Altersbedingte Makuladegeneration

Die Altersbedingte Makuladegeneration (kurz AMD) ist ein Sammelbegriff für mehrere verschiedene Krankheiten, welche vor allem die Netzhaut des menschlichen Auges betreffen. Im Wesentlichen kommt es dabei zu einer Schädigung der sogenannten „Makula lutea„, also von jenem Punkt im Auge, an dem das schärfste Sehen ermöglicht wird. Als Folge dieser Erkrankung kommt es in diesem Bereich des Auges durch eine Zerstörung des Gewebes zu einer Minderung der Sehfähigkeit.

In der internationalen Klassifikation der Welt Gesundheit Organisation (WHO) wird diese Krankheit als Degeneration der Makula und des hinteren Poles genau bezeichnet. Diese Beeinträchtigung des Auges wird auch als senile Makuladegeneration bezeichnet und wird besonders häufig bei älteren Menschen festgestellt. Dies betrifft vor allem Personen, die über 50 Jahre alt sind und kann bei ihnen sogar fast bis zur vollständigen Erblindung führen. Mit dem heutigen Stand der Medizin ist es aber möglich, dass die Krankheit auch bei Ungeborenen, also nicht altersbedingt, nachgewiesen werden kann. Ernüchternd sind auch die statistischen Zahlen.

Heute leiden geschätzte 30 Millionen Menschen an dieser heimtückischen Erkrankung, zu denen jährlich hunderttausende Neuerkrankte hinzukommen. Des Weiteren wird in der Augenmedizin zwischen einer „trockenen“ – die häufigste Form – und einer „feuchten“ Makuladegeneration unterschieden. Und interessanterweise sind Frauen mehr gefährdet als Männer, denn die Statistiken zeigen eindeutig, dass eine Altersbedingte Makuladegeneration meist bei Frauen zu finden ist.

Ursachen

Altersbedingte Makuladegeneration SymptomeFür den Ausbruch der Krankheit gibt es mehrere Ursachen. Zum einen kann sie durch eine starke Kurzsichtigkeit oder durch genetisch vererbte Gründe, zum anderen aber auch durch eine Vergiftung (z. B. durch die vorbeugende Verabreichung von Chloroquin) oder durch Entzündungen des Auges hervorgerufen werden. Aber auch die durch die steigende Industrialisierung hervorgerufene Umweltverschmutzung und die damit verbundenen Auswirkungen auf den menschlichen Organismus bzw. das Rauchen können als mögliche Ursachen für die AMD gewertet werden.

Weitere Risikofaktoren sind auch eine zu starke Einstrahlung der Sonne, ein hoher Blutdruck und Cholesterinspiegel, eine vorhandene Zuckerkrankheit, Fettleibigkeit und eine ungesunde Lebensweise. In diese Beurteilung sind zusätzlich noch altersbedingte Ablagerungen im Auge hinzuzufügen, die sich negativ auf den Stoffwechsel in der Netzhaut auswirken.

Makuladegeneration Symptome

Das erste Symptom der Makuladegeneration, das bei einer AMD auftritt, ist eine Zystenbildung in jenem Bereich der Netzhaut mit den meisten Sehzellen, der Makula. Weitere Alarmzeichen sind eine Abnahme der Sehschärfe, Sehprobleme beim Lesen und eine Verminderung der Kontrastwahrnehmung.

Dazu kommt noch eine große Empfindlichkeit bei grellem Licht bzw. werden Linien, z. B. im TV oder Buchstaben, nicht mehr als gerade, sondern als krumm und verzerrt gesehen. Des Weiteren ist im Sehfeld auch ein permanenter und dunkler Fleck zu erkennen, wenn man sich auf einen Punkt konzentriert bzw. erscheinen Farben nicht mehr als natürlich und blass.

