Verunsichert hoch 12

Dieses Thema im Forum "Infektion" wurde erstellt von tobi86, 8. September 2018.

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  1. tobi86

    tobi86 Neues Mitglied

    Hallo, nachdem ich schon div.HIV Hilfeseiten und Foren durchforstet habe möchte ich kurz meine Situation und meine Angst vorstellen. Hatte vor ca. 6 Tagen (Sonntag) geschützten Sex mit einer Prostituierten in Prag. Im Zuge des Vorspiels habe ich Sie Oral befriedigt ohne Schutz. Das ich dabei Blut aufgenommen habe, bzw Sie Ihre Tage hatte war nicht ersichtlich, weder bei der oralen Befriedigung noch während des eigentlichen Sex. 1-2 Tage später schlug ich mich mit Husten herum. Mitlerweile habe ich Halzschmerzen, Nachtschweiß, kein Fieber, halt typische grippale Symptome. Ich habe gelesen, dass eine Ansteckung auch ohne Symptome durchlaufen werden kann, aber auch das es typische Symptome gibt. Desweiteren ist der Zeitraum der Symptome doch recht kurz meiner Meinung nach. Da ich früher an einer Angststörung litt, welche ich mitlerweile gut unter Kontrolle habe, mache ich mir schon meine Gedanken. Ich rede mir ständig gut zu, dass eigentlich kein Risiko bestand aber vlt hilft es mir, wenn ich hier mein Problem schildere und ein paar Antworten bekomme. Eine Ansteckung mit HIV sollte bei mir auf Grundlage der Fakten überhaupt nicht vorliegen, sehe ich das richtig?
     
  2. LottchenSchlenkerbein

    LottchenSchlenkerbein Poweruser Poweruser

    Ist richtig .. also wo ist das eigentliche Problem ?
     
  3. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Guten Morgen,

    Du liegst mit deiner Einschätzung richtig, du hast dich zu keiner Zeit einem Risiko ausgesetzt, demnach ist auch eine Ansteckung nicht möglich.

    Das ist der Grund, weshalb du dir Gedanken machst. AufHIV bezogen aber wirklich absolut unnötig.

    Folgte deine entwickelte Angststörung von "früher" denn auf eine Hypochondrie?
     
  4. haivaupos

    haivaupos Poweruser Poweruser

    Absolut :cool:
     
  5. tobi86

    tobi86 Neues Mitglied

    Eine direkte Diagnose als Hypochondrie habe ich nicht, aber wenn ich mich selbst beurteilen würde, mache ich mir schon oft bei jedem zwicken, was in meinem Körper stattfindet, Gedanken. Ich hatte mir auch vor dem Sex mit der Prostituierten keine Gedanken ünerHIV gemacht, aber iwie 2 Tage danach wurde das Gefühle/ die Angst immer stärker und je mehr man dann darüber liest und erfährt umso mehr stellt man an sich selbst fest. Mitlerweile bin ich gut davon selbst überzeugt, das ich keinem Risiko ausgesetzt war. Dennoch werde ich einen Test machen lassen um es schwarz auf weiß zu haben. Vlt spielt mein Gewissen auch mit mir Hund und Katz. Die grippalen Symptome lassen mitlerweile auch nach. Lag damm wahrscheinlich doch nur an einer Erkältung. Danke für eure beruhigenden Meinungen. Hat mir geholfen.
     
  6. matthias

    matthias Moderator HIV-Symptome.de Team

    Wie wahr, wie wahr. Das Gewissen – sprich: die Psychosomatik – hat viel mehr Einfluss auf das Leben, als man gemeinhin annehmen möchte …
     
  7. Wyoming

    Wyoming Poweruser Poweruser

    Oft ist zu beobachten, dass bei vielen Menschen in der etwas entfernteren Vergangenheit Freunde, Familienangehörige, Kollegen Hypochonder waren, das kann prägen. Wenn der Vater beispielsweise bei jedem Husten ernsthafte Lungenprobleme vermutet hat, kann das Kind, wenn es erwachsen wird, ähnliche Gedanken entwickeln. Das prägt. Kann so sein - muss aber nicht.

    Als Ansatz ist es oft wichtig zu klären, woher das kommt und - um welche Art Hypochondrie es sich tatsächlich handelt.Hiv ist beispielsweise eine Krankheit, deren Übertragung garnicht so einfach ist.

    Für weite Teile der Gesellschaft ist der Beruf der Prostituierten verpönt und ein Tabu. Alles, was tabu ist, wird automatisch mit etwas negativem behaftet. Dabei gibt es garkeine Norm. Sicher wird man erzogen, bekommt als Kind eine Richtung angezeigt, wie es gehen kann. Nur weil es aber für die Eltern richtig ist - oder war - heisst das nicht, dass es automatisch auch für dich als Erwachsener richtig und vorallem erst recht nicht "Gesetz" ist. Wenn man also als Kind etwas (aus der Sicht der Eltern falsches) getan hat - folgte eine Strafe.

    Ein Beispiel - Mein Vater war seinerzeit sehr negativ gegenüber Homosexuellen eingestellt. Ich bin aber Zeit meines Lebens homosexuell - bin überglücklich in einer langjährigen Beziehung und warte heute noch auf meine vermeintliche Strafe ;)
    Auf deinen Fall übertragen könnte das so aussehen:

    Auf den Besuch bei einer Prostituierten muss sofort eine Strafe folgen. Und die Strafe soll möglichst nachhaltig und dramatisch sein, was passt dann besser als eine Hiv-Infektion? Das ist aber grundlegend falsch. Erstens ist der Besuch bei Prostituierten kein Fehler, dessen Konsequenz eine Strafe folgen müsste und zweitens ist Hiv nicht das Ende. Hiv ist eine chronische Krankheit, mit der man gut leben kann. Hier im Forum sind viele Paradebeispiele :)

    Mach einen Test, auch wenn er aus medizinischer Sicht nicht notwendig ist, aber psychisch kann das durchaus helfen. Wichtig ist aber dann, dass du das negativ akzeptierst und die Geschichte ad Acta legst.

    Absolut!
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2018
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