Anämie

Anämie, welche auch als Blutarmut oder Blutmangel bezeichnet werden kann, ist eine häufig verbreitete Erkrankung, bei welcher eine zu geringe Konzentration an Hämoglobin im Blut vorhanden ist. Die Erkrankung Anämie ist weltweit keine Seltenheit, da bisher über 1,5 Millionen Menschen an dieser leiden. Gerade in Deutschland trifft man die Krankheit sehr häufig an, wobei man beachten sollte, dass besonders Frauen aufgrund ihrer Menstruation noch häufiger als Männer an Anämie erkranken.

Die Erkrankung Anämie lässt sich in verschiedene spezielle Krankheitstypen unterteilen, wodurch diese noch besser klassifiziert werden kann. Die Anämie wird nach dem Hämoglobingehalt in hyper-, normo- und hypochrome Anämien und nach der Erythropoese in die hyper-, normo- und hyporegenerative Anämien eingeteilt. Zudem gibt es die Unterteilung dieser Erkrankung, bei welcher die Anämie als chronische, akute, erworbene oder angeborene Anämie bezeichnet wird.

ie Anämiearten besitzen sehr vielfältige Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten, welche zudem im Folgenden genauer beschrieben werden sollen. Auch auf die Vorbeugung, Diagnostik und den Krankheitsverlauf wird eingegangen.

Anämie Ursachen

Anaemie Symptome und UrsachenDie Erkrankung Anämie kann sehr verschiedene Ursachen haben, wobei diese immer von Mensch zu Mensch variieren können. Es gibt zwei Oberarten von Anämien, bei welchen nicht die gleichen Ursachen zuordenbar sind. Bei einer Anämie, welche erworben ist, ist eine sehr häufige Ursache ein großer Blutverlust oder ein vermehrter Abbau von Blut.

Verliert man eine Menge Blut, kann dies sehr schnell zu einer Anämie führen, da man in weniger Zeit viele rote Blutkörperchen und Eisen, welche sich im Blut befinden, ausscheidet. Aber auch anderes kann zu einer erworbenen Anämie führen. Eine weitere Ursache wäre eine spezielle Krankheit wie beispielsweise eine Nierenerkrankung, eine Mangelerkrankung, eine chronische Entzündung im Körper, eine Erkrankung des blutbildenden Systems, eine Tumorerkrankung oder eine Hormonstörung. Bei den aufgeführten Krankheiten wird für die Genesung eine höhere Durchblutung vom Körper angestrebt, wobei vermehrt Stoffe durch das Blut transportiert werden.

Doch nicht nur Erkrankungen können zur Anämie führen. Auch bei einer Schwangerschaft kann die werdende Mutter an einer Anämie erkranken, da diese in der Schwangerschaft einen höheren Bedarf an Eisen entwickelt und das physiologische Plasmavolumen des Blutes zunimmt. Ein sehr wichtiger Faktor für die Entstehung eines Blutmangels ist aber vordergründig eine eisenarme Ernährung, da bei einer zu geringen Eisenaufnahme die Blutbildung reduziert wird und man so an einer Anämie erkrankt.

Bei einer angeborenen Anämie ist die häufigste Ursache eine genetische Störung in der Hämoglobinbildung, welche sich beispielsweise in Hämoglobinopathien äußert.

Anämie Symptome & typische Anzeichen

Die Anämie zeigt sich auf unterschiedlichste Weise im Organismus eines anämieerkrankten Menschen. Die typischen Symptome, die durch die Blutarmut und verringerte Durchblutung resultieren, sind beispielsweise Luftknappheit, leichte Ermüdbarkeit bei körperlichen Betätigungen, häufige Kopfschmerzen und Schwindel, da das Gehirn nicht ausreichend durchblutet wird.

Weitere Symptome der Anämie bei der Unterversorgung des Gehirns sind Schlaflosigkeit, Ohnmacht, Konzentrationsprobleme, Sehstörungen, Übelkeit und Ohrgeräusche. Zudem kommt es zu einer Hautblässe, brüchige Fuß- und Fingernägel, Spliss und Haarausfall, da die Eiweißausscheidung bei einer Anämie leicht erhöht ist. Da der Körper trotz des Sauerstoffmangels im Blut die verschiedenen Organe versorgen möchte, versucht er durch eine schnellere Atmung mehr Sauerstoff für den Körper in das Blut zu befördern, wodurch die Tätigkeit der Lungen und des Herzens verstärkt wird. Dies kann zu störenden Geräuschen an den Herzklappen und zu Schmerzen in der Brust führen. Durch die beschleunigte Atmung wird der Kreislauf gestört und es kann zu Schwindelanfällen kommen.

Auch bei der Verdauung gibt es durch die Erkrankung Veränderungen. Die Stuhlfarbe ändert sich durch die Anämie und kann aufgrund des Eisenmangels beispielsweise heller werden.

Anämie Diagnose

Eine Anämie lässt sich auf verschiedene Weise feststellen und an einem Patienten diagnostizieren. Meist wird auf direkten Weg das Blut des Patienten, welches aus Organen wie Darm, Magen oder aus genitalen Blutungen (wie bei der Frau) stammt, untersucht. Bei dieser Untersuchung wird der Anteil des Hämoglobins und auch des Eisens gemessen. Auch die Ursache der Anämie kann durch die Untersuchung des Blutes festgestellt werden, da es unterschiedliche Arten der Anämie wie angeborene und erworbene Anämie gibt.

Ein sehr wichtiges Hilfsmittel bei der Diagnose bei Blutarmut ist das Blutbild, bei welchen verschiedene Inhaltsstoffe wie Erythrozyten, Hämoglobin, Ferritin, Transferrin, Vitamin B12, Folsäure und andere, die normalerweise im Blut des Menschen vorhanden sind, mit deren genauen Anteil aufgelistet werden. Durch die Form der roten Blutkörperchen, durch die Konzentration an Eisen und Hämoglobin im Blut und durch die Anzahl der roten Blutkörperchen kann man diagnostizieren, ob ein Mensch an Blutarmut leidet und so anschließend gegen diese Erkrankung mit Hilfe verschiedener Behandlungen und Medikamenten vorgehen.

Anämie Behandlung

Bevor man eine Anämie therapieren oder behandeln kann, sollte man immer feststellen, weshalb eine Person an der Blutarmut erkrankt ist. Die Behandlungsmöglichkeiten variieren stark nach der Ursache der Anämie, da man einer erworbenen Anämie nicht wie einer angeborenen Blutarmut entgegenwirken kann. Wenn der Patient einen Blutarmut besitzt, da dieser sich zu eisenarm ernährt, dann sollte dieser mehr Lebensmittel verzehren, welche viel Eisen enthalten.

Lebensmittel und Speisen, die einen hohen Anteil an Eisen haben, sind zum Beispiel Innereien wie Leber, Eier in vielfältiger Variation, Haferflocken, Hefe oder auch Petersilie. Dass Spinat viel Eisen enthält, hat sich in der Wissenschaft als Irrtum herausgestellt, weshalb dieser bei Anämie nicht bevorzugt verspeist werden sollte. Bei einer erworbenen Anämie kann auch eine Zugabe von Vitamin B6 oder Vitamin B12 dem Erkrankten helfen. Auch eine Blutinfusion oder die Einnahme von Eisenpräparaten sind sehr hilfreich gegen eine Blutarmut.

Bei einer genetisch bedingten Anämie helfen jedoch diese Behandlungen nur kurze Dauer, weshalb in diesem Fall eine andere Therapie angewandt werden muss. Wenn der Erkrankte an einer angeborenen Anämie leidet, kann man dieser nur durch eine Knochenmarkspende entgegenwirken. Zur Anregung der Blutbildung kann weiterhin Erythropoetin verschrieben werden.

Verlauf einer Anämie

Wie bereits erwähnt, besteht während einer Anämie eine Blutarmut, bei welcher ein Mangel an Hämoglobin vorliegt. Das Hämoglobin, welches sich vorwiegend in den roten Zellen des Blutes aufhält, ist ein bedeutendes Protein, das für den Transport von Sauerstoff verantwortlich ist. Fehlt dieses in den Blutgefäßen, können Körpergewebe, Organe und Muskeln im Körper nicht richtig durchblutet werden und es können verschiedene Defizite, welche die typischen Folgen einer Anämie bzw. Blutarmut sind, dadurch auftreten.

Zudem kann parallel zum Mangel an Hämoglobin auch eine Reduzierung der roten Blutzellen erfolgen, was zu weiteren Problematiken im Körper führen kann. Durch den Mangel an Hämoglobin und den roten Blutkörperchen wird weniger Sauerstoff in die Organe transportiert, wodurch diese nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können. Des Weiteren steigt im Organismus die Herzfrequenz, damit das Blut schneller durch die Blutgefäße des Kreislaufes gepumpt werden kann, wodurch der Körper rasch überlastet werden kann.

Durch diesen Krankheitsverlauf kommt es zu den bereits beschriebenen Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohnmacht, Schwindel, Hautblässe, Brustschmerzen und Müdigkeit.

Anämie vorbeugen

Wenn man der Blutarmut bzw. Anämie vorbeugen möchte, da man nicht unter dieser leiden will, gibt es hierfür verschiedene Maßnahmen der Vorbeugung. Gerade Frauen sollten darauf achten, dass sie sich an diesen Vorbeugungsmaßnahmen halten, da Frauen aufgrund ihrer Menstruation und der möglichen Schwangerschaft sehr anfällig gegenüber der Anämie sind.

Die einfachste Methode, der Anämie zu entgehen, ist eine eisenreiche und vitaminreiche Ernährung. Gerade Fleisch wie Rind- und Schweinefleisch oder auch Leber sind sehr eisenreich und fördern die Bildung von Hämoglobin. Auch die Aufnahme von Eisenpräparaten ist sehr hilfreich gegen die Anämie, da man durch diese vermehrt Blut bilden kann.

Erkrankte, welche eine angeborene Anämie besitzen, sollten sich auch an diesen Maßnahmen der Vorbeugung halten.

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