Demenz

Bei einer Demenz handelt es sich um eine Krankheit, die mit dem langsamen Verlust der emotionalen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten handelt. In der Folge ist das soziale sowie berufliche Leben eingeschränkt. Signifikant für das Auftreten einer Demenz ist der spontane Verlust des Kurzzeitgedächtnisses. Plötzlich vergessen Betroffene, an welchen Platz alltägliche Dinge gelegt wurden oder bringen völlig falsche Sachen zum Beispiel in den Kühlschrank. Auch das Sprachvermögen oder die motorischen Fähigkeiten sind bei einer Demenz im Frühstadium kurzzeitig betroffen. Der Charakter bzw. die Persönlichkeitsstruktur verändert sich zusehends und wird oft mit dem Alter in Verbindung gebracht.

Die Demenz ist eine altersbedingte Krankheit, die einen sehr langsamen Verlauf hat. Sie wird meist in den ersten Jahren von den betroffenen Personen selbst und deren Angehörige nicht wahrgenommen. Demenz ist nicht heilbar. Der Verlust der Gedächtnisfunktionen ist unwiederbringlich und kann vor allem mit regelmäßigem Gedächtnistraining wie Kreuzworträtsel, Sudoku oder anderen Übungen aus dem Alltag nur verzögert werden. Die Demenz kann nicht mit einer angeborenen Minderbegabung verglichen werden, da der Verlust der geistigen Fähigkeiten erst im fortgeschrittenen Lebensprozess beginnt.

Demenz Ursachen

Demenz: Symptome und UrsachenEine der häufigsten Ursachen für das Auftreten der Demenz Erkrankung ist die Alzheimer-Krankheit. Sie kann daher als Vorstufe der Demenz angesehen werden. Hierbei liegt der Verlust der im Gehirn verknüpften Nervenzellen zugrunde. Infolge dessen kommt es zu einem Verlust von Nervenzellen und der entsprechenden Gedächtnisleistung. Eine weitere Ursache für Demenz sind Durchblutungsstörungen, die die Hirnsubstanz und deren Funktionen beeinflussen. In diesem Falle spricht man von einer vaskulären Demenz. In Zusammenhang mit Symptomen eines Schlaganfalls kann sich die allgemeine Gehirnleistung spontan dramatisch verschlechtern und beispielsweise mit Sprachstörungen auftreten.

Des Weiteren gibt es im Gehirn altersbedingte Abbauprozesse, die sich in ihrer Symptomatik der Demenz ähneln. Neben der vaskulären Demenz, die aufgrund von Durchblutungsstörungen auftritt, wird diese Form als Demenz mit Lewykörpchen genannt. Sie wird als dritthäufigste Form der Demenz diagnostiziert. Vergiftungen mit einem chronischen Verlauf oder wachsende Tumore im Gehirn, aber auch Infektionen wie die Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung können zu einer Demenz führen, die im individuellen Falle diagnostiziert werden muss, um die Behandlungsmöglichkeiten einschätzen zu können. Bei Krankheiten, die in kausalem Zusammenhang mit der Demenzerkrankung stehen, sind erfolgreiche Behandlungen möglich.

Demenz Symptome

Bevor eine Demenz ausbricht oder diagnostiziert werden kann, kommt es häufig zu psychischen Veränderungen. Die Betroffenen verlieren lang gehegte Interessen und Eigeninitiative, sind schnell reizbar und fühlen sich schnell überfordert. Diese Symptomatik ähnelt sehr einer Depression, die sich ebenfalls in einem längeren Prozess entwickelt. Die kognitiven Eigenschaften sprechen den Verstand und die Wahrnehmung des Menschen an. Dazu gehören Denkabfolgen, das Verstehen von gehörten Sätzen und die geistige Fähigkeit an einem Gespräch teilnehmen zu können. Im weiteren Sinne gehören dazu auch die Erinnerungen des Menschen.

Die Demenz zeigt sich deutlich mit dem Verlust der kognitiven Fähigkeiten. So werden in der ersten Phase Dinge im alltäglichen Leben des Öfteren vergessen. Auch das Kurzzeitgedächtnis lässt nach, so können Situationen, die erst kürzlich geschehen sind, vergessen werden. In Gesprächen kann es passieren, dass der Betroffene verzweifelt nach Worten sucht. Eine Vielzahl von Menschen bemerkt teilweise diese Veränderungen, die in ihnen Unsicherheit hinterlässt. Aus dieser Unsicherheit entwickeln sich die Verhaltensstörungen, die ein weiteres Symptom der Demenz darstellen. Im späteren Stadium haben die Betroffenen Schwierigkeiten bei der Planung umfassender Abläufe, wie die Organisation von Familienfeiern oder die Vorbereitung für den Urlaub.

