Bluthochdruck

Bluthochdruck Рauch Hypertonie genannt Рist einer der häufigsten Erkrankungen der sogenannten Wohlstandsgesellschaft. Etwa 20% der Mitteleuropäer haben einen erhöhten Blutdruck und dieser Wert steigt bei Gruppen in höherem Alter deutlich an. Der Blutdruck ist grundsätzlich von zwei Faktoren abhängig: einerseits von der Pumpleistung, die das Herz erbringen kann und andererseits wie widerstandsfähig das Gefäßsystem des Menschen ist. Ist die Pumpleistung vermindert oder das Gefäßsystem nicht intakt, kann diese Erkrankung auftreten. Konkret spricht man vom Krankheitsbild des Bluthochdrucks ab einem Blutdruckwert von 140/90. Tritt dieser Wert bei wiederholten Messungen auf, kann definitiv von einer Erkrankung gesprochen werden.

Das Problem bei dieser Krankheit ist jedoch, dass viele nicht wissen, dass sie daran leiden. H√§ufig wird dies im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen oder durch Krankheiten, die bedingt durch Bluthochdruck ausgel√∂st werden k√∂nnen, entdeckt. Obwohl es sich hier um eine ernst zu nehmende Erkrankung handelt, die zahlreiche schlimmere Folgen nach sich ziehen kann, wird h√§ufig nur wenig dagegen unternommen. Erst wenn sich weitere Beschwerden einstellen, werden die betroffenen Patienten aktiv. Oft ist es jedoch bereits zu sp√§t und die Patienten m√ľssen langfristig mit Medikamenten, die den Blutdruck ausgleichen, therapiert werden. Oft w√§re diese Krankheit bereits mit wenigen kleinen Umstellungen einfach und schnell zu beheben.

Bluthochdruck Ursachen

Bluthochdruck Symptome & UrsachenEtwa in den 1980er Jahren war ein stetiger Anstieg der Erkrankung festzustellen und ist √ľberwiegend in industrialisierten L√§ndern zu finden. Die Ursache von Bluthochdruck wird daher h√§ufig auf den Lebenswandel zur√ľckgef√ľhrt, der bestimmt ist von mangelnder Bewegung, zu viel Stress und der falschen Ern√§hrung. Obwohl Bluthochdruck h√§ufig auf diese Faktoren zur√ľckgef√ľhrt wird, existieren noch keine fixen Beweise daf√ľr.

Was jedoch medizinisch erforscht wurde, ist, dass St√∂rungen im Hormon- und Herz-Kreislaufsystem sowie Erkrankungen der Nieren daf√ľr verantwortlich sein k√∂nnen. Zudem wurde festgestellt, dass eine erbliche Vorbelastung gegeben sein kann. Sind die Eltern bereits an Hypertonie erkrankt, ist die Wahrscheinlichkeit h√∂her, dass auch die Kinder an dieser Krankheit leiden.

Bluthochdruck Symptome

Bluthochdruck ist eher eine schleichende Erkrankung, die sich oft nur schwer erkennen l√§sst, wenn sie selbst manchmal keine Symptome hat, sondern nur der Ausl√∂ser f√ľr Folgeerkrankungen ist. Zudem werden die Symptome oft anderen Ursachen zugeschrieben. Ein markantes Zeichen f√ľr Bluthochdruck sind Kopfschmerzen am Morgen, die grundlos auftreten. Zudem kann es h√§ufig zu √úbelkeit, Schwindel, starker M√ľdigkeit und Schlaffheit, sowie Schlaflosigkeit kommen. Zudem nimmt die Belastbarkeit der betroffenen Patienten stark ab. Tritt h√§ufiges Nasenbluten auf, sollte ebenfalls gepr√ľft werden, ob eine etwaige Erkrankung daf√ľr die Ursache ist.

