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Borreliose

Borreliose bezeichnet eine Gattung von Infektionskrankheiten, deren √úbertr√§ger die Bakterien der Gruppe Borrelien sind. Diese werden auch Spiroch√§ten genannt und nutzen Haus- und Nutztiere als √úbertr√§germedium, um den Menschen zu infizieren. Die einer Infektion folgende Krankheit wird Borreliose genannt und f√ľhrt im schlimmsten Fall beim Menschen zum Tod. Die Inkubationszeit f√ľr das Auftreten der Krankheit ist unterschiedlich, betr√§gt aber im Regelfall wenige Tage bis einige Wochen.

Die Erreger der t√ľckischen Infektionskrankheit leben im Darm der Wirtstiere und werden beim Biss in die Blutbahn des Menschen geleitet. So verbreiten sie sich im ganzen K√∂rper. Die am h√§ufigsten auftretende Form der Borreliose ist die sogenannte Lyme-Borreliose, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht wird. Wenn Menschen landl√§ufig von Borreliose sprechen, ist h√§ufig diese schwerwiegende Erkrankung gemeint. Haupt√ľbertr√§ger des alle Organe angreifenden Bakteriums ist der Holzbock, eine vor allem im westeurop√§ischen Raum verbreitete Zeckenart. √úber die √úbertragung von Mensch zu Mensch ist nichts bekannt. Die Krankheit tritt aber auch bei Tieren auf; so finden sich Pferde-, Gefl√ľgel-, und Gro√üwildborreliosen.

Borreliose Ursachen

Borreliose: Symptome und UrsachenUrs√§chlich f√ľr den Ausbruch der Borreliose ist immer eine √úbertragung vom Infizierten durch einen Biss oder einen Stich. H√§ufigster √úbertr√§ger des Bakteriums ist die Zecke im Allgemeinen. Auch Pferdebremsen oder bestimmte Stechm√ľckenarten k√∂nnen den Erreger im Leib tragen. Durch einen Biss oder einen Stich gelangt nicht nur giftiges Sekret in den Menschen, sondern auch die Bakterien der Gruppe Borrelia burgdorferi. Dies geschieht ungef√§hr 8 bis 12 Stunden nach dem Einstich der Zecke. Dabei √ľbertragen nicht alle Zecken das Bakterium. Nur etwa jede 300. Zecke tr√§gt den Erreger in sich.

Ist das Bakterium in den menschlichen Organismus eingedrungen, greift es das zentrale Nervensystem, die Gelenke und s√§mtliche Organe an. Dies kann zu schwerwiegenden Sch√§digungen wie L√§hmungen, Hirnhautentz√ľndung und Infektionen kommen. Je fr√ľher die Zecke allerdings entfernt wird, desto unwahrscheinlicher ist die Ansteckung mit Borreliose. Denn die im Darm befindlichen Bakterien brauchen eine gewisse Zeit, bis sie auf den Menschen √ľbergehen. Nach der Infizierung dauert es einige Tage bis wenige Wochen, bis die Krankheit ausbricht. Diese Inkubationszeit ist von Patient zu Patient verschieden und von multisystemischen Symptomen begleitet.

Borreliose Symptome

Bei der Borreliose gibt es keine typischen Symptome, die bei jeder Erkrankung auftreten. Im Anfangsstadium sind vor allem M√ľdigkeit, Fieber und Sch√ľttelfrost charakteristisch. Als auff√§lligstes Anzeichen einer Erkrankung mit Borrelien wird die sogenannte „Wanderr√∂te“, die in der Fachsprache Erythema migrans genannt wird. So bezeichnet man eine kreisrunde, um den Einstich entstehende R√∂tung, die mit Fortschreiten der Inkubationszeit gr√∂√üer wird. Dieses Stadium I der Krankheit f√ľhrt neben der Lokalinfektion der Haut auch andere Beschwerden wie Herzprobleme, Gelenkbeschwerden und Magen-Darm-Krankheiten mit sich. Etwa zwei Wochen nach der Ansteckung leiden viele Patienten unter der „Borreliose-Grippe, die h√§ufig mit einer normalen Influenza verwechselt wird. Im Sp√§tstadium der Borreliose hat sich der Erreger auf den ganzen K√∂rper ausgebreitet und bef√§llt nun innere Organe wie Leber, Nieren und das Herz. Wenn die Borreliose im fr√ľhen Stadium nicht erkannt und behandelt wird, verbleibt der Erreger ein Leben lang im Bindegewebe des Patienten und sch√§digt den K√∂rper.

Betroffene berichten von M√ľdigkeit, Krankheitsanf√§lligkeit und Schmerzen. Auch eine Facialisparese, eine L√§hmung des Gesichts und starke Schwei√üausbr√ľche gehen mit der Krankheit einher. Das Leben mit Borreliose ist von Latenzzeiten und einem starken Aufflackern der Beschwerden gekennzeichnet. Ist die Krankheit so weit fortgeschritten, k√∂nnen allerdings nur die Symptome behandelt werden, da die Bakterien im Bindegewebe nur schwer von Antibiotika zerst√∂rt werden k√∂nnen.

Borreliose Diagnose

Die Diagnose der Krankheit ist im klinischen Sinne schwierig, da die Symptomlage oft nicht eindeutig ist. Als krankheitsbeweisend f√ľr die Borreliose gilt die Wanderr√∂te, die allerdings nicht alle Patienten aufweisen. Durch Laboruntersuchungen des Blutes k√∂nnen aber Antik√∂rper gegen die Borrelien-Erreger festgestellt werden, die eine Erkrankung offensichtlich machen. Auch hier sind diese Antik√∂rper aber nicht in jedem Fall vorhanden und k√∂nnen noch von einer Infizierung der Mutter in der Schwangerschaft herr√ľhren.

