Chronisches Nierenversagen

Chronisches Nierenversagen, oder auch chronische Niereninsuffizienz genannt, ist ein langsam fortschreitender Prozess, der im Verlust der Funktionsfähigkeit der Nieren endet. Der Krankheitsverlauf entwickelt sich meist über mehrere Jahre. Dem chronischen Nierenversagen gehen in den häufigsten Fällen verschiedene Nierenerkrankungen zuvor, die teils unbemerkt oder unbehandelt voranschreiten und somit im Endstadium chronisches Nierenversagen erreicht wird. Kann das Blut über die Nieren nicht mehr gereinigt werden, ist eine langjährige Dialysebehandlung oder eine Nierentransplantation erforderlich. Chronisches Nierenversagen ist für den Organismus irrereparabel.

Chronisches Nierenversagen Ursachen

Chronisches Nierenversagen SymptomeDauerhafter Bluthochdruck und eine im Laufe des Lebens erworbene Diabetes sind zwei der hauptsächlichen Ursachen für chronisches Nierenversagen. Hier zeigen sich deutliche die Folgen einer ungesunden Ernährungsweise, die starkes Übergewicht und als Folgesymptom Diabetes haben kann. Häufig und mit steigender Anzahl ist die Schädigung der Nieren durch Diabetes Typ 2 verursacht. Nierenerkrankungen können angeboren sein, in den seltensten Fällen gehörte jedoch chronisches Nierenversagen dazu. Patienten, die in der Vergangenheit bereits ein Dialysebehandlung erhalten haben oder noch immer in Behandlung sind, leben mit einem erhöhten Risiko für chronisches Nierenversagen.

Weitere Ursachen für chronisches Nierenversagen sind dauerhafte Nierenentzündungen bzw. die Nierenbeckenentzündung. Oft entwickelt sich eine Nierenschädigung auch durch Bluthochdruck. Chronisches Nierenversagen kann sich auch durch eine angeborene Fehlbildung, bei der sich im Laufe des Lebens Zysten bilden, entwickeln. Die Nieren versagen in der Regel ab dem 40. Lebensjahr. In seltenen Fällen kann ein chronisches Nierenversagen durch die Einnahme von Schmerzmitteln verursacht werden. Auch Blutgefäßerkranungen oder Erkrankungen des Bindegewebes sind seltene Gründe für das Nierenversagen.

Chronisches Nierenversagen Symptome

Die ersten Phasen, die zu chronischem Nierenversagen führen, sind in der ersten Zeit fast unbemerkbar und ohne Symptome. Ist im Urin ein hoher Anteil von Eiweiß enthalten, kann es zum schäumenden Urin kommen. Scheidet der Organismus während einer stillen Nierenerkrankung eine hohe Anzahl von roten Blutkörperchen aus, ist es möglich, dass sich der Urin braun verfärbt. In der weiteren Entwicklung kann die geistige sowie körperliche Leistungsfähigkeit eingeschränkt sein. Dazu leiden die Betreffenden unter Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen – aufgrund dessen besteht die Gefahr einer missverständlichen Diagnose. Dennoch ist die Kombination von Atemnot, Hautveränderungen und Wassereinlagerungen ein typisches Bild zur Gesamtdiagnose.

Das endgültige Versagen der Nieren zeichnet sich durch eine vermehrte Ausscheidung von Urin aus, der vor allem in der Nacht mit dringendem Harndrang begleitet ist. Des Weiteren ist ungewöhnlich anhaltender Durst zu beobachten. Aufgrund der im Körper verbleibenden Giftstoffe sind neurologische Symptome im Spätstadium für chronisches Nierenversagen erkennbar. Dazu zählen Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Konzentrationsschwäche.

Chronisches Nierenversagen Diagnose

Aufgrund der beschriebenen Symptomatik kann chronisches Nierenversagen vorerst mit Verdacht diagnostiziert werden. Zu den einzelnen Symptomatiken wie Bluthochdruck, Ödeme, veränderter Urin bzw. riechender Urin, Diabetes, Schwäche, Verwirrtheit müssen Laboruntersuchungen vorgenommen werden, die das entscheidende Ergebnis liefern, ob es sich im betreffenden Fall um chronisches Nierenversagen handelt oder nur um eine schwere Nierenerkrankung. Allgemeine Blutwerte, aber auch spezifische Werte wie die anteilige Höhe des Kreatinin und die Harnstoffkonzentration geben Auskunft über die Diagnose. Darüber hinaus wird Ultraschall, Röntgenkontrastmitteluntersuchung und die Computertomografie eingesetzt um die Nieren zu überprüfen und eine verlässliche Aussage für ein eventuell vorliegendes chronisches Nierenversagen zu machen.

Chronisches Nierenversagen Therapie / Behandlung

Bei einer klaren Aussage, die chronisches Nierenversagen diagnostiziert, ist eine schnelle Behandlung notwendig. Hat der Prozess des Funktionsverlustes bereits begonnen, kann dieser selten aufgehalten werden. In der Regel ist die grundlegende Erkrankung für die jeweilige Therapie ausschlaggebend. So werden Patienten mit einer vorherigen Nierenbeckenentzündung mit Antibiotika behandelt, während bei Diabetes Patienten der Blutzucker explizit kontrolliert und der Insulinspiegeln gegebenenfalls neu eingestellt werden muss. Bei erhöhtem Blutdruck muss auch hier grundlegend der Blutdruck mittels Medikamente neu eingestellt bzw. überprüft werden.

In der Kombination der Symptome steht die Behandlung der Vitalfunktionen immer an erster Stelle, um chronisches Nierenversagen in jedem Falle zu verhindern. Dazu sind weitere Maßnahmen möglich und notwendig. Alle den Organismus bzw. die Nieren schädigende Stoffe sind zu vermeiden. Aus ärztlicher Sicht muss daher auf ein Röntgenkontrastmittel verzichtet werden. Der Patient selbst hilft sich mit einer Ernährungsumstellung, die eine eiweiss- und kaliumarme Nahrung bevorzugt. Des Weiteren ist der Konsum von Salz und Alkohol günstig, um den fortschreitenden Prozess chronisches Nierenversagen zu verlangsamen.

Chronisches Nierenversagen Verlauf

Chronisches Nierenversagen zeigt an, dass die Funktionsfähigkeit der Nieren bereits eingeschränkt ist. Abhängig vom Stadium, in dem die Niereninsuffizienz diagnostiziert wurde, ist der weitere Verlauf. Dabei hat der Erhalt der Niere und ihrer Funktionalität Vorrang. Aufgrund dessen ist eine individuelle ärztliche Behandlung in Kombination mit einer Ernährungsumstellung wichtig. Wird chronisches Nierenversagen nicht therapiert, muss mit dem Verlust der Niere gerechnet werden. Eine Dialyse kann eine temporäre Therapie bis zu einer Transplantation sein, kann aber auch eine lebenslange Behandlung darstellen, um das Blut regelmäßig zu reinigen.

Chronischem Nierenversagen Vorbeugen

Da chronisches Nierenversagen durch anhaltende Nierenerkrankungen, Bluthochdruck oder Diabetes verursacht werden kann, kann man der Insuffizienz durch eine gesunde Lebensweise vorbeugen. Generell geht es hier nicht nur um den Schutz der Niere, sondern auch der Blase. Patienten, die auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob diese schädigend auf die Nieren wirken können, gegebenenfalls müssen die Medikamente durch andere ersetzt werden. Auch Menschen, die an Bluthochdruck und Diabetes leiden, sollten ihre Werte regelmäßig überprüfen lassen, um chronisches Nierenversagen ausschließen zu können.

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