Bluthochdruck Diagnose

Bluthochdruck kann nur durch eine mehrmalige Messung des Blutdrucks diagnostiziert werden. Durch Stress oder die Angst des Patienten beim Arztbesuch kann es oft zu Fehlmessungen kommen. Die Betroffenen sind daher angehalten, selbst regelm√§√üig Messungen durchzuf√ľhren, da die Werte in einer gewohnten Umgebung zuverl√§ssiger sind. G√ľnstige Ger√§te sind im Handel h√§ufig zu erwerben und k√∂nnen einfach bedient werden. Werden regelm√§√üige Messungen durchgef√ľhrt, sollten jedoch einige Punkte beachtet werden. Grunds√§tzlich sollte auf Genussmittel, wie Kaffee oder Zigaretten, die den Blutdruck beeinflussen, verzichtet werden. Zudem muss sich der Patient in einer ruhigen Position befinden, in der er sich wohlf√ľhlt.

Bluthochdruck Therapie

Wird der Bluthochdruck bereits fr√ľh erkannt, ist h√§ufig eine Umstellung des Lebenswandels die einfachste Form die Erkrankung zu behandeln. Es sollte auf Genussmittel, die diese Krankheit beg√ľnstigen verzichtet werden. Eine Umstellung auf ausgewogene Ern√§hrung tr√§gt ebenfalls dazu bei Bluthochdruck zu bek√§mpfen. Wichtig um den Blutdruck wieder in normale Bahnen zu lenken, ist zudem sich regelm√§√üig zu bewegen. Dadurch wird die Ausdauer verbessert und das Herz-Kreislaufsystem gest√§rkt.

Handelt es sich beim Bluthochdruck um eine erbliche Erkrankung oder ist die Hypertonie bereits weit fortgeschritten, ist eine Behandlung mit Medikamenten unumgänglich. Dadurch können Folgeerkrankungen vermieden werden, wenn der Patient regelmäßig die Medikamente zu sich nimmt. Bei den Präparaten handelt es sich häufig um Kombinationen aus verschiedenen Stoffen, die auf das Alter des Patienten abgestimmt sind.

Einer dieser Wirkstoffe sind ACE-Hemmer, die die Bildung von Enzymen, die f√ľr den Bluthochdruck verantwortlich sind, unterdr√ľcken. √Ąhnlich dazu ist AT1-Antagonisten, dass ebenfalls dieses Enzym angreift, jedoch h√§ufig von den Patienten besser vertragen wird, als die ACE-Hemmer. Weiterer Wirkstoff dieser Kombinationspr√§parate sind Betablocker, die direkt am Herz ansetzten. Dadurch wird beispielsweise die blutdrucksteigernde Wirkung von Adrenalin gemindert. Diuretika sind Stoffe, die auf die Nieren wirken und durch die vermehrte Ausscheidung von Fl√ľssigkeit den Blutdruck senken. In den Pr√§paraten kann man zudem h√§ufig Kalziumantagonisten, dass die Spannung in den Gef√§√üen senkt, finden. Neben diesen Wirkstoffen gibt es noch mehrere Stoffe, die gelegentlich ebenfalls den Pr√§paraten gegen Bluthochdruck beigemengt werden und dies sind etwa, Kaliumkanal√∂ffner oder Alphablocker.

Bluthochdruck Verlauf

Bluthochdruck selbst ist keine gef√§hrliche Erkrankung, mindert die Lebensqualit√§t der betroffenen Patienten jedoch ma√ügeblich. Erst die Folgeerkrankungen k√∂nnen gro√üe Probleme bereiten oder sogar zum Tod f√ľhren. Eine der h√§ufigsten Folgeerscheinungen ist Arteriosklerose, bei der das Gef√§√üsystem entscheidend gesch√§digt wird.

