Chronische Niereninsuffizienz

Wenn von der chronischen Niereninsuffizienz die Rede ist, so handelt es sich dabei um eine nur noch schwerlich zu behandelnde Einschränkung der Nierenfunktionen. Es ist eine chronische Erkrankung der Nieren, welche über kurz oder lang gar zum Nierenversagen einhergehend mit einer Harnvergiftung führen kann. Denn üblicherweise ist die chronische Niereninsuffizienz mit einer massiven Filtrationsfunktionsstörung verbunden. Unterschieden werden im Krankheitsverlauf die chronische Niereninsuffizienz sowie die terminale Niereninsuffizienz.

Wenn es zu einer Störung des Filtersystems kommt und somit gleichwohl zu einer Stauung von Abbauprodukten des Proteinstoffwechsels im Blutkreislauf, so ist dies in der Regel toxisch. Die dafür verantwortlichen Substanzen sind in erster Linie Harnsäure, der Harnstoff, Kreatinin, Amine und Phenole. Sobald es der Körper mit einem „Angriff“ durch diese giftigen Substanzen zu tun bekommt, lässt in der Konsequenz auch die Funktionsfähigkeit der Niere(n) nach, den Wasser-, Säure-Basen- und Elektrolythaushalt in vollem Umfang kontrollieren bzw. regulieren zu können.

Ebenfalls fatal: die Fähigkeit der Niere(n), den Blutdruck zu steuern, lässt im Zuge dessen nach, sodass sich im Verlauf einer chronischen Niereninsuffizienz nicht selten hoher Blutdruck einstellt. Aktuelle Statistiken besagen, dass die Anzahl der Dialyse-Patienten in den vergangenen 15 Jahren um die Hälfte angestiegen ist und die Zahl der Nierentransplantationen gar um 70 Prozent. In der Tat eine besorgniserregende Quote….

Chronische Niereninsuffizienz Ursachen

Chronische Niereninsuffizienz Ursachen + SymptomeDie Ursachen einer chronischen Niereninsuffizienz sind unterschiedlicher Natur. So ist Diabetes mellitus zum Beispiel die Ursache Nummer 1, wie neueste Studien gezeigt haben. Darüber hinaus können Autoimmunerkrankungen, zum Beispiel Vaskulitiden, Arteriosklerose, Hypertonie, so genannte Glomerulopathien oder auch Zysten Auslöser für eine chronische Niereninsuffizienz sein. Wissenswert ist in diesem Zusammenhang außerdem, dass sie häufig eine Folgeerscheinung chronischer Erkrankungen ist.

Zum Beispiel auch von Bluthochdruck. Fakt ist, dass vorwiegend Menschen im höheren Alter von einer chronischen Niereninsuffizienz betroffen sind. Überhaupt lässt die Funktionsweise mit steigendem Alter vermehrt nach, sodass das Risiko einer chronischen Niereninsuffizienz im Seniorenalter mitunter sehr hoch sein kann. Das Heimtückische an dieser Krankheit ist, dass Betroffene zunächst keine wirklichen Beschwerden feststellen, sodass das „volle Ausmaß“ erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt wird.

Chronische Niereninsuffizienz Symptome

Eine chronische Niereninsuffizienz wirkt sich zumeist auch auf die übrigen Organsysteme auswirken kann. Zunächst fällt dabei auf, dass der Urin des Betroffenen vergleichsweise hell ist. Darüber hinaus weist er bedingt durch die vermehrte Ausscheidung von Eiweiß eine eher schaumige Konsistenz auf. Oft fühlt man sich im Zuge dessen müde, erschöpft, verspürt einen erhöhten Blutdruck und hat mit einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit zu kämpfen. Mit der Zeit stellt sich der Verlust des Appetits ein, Muskelkrämpfe kommen hinzu, Übelkeit, morgendliches Erbrechen und die Knochen schmerzen. Außerdem wirkt sich die Beeinträchtigung durch Harn, Kreatinin und Co. nachteilig auf das Konzentrationsvermögen aus. Orientierungslosigkeit und Verwirrtheit gehen mit diesem Umstand häufig ebenfalls einher. Wassereinlagerungen im Gewebe, in der Lunge sowie gar im Herzbeutel sind zudem eine weitere Konsequenz.

Die terminale Niereninsuffizienz als Endstadium der Erkrankung kann oft nur noch durch eine künstliche Blutwäsche bzw. durch die Dialyse verhindert werden. Jedoch sind die Schädigungen der Nieren in der Regel nicht mehr heilbar, sodass Menschen, die auf eine Dialyse angewiesen sind, diese in der Regel bis zu ihrem Lebensende erfolgen muss, sofern nicht die Möglichkeit besteht, operativ eine Spenderniere einpflanzen zu lassen.

