Milbentest

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Milben, insbesondere die Gattung der Hausstaubmilben, finden sich nahezu in jedem Haushalt. Mit bloßem Auge sind sie nicht zu erkennen, da sie mikroskopisch kleine Lebewesen sind. Die Milben ernähren sich vorwiegend von Hautschuppen; ihre bevorzugten Aufenthaltsorte sind feuchtwarme Textilien, so dass sie sich größtenteils im Schlafzimmer, also in Matratzen, Kopfkissen und Bettdecken aufhalten. Da Haustaubmilben im Gegensatz zu manch anderen Parasiten die Möglichkeit haben, sich selbständig fortzubewegen, sind auch andere Bereiche der Wohnung nicht vor Ihnen sicher.

Man findet die Hausstaubmilben demzufolge auch in Teppichen, Polstermöbeln sowie Gardinen und Vorhängen, aber auch in der Kleidung, in Wolldecken und in den Stofftieren der Kinder. In den meisten Fällen bemerkt man das Vorkommen von Hausstaubmilben nicht. Einige Personen reagieren jedoch allergisch. Die allergischen Reaktionen reichen je nach Schweregrad der Allergie von Niesanfällen mit laufender Nase über Husten und Augentränen bis hin zu Atemnot und Asthmaanfällen. Auch Hautreaktionen wie Juckreiz, Ausschläge und Ekzeme sind beobachtet worden. Die Beschwerden treten vor allem in Situationen auf, in denen Staub und Partikel aufgewirbelt werden, wie zum Beispiel beim Bettenmachen oder bei körperlicher Nähe zu den Allergenen im Bett oder auf dem Sofa. Nicht die Milben selbst sind stellen den Auslöser einer Allergie dar, sondern ihr Kot.

Allergiker reagieren auf bestimmte Eiweiße im Milbenkot. Diese Bestandteile lassen sich mittels eines Milbentests, der schnell und einfach im eigenen Haushalt durchgeführt werden kann, nachweisen, so dass bei einem erhöhten Milbenbefall der Wohnung dieser schnellstmöglich erkannt und bekämpft werden kann. Ein Milbentest ermittelt hier zuverlässig und genau die Höhe der Milbenkonzentration und zeigt an, in welchen Bereichen der Wohnung die Hausstaubmilben am zahlreichsten vorkommen. Einige Milbentests können sogar zwischen den beiden am häufigsten auftretenden Arten, Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae, unterscheiden.

Funktionsweise des Milbentests

Ein handelsüblicher Milbentest für zu Hause enthält an Inhaltsstoffen Kaliumhydroxid, Methanol und Wasser. Das Teststäbchen ist mit so genannten aromatischen Diazinoniumsalzen beschichtet, die später bei Kontakt mit der Entwicklerflüssigkeit für die Einfärbung des Teststäbchens sorgen. Die Entwicklerflüssigkeit besteht aus Kaliumhydroxid, Methanol und Wasser. Solange die Testflüssigkeit nicht eingeatmet oder verschluckt wird, ist die Anwendung eines Heim-Milbentests absolut ungefährlich. Bei der Anwendung des Testes löst das Kaliumhydroxid in der Entwicklerflüssigkeit Guanin aus dem Milbenkot heraus. Bei Kontakt des Teststäbchens mit der Entwicklerflüssigkeit reagiert das Guanin mit den Diazoniumsalzen und bildet einen rötlichen Farbstoff, der auf dem Teststäbchen sichtbar wird. Die Stärke der Färbung ergibt sich aus der Menge an vorhandenem Milbenkot. Je mehr Milbenkot beim Testen auf das Teststäbchen gelangt, desto stärker färbt sich dieses ein.

Guanin ist ein Produkt aus dem Stickstoff-Stoffwechsel der Milben, das zusammen mit dem Kot ausgeschieden wird. Die Konzentration der wirksamen Allergene P1 und Der 1 im Milbenkot steigt proportional mit der des Guanins. Je mehr Guanin also mit dem Test nachgewiesen wird, desto höher sind die Milbenpopulation und somit auch die vorhandenen Allergene. Die Zusammensetzung von Guanin unterscheidet sich von Milbenart zu Milbenart geringfügig; so können einige Tests anzeigen, welcher Milbenart der Befall zuzuordnen ist.

Milbentest Anwendung

Die Anwendung eines Heim-Milbentests ist einfach in der Handhabung und kann von jedem ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden. Je nach Hersteller ist die Vorgehensweise unterschiedlich, die Ergebnisse jedoch absolut vergleichbar. Bei einigen Tests bringt man das Teststäbchen direkt zu den vermuteten befallen Stellen. Mit leichtem Druck wird mit dem Stäbchen für eine Zeitspanne von circa 60 Sekunden mit leichtem Druck über die gewünschte Stelle gewischt. Anschließend legt man das Teststäbchen auf eine ebene Fläche und tropft etwas Entwicklerflüssigkeit hinauf. Nach einer Wartezeit von etwa 5 Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden.

Bei anderen Tests wird der Testgegenstand mit einem Staubsauger gründlich für mindestens fünf Minuten abgesaugt. Es sollte hierbei ein neuer Staubsaugerbeutel eingelegt werden, um das Testergebnis nicht zu verfälschen. Nun entnimmt man mit einem dem Test beiliegenden Dosierlöffel eine Probe des aufgesaugten Staubs und vermischt diesen mit einer bestimmten Menge der Entwicklerflüssigkeit. Anschließend wird das Teststäbchen kurz in die Flüssigkeit getaucht, zur Seite gelegt und nach einigen Minuten abgelesen. Jeder Test enthält eine Farbskala, mit der das nun eingefärbte Teststäbchen verglichen werden kann. Eine nur zarte Einfärbung weist auf einen geringen Milbenbefall hin, ein starkes Vorhandensein von Guanin – und damit auch Allergenen – lässt einen hohen Milbenbefall vermuten. Ein Milbentest weist schon geringe Milbenbefälle nach. Bereits ab 2 Mikrogramm Guanin pro Gramm Staub schlägt der Test an. Dieser Mindestwert wird als Grenzwert verstanden, ab dem man von einer erhöhten Milbenbelastung spricht.

Einsatzmöglichkeiten von Milbentests für zuhause

Es wird für Allergiker allgemein empfohlen, besonders den Schlafraum auf Milben zu testen. Als Testgegenstände bieten sich dort vor allem das Bett an, aber auch vorhandene Teppiche. Auch die Kleidung im Kleiderschrank kann, vorzugsweise am Kragen oder Halsausschnitt, getestet werden. Bei Kindern ist es wichtig, auch die geliebten Kuscheltiere dem Test zu unterziehen. Allgemein können jegliche textile Gegenstände auf Milben getestet werden, also können Gardinen und Vorhänge ebenso wie Teppiche und Teppichböden einbezogen werden.

Vorteile eines Milben Schnelltests

Die zahlreichen Vorteile eines zu Hause durchführbaren Milbentests liegen auf der Hand. Früher waren hochpreisige Laboruntersuchungen notwendig, um einen Milbenbefall nachweisen zu können. Auf das Testergebnis musste mindestens einige Tage gewartet werden. Ein Heim-Milbentest dagegen ist kostengünstig in der Anschaffung; alle benötigten Bestandteile, Teststäbchen und Entwicklerflüssigkeit, sind in der Testverpackung bereits enthalten; es kann sofort mit dem Test begonnen werden.

Die langwierige Wartezeit entfällt: der Test nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und man hat sofort Gewissheit über einen vorliegenden Milbenbefall. Zudem arbeiten die Milbentests präzise und hochempfindlich; ein genaues Ergebnis wird garantiert. Die verwendete Flüssigkeit ist absolut ungiftig. Die Handhabung eines Heim-Milbentests ist denkbar einfach, die Anweisungen sind klar verständlich und es ist für jeden ein leichtes, den Test fehlerfrei und gründlich durchzuführen. Auch kann der Test schnell wiederholt werden, wenn nach einer erfolgten Milbenbekämpfung überprüft werden soll, ob diese erfolgreich verlaufen ist.

Fazit

Die zu Hause anwendbaren Milbentests sind absolut empfehlenswert. Kostengünstig in der Anschaffung und präzise durchführbar, erlauben sie eine genaue Bestimmung des Milbenbefalls. Die schnelle und zuverlässige Handhabung ohne lange Wartezeiten auf das Ergebnis zeigt das Belastungsrisiko sofort an, so dass Maßnahmen zur Milbenbekämpfung zügig ergriffen werden können. Die Belastung für Allergiker kann durch die schnelle Handlungsweise zeitnah verringert werden und erspart längeres Leiden.

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