Troponin Schnelltest

Wenn Schmerzen im Oberkörper, in der linken Brust, in Schultern und Armen oder im Oberbauch und dem Unterkiefer auftreten, baut sich Unsicherheit und Panik auf. Oft kommen noch Atemnot, Übelkeit und Schweißausbrüche hinzu. Der Gedanke an einen Herzinfarkt liegt nahe. Es ist dann unbedingt erforderlich, den Notarzt zu rufen. Aber die Erfahrung zeigt, dass viele Betroffene dennoch wanken, ob dies nicht eine übertriebene Reaktion wäre. Schließlich treten derartige herzinfarktähnliche Symptome häufig auch bei psychischem Stress, Panikattacken, Magengeschwüren, Lungenembolien oder bei vermehrter Kohlensäure im Magen auf. Der Notarzt wurde nicht geholt, die Schmerzen gehen vorbei, der Körper beruhigt sich. Offensichtlich ist man diesmal glimpflich davon gekommen. Aber die Sorgen bleiben. War es vielleicht doch ein Herzinfarkt? Dann könnte der nächste Vorfall möglicherweise tödlich endlich.

Troponin als Herzinfarktbiomarker

Man kann auch Stunden später das Vorliegen einen Infarktes anhand des Troponin-Nachweises in der Selbstanwendung zuhause sicher abklären. Troponin ist ein Enzym, das als medizinischer Indikator einen kürzlich zurückliegenden Herzinfarkt anzeigt, da er sich ausschließlich in den Herzmuskelzellen befindet. Er unterteilt sich in die Typen C, T sowie I. Der Teil C bindet sich mit Calcium, T mit Tropomypsin und I mit Actin. Sterben die Zellen des Herzmuskels ab oder werden sie beschädigt, gelangt dieses Troponin in das Blut. Der Nachweis einer erhöhten Troponinkonzentration ist dann ein eindeutiges Anzeichen für das Vorliegen eines Herzinfarktes oder eines Herzmuskelschadens.

Ob die Konzentration von Troponin I oder Troponin T gemessen wird, hängt von dem jeweiligen Test ab und weist entsprechende Vor- oder Nachteile auf. Der Gehalt dieses Biomarkers ist ein schneller, zuverlässiger und genauer Wert, um einen zurückliegenden Herzinfarkt nachzuweisen.

Zielgruppen des Troponin-Herzinfarktselbsttests

Bei akuten Beschwerden und Verdacht auf einen Herzinfarkt ist die Krankenhauseinweisung absolut erforderlich, zumal der Selbsttest erst frühestens drei Stunden nach einem vermuteten Herzinfarkt eine erhöhte Troponinblutkonzentration messen kann. Im Hospital wird anhand mehrerer professioneller Untersuchungsmethoden, wie EKG und Blutuntersuchungen, das Vorliegen oder Nichtvorliegen eines Herzinfarktes oder einer anderen Krankheit mit ähnlichen Symptomen sicher diagnostiziert. Entsprechend schnell können dann lebens- und zellenrettende Maßnahmen eingeleitet werden. Der Schnelltest für die Selbstanwendung des Betroffenen wird in unsicheren und unspezifischen Fällen empfohlen.

Risikogruppenpatienten sollten diesen Test bei sich führen. Hierzu gehören Personen, bei denen bereits Erkrankungen des Herzens oder des Gefäßsystems vorliegen. Weiterhin zählen auch diejenigen dazu, die älter als 40 Jahre sind und viel Stress und einem hohen Arbeitsanfall ausgesetzt sind oder wenig Bewegung haben. Aber auch rauchende oder übergewichtige Personen umfasst die Herzinfarktrisikogruppe. Zudem kann dieser Test im Beschwerdefall während eines Urlaubs wertvolle Hilfe leisten. Wenn bei diesen Leuten Schmerzen im Oberkörper, den Armen oder im Kopf sowie Erschöpfung, Angst, Übelkeit und Schweißausbrüche auftreten, wird geraten, diesen Selbsttest als Vorsichtsmaßnahme zu nutzen. Diesen Troponin-Herzinfarktschnelltest kann man in deutschen oder schweizerischen Apotheken kaufen.

