Bänderriss

Für Stabilität und Halt in den Gelenken sorgen Bänder. Kommt es zu starken Krafteinwirkungen und eine plötzliche Bewegung, können diese reisen und zu unangenehmen Folgen führen. Besonders im Knie, Sprung– und Handgelenk, aber auch in der Schulter kann ein solcher Bänderriss, auch Ruptur genannt, bei sportlichen Aktivitäten, aber auch im Alltag auftreten. Eine solche Verletzung ist auf den ersten Blick nicht von einer Dehnung oder Verstauchung zu unterscheiden und kann auch a-typisch auftreten. Zudem ist der Übergang zwischen Dehnung, Anriss und komplettem Banddurchriss fließend. Daher kann eine genaue Diagnose nur von einem Facharzt gestellt werden, der nach einer eingehenden Untersuchung eine entsprechende Heilungstherapie mit Orthesen, Krankengymnastik und Schonung anordnet. Vor allem Ruhe und Kühlung sorgen für Besserung, aber auch gezielte Übungen tragen zu einer raschen Genesung bei. Daneben kann in seltenen Fällen jedoch auch eine Operation notwendig sein, besonders wenn andere Verletzungen mit dem Bänderriss einhergehen.

Wichtig bei einem Bänderriss ist jedoch immer Geduld, denn die Heilung kann mehrere Monate dauern bevor das Gelenk wieder vollständig belastet werden kann. Medikamente verschaffen zwar Linderung, aber sind nicht immer die optimale Wahl für die Heilung. Um einer solchen Verletzung vorzubeugen oder eine erneute Ruptur vorzubeugen, können Maßnahmen getroffen werden, besonders im sportlichen Bereich.

Bänderriss Ursachen

Baenderriss Symptome und UrsachenUrsachen für einen Bänderriss sind starke Kräfte, die plötzlich auf das Gelenk einwirken und so eine ungünstige Bewegung hervorruft. Aber auch ein Schlag kann zu einer der häufigsten Sportverletzungen führen. Die Bänder werden überbeansprucht und können im Extremfall reißen. Besonders Ball- und Kampfsportler verletzten sich an Gelenken, aber auch Läufer sind oft von Bänderrissen betroffen. Die Regionen am Sprunggelenk und im Knie zählen dabei zu den häufigsten Bereichen in denen eine solche Verletzung auftritt. Um das Risiko zu minimieren, sollten Präventionsmaßnahmen getroffen werden.

Bänderriss Symptome

Bänderriss Symptome Typische Symptome, die einen Bänderriss charakterisieren sind neben einer rasch auftretenden Schwellung in der betroffenen Region auch eine Blaufärbung innerhalb weniger Stunden. Eine Belastung des Gelenkes ist durch die starken Schmerzen oft nicht mehr möglich und Bewegungen sind nur noch bedingt durchführbar. Ebenfalls reagieren die Betroffenen sensibel auf Druck, der als äußerst unangenehm empfunden wird. Diese Symptomatik tritt oftmals auch bei Anrissen auf. Dennoch ist gerade in der Knieregion kein Erguss feststellbar. Eher selten ist hingegen das a-typische Bild auf, dass die betroffenen Stellen nach und nach aufhören zu schmerzen und der Betroffene sich ohne Probleme fortbewegen kann. In diesem Fall lässt sich ein Bänderriss durch einen unsicheren Gang feststellen. Das Gelenk selbst wird ebenfalls instabil und knickt bei Belastung seitlich weg. Besonders bei gut trainierter Muskulatur kann eine solche Symptomatik auftreten, was bei Leistungssportlern der Fall ist.

Bänderriss Diagnose

Eine genaue Diagnostik kann nur von einem Facharzt gestellt werden. Durch gezielte Fragen wird der Hergang des Unfalls ermittelt und so kann der Arzt Rückschlüsse auf Art und Umfang ziehen. Danach wird die betroffene Stelle untersucht und die Stabilität kontrolliert. Meist wird danach eine Röntgenaufnahme angeordnet, die eine Fehlstellung im Gelenk darstellt. Ein Bänderriss wird so allerdings nicht sichtbar, dennoch lassen sich so weitere Schlüsse auf die Art der Verletzung ziehen. Ebenso lassen sich so auch Knochenverletzungen ausschließen. Verhärtet sich der Verdacht auf einen Bänderriss, lässt sich mittels eines MRTs ein genauerer Befund diagnostizieren. Bei der Magnetresonanztomographie werden die verschiedenen Schichten in der betroffenen Gelenksregion dargestellt, so dass Anrisse sichtbar werden. Besonders bei einem Kreuzbandriss werden diese Diagnoseverfahren eingesetzt. Wird im Sprunggelenk ein Bänderriss vermutet, lässt sich dieser meist ohne genauere Aufnahmen bestätigen.