Es k√∂nnen sich dabei Ablagerungen von Fett oder Blutgerinnsel in den Adern bilden und diese verschlie√üen. Die weitere Folge w√§ren beispielsweise Durchblutungsst√∂rungen, Schlaganfall oder ein Herzinfarkt. Durch chronischen Bluthochdruck kann es zudem zu einer dauerhaften Sch√§digung des Herzmuskels kommen. Die verminderte Leistung f√ľhrt zur Herzschw√§che, wodurch Vorhofflimmern oder Herzrhythmusst√∂rungen auftreten k√∂nnen. Diese Folgeerkrankung kann trotz Therapie nicht gemildert werden und h√§ufig ist ein operativer Eingriff, bei dem ein Schrittmacher eingesetzt wird, notwendig. Zus√§tzlich kann Bluthochdruck f√ľr die dauerhafte Sch√§digung der Netzhaut und der Nieren verantwortlich sein. In beiden F√§llen kann es zu chronischen Leiden kommen, die nicht therapiert werden k√∂nnen.

Bluthochdruck Vorbeugen

Grunds√§tzlich kann jeder Mensch an Bluthochdruck erkranken, jedoch sollten erblich vorbelastete Personen regelm√§√üig ihren Blutdruck pr√ľfen, damit die Erkrankung m√∂glichst fr√ľh diagnostiziert werden kann. Ist die Gefahr von Bluthochdruck gegeben, sollte grunds√§tzlich auf Genussmittel wie Kaffee oder Tabak verzichtet werden. Zudem ist eine geregelte Lebensweise ein wichtiger Einflussfaktor, wozu beispielsweise ausreichend Schlaf und kein √ľberm√§√üiger und andauernder Stress geh√∂rt. Zus√§tzlich sollten regelm√§√üige k√∂rperliche Aktivit√§ten einen Fixpunkt im Wochenplan haben. Dabei muss es sich nicht um extreme Belastungen handeln, bereits z√ľgige Spazierg√§nge regen das Kreislaufsystem an und sind meist auch mit zunehmendem Alter m√∂glich.

Wird ein intensiveres Training bevorzugt, sollte auf jeden Fall Ausdauersportarten der Vorzug gegeben werden, da Krafttraining weniger das Herz-Kreislaufsystem st√§rkt. Nach R√ľcksprache mit dem Arzt k√∂nnen bestimmte Wellnessanwendungen ebenfalls eingesetzt werden. Eine Abkl√§rung ist jedoch unbedingt erforderlich, dass es bei den Anwendungen immer wieder zu Blutdruckspitzen kommen kann. Ist dagegen nichts einzuwenden, k√∂nnen regelm√§√üige Saunag√§nge oder Wechselb√§der zur Vorbeugung gegen Bluthochdruck genutzt werden. Der Blutdruck l√§sst sich zudem √ľber diverse Nahrungsmittel und Kr√§uter – auch in Form von Tees – regulieren. In Asien wird beispielsweise bei Bluthochdruck die Gojibeere konsumiert, die in der westlichen Welt immer beliebter wird. Grunds√§tzlich sollte bei den Mahlzeiten darauf geachtet werden nicht zu viel Salz zu sich zu nehmen. H√§ufig werden versteckte Salze, wie etwa im Mineralwasser konsumiert, weshalb Speisen und Getr√§nke immer auf Ihren Natriumgehalt kontrolliert werden sollten.

Ebenfalls nur m√§√üig d√ľrfen Fette und Zucker konsumiert werden. Speziell beim Fett sollte auf unges√§ttigte Fetts√§uren verzichtet und stattdessen zu den ges√ľnderen Omega-3-Fetts√§uren gegriffen werden. Um Blutdruck vorzubeugen, sollte der K√∂rper zus√§tzlich noch mit ausreichend Kalium versorgt werden. Dies befindet sich beispielsweise in einer sehr hohen Konzentration in Tomatenmark oder Rote Beete. In anderen Formen liefert die Tomate ebenfalls das wertvolle Kalium sowie weiteres Gem√ľse wie etwa Kartoffeln, Spinat oder wei√üe Bohnen. Im Orangensaft, der selbst gepresst wird, ist ebenfalls eine hohe Konzentration an Kalium zu finden.