Beachtung des Messzeitpunktes

Oft wird mit einem Herzinfarkt-Schnellerkennungstest der Troponin I-Wert im Blut gemessen, manchmal jedoch auch die Troponin T-Konzentration. Jeder der Messverfahren hat Vor- und Nachteile. Um eine höchstmögliche Sicherheit des Testergebnisses zu gewährleisten, sind die aussagekräftigen Messzeiten einzuhalten, die bei Troponin I und Troponin T unterschiedlich sind. Die Messung sollte in jedem Falle erst frühestens drei bis vier Stunden nach einem möglichen Herzinfarkt vorgenommen werden. Sowohl die Konzentration von Troponin I als auch die von Troponin T steigt erst drei Stunden nach dem Herzinfarkt an. Es ist zu beachten, dass der maximale Anstieg von Troponin T erst nach vier Tagen erreicht ist, bei Troponin I schon nach 24 Stunden. Die Blutkonzentration von Troponin I ist nach fünf bis zehn Tagen normalisiert, die von Troponin T erst nach fünf bis vierzehn Tagen. Entsprechend länger können daher zurückliegende Herzinfarkte mit Troponin T nachgewiesen werden.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass der Gehalt von Troponin T im Blut auch durch bestimmte andere Krankheiten erhöht sein kann, wie Niereninsuffizienz, chronische Muskelerkrankungen sowie bei extremen Belastungen der Skelettmuskulatur. Andererseits ist es durch Messung der Troponin T-Konzentration möglich, die Schwere der Herzerkrankung oder des Herzinfarktes festzustellen. Bei Troponin I hingegen gilt der Konzentrationsanstieg als 99-prozentiger Beweis für die Diagnose Herzinfarkt.

Durchführung des Herzinfarkt-Heimtests

Die Packung des Troponin-Schnellerkennungstests erhält alle notwendigen Teile, um ihn von einer medizinisch nicht vorgebildeten Person durchführen zu können. Die Vorgehensweise ist ausführlich beschrieben. Demnach werden Bluttropfen aus dem Finger in das dafür vorgesehene Feld der Testkassette aufgetragen. Die entsprechende Stichlanzette liegt der Packung bei. Es dauert nur zehn bis zwanzig Minuten, bis nach einer chemischen Reaktion in der Testkassette angezeigt wird, ob eine erhöhte Troponin-Konzentration im Blut vorliegt und somit ein Herzinfarkt stattgefunden hat. Der Troponin-Schnelltest liefert zuverlässige Ergebnisse.

Testwiederholung bei unauffälligem Befund

Sollte der Troponin-Test unauffällig verlaufen, ist es ratsam, diesen Test zur Sicherheit nochmals nach sechs bis zwölf Stunden zu wiederholen. Nach dem Infarkt wird dieses Enzym erst langsam freigesetzt. Daher ist der Nachweis oft erst später möglich. Ist das Testergebnis erneut unauffällig, kann ein akuter Herzinfarkt ausgeschlossen werden. Weist das Testergebnis auf einen zurückliegenden Herzinfarkt hin, ist eine sofortige Krankenhauseinweisung erforderlich.

Fazit

Bei Beachtung der empfohlenen Messzeiten liefert der Troponin-Heimtest sichere sowie zuverlässige Aussagen darüber, ob ein Herzinfarkt oder eine Herzmuskelzellenschädigung stattgefunden hat. Dies kann Risikopatienten mit entsprechenden Vorerkrankungen Sicherheit und Beruhigung geben. Ziel des Selbsttests ist, dass der Betroffene bei einem auffälligen Ergebnis einen Arzt aufsucht. Gerade weil viele Patienten ohne Heimtest nicht so handeln würden, kann der Test somit aktiv dabei helfen, Leben zu retten. Der Troponin-Herzinfarktest ist eine erhebliche wissenschaftliche Errungenschaft und wird auch von Krankenhäusern als anerkannte Untersuchungsmethode eingesetzt.

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