Zecken Schnelltest auf Borreliose

Die Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die hauptsächlich durch Zecken übertragen wird. Im Gegensatz zur ebenfalls durch Zecken übertragenen FSME gibt es gegen die Borreliose keinen wirksamen Impfschutz, obwohl die Infektionsrate bei der letztgenannten Krankheit weitaus höher ist. Jedes Jahr sind in Deutschland etwa 50 000 bis 100 000 von einer Borreliose-Infektion betroffen.

An FSME erkranken lediglich rund 100 bis 500 Menschen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt, dann sind die Heilungschancen verhältnismäßig gut. In der Frühphase ist eine Behandlung mit Antibiotika in der Regel noch erfolgreich. Die Spätfolgen einer lange Zeit unentdeckten Borreliose sind hingegen oft sehr kritisch. Die Borrelien schädigen unter Umständen den Herzmuskel oder das Nervensystem und verursachen starke Gelenkbeschwerden.

Die typischen Symptome machen sich nicht selten erst Jahre oder Monate nach dem Zeckenbiss bemerkbar, weil die Erreger lange Zeit im Körper schlummern. Wird die Gefahr zu spät erkannt, dann kommt es zu chronischen Leiden, die ein Leben lang behandelt werden müssen. Deshalb ist es wichtig, das Risiko so früh wie möglich zu erkennen und einzudämmen. In Deutschland ist fast jede dritte bis fünfte Zecke mit Borrelien infiziert und somit ein potenzieller Überträger der Krankheit. Der Schnelltest gibt Aufschluss darüber, ob das betreffende Tier als Infektionsüberträger infrage kommt oder nicht. Ein positives Testergebnis sollte Anlass genug sein, um Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten.

Tipps für das Entfernen der Zecke

Um das Risiko für eine Borreliose zu minimieren, ist auch das richtige Entfernen der Zecke wichtig. Es ist demnach vollkommen verkehrt, das Tier durch das Beträufeln mit Klebstoff oder Öl zum Loslassen zu bewegen. Die Zecke fühlt sich durch diese unsachgemäße Behandlung unwohl und reagiert mit einer erhöhten Speichelabsonderung, was wiederum unter Umständen eine vermehrte Ausschüttung der Erreger verursacht.

Aus dem gleichen Grund sollte man auch das unnötige Quetschen der Zecke unbedingt vermeiden. Beim Quetschen kann es passieren, dass mit der Körperflüssigkeit die Erreger erst recht mit Gewalt in die Einstichstelle gepresst werden. Die bloßen Finger sollte man ohnehin nicht zum Entfernen der Blutsauger verwenden. Sehr viel sinnvoller ist der Einsatz einer Pinzette oder einer Zeckenzange. Hierbei ist darauf zu achten, die Zecke möglichst hautnah zu greifen und anschließend behutsam nach oben herauszuziehen.

Das Desinfizieren und Säubern der Einstichstelle ist ebenso ratsam. Konnte die Zecke nicht komplett entfernt werden und befinden sich noch der Kopf, die Beißwerkzeuge oder sonstige Teile in der Haut, dann muss der Arzt die Reste komplett entfernen. Wichtig ist, die Zecke danach nicht achtlos wegzuwerfen, sondern einen Heimtest durchzuführen, um eine Borreliose rechtzeitig zu erkennen.

So funktioniert der Zecken Heimtest

Grundlage des Heimtests ist der so genannte immunologische „Sandwich assay“. Diesbezüglich erfolgt eine Detektion der Oberflächerproteine, die für die Borrelien charakteristisch sind. Auf dem Teststreifen befinden sich getrocknete Farbstoffe sowie Borrelien-Antikörper. Sind Erreger vorhanden, dann erfolgt ein entsprechendes Testsignal. Das Aufbringen der Borrelien-Oberflächenproteine geschieht mit Hilfe einer Pipette und den dazugehörigen Extraktionsreagenzien. Die Oberflächenproteine reagieren mit den Farbstoffen und mit den Antikörpern. Kapillarkräfte sorgen dafür, dass die Testflüssigkeit auf der Membran verteilt und sich so an die Testlinie bindet, dass diese rot anläuft.

Mit einer über 95-prozentigen Sicherheit ist der Zecken Heimtest dazu in der Lage, eine Borrelieninfektion nachzuweisen. Am besten ist es natürlich, wenn der Schnelltest sofort zur Hand ist und auf der Stelle zur Anwendung kommen kann. Ansonsten wäre es möglich, die Zecke einzufrieren und erst dann zu überprüfen, wenn der Test vorhanden ist. In diesem Fall sollte das Tier vor dem Testen rund zehn Minuten aufgetaut werden. Ist die Zecke bereits angetrocknet, dann muss sie rund fünf bis zehn Minuten in einer speziellen Pufferlösung liegen und aufweichen.

Dem Testset ist ein Röhrchen beigefügt, in das man die Zecke hineingibt. Anschließend zerkleinert man sie mit einem Plastikstab. Das Proberöhrchen wird geschlossen und so lange geschüttelt, bis sich die im Rohr befindliche Flüssigkeit mit der zerstampften Zecke braun verfärbt. Mit einer Pipette entnimmt man die Flüssigkeit und gibt davon fünf Tropfen in die Testkassette, die unbedingt waagerecht liegen sollte. Nach wenigen Minuten erscheint im Kontrollfeld eine rote Linie. Das Erscheinen dieser Linie ist sehr wichtig, weil der Test ansonsten nicht gewertet werden kann. Die Kontrolllinie zeigt an, dass eine passende Menge des Probengemischs aufgetragen und der Test korrekt angewandt wurde. Das Endergebnis liegt nach etwa zehn Minuten vor. Ist keine rote Linie in der Testregion sichtbar, sondern nur eine einzige im Kontrollfeld, dann war die Zecke nicht mit Borrelien infiziert. Bei einer Infektion erscheinen demnach zwei rote Linien.

Wann ist ein Zecken Schnelltest zuhause sinnvoll?

Der Heimtest ist immer dann sinnvoll, wenn ein Zeckenbiss bemerkt wurde. Denn dann ist die Gefahr verhältnismäßig hoch, sich mit Borreliose zu infizieren. Betroffen sind in der heutigen Zeit nicht mehr nur Waldarbeiter, Förster, Jäger, Bauern und Gärtner, sondern vor allem Menschen, die sich in ihrer Freizeit viel im Wald, im Freibad und im Garten aufhalten. Die Zecken, zumeist handelt es sich in unseren Breitengraden um Holzböcke, lauern vor allem im hohen Gras und im niedrigen Gebüsch auf ihre Opfer.

Die Zecken krabbeln eine gewisse Zeit umher, bis sie eine geeignete Einstichstelle gefunden haben. Die Tiere bevorzugen dünne, gut durchblutete Hautstellen. Man findet sie besonders häufig in den Kniekehlen, am Hals, hinter den Ohren, unter den Achseln und in der Genitalgegend. Lange Kleidung hält die Zecken daher nur bedingt von ihrer Blutmahlzeit ab, weil sie unter Hosenbeine kriechen und umherwandern. Es ist deshalb wichtig, den Körper am Abend vor dem Schlafengehen gründlich zu untersuchen und gegebenenfalls die Zecke zu entfernen und einen Schnelltest durchzuführen. Der Zecken-Schnelltest eignet sich sowohl für Menschen als auch für Tiere. Denn auch Hunde, Pferde und andere Lebewesen können an der Borreliose erkranken.

Wurde die Zecke positiv getestet, dann kann es möglicherweise bereits zu einer Übertragung der Bakterien gekommen sein. Je früher die Zecke entfernt wurde, desto besser stehen die Chancen, dennoch borrelienfrei zu sein. Denn die Bakterien halten sich bevorzugt im Mitteldarm der Parasiten auf und gelangen daher nur nach und nach in den menschlichen Organismus. Vorsicht ist aber dennoch angebracht, auch wenn sich die Zecke nur wenige Stunden festgebissen hat.

