Blinddarmentzündung

Die Blinddarmentzündung, welche korrekt Appendizitis heißt, ist eine Entzündung des Appendix vermiformis (Wurmfortsatz). Diese kann im schlimmsten Fall zum Wanddurchbruch führen, wodurch eine Entzündung des Bauchfells hervor gerufen wird. Ein erstes Symptom sind Schmerzen in der Region um den Bauchnabel und Magen. Des Weiteren leidet der Betroffene meist unter Appetitlosigkeit und muss sich erbrechen.

Das Problem der ersten Diagnose, durch die eingetroffenen Symptome, liegt darin, dass diese auch für eine lange Liste anderer Krankheiten gültig sind. Die Blinddarmentzündung kann hervorgerufen werden durch Krankheitserreger im Wurmfortsatz oder indem sogenannte Kotsteine oder auch Fremdkörper wie etwa Kirschkerne in den Bereich gelangen. Die tatsächliche Blinddarmentzündung endet im Regelfall mit einer Operation, bei welcher der Wurmfortsatz chirurgisch entfernt wird. Dieser Eingriff ist mit gewissen Risiken verbunden, stellt allerdings die einzige effektive Methode dar. Zur genauen Bestimmung, ob es sich wirklich um eine Blinddarmentzündung handelt, gibt es vielfältige Möglichkeiten.

Neben der Erfassung des Krankheitsverlaufs und dessen Auswertung werden auch Untersuchungen im Labor durchgeführt. Hierbei werden unter anderem die Anzahl der Leukozyten überprüft. Des Weiteren verwendet man zur genauen Bestimmung Ultraschallgeräte und in schwierigen Fällen den CT. Durch die Differenzialdiagnostik können zudem viele andere infrage kommende Krankheiten ausgeschlossen werden.

Blinddarmentzündung Ursachen

Blinddarmentzuendung: Symptome und UrsachenDer Blinddarm und dessen Anhang, der Wurmfortsatz, bilden den Anfangsbereich des Dickdarms. Der Appendix vermiformis enthält wiederum viele Lymphknötchen. Dieser Bereich kann sich durch unterschiedliche Einwirkungen entzünden. Relativ häufig entsteht eine Entzündung durch kleinere Objekte wie beispielsweise Kirschkerne, die in den Wurmfortsatz gelangen. Auch eine Ablagerung von Kotsteinen gehört zu den oftmaligen Gründen. Des Weiteren führen ein Infekt durch Keime jeglicher Art sowie der Wurmbefall durch Spulwürmer und Oxyuren zu einer Entzündung. Kinder und Jugendliche zwischen neun und vierzehn Jahren bilden die statistische Spitze der Betroffenen. Jüngere Kinder hingegen trifft es wesentlich seltener. In einem Jahr ist laut Statistik, einer von tausend Menschen in den westlichen Ländern von der Appendizitis betroffen.

Blinddarmentzündung Symptome

Die verschiedenen Symptome durchlaufen einen bestimmten Zyklus. Zunächst klagt der Betroffene über Schmerzen im Magen und rund um den Bauchnabel. Nach wenigen Stunden wandern die Schmerzen zum rechten Unterbauch. Diese Leiden gehen in der Regel einher mit einer Appetitlosigkeit, worauf Übelkeit folgt und bis zum Erbrechen führt. Nach längerer Zeit kann es zu einem Darmverschluss kommen, dem paralytischen Ileus. Ein schnellerer Puls sowie erhöhte Temperatur bis zu 39 °C sind weitere Symptome für eine Entzündung. Dabei herrscht zwischen der rektalen Messung und der unter den Achseln ein Temperaturunterschied von ca. 1 °C.

Bei schwangeren Frauen kommt es oft zu Unterschieden bei den Beschwerden. Schwangere Frauen haben öfter Schmerzen im Oberbauch oder in der Mitte statt im Unterbauch, was an der Verlagerung der Organe liegt. Bei älteren Menschen hingegen fällt es wesentlich schwieriger alle Symptome zu erkennen, da diese sich weniger stark äußern. Die Symptome verhalten sich zudem auch öfters eher untypisch, was die Bestimmung zusätzlich erschwert.