Diagnose der altersbedingten Makuladegeneration

Generell gibt es für die Diagnose der altersbedingten Makuladegeneration ein Verfahren für die Untersuchung des Hintergrundes des Auges, die vielleicht unter der Bezeichnung Augenspiegelung besser bekannt ist. Mit Hilfe dieser Methode können Ablagerungen, Blutungen und andere Auffälligkeiten im Auge erkannt werden. Als Alternative dazu kann man noch die Gefäße in der Netzhaut mittels eines Farbstoffes darstellen, der intravenös verabreicht wird und sich in der Netzhaut verteilt. Diese Variante hat den Sinn, dass sich der Arzt ein Bild über den Verlauf der Krankheit machen kann.

Eine Schädigung der Makula liegt z. B. dann vor, wenn sich durch den Farbstoff neue Gefäße unter der Pigmentschicht bilden. Eine einfache aber wirksame Diagnose kann durch den Augenarzt mit dem sogenannten „Amsler-Netz bzw. Gitter“, aber auch im Eigentest durchgeführt werden. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Amsler-Gitter) Dabei handelt es sich um ein Gitternetz, in dessen Mitte sich ein schwarzer Punkt befindet. Für den Test ist ein Auge mit der Hand zu verdecken und das andere Auge sollte sich auf den Punkt konzentrieren. Erscheinen dabei die Gitterlinien verschwommen, verbogen oder verzerrt, kann dies ein Indiz für eine bestehende altersbedingte Makuladegeneration sein.

Altersbedingte Makuladegeneration Therapie / Behandlung

Grundsätzlich ist eine altersbedingte Makuladegeneration mit dem heutigen Stand der Augenmedizin noch nicht heilbar, kann aber zumindest durch verschiedene Methoden therapiert und gelindert werden. Dies trifft vor allem auf die „feuchte“ Form der Erkrankung zu, bei der die Arznei direkt in das erkrankte Auge eingespritzt wird. Aber auch eine Behandlung mit anderen Medikamenten bzw. mit einem Laser kann zur Linderung einer AMD wesentlich beitragen.

Zusätzliche oder alternative Therapie- bzw. Behandlungsmethoden befinden sich hingegen derzeit noch im Forschungsstadium. In gewissen Fällen kann auch ein operativer Eingriff hilfreich sein, um den Fortschritt zumindest stoppen zu können. Zum Leidwesen für die an der „trockenen“ Art erkrankten Menschen, gibt es für diese noch keine wirklich anerkannte und wissenschaftlich bestätigte Behandlungsmöglichkeit.

Verlauf der altersbedingten Makuladegeneration

Der Verlauf der Altersbedingte Makuladegeneration verläuft grundsätzlich schleppend, da es in der Anfangsphase der Erkrankungen zu keinen wirklichen Sehstörungen kommt. Trotzdem ist der Augenarzt in der Lage, die Vorzeichen entsprechend zu erkennen und zu deuten. Ein Zeichen dafür ist z. B. eine ungewöhnliche Verfärbung der Netzhaut des Patienten.

Die Endphase der AMD ist dadurch gekennzeichnet, dass es zwar nicht zu einer vollkommenen Erblindung kommt, aber die Sehfähigkeit durch die bestehenden Schädigungen an der Makula doch sehr eingeschränkt ist. Da nicht das totale Auge betroffen ist, bleibt zumindest ein gewisses restliches Sehvermögen erhalten, welches dem Patienten zumindest noch eine Orientierungsmöglichkeit gewährleistet.

Altersbedingter Makuladegeneration vorbeugen

Eine Möglichkeit, um der altersbedingten Makuladegeneration vorzubeugen ist, dass man auf eine ausgewogene bzw. nährstoff- und vitaminreiche Ernährung achtet, die sich natürlich nicht nur vorteilhaft auf den menschlichen Organismus allgemein, sondern auch sehr positiv auf das Auge auswirkt. Denn eine ausgewogene Ernährung reguliert den Stoffwechsel im Körper und somit auch im Auge. So wirken sich insbesondere die in Gemüse und Obst enthaltenen Antioxidantien und Karotenoide schützend für das Auge aus. Bei den Vitaminen sind es vor allem die Vitamine A + C + E, Beta Karotin bzw. das Spurenelement Zink, die zumindest den Verlauf der Krankheit verlangsamen können.

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