Arteriosklerose

Als Arteriosklerose bezeichnet man die Erkrankung der Arterien mit fortschreitender Veränderung der Gefäßwände. Die Gefäße verengen sich und verlieren ihre Elastizität. Der Blutfluss wird behindert. Im Extremfall können sich Arterien verschließen. Unbehandelte Arteriosklerose kann zu dramatischen Auswirkungen führen. Dazu gehört der plötzliche Herztod, Schlaganfall und Herzinfarkt. Der Patient kann eine Ischämie oder eine Thrombose erleiden.

Die Folgen der Arteriosklerose gehören zu den häufigsten Todesursachen in den westlichen Nationen. Der Genuss fettreicher Nahrung, mit hohen Anteilen gesättigter Fettsäuren, wird als begünstigender Faktor genannt. Rauchen, Alkohol und Stress beeinflussen den Körperstatus negativ. Bewegungsarmut unterstützt die ungünstigen Faktoren zusätzlich. Ein weiterer Risikofaktor ist das Alter. Der prozentuale Anteil älterer Bürger steigt in den westlichen Nationen stetig an. Die Krankheit entwickelt sich langsam über viele Jahre und wird von den Patienten zunächst nicht bemerkt.

Im fortgeschrittenen Verlauf bemerkt die betroffene Person oft Schmerzen in den Extremitäten und eine Enge im Herzbereich. Durchblutungsstörungen in den Beinen führen zu eingeschränkter Beweglichkeit. Dies kann zu der so genannten Schaufensterkrankheit führen. Erkrankte machen bei Spaziergängen und beim Bummeln durch die Stadt häufig Pausen. Auch wenn die Ursachen der Erkrankung noch nicht komplett geklärt sind, gibt es viel Hinweise für eine vorbeugende Lebensweise und Möglichkeiten der Diagnose und der Therapie.

Arteriosklerose Ursachen

Arteriosklerose Symptome / UrsachenDie Ursachen der Arteriosklerose sind noch nicht komplett geklärt. Eine Hypothese geht von Verletzungen der inneren Arterienwände aus. Verletzungen können durch Viren, Bluthochdruck, Toxine oder Traumata hervorgerufen werden. Gefährdet sind insbesondere Gefäßverzweigungen mit höherer mechanischer Belastung. An den Verletzungen der Arterienwände entstehen über längere Zeiträume Plaques, beziehungsweise Gewebeveränderungen.

Diese Hypothese nennt man die Response-to-injury-Hypothese. Die Lipoprotein-induced-atherosclerosis-Hypothese geht von der Aufnahme von LDL durch Makrophagen aus. Danach erfolgt die Bildung von Schaumzellen. Die Schaumzellen führen auch zu Veränderungen des Arteriengewebes. Der weitere Verlauf gilt für beide Theorien. Im Bereich der Gewebeveränderungen kommt es zu Entzündungen und einen weiteren Gewebeumbau. Hierbei bilden sich kapselförmige Verdickungen der Gefäßwände.

Aufgebrochenen Kapseln führen zu Blutgerinnungen, man spricht von Blutgerinnsel. Der Gefäßdurchmesser wird kleiner und die Gefäßwand wird zusätzlich durch Kalkeinlagerungen brüchig. Es besteht die Gefahr des kompletten Verschlusses einer Arterie.

Arteriosklerose Symptome

Symptome treten im Anfangsstadium der Erkrankung nicht auf. Erst bei zunehmender Verengung der Gefäße zeigt sich Angina pectoris als ein Gefühl der Herzenge. Im Laufe der Zeit schmerzen die Beine bei Belastung. Im fortgeschrittenen Zustand können nur noch kurze Gehstrecken bewältigt werden. Dies wird als Schaufensterkrankheit bezeichnet. Der Patient nutzt äußere Anlässe, wie zum Beispiel das Betrachten von Schaufenstern, um den hohen Pausenbedarf nicht zu auffällig erscheinen zu lassen. Wenn die Beckenarterien betroffen sind, klagen Männer über Erektionsprobleme.

Diagnose der Arteriosklerose

Zur Diagnose der Arteriosklerose erfolgt eine Gehprobe und die Ratschowsche Lagerungsprobe. Die Gehprobe gibt Auskunft, ab wann Schmerzen beim Gehen entstehen. Bei der Ratschow`schen Lagerungsprobe werden Beine und Arme angehoben und nach dem hängen lassen die Zeit bis zur Venenfüllung gemessen. Die Fließgeschwindigkeit des Blutes an der Halsschlagader, den Herzklappen und der Bauchaorta kann durch Sonografie bestimmt werden.

Des weiteren können Untersuchungen mit Hilfe der Angiografie, der Computertomographie und der MRT erfolgen. Ergänzt wird die Diagnose durch die Analyse der Blutwerte. Dabei werden die Konzentrationen von ADMA (Asymmetrisches Dimethylarginin), Cholesterin, Blutzucker HbA1c-Werte, Homocystein und Harnsäure bestimmt.

Arteriosklerose Therapie / Behandlung

Eine eigentliche Heilung ist nicht möglich. Neben der Vermeidung der Risikofaktoren besteht aber die Möglichkeit einer medikamentösen und einer invasiven Therapie. Die medikamentöse Therapie und die Verringerung der Risikofaktoren lässt den Verlauf der Erkrankung verlangsamen. Der Risikofaktor Bluthochdruck kann unter anderem mit ACE-Hemmern, Calciumantagonisten, Betablockern und Diuretika behandelt werden.

Für die Cholesterinsenkung empfehlen sich Polyphenole und Statine. Invasiv helfen Bypass-Operationen. Hierbei werden Umleitungen an verengten Arterien vorbei geführt. Die Umleitungen bestehen aus körpereigenen oder künstlichen Gefäßen.

Eine weitere Methodik ist die Aufdehnung von Gefäßen mittels der Ballondilatation. Hierbei wird ein Ballonkatheder in die verengte Stelle eingebracht und aufgeblasen. Die Arterie weitet sich. Diese Erweiterung kann bei Bedarf durch ein eingebrachtes Drahtnetz, Stent genannt, stabilisiert werden.

Verlauf

Der anfängliche Krankheitsverlauf ist so unauffällig, dass er von den meisten Patienten nicht bemerkt wird. Erst mit zunehmenden Durchblutungsstörungen kommt es bei Belastung zu Schmerzen in den Beinen und Armen. Diese Belastungsgrenze nimmt kontinuierlich ab und führt zu Bewegungseinschränkungen im Lebensalltag. Angina pectoris führt zu Beschwerden im Herzbereich.

Weitere Gefäßverengungen führen zur Schwächung des Herzens, weil auch die Durchblutung der Herzgefäße betroffen ist. Da die Symptome nicht immer rechtzeitig erkannt werden und die weiter oben genannten anfänglichen Symptome nicht immer auftreten, kann es plötzlich zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen.

Arteriosklerose vorbeugen

Die beste Vorbeugung wird durch regelmäßige, ausreichende Bewegung und durch ausgeglichene, gesunde Ernährung erreicht. Spaziergänge und moderate Ausdauersportarten sind zur Vorbeugung gut geeignet. Hilfreich ist eine Ernährung mit ungesättigten Fetten, reichlich Ballaststoffen und Vitaminen. Hieraus ergibt sich eine Ernährung, die vorzugsweise aus mageren Fleischsorten, Vollkornprodukten, frischem Gemüse und Obst bestehen sollte.

Die Wahrscheinlichkeit, an Arteriosklerose zu erkranken, wird durch Diabetes mellitus und durch chronisches Nierenversagen erhöht. Es empfiehlt sich, Risikofaktoren die zu diesen Erkrankungen führen, zu minimieren und die Krankheiten adäquat zu behandeln. Bluthochdruck ist schädlich und sollte behandelt werden. Empfohlen wird ein normales Körpergewicht und Cholesterinwerte im Normalbereich. Stress und Rauchen erhöhen das Risiko zu erkranken.

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