Blinddarmentzündung Diagnose

Die Diagnose allein durch eine Anamnese gehört zu der größten Schwierigkeit bei einer Appendizitis. Dafür kommen die unterschiedlichen Symptome in zu vielen anderen Krankheiten vor. Durch eine Ausschlussdiagnose kann der Kreis möglicher Krankheiten verkleinert werden. Einen genaueren Überblick verschafft auch die klinische Untersuchung, bei welcher die Vorgeschichte des Patienten in Augenschein genommen wird. Außerdem erfolgt eine körperliche Untersuchung. Hierbei wird die Bauchregion überprüft durch ein ausstreichen in die Richtung des Wurmfortsatzes oder durch Druck und das schnelle Loslassen des Unterbauchs. Letzteres wird als Loslassschmerz bezeichnet, wobei sich der Schmerz erst kurze Zeit nachdem der Druck ausgeübt wurde einstellt.

Auch durch einen Schmerz beim Dehnen des Beins, durch ein Anwinkeln und gleichzeitiges drücken, kann eine Appendizitis ermittelt werden. Die Überprüfung der Temperatur und eine Blutuntersuchung auf die Menge der Leukozyten, geben nähere Informationen. Frauen werden zudem noch gynäkologisch untersucht. Nach der klinischen Untersuchung wird oftmals eine Bilddiagnose erstellt. Hierfür nutzt man den Ultraschall. Ein charakteristisches Merkmal für eine Appendizitis ist der größer gewordene Durchmesser des Wurmfortsatzes. Dieser liegt im positiven Fall bei über sieben Millimeter. Außerdem hat sich dann die Form des Appendix vermiformis verändert und wirkt eher rundlich. Zusätzlich ist die Wanddicke des Wurmfortsatzes auf über drei Millimeter gewachsen und man findet vermehrt ödematöses mesenterisches Fett.

Blinddarmentzündung Therapie / Behandlung

Im Regelfall läuft bei einer Appendizitis alles auf einen operativen Eingriff hinaus, bei welchem der Wurmfortsatz entfernt wird. Da ein gewisses Risiko besteht, wird zunächst versucht durch alle Diagnoseschritte die Chance zu minimieren, dass der Eingriff unnötig ist, da es sich nicht um eine Appendizitis handelt. Auch wird zum Teil, zunächst auf eine Operation verzichtet und der Patient wird mit Antibiotika und verordneter Bettruhe gepflegt. Allerdings ist dies nur möglich wenn von keiner akuten Gefahr im jeweiligen Falls auszugehen ist.

Bei der eigentlichen Operation besteht die Gefahr, dass der Appendix schon leicht perforiert ist und bricht. Dies betrifft ca. 28 Prozent der Operationen. Davon sterben ungefähr zehn Prozent der Patienten. So früher eine Notoperation stattfindet umso wahrscheinlicher ist ein positiver Ausgang. Um den Blinddarm zu entfernen, wird entweder ein Wechselschnitt am Unterbauch durchgeführt oder eine Laparoskopie, bei welcher durch kleine Öffnungen und mithilfe einer, durch die Bauchhöhle geführten Kamera, der Eingriff vorgenommen wird.

Verlauf einer Blinddarmentzündung

Der typische Verlauf wurde schon weiter oben, beim Punkt „Symptome“ erläutert.

Blinddarmentzündung Vorbeugen

Bei ersten Anzeichen einer möglichen Blinddarmentzündung sollte man sich sofort an den Hausarzt wenden oder direkt ins Krankenhaus gehen. Dort erfährt man Näheres über die tatsächlichen Umstände und ist somit auf der sicheren Seite. Wichtig ist sich zu merken, dass die Chancen eines positiven Verlaufs bei einer notwendigen Operation von dem Zeitpunkt des Eingriffs abhängen.

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