Auch die Orientierungslosigkeit in der gewohnten Umgebung ist ein Indiz für eine vorhandene Demenz. So finden sich Menschen mit Demenz häufig in unangenehmen Situationen wieder und gehen zum Beispiel im Nachthemd auf die Straße. Aufgrund der Schwierigkeit, komplexe Abhandlungen zu verstehen, ist das Urteilsvermögen eingeschränkt. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf einer Demenz beginnen auch motorische Störungen. Im Laufe der Zeit verengen sich die Schritte, die Betroffenen schlurfen oder laufen breitbeinig. Dazu versteift sich der Körper immer mehr, was eine höhere Gefahr für Stürze darstellt.

Demenz Diagnose

Um eine sichere Diagnose Demenz erstellen zu können, sind umfassende Untersuchungen notwendig, die zum großen Teil auch die Krankengeschichte und vor allem das Alltagsgeschehen des Betreffenden einschließen. Insofern ist es wichtig, dass enge Angehörige den Patienten zum Arzt begleiten und am Behandlungsgespräch teilnehmen. Besonders typisch ist die spontane Hochform vor oder bei einem Arztbesuch, bei dem sich der Patient in augenscheinlich bester Verfassung befindet und keinerlei Gedächtnisstörungen zeigt.

Eine Computertomografie kann eventuell auch Hinweise auf Demenz liefern. Blutuntersuchungen wie die Werte von Blutzucker, Vitamin B12 und Elektrolyten können Veränderungen aufzeigen, die unter Umständen behandelbar sind und den Krankheitsverlauf verzögern können. Am wichtigsten jedoch ist das persönliche Gespräch mit dem Arzt, die Beobachtung von auftretenden Veränderungen im Handlungsablauf, und die Veränderung in der Persönlichkeit, Symptome die eine sichere Diagnose geben.

Demenz Therapie / Behandlung

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Demenz altersbedingt ist und eine Behandlung nur darin bestehen kann, die Erkrankung hinaus zu verzögern und den Verlauf zu verlangsamen. Ein einmal begonnener Prozess der Demenz kann nicht gestoppt werden. Bei der vaskulären Demenz oder der Lewy-Körperchen-Demenz können Acetylcholinesterase-Hemmer eingesetzt werden.

Damit wird ein Signalaustausch unter den Nervenzellen verbessert. Zur Unterstützung der Gehirnleistungen können Ginkgo-Präparate gegeben werden, die langfristig eingenommen werden sollten. Generell muss die Entscheidung für eine medikamentöse Behandlung immer individuell vom Arzt getroffen werden.

Wichtig ist das regelmäßige Training des Gehirns, mit dem das Erinnerungsvermögen trainiert wird. Für die Beweglichkeit der einzelnen Gliedmaßen kann eine Ergotherapie hilfreich sein.

Demenz Verlauf

Den typischen Verlauf einer Demenz Erkrankung gibt es in dieser Form nicht. Dennoch gibt es zahlreiche Symptome, die in ihrer Gesamtheit eine Verlaufsform bilden, die bei vielen Patienten beobachtet werden kann. So ist auch der Zeitraum sehr unterschiedlich zu bewerten. Bei einigen Menschen ist es ein jahrelanger und schleichender Prozess, andere Patienten verlieren augenscheinlich die Funktionalität ihres Gedächtnisses. Solche spontanen Veränderungen können durch schwere Lebenseinschnitte wie den Verlust des Partners oder der Wechsel in eine neue Wohnung. Der Beginn einer Demenz ist mit den Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses gezeichnet. Planbare Handlungsabläufe entwickeln sich zu Schwierigkeiten, die für den Betroffenen allein nicht mehr zu bewerkstelligen sind.

Mit dem Fortschreiten der Krankheit können sich Sprachstörungen entwickeln. Mit dem Verlust des Gedächtnisses entstehen Ängste, aber auch depressive Verstimmungen und sogar Aggressionen. Alle einst gelernten Fähigkeiten wie sprechen, einem Gespräch folgen, sich an Situationen aus der Vergangenheit zu erinnern, werden verlernt. Im Laufe der Zeit entwickelt der Betroffene körperliche Veränderungen, der Körper versteift möglicherweise. Im Endstadium der Demenz ist der Mensch nicht mehr in der Lage, Familienangehörige oder bekannte Freunde zu erkennen und verliert zusehends auch den Orientierungssinn.

Demenz Vorbeugen

Die Demenz zählt zu den Erkrankungen, denen man nicht gezielt vorbeugen kann. Die Leistungen der Hirnfunktionen sind nicht berechenbar. Dennoch gibt es Risikofaktoren, die eine Entstehung begünstigen. Diesen Risikofaktoren kann man mit einer gesunden Lebensweise vorbeugen. Zu diesen Faktoren zählen die Schilddrüsenunterfunktion, Kopfverletzungen oder Schlaganfälle, Diabetes mellitus.

Neben diesen Faktoren sorgt geistiges Training in jeder Lebensphase für eine gute Funktionalität des Gehirns. Daher sind Denkaufgaben wie Kreuzworträtsel, Spiele aber auch rhythmische Gymnastik gerade für ältere Menschen geeignet.

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