Auch die Frage, ob eine Borreliose aktiv und behandlungsbed√ľrftig ist oder bereits im Sp√§tstadium befindlich, ist nicht einfach zu kl√§ren. Eine generelle gesch√§rfte Aufmerksamkeit f√ľr Symptome nach einem Zeckenstich ist daher sinnvoll. Als Referenzrahmen wird eine Zeit von vier bis 6 Wochen nach dem Einstich angesehen. Ist es bis dahin weder zu einer Lokalinfektion der Haut gekommen oder sind keine anderen Beschwerden aufgetreten, ist eine Erkrankung mit Borreliose unwahrscheinlich.

Borreliose Therapie

Die haupts√§chliche Behandlungsform der Borreliose ist – vor allem im Stadium I – die Gabe von hochdosierten Antibiotika. Diese erfolgt √ľber mehrere Wochen und zielt darauf ab, den Erreger im Blut zu eliminieren. Die Chancen hierf√ľr stehen gut, wenn die Borreliose bereits fr√ľh entdeckt wurde. Dies ist vor allem beim Auftreten der charakteristischen Hautr√∂te oder bei Lokalinfektionen der Haut gut m√∂glich. Bei schwachen, nicht eindeutigen Symptomen muss eine Abw√§gung von Risiken und Nutzen der den K√∂rper belastenden Therapie mit Antibiotika erfolgen. In der Regel sind aber die meisten im Stadium I diagnostizierten F√§lle von Borreliose innerhalb eines Jahres beschwerdefrei. Sp√§tfolgen der Krankheit k√∂nnen nur symptomatisch behandelt werden.

Borreliose Verlauf

Der typische Krankheitsverlauf der Borreliose gliedert sich in eine Akutphase, und ein Sp√§tstadium. In der Akutphase, die die Wochen nach der Ansteckung mit dem Erreger meint, treten die ersten Symptome wie Fieber, Grippe oder Herzbeschwerden auf. M√ľdigkeit und Kraftlosigkeit werden als charakteristische Symptome bezeichnet. Diese verschwinden allerdings nach einigen Wochen wieder. Ist die Borreliose bis dahin nicht erkannt, geht sie im Laufe der Zeit in ein Sp√§tstadium √ľber. Die sogenannte Lyme-Borreliose ist dabei nicht heilbar.

Der Erreger verbleibt im K√∂rper, wenn er sich einmal im Bindegewebe des Patienten eingenistet hat. Im Sp√§tstadium k√∂nnen verschiedene Auspr√§gungen der Borreliose auftreten. Eine davon ist zum Beispiel die Neuroborreliose, die vor allem das zentrale Nervensystem angreift und oft zu einer Hirnhautentz√ľndung f√ľhrt. Im Sp√§tstadium der Erkrankung mit Borreliose kommt es oft zu schwerwiegenden Komplikationen wie Herz-Rhythmus-Beschwerden, Kreislauf-Versagen und Organversagen. Eine strenge medizinische √úberwachung der Patienten ist daher unerl√§sslich. Charakteristisch f√ľr den Verlauf der Borreliose ist aber auch, dass es Latenzzeiten der Krankheit gibt, in denen Patienten zum gro√üen Teil beschwerdefrei leben k√∂nnen.

Borreliose Vorbeugen

Eine Vorbeugung der Borreliose kann nicht durch Impfung geschehen. Ebenso gibt es kein pr√§ventives Medikament, das bei einem geplanten Aufenthalt in einem vom Holzbock durchseuchten Gebiet verabreicht werden kann. Eine genaue Untersuchung nach Waldspazierg√§ngen und Ausfl√ľgen in die freie Natur ist daher die beste Vorbeugung gegen die Borreliose. Denn einen Stich durch Zecken zu vermeiden hei√üt immer auch die Borreliose vermeiden. Sollte es dennoch zu einem Stich eines Holzbocks oder einer anderen Zeckenart gekommen sein, ist schnelles Handeln geboten.

Erst nach einer Zeitspanne von mehreren Stunden √ľbertr√§gt sich der Erreger auf die Blutbahn des Menschen. Die Zecke sollte daher m√∂glichst fr√ľh und fachm√§nnisch entfernt werden. Dazu ist im besten Fall ein Arzt aufzusuchen, der den Parasiten entfernt. Hausmittel wie Klebstoff oder eine hei√üe Nadel sind unbedingt zu vermeiden. Dies f√ľhrt oft zum Tod der Zecke, die kurz vor ihrem Ableben eine gro√üe Zahl Erreger √ľbertr√§gt. Man kann sich mit Borreliose allerdings auch in St√§dten und Siedlungen anstecken. Vorsicht ist also √ľberall da geboten, wo es Str√§ucher, B√ľsche und Hecken gibt. Denn Zecken halten sich am liebsten in Bodenn√§he auf. Besonders spielende Kinder sind daher gef√§hrdet. Eine genaue Beobachtung des Allgemeinzustandes nach einem Stich und der Einstichstelle ist ebenso eine gute Vorbeugung, um die Erkrankung mit Borreliose zumindest gut behandeln zu k√∂nnen. Denn im Fr√ľhstadium lassen sich die Erreger h√§ufig noch restlos beseitigen.

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Dieser Artikel wurde von Marion zuletzt √ľberarbeitet am: 13. Oktober 2020.
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