Brustschmerzen

Die Ursachen für Brustschmerzen sind nicht leicht zu diagnostizieren. In Betracht kommen eine Reihe von Erkrankungen, die harmloser Natur oder lebensbedrohlich sein können. Grundsätzlich sind Brustschmerzen ein Alarmsignal, da schwerwiegende Krankheiten des Herzens, der Lunge, der Speiseröhre, der Knochen oder Muskeln als Auslöser erwägt werden müssen. In jedem Fall ist dringend anzuraten, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen, sobald Brustschmerzen ungeklärter Ursache auftreten.

Das gilt vor allem dann, wenn über weitere Symptome wie Atemnot und Angstzustände geklagt wird. Diese Symptome deuten auf einen Herzinfarkt hin, der ohne Zeitverlust behandelt werden muss. Eine nicht weniger lebensgefährliche Erkrankung, die sich durch Brustschmerzen bemerkbar macht, ist die Lungenembolie. Diese Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge äußert sich durch Brustschmerzen und Luftnot und muss auf schnellstem Weg intensiv behandelt werden. Brustschmerzen bei Tumoren in der Lunge oder am Skelett werden oft erst im Spätstadium empfunden. Erfreulicherweise ist nicht jeder Brustschmerz Kennzeichen einer lebensbedrohlichen Erkrankung.

Schmerzen in der Brust treten auch bei Gallenkoliken und bei harmlosen Magenverstimmungen auf. Klagen Patienten über Brustschmerzen, die bewegungsabhängig sind, können Muskelverspannungen oder ein Verschleiß der Wirbelsäule vorliegen. Überaus heftig sind Brustschmerzen bei Herpes Zoster. Diese als Gürtelrose bekannte Viruserkrankung verursacht brennende Nervenschmerzen. Kann der Arzt trotz gründlicher Untersuchungen keinen Grund für akute oder anhaltende Brustschmerzen finden, liegt unter Umständen eine psychische Erkrankung vor. Depressionen und Angstneurosen gehen manchmal mit Brustschmerzen einher.

Brustschmerzen Ursachen

Brustschmerzen Symptome / UrsachenBei vielen Krankheiten, die sich durch Brustschmerzen bemerkbar machen, wird Tabak- und Alkoholmissbrauch als Ursache vermutet. Dies gilt im Besonderen bei Herz-Kreislauferkrankungen, bei der Entstehung von Tumoren und bei der Lungenembolie. Auch Übergewicht zählt zu den Risikofaktoren einiger Krankheiten. Andere Krankheiten, wie die Gürtelrose oder die Herzbeutelentzündung entstehen als Folge von Infektionen. Rippenbrüche, die von Brustschmerzen begleitet werden, sind meist die Folge von Gewalteinwirkung durch Unfall.

Brustschmerzen Symptome

Brustschmerzen können in unterschiedlichen Regionen des Thorax auftreten. Der Charakter der Schmerzen ist je nach Leiden recht unterschiedlich. Bei anhaltenden Schmerzen hinter dem Brustbein, die in die Schulter und den linken Arm ausstrahlen, ist immer von einem Herzinfarkt auszugehen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Schmerzen als drückend wahrgenommen werden und mit Schweißausbrüchen und Angstzuständen verbunden sind.

Schmerzen bei Herzbeschwerden werden von Patienten als tief liegend beschrieben, während Brustschmerzen nach Verletzungen der Rippen eher als oberflächlich empfunden werden. Als stechend bezeichnen Patienten Brustschmerzen bei Entzündung des Herzmuskels. Klagen Frauen über oberflächliche Brustschmerzen mit Druckempfindlichkeit, können Hormonveränderungen im Zyklusverlauf dafür verantwortlich sein. Ist der Schmerz abhängig von der Atmung, ist an eine Erkrankung der Lungen zu denken.

Brustschmerzen Diagnose

Um herauszufinden, welche Krankheit sich hinter Brustschmerzen verbirgt, muss der Arzt eine Reihe von Informationen sammeln. Am Anfang steht die ausführliche Befragung des Patienten, die dem Arzt einen Eindruck darüber vermittelt, wo die Schmerzen lokalisiert werden. Werden die Brustschmerzen oberflächlich oder tiefer liegend empfunden? Auch über Dauer und Stärke der Schmerzen wird der Patient befragt. Der Allgemeinzustand des Patienten verschafft dem Arzt einen Anhaltspunkt darüber, welche Ursachen für die Schmerzen im Brustbereich verantwortlich sind. So deutet Fieber auf eine Entzündung des Herzbeutels oder des Rippenfells hin.

Atemnot und Husten in Verbindung mit Brustschmerzen lenken den Verdacht auf eine Lungenembolie. Hat der Patient ohne erkennbaren Grund an Gewicht verloren, kann ein Tumor Ursache für die Schmerzen sein. Bei der körperlichen Untersuchung wird der Brustkorb in Augenschein genommen, um eventuelle Rötungen und Schwellungen festzustellen. Durch gründliches Abtasten des Thorax und des Oberbauchs ermittelt der Arzt den exakten Schmerzpunkt. Eine eventuell abnorme Funktion des Kreislaufs wird durch Abhören von Lunge und Herztönen bestimmt.

Weitere Hinweise über die Ursache der Schmerzen ermittelt der Arzt durch eine Blutuntersuchung und durch Röntgen des Brustkorbs. Die Röntgenbilder liefern dem Arzt Hinweise auf Veränderungen an der Lunge, des Herzens oder der Knochen. Besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt, wird der Mediziner auch ein EKG veranlassen. Eine Computertomografie (CT) liefert dem Arzt weitere Erkenntnisse. In Einzelfällen ordnet er neben EKG, Echokardiografie und Belastungs-EKG noch eine Lungenspiegelung an. Die Magen- und Speiseröhrenspiegelung erhärtet oder entkräftet den Verdacht auf eine Erkrankung der Speiseröhre.

Brustschmerzen Therapie

Bei der Behandlung von Brustschmerzen steht die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund. Eine symptomatische Behandlung mit Schmerzmitteln ist nur dann sinnvoll, wenn die Schmerzen sehr stark sind und unter Behandlung der eigentlichen Schmerzursache nicht zurück gehen. Die Schmerz auslösenden Krankheiten werden unterschiedlich behandelt. Antibiotika verordnet der Mediziner bei Infekten. Um das Entstehen weiterer Blutgerinnsel zu verhindern, werden Embolie und Herzinfarkt mit blutgerinnungshemmenden Mitteln behandelt. Liegt die Ursache der Brustschmerzen in Verengungen der Herzkranzgefäße, können Nitrate in Form von Kapseln oder Spray zu einer Linderung der Schmerzen verhelfen. Bei bösartigen Tumoren ist vielfach eine Kombination aus Operation und Strahlentherapie angezeigt.

Brustschmerzen Verlauf

Inwieweit sich der Schmerzzustand bessert, hängt maßgeblich vom Verlauf und der Behandlung der Grundkrankheit ab. Wird diese durch geeignete Maßnahmen behandelt, klingen in der Regel auch die Schmerzen rasch ab. Bei sehr heftigen Brustschmerzen kann der Arzt Therapie begleitende Schmerzmittel verordnen. Infrage kommen entzündungshemmende Medikamente und, bei sehr starken Brustschmerzen, Morphine und Opiate. Bei schwerwiegenden Grundkrankheiten, wie etwa dem Herzinfarkt oder der Lungenembolie muss der Patient seine weitere Lebensweise auf seinen Zustand abstimmen. Manchmal müssen zeitlebens Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung eingenommen werden.

Brustschmerzen Vorbeugen

Da Brustschmerzen nur Symptome von Krankheiten darstellen, ist eine Vorbeugung kaum möglich. Eine gesundheitsorientierte Lebensweise kann allerdings dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen, die Brustschmerzen verursachen. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind ebenso wichtig, wie der Verzicht auf Nikotin und der maßvolle Genuss von Alkohol.

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