Therapie / Behandlung

Das betroffene Gelenk muss nach der Verletzung schnellstmöglich gekühlt werden, um eine Einblutung in das umliegende Gewebe zu verhindern. Eis und Kühlpacks sollten jedoch niemals direkt auf Hautpartien gelegt werden, um Kälteverletzungen zu vermeiden. Ebenfalls hilfreich ist das Anlegen eines Druckverbandes, um die Blutgefäße zu komprimieren, auch wenn dies unangenehm ist. Ruhige Lagerung dient nicht nur der schnelleren Heilung, sondern vermindert ebenfalls stärkere Flüssigkeitsansammlung in der verletzten Region. Besonders während der ersten beiden Tage nach dem Bänderriss helfen diese Maßnahmen, die Schmerzen zu lindern und eine mögliche Entzündung zu verhindern. Regelmäßig gewechselte Salbenverbände mit abschwellenden Salben fördern ebenfalls den Heilungsverlauf. Unterstützend kann eine angepasste Orthese das Gelenk entlasten und zusätzlich stützen. Der Gang zu einem Facharzt ist unumgänglich, da nur eine genaue Diagnostik mit entsprechenden Maßnahmen zu einer vollständigen und schnellen Genesung führen.

Bei einem Bänderriss wird von einem Verlauf zwischen sechs und acht Wochen ausgegangen, bis wieder eine sportliche Betätigung möglich ist. Um Erneute Verletzungen zu vermeiden, sollte auf Schonung geachtet werden und den Anweisungen des Arztes gefolgt werden. Operationen zur Heilung von Bänderrissen werden heute kaum noch durchgeführt. Meist wird diese Therapie in Verbindung mit anderen Verletzungen die Knochen oder Knorpel betreffen durchgeführt. Häufiger werden sogenannte Aircast-Schienen angelegt, die einen Druckverband ersetzen und durch die individuell anpassbaren Luftkammern zur Heilung beitragen. In der ersten Zeit nach dem Unfall kann so das betroffene Gelenk nach Rücksprache mit dem Arzt teilbelastet werden. Auch gezielte Krankengymnastik zum Muskelaufbau ist ratsam, um wieder Stabilität in der verletzten Region herzustellen und die eigne Koordination zu schulen.

Bänderriss Verlauf

Nach dem Reisen des Bandes, was oftmals auch hörbar ist, ist eine schnelle Kühlung nötig. Dies sorgt für einen frühzeitigen Rückgang der Schwellung und verhindert Einblutungen. Auch ein Druckverband hilft, die Verletzung bis zum Arztbesuch zu schonen. Selbst wenn es sich um einen a-typischen Verlauf handelt und keine oder kaum Schmerzen zu spüren sind, sollte bei einem instabilen Gelenk sofort gehandelt werden.

Der Verlauf eines Bänderrisses hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Je nach betroffener Region kann die vollständige Genesung von mehreren Tagen bis hin zu Wochen andauern. Auch der zeitliche Faktor bis zum Beginn der Behandlung spielt eine Rolle. Bei einer solchen Verletzung ist jedoch vom Betroffenen vor allem Geduld gefragt, denn eine zu frühe Belastung kann zu einem verzögerten Heilungsverlauf oder zu irreparablen Folgeschäden führen. Daher sollte vor körperlicher Belastung der behandelnde Arzt konsultiert werden.

Trotz aller Schonung kann ein Bänderriss auch Restbeschwerden verursachen, die zurückbleiben. Besonders, wenn die Verletzung unterschätzt wird und kein Arzt konsultiert wird.

Bänderriss Vorbeugen

Um einen Bänderriss vorzubeugen, ist gerade während sportlicher Betätigungen eine sorgfältige Aufwärmphase notwendig. Diese sollte nicht zu kurz gestaltet sein und alle Partien am Körper betreffen. Auch entsprechende Sportausrüstung trägt zur Senkung des Verletzungsrisikos bei und beugt Bandverletzungen vor. Speziell angebrachte Tape-Verbände wirken ebenfalls prophylaktisch und stützen das Gelenk.

Lag bereits eine Bandruptur vor, sind Bandagen sinnvoll. So werden Ermüdungserscheinungen vorgebeugt. Auch gezielte gymnastische Übungen helfen, die betroffene Region wieder stabil zu bekommen. Integriert in den Trainingsplan lässt sich so neben dem Gleichgewichtssinn auch die Muskulatur trainieren und das Zusammenspiel der Körperpartien verbessert. Wichtig ist, nicht zu schnell wieder durchstarten zu wollen, denn ein Bänderriss kann ansonsten zu einem instabilen Gelenk führen und so weitere Langzeitschäden verursachen.

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