Brustdrüsenentzündung

Die Brustdrüsenentzündung wird auch Mastitis oder Mastadenitis genannt. Diese Bezeichnung leitet sich vom griechischen Begriff „Mastos“ ab, der Milchdrüse bedeutet. Entsprechend dieser Wortherkunft bezeichnet die Brustdrüsenentzündung eine in der Regel bakterielle Entzündung Brust- beziehungsweise Milchdrüse. Die Erkrankung kommt häufig bei Frauen vor, sehr selten auch bei Männern.

Überwiegend sind stillende Mütter betroffen, besonders häufig in den ersten Wochen nach der Geburt des Kindes. Eine Brustdrüsenentzündung außerhalb der Stillzeit ist eher selten. Obwohl es sich um eine typische Krankheit während der Stillzeit handelt, können dennoch auch Männer von einer Brustdrüsenentzündung betroffen sein. Das ist allerdings sehr selten der Fall. Häufiger tritt eine Brustdrüsenentzündung außerhalb der Stillzeit auf bei Frauen des mittleren Alters. Oftmals kommt es zu plötzlichen Schmerzen rund um die Brustwarze, die auch mit der Absonderung von Sekret einhergehen. Bei dieser Form der Brustdrüsenentzündung muss nach der Ausheilung abgeklärt werden, ob ein Malignom, eine Tumorform, vorliegt, das für den Sekretfluss und die Schmerzen auslösend war.

Brustdrüsenentzündung Ursachen

Brustdruesenentzuendung Ursachen + SymptomeVerantwortlich für eine Brustdrüsenentzündung ist ein Sekretstau. Zusätzlich können aber auch Bakterien für diese Erkrankung verantwortlich sind. Sie treten durch kleine Hautverletzungen an der Brustwarze, die so genannten Rhagaden, ein. Die typischen Bakterienstämme für eine bakterielle Brustdrüsenentzündung sind unter anderem Staphylokokken und Streptokokken. Das sind typische Keime, die normalerweise ohne Schaden anzurichten auf der Haut oder im Mund aller Menschen zu finden sind. Durch die kleinen Verletzungen an der Brust und Brustwarze wird ihnen ein Eindringen in den Organismus ermöglicht.

Bei der laktationsbedingten Brustdrüsenentzündung gelten auch psychischer und physischer Stress und Anspannung als Auslöser einer Brustdrüsenentzündung. In einigen wenigen Fällen kann die Brustdrüsenentzündung auch von einem Malignom hervorgerufen werden. Betroffen sind insbesondere Frauen des mittleren Alters. Der bösartige Tumor, das Malignom, befällt vor allem den Bereich der Brustwarzen.

Brustdrüsenentzündung Symptome

Eine Brustdrüsenentzündung geht oft einher mit grippeähnlichen Symptomen. Die betroffenen Patienten haben Fieber, klagen über Kopf- und Gliederschmerzen. Oftmals ist auch eine Übelkeit bemerkbar. Für eine Brustdrüsenentzündung sind einseitige Brustschmerzen typisch. Diese ziehen von unterhalb der Achsel bis in den Bereich der Brustwarze hinein.

Die Brust selbst ist häufig überwärmt und gerötet. Oftmals ist die Brust deutlich verhärtet und geschwollen. Auch die Lymphknoten der Achsel sind geschwollen und deutlich tastbar. Es kann zu Sekretabsonderungen durch die Brustwarze kommen. Die Milch der laktierenden Brust verändert sich in ihrer Substanz. Auch der Zellgehalt der Milch verändert sich.

Brustdrüsenentzündung Diagnose

In den meisten Fällen erfolgt die Diagnose durch die Hebamme, die Wöchnerinnen in den ersten Wochen nach der Geburt betreut. Da die Brustdrüsenentzündung in den meisten Fällen laktationsbedingt ist, wird sie der Hebamme in jedem Fall auffallen, da diese die Wöchnerin gezielt darauf untersucht. Bei nicht laktationsbedingten Brustdrüsenentzündungen sind deutliche Zeichen für eine entsprechende Mastitits Sekretabsonderungen der Brustwarzen und entsprechende Schmerzen, die beim Abtasten festgestellt werden. Bei einer ärztlichen Untersuchung kann die veränderte Milchzusammensetzung erfasst werden.

Brustdrüsenentzündung Therapie / Behandlung

Bei einer Brustdrüsenentzündung während der Stillzeit empfahl man früher, unter Verwendung von Prolaktin-Hemmern, ein sofortiges Abstillen. Mittlerweile wird das als Kunstfehler angesehen, der den Krankheitsverlauf sogar ausweiten und verschlimmern kann. Inzwischen rät man zum unbedingten weiterstillen. Ist die Brust so verhärtet, dass das unter Schmerzen nicht möglich ist, helfen die Hebammen beim Ausstreichen der Milch, so dass sich die verhärteten Stellen lösen können. Es ist in Folge dieser Behandlung wichtig das Kind so oft wie möglich anzulegen, damit die Milchgänge auf natürliche Weise gespült werden und sich die Verhärtung lösen kann. Eine zusätzliche Behandlung durch kühlende Umschläge kann hilfreich sein. Bewährt haben sich vor allem Quarkwickel. Dafür wird Quark in ein Baumwolltuch gewickelt und so lange auf die schmerzende Brustseite gelegt bist der Quark seine kühlende Wirkung verloren hat.