Chronische Niereninsuffizienz Diagnose

An sich gestaltet sich die Diagnose der chronischen Niereninsuffizienz als eher schwierig. Nach dem Anamnesegespräch, in welchem der Allgemeinzustand des Patienten begutachtet und auf Vorerkrankungen eingegangen wird, erfolgt eine Messung des Kreatininspiegels im Blut. Sofern sich die Nierentätigkeit auf weniger als 50 Prozent reduziert hat, steigt dieser meist rapide an: ein Indiz für beginnende Schädigungen der Niere(n). Ebenso von Belang ist in diesem Zusammenhang die Messung der Eiweiß-Werte. Je nach Eiweißanteil im Blut kann eine Schätzung des Fortschritts einer möglichen chronischen Niereninsuffizienz festgestellt werden. Auch die glomeruläre Filtrationsrate ist im Zuge der Diagnostik von einer grundlegenden Bedeutung. Diese zeigt an, wie groß die Menge Blut ist, welche innerhalb eines bestimmten Zeitraumes von den Nieren noch gereinigt werden kann.

Zudem macht man sich der Computertomografie, der Ultraschall-Messung und dem Röntgen zunutze, um weitere Hinweise auf eine eventuelle chronische Niereninsuffizienz zu erhalten. Außerdem hilft oft die so genannte Nierenbiopsie weiter: Hier wird mit einer sehr dünnen Nadel aus der Niere eine Gewebeprobe entnommen.

Chronische Niereninsuffizienz Therapie

Nierenschäden sind in der Regel nicht mehr heilbar. So hat die medizinische Behandlung der chronischen Niereninsuffizienz vor allem zwei Ziele: ein Fortschreiten der Erkrankung soll nachhaltig hinausgezögert bzw. verhindert werden. Darüber hinaus sollen auch die Folgeerkrankungen bestmöglich eingeschränkt werden. So gilt es zunächst, die Ursache der chronischen Niereninsuffizienz zu behandeln (zum Beispiel den Diabetes mellitus, den Bluthochdruck et cetera in den Griff zu bekommen).

Medikamente, welche die Bildung roter Blutkörperchen anregen, erhalten Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz meist am Anfang ihrer Therapierung. Auch Präparate zur Regulierung des Hormonhaushaltes, zur Anregung des Knochenstoffwechsels sowie zur Behandlung von Herz- Kreislauferkrankungen werden im Zuge dessen häufig verabreicht. Trotz alledem kann die Haupterkrankung, die chronische Niereninsuffizienz mit der Zeit stetig voranschreiten. Eine Nierentransplantation sowie die regelmäßige Dialyse können deshalb über kurz oder lang unerlässlich sein.

Chronische Niereninsuffizienz Verlauf

Zunächst haben Betroffene noch so gut wie keine Beschwerden. Mit einer Erhöhung des Eiweißanteils im Harn steigt zumeist auch der Kreatininspiegel im Blut an. Die Funktionsfähigkeit der Nieren wird auch durch die Ansammlung toxischer Stoffe mehr und mehr in Mitleidenschaft gezogen.

Sensibilitäts- und Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Muskelkrämpfe, häufiges Erbrechen und Knochenschmerzen sind damit nur allzu häufig verbunden. Die Infektanfälligkeit steigt, weil auch das Immunsystem leidet. Der insgesamt mit einer Niereninsuffizienz einhergehende Mangel an roten Blutkörperchen, welcher gleichwohl bedingt ist durch die eingeschränkte Produktion von Erythropoetin, resultiert zumeist in der eingeschränkten Fähigkeit, Flüssigkeit auszuscheiden. Wassereinlagerungen im Gewebe, so genannte Ödeme machen sich bemerkbar. Davon ebenfalls betroffen sind das Herz und die Lunge. Im Endstadium spricht man von einer terminalen Niereninsuffizienz. Eine Nierentransplantation bzw. eine künstliche Blutwäsche sind unabdingbar.

Chronische Niereninsuffizienz Vorbeugen

Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung: dies ist die beste Grundlage, um Diabetes mellitus Typ 2 sowie auch Arteriosklerose als Hauptauslöser der chronischen Niereninsuffizienz auszuschließen. Spezielle Möglichkeiten, um einer chronischen Niereninsuffizienz explizit vorbeugen zu können, gibt es – nach aktuellem Stand der Medizin – bislang nicht.

Konnten wir helfen?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
1 Bewertungen, Ø: 5,00 von 5

Einfach zitieren! Mit nur einem Klick kopieren Sie den Link zur Quelle:



Hinweis: Unsere Webseite darf auf allen Webseiten, in Hausarbeiten und in Printmedien ohne Rücksprache zitiert werden. Kopieren Sie einfach den obenstehenden Link und fügen Sie diesen auf der gewünschten Seite ein.

positiv oder negativ?

HIV Status unklar?

Es gibt keine sicheren HIV-Symptome. Nur ein klinischer HIV-Test kann Klarheit über eine Infektion oder Nicht-Infektion schaffen.

Machen Sie Schluss mit der Ungewissheit und lassen Sie sich testen.

» HIV Test
Hinweise: Unsere Webseite versteht sich als additionales Informationsangebot zu einer (fach-)ärztlichen Beratung. Sollten Sie sich nicht über Ihren Serostatus im Klaren sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen einen HIV Test durchführen. Alle Warennamen, Produkt- und Firmenbezeichnung sind mit, aber auch ohne definitive Kennzeichnung Eigentum des jeweiligen Inhabers der Rechte. Die Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt.