dazu in ein spezielles Quarantänezimmer verbracht. Sonderisolierstationen bestehen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sowie an der Berliner Charité.

Auftretende Blutungen können durch eine Behandlung der Blutgerinnungsstörungen gestoppt werden. Medikamente werden möglichst oral verabreicht, um Einstichstellen am Körper und damit weitere Blutungen zu vermeiden. Die Vermeidung dieser invasiven Eingriffe erschwert die die Behandlung von Ebola. Die mit der Erkrankung einhergehenden Austrocknungen und Infektionen müssen behandelt werden. In vielen Fällen sind Bluttransfusionen nötig um den erlittenen Blutverlust auszugleichen.

Wird das Virus frühzeitig erkannt, kann Rekonvaleszentenserum erfolgreich verabreicht werden. Dieses Serum wird aus dem Blut von Überlebenden der Krankheit gewonnen und enthält Antikörper gegen die Viren. Diese passive Immunisierung hält jedoch nicht lange an. Ein tatsächliches Medikament gegen Ebola gibt es nicht. 2011 haben jedoch Forscher des Scripps Research Institute erstmalig einen Antikörper entdeckt, der das Virus daran hindert in das Zelleninnere zu gelangen. Darin wird die Möglichkeit gesehen, einen Impfstoff zu entwickeln.

Ebola Verlauf

Der typische Verlauf einer Ebola-Erkrankung ist schwer. Meist treten bereits wenige Tage nach der Ansteckung die ersten Symptome auf, nur selten dauert es bis zum Ausbruch der Krankheit mehr als zwei Wochen, auch wenn eine Inkubationszeit von 2 bis 21 Tagen angegeben wird.

Einige Ärzte vertreten die Meinung, dass überlebende Patienten eine lebenslange Immunität für die Ebola-Erkrankung entwickeln. Eine weitere Ansteckung ist somit nicht mehr möglich. Der Großteil der Infizierten verstirbt jedoch während des meist dramatischen Krankheitsverlaufs. Der Tod tritt dabei oft am neunten Tag der Erkrankung ein.

Ebola vorbeugen

Eine wirksame Schutzimpfung gegen das Ebola-Virus das bei Menschen angewandt werden kann wurde noch nicht entwickelt. Im Jahr 2003 konnten Wissenschaftler des USAMRIID jedoch erfolgreich Mäuse durch Injektion von virusähnlichen Partikeln immunisieren. 2005 konnten Javaneraffen erfolgreich geimpft werden. Angestellte von Krankenhäusern, in denen Ebola-Infizierte behandelt werden, sollten höchste Hygienestandards einhalten um die Infektionsrate zu senken.

Dazu gehört etwa das Desinfizieren und Sterilisieren des Operationsbestecks. Der Kontakt zu Erkrankten sollte zudem gemieden werden. Touristen, die den Kontinent Afrika bereisen, gelangen in der Regel nicht in gefährdete Gebiete, so dass eine Ansteckungsgefahr hier nicht vorliegt.

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