Zusätzlich sollte die Brust ruhig gestellt werden. Schmerzlindernd wirkt sich beispielsweise ein besonders enger BH aus, der die schwere, harte Brust gut stützt und weitgehend von Bewegungen abschirmt. In der Regel bessert sich eine laktationsbedingte Brustdrüsenentzündung innerhalb von 24 Stunden merklich und ist nach etwa 3 Tagen komplett abgeklungen. Das stillende Kind ist keiner Infektionsgefahr ausgesetzt, die Infektion ist allein im Brustdrüsengewebe und nicht ansteckend für das Kind. In einzelnen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika erforderlich. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn es sich nicht um eine laktationsbedingte Brustdrüsenentzündung handelt, sondern um eine Brustdrüseninfektion aufgrund eins Sekretstaus oder durch Keime. Neben der Behandlung mit antibiotischen Wirkstoffen in Tablettenform kann eine chirurgische Öffnung eines reifen Abszesses indiziert sein. Dieser wird dann mit einer antibiotischen Lösung gespült und eine Drainage zur Ableitung des Wundsekretes gelegt. Nach der vollständigen Ausheilung der Brustdrüsenentzündung muss in jedem Fall geklärt werden, ob es sich nicht doch um ein Malignom handelt.

Brustdrüsenentzündung Verlauf

Ein typischer Verlauf für eine laktationsbedingte Brustdrüsenentzündung beginnt mit akuten Kopf- und Gliederschmerzen und plötzlicher Abgeschlagenheit. Im Brustbereich sind erste Schmerzen wahrnehmbar, die vergleichbar mit starkem Muskelkater sind. Oftmals tritt in diesem Stadium auch Übelkeit auf, die zu Erbrechen führen kann. Die Brust, in der Regel eine Seite, verhärtet zunehmend und schwillt an. Unter Umständen kann der Schmerz so stark sein, dass weder der Arm der betroffenen Seite angehoben werden kann, noch auf dieser Seite gelagert werden kann.

Brustdrüsenentzündung Vorbeugen

Einige Stoffe begünstigen die Bildung einer Brustdrüsenentzündung, dazu gehört unter anderem die Einnahme von Tranquilizern und Ovulationshemmern. Ein weiterer Risikofaktor ist Nikotin. Ein Verzicht auf diese Stoffe hilft einer Brustdrüsenentzündung vorzubeugen. Menschen mit einer Schilddrüsenstörung sind ebenfalls besonders leicht anfällig für eine Brustdrüsenentzündung. Da eine Schilddrüsenstörung oftmals nicht direkt bemerkt wird, sollten regelmäßige Untersuchungen sicherstellen, dass keine Störung vorliegt. Sollte eine vorliegen, muss diese unbedingt behandelt werden, um Folgekrankheiten wie etwa eine schmerzhafte Brustdrüsenentzündung zu verhindern.

Eine laktationsbedingte Brustentzündung verhindern stillende Mütter am besten, indem sie ihr Kind so häufig wie möglich anlegen. Das Kind sollte immer dann gestillt werden, wenn es danach verlangt. Die früher vorgegebenen Stillabstände sollten keinesfalls beachtet werden, sie fördern aufgrund ihrer zu großen Abstände eine Brustdrüsenentzündung. Auch Stress und Anspannung gehören zu den Auslösern für eine Brustdrüsenentzündung in der Stillzeit. Stillende Mütter sollten deshalb so gut es geht für Entspannung sorgen, sowohl während des Stillens als auch in den Zeiten dazwischen. Ausreichend Schlaf, in den Phasen, wenn das Kind schläft, hilft ebenfalls dieser Krankheit vorzubeugen.

Konnten wir helfen?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
1 Bewertungen, Ø: 3,00 von 5

Einfach zitieren! Mit nur einem Klick kopieren Sie den Link zur Quelle:



Hinweis: Unsere Webseite darf auf allen Webseiten, in Hausarbeiten und in Printmedien ohne Rücksprache zitiert werden. Kopieren Sie einfach den obenstehenden Link und fügen Sie diesen auf der gewünschten Seite ein.

positiv oder negativ?

HIV Status unklar?

Es gibt keine sicheren HIV-Symptome. Nur ein klinischer HIV-Test kann Klarheit über eine Infektion oder Nicht-Infektion schaffen.

Machen Sie Schluss mit der Ungewissheit und lassen Sie sich testen.

» HIV Test
Hinweise: Unsere Webseite versteht sich als additionales Informationsangebot zu einer (fach-)ärztlichen Beratung. Sollten Sie sich nicht über Ihren Serostatus im Klaren sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen einen HIV Test durchführen. Alle Warennamen, Produkt- und Firmenbezeichnung sind mit, aber auch ohne definitive Kennzeichnung Eigentum des jeweiligen Inhabers der Rechte. Die Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt.