Abwehrschwäche

Eine Abwehrschwäche ist gleichzusetzen mit einer Immunschwäche, die man am ehesten durch die Viruserkrankung HIV kennt. Hier ist die Abwehrschwäche ein typisches Symptom der Erkrankung. Allerdings gibt es zahlreiche Ursachen, die eine Abwehrschwäche hervorrufen können. Doch zunächst soll erst einmal geklärt werden, was man unter einer Abwehrschwäche versteht. Der Körper verfügt über ein System, welches eindringende Fremdorganismen wie Viren, Bakterien oder Pilze bekämpft. Genauer gesagt sind es sogar zwei Abwehrsysteme, welche zusammen den Körper vor den oben genannten Fremdorganismen schützt.

Das erste System versucht dabei die Fremdkörper zu zerstören, wobei es keinen Unterschied macht nach Erkrankung oder ob es sich dabei um einen Pilz, Bakterien oder Viren handelt. Das zweite Abwehrsystem geht jedoch sehr viel effektiver gegen Eindringlinge vor, indem sogenannte Antikörper gebildet werden. Dazu benötigt das zweite Abwehrsystem jedoch Zeit, um den Fremdkörper zu analysieren. Im Prinzip kann man sich die beiden Abwehrsysteme als einen doppelten Schutzwall vorstellen. Indem das erste System sofort und ohne Unterschiede gegen den Eindringling vorgeht, verschafft es dem zweiten Abwehrsystem die nötige Zeit um den Fremdorganismus zu analysieren und die entsprechenden Antikörper zu bilden.

Das menschliche Abwehrsystem geht sogar so weit, dass die Informationen über einen Eindringling in den Zellen gespeichert werden, sodass in Falle eines erneuten Angriffs die Antikörper sofort wieder produziert werden können.

Ursachen einer Abwehrschwäche

Abwehrschwaeche SymptomeWie bereits im vorherigen Abschnitt festgestellt, gibt es eine ganze Reihe von Ursachen für eine Abwehrschwäche. Diese muss auch nicht unbedingt durch eine ernsthafte Erkrankung ausgelöst werden. So können zum Beispiel häufige und anstrengende körperliche Belastungen zu einer Abwehrschwäche führen. Eine weitere häufige Ursache ist eine einseitige oder mangelhafte Ernährung, wie zum Beispiel Vitaminmangel. Auch Schlafmangel oder eine seelische beziehungsweise psychische Ausnahmesituation kann zu einer Schwächung der körperlichen Abwehrsysteme führen.

Neben diesen Ursachen, die sich weitgehend vermeiden lassen, gibt es jedoch eine Reihe von Auslöser für eine Abwehrschwäche, die sich mehr oder weniger nicht vermeiden lassen. In erster Linie sind dies Krankheiten, Operationen und schwerere Verletzungen. Zu den Krankheiten gehört die bereits erwähnte HIV-Infektion. Aber auch Diabetes und Leukämie sind Ursachen einer Abwehrschwäche. Als Ursache können jedoch auch diverse Therapiemethoden ausgemacht werden. So greifen beispielsweise eine Chemotherapie, Strahlentherapie oder die Therapie mit starken Medikamenten das Immunsystem an. Eine Abwehrschwäche kann jedoch auch angeboren sein.

Abwehrschwäche Symptome

Die Symptome einer Abwehrschwäche werden häufig nicht ernst genommen oder unterschätzt. Oft fallen die Symptome erst sehr viel später auf. So sind häufige Erschöpfungszustände die sowohl körperlichen oder seelischen Ursprung sein können ein Indiz für eine Abwehrschwäche sein. Sehr viel auffälliger sind Erkältungen, die häufiger auftreten als gewöhnlich.

Abwehrschwäche Diagnose

Zur Diagnose einer Abwehrschwäche wird ein mehrstufiges System angewandt. Als Erstes wird der Patient gründlich untersucht und nach seinen Lebensgewohnheiten befragt. Der nächste Schritt sind diverse Blutuntersuchungen, bei denen die Werte für Blutzucker, Eiweiß-Elektrophorese, Zink und Selen, Eisenmangel und Eiweiß-Elektrophorese getestet werden. Außerdem wird ein großes Blutbild angelegt. Sollte sich der Verdacht auf eine Abwehrschwäche erhärten, dann empfiehlt sich die Bestimmung eines Lymphozytenstatus. Dies dient dazu die Anzahl der Abwehrzellen des lymphatischen Systems und die Art genau bestimmen. Sollten hier Auffälligkeiten entstehen, wird im letzten Schritt ein Bluttest der T-Zellfunktion durchgeführt.

Therapie / Behandlung

Die Behandlung einer Abwehrschwäche richtet sich in erster Linie nach der Art der Grunderkrankung. Wenn der Auslöser einer Abwehrschwäche zum Beispiel eine Diabeteserkrankung ist, dann ist die Einstellung von Insulin die korrekte Behandlungsmethode. Wenn als Ursache für die Abwehrschwäche ein Mangel an Eisen festgestellt wird, dann wird die Behandlung durch die Gabe von Eisen in Form von Tabletten oder eine Nahrungsergänzung durchgeführt.

Außerdem kann man das Abwehrsystem durch Impfungen stärken und so die Behandlung der Abwehrschwäche unterstützen. Hier sind vor allem eine regelmäßige Grippeschutzimpfung oder die Impfung gegen Masern zu nennen. Ist die Abwehrschwäche angeboren, kann durch eine Stammzellentransplantation ein intaktes Immunsystem übertragen werden. Alternativ können Antikörperzubereitungen, die aus Fremdblut hergestellt werden den Mangel an Antikörper ausgleichen. Gleichzeitig müssen durch Medikamente die sich gegen Bakterien und Pilze richten das Immunsystem unterstützt werden. Dadurch soll verhindert werden, das Erreger die sonst keine Auswirkungen haben ein Angriffspunkt geliefert wird.

Verlauf

Wie auch schon die Behandlung der Abwehrschwäche richtet sich der Verlauf nach der Art der Grunderkrankung und kann sich deswegen grundlegend voneinander unterscheiden. Allgemein lässt sich jedoch sagen, das eine Häufung von Infekten sowie das Gefühl einer anhaltenden Schwäche typisch für den Verlauf einer Abwehrschwäche.

Abwehrschwäche vorbeugen

Um einer Abwehrschwäche vorzubeugen, kann einiges unternommen werden. Das Wichtigste ist eine gesunde Lebensweise. Dazu gehört viel Bewegung an der frischen Luft, viel Schlaf und eine ausgewogene Ernährung, die viel Vitamine enthält. Außerdem kann man das Abwehrsystem durch regelmäßige Saunagänge und kalte Duschen stärken. Auch kann ein regelmäßiges Training die Abwehrkräfte steigern. Sportliche Betätigung und Erholung bieten einen Ausgleich zu dem Stress und Anstrengungen des Alltages.

Eine weitere Möglichkeit um das Abwehrsystem zu unterstützen ist die Einnahme von Zink. Doch beginnt die Stärkung des Abwehrsystems bereits im Säuglingsalter. Mütter die Ihren Säugling stillen übertragen mit der Milch Ihre Abwehrstoffe auf den Säugling. Dadurch wird nicht nur das Abwehrsystem der Säuglinge gestärkt, sondern sie werden auch effektiv vor Krankheiten und Infektionen geschützt.

Konnten wir helfen?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
NEU: Bitte bewerte diesen Beitrag!

Einfach zitieren! Mit nur einem Klick kopieren Sie den Link zur Quelle:



Hinweis: Unsere Webseite darf auf allen Webseiten, in Hausarbeiten und in Printmedien ohne Rücksprache zitiert werden. Kopieren Sie einfach den obenstehenden Link und fügen Sie diesen auf der gewünschten Seite ein.

positiv oder negativ?

HIV Status unklar?

Es gibt keine sicheren HIV-Symptome. Nur ein klinischer HIV-Test kann Klarheit über eine Infektion oder Nicht-Infektion schaffen.

Machen Sie Schluss mit der Ungewissheit und lassen Sie sich testen.

» HIV Test
Hinweise: Unsere Webseite versteht sich als additionales Informationsangebot zu einer (fach-)ärztlichen Beratung. Sollten Sie sich nicht über Ihren Serostatus im Klaren sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf und lassen einen HIV Test durchführen. Alle Warennamen, Produkt- und Firmenbezeichnung sind mit, aber auch ohne definitive Kennzeichnung Eigentum des jeweiligen Inhabers der Rechte. Die Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt.