Wirklich alles so easy?

Dieses Thema im Forum "Leben mit HIV" wurde erstellt von Mario34, 1. Juli 2015.

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  1. Mario34

    Mario34 Neues Mitglied

    Hier mal meine Geschichte!

    Seit 11 Jahren nun bin ich schon mit meiner Frau zusammen. 7Jahr teilen wir Bett und Tisch, 6 Jahre sind wir nun schon verheiratet unser Sohn ist 4.
    Mein letzter Arztbesuch war im Dezember 2009. Somit war ich seit guten 4 Jahren noch gross krank höchstens mal eine Erkältung aber nix schlimmes. Januar 2015 hatte ich ne Wurzelbehandlung an einem Zahn der mir schon seit Jahren Probleme bereitet. War auch dan wieder alles prima. Bis ich Ende Februar starke schmerzen in der linken Schulter bekam die sich dan auch in den Nacken und unteren Rücken ausbreiteten. Darauf hin bekam ich vom Zahnarzt eine Schmerztherapie beim Physiologen verschrieben weil man davon ausging das der Schmerz von der Wurzelbehandlung ausging. Nach der 3 Behandlung im märz fragte mein physiotherapeut. Wie es mir den so geht nach den Anwendungen ich sagte dann nur außer das ich nachts so sehr schwitze alles OK. Worauf er meinte das das aber nicht von der schulter kommt und ich doch mal zum Hausarzt gehen sollte. 27.März hatte ich den Termin als ich sagte das mir die linke Schulter ab und an Probleme macht wurde gleich ein EKG gemacht und auch Blut abgenommen. Am 30. März sollte ich wieder in die Praxis kommen da hätte man dann auch die Werte. Wurde an diesem Montag direkt ins behandlungszimmer gebeten, er sagte nur es stimmt was mit dem Herz nicht. Ich sollte sofort in die Klinik fahren. Wieder zuhause packte ich meine 7 Sachen und fuhr mit meiner Frau sofort los. In der Klinik wieder das gleich EKG Blutabnahme, Aufnahme Untersuchung usw.. Nächster Tag begannen di Untersuchungen Herz Ultraschall, Bauchraum ultraschall, Ultraschall am Hals. Alles OK bis auf ein vergrößerter Lymphknoten an der Leber. Auf die Frage was das den sein könnte zählte mir der Assistenzarzt eine Reihe von Krankheiten auf von einfacher
    Grippe bis zu für mich schlimme Erkrankungen wie Heptitis, Krebs undHIV.
    1.April nach dem man nichts finden konnte entlässt man mich in das Osterwochenende 2015 mit der diagnoste blutkrebs. Es war das schlimmst Ostern über haupt. Am Gründonnerstag war ich nochmal beim Hausarzt dermmir für das wie Beruhigungsmittel verschrieben hat. Und einen Termin
    Für Dienstag nach ostern. Dienstag 7.4. Mit meinen Hausarzt und meiner Frau besprechen wir das ich am nächsten Tag nochmal zum blutabnehmen kommen soll und wir alles testen was möglich ist auch HIV nach dem meine Frau meinte auch wenn wir den test selber bezahlen müssen aber wir können es dann sicher ausschließen dachten wir. Donnerstag 9.4. Der schlimmste Tag in meinem leben nach dem wir über eine Stunde warten mussten erhielt ich das für mich schlimmste Ergebnisse über haupt HIV+ ein
    Echter Schock. Unser Hausarzt hat dan gleich meine Frau blutabgenommen um sie zu testen. Freitag 10.4. Hatte ich einen Termin in der Klinik um weiter Tests in Richtung blutkrebs zu machen. 13.4. Montag zweiterHIV test zu Bestätigung. Dienstag 14.4. Meine Frau ihr test ist negativ mein zweiter wieder positiv. Im Beisein von mir und meiner Frau vereinbart unser Hausarzt einen Termin in der uni Klinik wü für den 20.4.. Montag 20.4. Wie ich mich auf dem Tag gefreut habe englisch behandelt zu werden. Aber erst wieder Blutabnahme Untersuchung Beratung und Rezept für ein antibiotikum. Nächster Termin 8.5. Warum nur so lange wrten ? Nachster Tag 21.4. Anruf meiner Ärztin ich soll das Antibiotikum nehmen und nächsten Montag wieder kommen. Warum das den jetzt? Montag 27.4. Beginn der Therapie mit tipicay und truvta weiterhin das antipiotika. Aber warum jetzt auf einmal so schnell alles aber gut ich wollte es ja so haben.nächster Termin 22.5.2015 blutabnahmen Untersuchung alles bestens. Doch nach ragen hatte ich nicht sollen warum testen ob die Helfer Zellen über 200 liegen warum ist das wichtig und wieviele hatte ich denn und was hat ein gesunder. Nur 61 Helfer Zellen oh das ist wenig aber es wird alles gut so die Ärztin sie hatten und haben keine Erkrankungen sie haben die gleich Lebenserwartung wie ein gesunder. OK das beruhigt. Kopfzerbrechen
     
  2. Mario34

    Mario34 Neues Mitglied

    So ging es weiter! Testergebniss von 22.5.2015. Helfer Zellen bei 203 prozentualer Anteil 21%das hört sich doch gut an. Dan wiederverunsicherung müsste allerdings erst durch einen zweiten Test bestätigt werden. OK aber die anzeigen sind schon gut das es aufwerts geht. Stimmt medizinisch vielleicht doch psychisch bin ich an Ende. Angst, Unsicherheit, bestimmen jetzt das leben jeder kleinste Fleck auf der Haut wird riesen groß. 22.6.2015 wieder ein Montag Blutabnahme, Untersuchung, alles OK die Blutwerte kommen erst am Dienstag. 23.6.2015 bin so gespannt was die neuen wert sagen. Mist Helfer Zellen bei 186 Prozentual aber gestiegen. Das heißt weiter Antibiotika mit seinen Nebenwirkungen. Nächster Termin am 7.8. Mit Bestimmung der VL das erste mal dann nach der diagnos. ich hoffe nur das sich da schon ordentlich was getan hat.
    Seit 2.7.2015 versuche ich jetzt mit dem Psychologen der AIDS Beratung meine psyche in den griff zu bekommen.

    Aber ist wirklich alles so easy, wie alle tun? Wie sind ure erfahrungen.?
     
  3. [User gel

    [User gel Poweruser

    Meine Erfahrung ist, das die meisten Positiven Menschen gesünder und bewusster Leben als manch ein Negativer. Du erinnerst dich stehts an der Zerbrechlichkeit des Lebens und kannst besser dagegen angehen. Du wirst das Leben noch mehr Wertschätzen.
    Und auch ein Negativer Mensch kann mit einer Wahrscheinlichkeit von 1% jederzeit vom Bus überrollt werden!
    Du wirst eher auf die Warnsingnale deines Körpers hören.
    Der Negative würde den Fleck auf der Haut eher unterschätzen und es vielleicht als Muttermal abtun, da bist du im Vorteil. Du wirst deine Warnsignale viel Ernster nehmen.
     
  4. tsunami_xe

    tsunami_xe Neues Mitglied

    Meine Erfahrung alsHIV+...
    Die erste Zeit bist du geschockt, verärgert und verletzt.
    Ich habe knapp 3 Jahre ohne Medi´s ausgehalten, dann waren meine Werte am abschmieren und mir wurde eine Therapie nahegelegt.
    Nach einiger Zeit ging es Wertetechnisch aufwärts und meine Angst wich nach und nach.
    Mittlerweile lebe ich 9 1/2 Jahre mit HIV und ich lebe nicht viel anders als zuvor, abgesehen von den regelmässigen 6 monatigen SPA Besuchen.
     
  5. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Hallo Mario,

    ich habe – warum eigentlich? – erst gerade Deinen Thread entdeckt. Du beschreibst sehr eindrücklich, was eigentlich jeder, der diese Diagnose erhält, durchmacht. Wobei: jede Diagnose einer unheilbaren Krankheit ist ein – wie man so schön sagt – »Schlag ins Kontor«. Viele Fragen türmen sich auf, deren Antworten man erst einmal verdauen muss, wenn man sie denn überhaupt bekommt ... Fragen, mit denen man sich früher nicht befasst hat.

    Eines kann ich Dir vorweg sagen: »easy« ist eineHIV-Infektion nicht, dafür sorgt schon die Psyche. Aber aus medizinischer Sicht sind wir heute in der glücklichen Situation, dass sich HIV zu einer wenigstens behandelbaren Krankheit gewandelt hat. Es ist jetzt 19 Jahre her, dass die antiretrovirale Therapie eingeführt wurde ... und mit der Einführung haben die Todesfälle rapide abgenommen, wie auch der Wechsel vom Status »HIV« zum »Vollbild AIDS« heute so gut wie nicht mehr stattfindet.

    Das heißt nicht, dass die Krankheit besiegt worden ist, aber Deine Ärztin sagt die Wahrheit. Mittlerweile sind Lebensqualität und -erwartung mit und ohne HIV in etwa identisch. Dazu gehört aber, dass man sich regelmäßig checken lässt (ich mache das, wie die meisten Infizierten, alle 3 Monate) und auch und besonders, dass die Tabletteneinnahme regelmäßig erfolgt.

    Ich bin 1994 glech beim ersten Test positiv getestet worden, habe mich aller Wahrscheinlichkeit nach 1992 infiziert und bin seit 2001 unter Therapie. Ich bin –lt. Aussage meines Arztes – völlig gesund, auch wenn meine Helferzellen nicht groß steigen. Das Wesentliche an der Therapie ist, dass die Viruslast unter die Nachweisgrenze rutscht.

    Du siehst also, dass man auch lange mit der Infektion leben kann (bei mir sind es jetzt nach obiger Rechnung 23 Jahre), und alles in Ordnung ist.
     
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