Es ist immer von Vorteil, einen Arzt um Rat zu fragen und die Einstichstelle über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten. Bildet sich eine so genannte Wanderröte, dann muss sofort mit der Antibiotika-Therapie begonnen werden. Eine einmal überstandene Borreliose schützt nicht vor einer Neuansteckung, da eine durchgemachte Infektion keine Immunität bewirkt. Es ist deshalb möglich, sich mehrere Male im Leben mit Borreliose anzustecken. Die Bakterien werden nicht von Mensch zu Mensch, sondern fast ausschließlich von Zecken übertragen.

Die Möglichkeiten der Zukunft

In einem späten Stadium lässt sich die Borreliose oft nur schwer behandeln, so dass die Betroffenen für den Rest ihres Lebens mit den Symptomen der Krankheit zu kämpfen haben. In einem frühen Stadium, insofern die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, stehen die Chancen hingegen sehr gut, den Erreger mit Hilfe einer Antibiotika-Therapie in den Griff zu bekommen. Wissenschaftler aus Zürich testen zurzeit ein Spezialgel mit antibiotischen Inhaltsstoffen.

Dieses soll dazu dienen, die Borrelien frühzeitig abzutöten und somit den Ausbruch der Krankheit effektiv zu verhindern. Borrelien haben die Eigenschaft, sich über einen bestimmten Zeitraum hinweg an der Einstichstelle zu vermehren, ehe sie ihre negative Wirkung entfalten und auf den Organismus übergehen. Das Gel wird direkt an der Einstichstelle aufgetragen und zieht von dort in das Gewebe ein, um die Borrelien an ihrer Vermehrung zu hindern und unschädlich zu machen.

Die mehrwöchige Einnahme von Antibiotika kann somit in Zukunft vielleicht vermieden werden. Denn das Gel wird nur drei Tage aufgetragen und entfaltet die gleiche positive Wirkung wie die wochenlange, orale Einnahme des Antibiotikums. Der Schnelltest kann dazu beitragen, eine mögliche Borrelien-Infektion sofort zu erkennen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Sollte sich der Einsatz des Gels bewähren, wäre im Fall eines positiven Testergebnisses dem Betroffenen schnell geholfen. Die Spätfolgen, zum Beispiel neurologische Schäden und Gelenkbeschwerden wären somit hinfällig. Aller Voraussicht nach kommt das Gel 2014 auf den Markt.

Vorteile des Zecken Selbsttests

Der Zecken Selbsttest hat eigentlich nur Vorteile, denn mit seiner Hilfe kann man bequem von zu Hause aus schnell und präzise feststellen, ob der Zeckenbiss ein Infektionsrisiko barg oder nicht. Der Zeckentest lässt sich auf Grund seiner handlichen Größe auch gut im Urlaubsgepäck verstauen und leistet beispielsweise bei einer Wanderung durch Wiesen und Wälder gute Dienste. Der Besuch des Arztes und das zermürbende Warten auf die Testergebnisse aus dem Labor entfallen. Außerdem ist ein Testen auch an den Wochenenden und Feiertagen problemlos möglich. Wurde die Zecke positiv getestet, dann kann die Antibiotika-Therapie sofort und ohne eine unnötige Verzögerung beginnen. Die Heilungschancen sind dementsprechend gut, weil die Therapie so früh wie möglich eingeleitet wurde.

Die Gefahr, sich durch einen Zeckenbiss mit Borreliose zu infizieren ist relativ hoch, denn die kleinen Blutsauger lauern fast überall in Wäldern, Wiesen, Gebüschen, Hecken und auch im Garten und auf der Liegewiese im Schwimmbad. Kurzum, vor einer potenziellen Borreliose ist kaum jemand gefeit. Um auf Nummer Sicher zu gehen, wird der Zecken Schnelltest empfohlen. Der Zecken Heimtest erspart dem Patienten viel Zeit und Sorgen. Schließlich liegt das Testergebnis schon nach rund zehn Minuten vor. Der Zeckenheimtest lässt sich rund eineinhalb Jahre lagern und gehört an und für sich in jeden Erste-Hilfe-Koffer und in jede Hausapotheke.

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